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Der FC Bayern hat seines früheren Vorstandsmitgliedes Willi Buisson gedacht und die Erinnerung an den NS-Widerstandskämpfer zurück in die Gegenwart geholt. Bei der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel für den "fußballbegeisterten Demokraten" im Münchner Stadtteil Neuhausen würdigte Klubpräsident Herbert Hainer Buisson unter anderem als "Vorbild für Zivilcourage".
Buisson habe Werte wie Weltoffenheit, Toleranz und Respekt vertreten, betonte Hainer: "Nur wenige sind dem Nationalsozialismus so entschieden entgegen getreten wie er." Damit sende seine Geschichte eine Botschaft ins Heute: "Wir müssen den Mut haben, jederzeit für Menschenwürde und Demokratie einzutreten." Buissons Werte, versprach Hainer, werden "den FC Bayern immer antreiben".
Zu der Veranstaltung hatten die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und die Landesgruppe Bayern des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold eingeladen. Buisson hatte sich dem Reichsbanner, einer überparteilichen Organisation zum Schutz der ersten deutschen Demokratie ("Weimarer Republik"), 1924 angeschlossen. Zuletzt unterstand ihm dort die 1930 gegründete Schutzformation – eine Eliteeinheit zur Abwehr nationalsozialistischer Gewalt. Bei den Bayern war Buisson im Vorstand mehrere Jahre als "Vergnügungswart" aktiv.
Im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er ins Ausland fliehen. Bei einem Aufenthalt im österreichischen Linz wurde Buisson im März 1938 von der Gestapo festgenommen. Am 26. April 1940 verurteilte ihn der "Volksgerichtshof" wegen "Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode, wenige Monate später wurde Willi Buisson in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil hingerichtet.
P.Navarro--TFWP