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Einen Tag nach dem Tod des norwegischen Königs Harald V. sind zahlreiche Norweger zu den Rathäusern im Land geströmt, um sich in die dort ausgelegten Kondolenzbücher einzutragen. Zu den ersten, die am Samstagmorgen ins Rathaus der Hauptstadt Oslo kamen, gehörte die 68-jährige Unni Zetterquist Thorsen. Sie habe dem verstorbenen Monarchen in ihrer Botschaft für seine "Geduld und Kraft in schwierigen Zeiten" gedankt, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. "Er war eine feste Stütze."
Harald V. war am Freitagmorgen im Universitätskrankenhaus von Oslo im Alter von 89 Jahren gestorben. Neuer König ist sein Sohn Haakon VIII. Der 53-Jährige sollte am Samstagnachmittag erste Audienzen mit Vertretern der Kirche, des Parlaments und des Obersten Gerichts abhalten. Am kommenden Dienstag wird er vor dem Parlament einen Eid auf die Verfassung ablegen. Gekrönt werden Haakon VIII. und seine Frau Königin Mette-Marit nicht - das Zeremoniell wurde in Norwegen bereits 1908 abgeschafft. Möglicherweise wird der neue König seine Regentschaft jedoch in der Kathedrale von Trondheim segnen lassen.
In ganz Norwegen wehen die Flaggen auf Halbmast. Ein Datum für die Beisetzung des verstorbenen Monarchen wurde noch nicht festgelegt. Sein Sarg war am Freitagabend vom Krankenhaus zum königlichen Palast gebracht worden. Dort soll er in der Schlosskapelle öffentlich aufgebahrt werden, damit die Norweger persönlich von ihm Abschied nehmen können.
T.Gilbert--TFWP