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Nach Reparaturarbeiten durch Spezialisten des US-Militärs ist der Hafen der vom Erdbeben in Venezuela zerstörten Stadt La Guaira wieder in Betrieb genommen worden. Wie das US-Südkommando am Montag in Washington mitteilte, steuert das Marineschiff USS Fort Lauderdale den Hafen nun an, um Hilfsgüter und Ausrüstung in die Katastrophenregion zu bringen.
Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor gesagt, ein Team von Marineinfanteristen arbeite "Tag und Nacht daran, den Hafen zu reparieren und so die Anlieferung lebenswichtiger Güter auf dem Seeweg zu ermöglichen". Das US-Außenministerium verdoppelte die für Venezuela zugesagten Hilfen auf 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro). "Diese Mittel werden es ermöglichen, dringend nötige medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasser- und Sanitärdienste, Unterkünfte sowie logistische Unterstützung bereitzustellen", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben vom Mittwoch vergangener Woche hatten die USA mehrere hundert Soldaten nach Venezuela entsandt, darunter drei Hundestaffel-Brigaden, die bei der Suche nach Überlebenden zum Einsatz kamen. Die US-Hilfe erfolgt vor dem Hintergrund der Annäherung der beiden Staaten in den vergangenen Monaten. Vorausgegangen war die Entmachtung des langjährigen linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar durch das US-Militär. Auf Befehl von US-Präsident Donald Trump wurde Maduro nach New York gebracht, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.
Am Montag gab die Regierung in Caracas die offizielle Zahl der Todesopfer mit 1719 an, es gab mehr als 5000 Verletzte. Es wird allerdings befürchtet, dass die Zahl noch weiter steigt. Weiterhin werden zehntausende Menschen vermisst. Die zwei Beben hatten im Abstand von 39 Sekunden die Region westlich von Caracas erschüttert. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab dutzende Nachbeben.
P.Navarro--TFWP