The Fort Worth Press - Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor

USD -
AED 3.67315
AFN 62.506465
ALL 82.894362
AMD 377.319892
ANG 1.790083
AOA 916.999838
ARS 1397.492201
AUD 1.43539
AWG 1.8
AZN 1.706959
BAM 1.687977
BBD 2.01456
BDT 122.73608
BGN 1.709309
BHD 0.377686
BIF 2965
BMD 1
BND 1.279846
BOB 6.926967
BRL 5.274202
BSD 1.000203
BTN 93.723217
BWP 13.705842
BYN 2.961192
BYR 19600
BZD 2.011712
CAD 1.37534
CDF 2272.999858
CHF 0.790945
CLF 0.02313
CLP 913.29907
CNY 6.880498
CNH 6.89499
COP 3716.01
CRC 466.057627
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.249557
CZK 21.095012
DJF 178.123395
DKK 6.447315
DOP 59.874988
DZD 132.648986
EGP 52.710602
ERN 15
ETB 157.374985
EUR 0.86294
FJD 2.221803
FKP 0.74705
GBP 0.746455
GEL 2.715015
GGP 0.74705
GHS 10.904967
GIP 0.74705
GMD 72.999411
GNF 8780.000368
GTQ 7.659677
GYD 209.341164
HKD 7.82715
HNL 26.520334
HRK 6.526387
HTG 131.152069
HUF 336.373049
IDR 16905
ILS 3.12205
IMP 0.74705
INR 93.873601
IQD 1310
IRR 1315050.00032
ISK 124.100338
JEP 0.74705
JMD 157.845451
JOD 0.709061
JPY 158.708501
KES 129.579875
KGS 87.4485
KHR 4014.999755
KMF 424.999851
KPW 899.971148
KRW 1495.809924
KWD 0.30655
KYD 0.833571
KZT 482.866057
LAK 21549.999711
LBP 89549.999964
LKR 314.407654
LRD 183.602094
LSL 16.849753
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.395002
MAD 9.362042
MDL 17.4948
MGA 4165.000385
MKD 53.139493
MMK 2099.628947
MNT 3568.971376
MOP 8.061125
MRU 40.110204
MUR 49.201173
MVR 15.449742
MWK 1737.000359
MXN 17.82445
MYR 3.956496
MZN 63.908035
NAD 16.820218
NGN 1379.980262
NIO 36.720106
NOK 9.678604
NPR 149.95361
NZD 1.71658
OMR 0.384457
PAB 1.000203
PEN 3.473011
PGK 4.3055
PHP 59.882496
PKR 279.250376
PLN 3.684555
PYG 6526.476592
QAR 3.644026
RON 4.396699
RSD 101.351033
RUB 80.49721
RWF 1460
SAR 3.753687
SBD 8.051718
SCR 14.949356
SDG 600.999933
SEK 9.31975
SGD 1.278815
SHP 0.750259
SLE 24.549964
SLL 20969.510825
SOS 571.498886
SRD 37.340262
STD 20697.981008
STN 21.63
SVC 8.752314
SYP 110.977546
SZL 16.850211
THB 32.656995
TJS 9.597587
TMT 3.5
TND 2.905035
TOP 2.40776
TRY 44.34696
TTD 6.795811
TWD 31.9333
TZS 2570.000173
UAH 43.928935
UGX 3745.690083
UYU 40.762429
UZS 12205.000204
VES 456.504355
VND 26357
VUV 119.458227
WST 2.748874
XAF 566.134155
XAG 0.014354
XAU 0.000227
XCD 2.70255
XCG 1.802694
XDR 0.704159
XOF 568.496327
XPF 103.397606
YER 238.649931
ZAR 17.008897
ZMK 9001.200612
ZMW 18.929544
ZWL 321.999592
  • DAX

    -16.9500

    22636.91

    -0.07%

  • MDAX

    -104.2500

    28125.11

    -0.37%

  • SDAX

    54.2800

    16517.29

    +0.33%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • Goldpreis

    -24.3000

    4383

    -0.55%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • EUR/USD

    -0.0046

    1.1571

    -0.4%

Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor
Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor / Foto: © AFP

Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor

Neue Anlageformen, attraktivere Zulagen und die Aufnahme von Selbstständigen in den Kreis der Berechtigten: Ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell soll die bisherige Riester-Rente ersetzen. Die Koalitionsfraktionen stellten am Dienstag einen Gesetzentwurf zur privaten Altersvorsorge vor, der am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Grüne und Verbraucherschützer begrüßten insbesondere das neue Standardprodukt, das Geringverdienern den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern soll.

Textgröße:

Der Entwurf sieht unter anderem die Einführung eines Altersvorsorgedepots ohne Garantievorgaben vor, bei dem etwa in Fonds oder andere Anlageklassen investiert werden kann. Altersvorsorgeverträge sollen künftig auch als einfacheres, sogenanntes Standardprodukt abgeschlossen werden können. Dieses soll von einem öffentlichen Träger angeboten werden. Die genaue Ausgestaltung soll noch in weiteren Beratungen bestimmt werden.

Die Kosten aller Standarddepots über die gesamte Vertragslaufzeit sollen auf ein Prozent der Effektivkosten gedeckelt sein. Neu ist auch die Aufnahme von Selbstständigen in den Kreis der förderfähigen Erwerbstätigen, denn auch bei ihnen gebe es "prekäre Situationen", sagte die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, bei der Vorstellung der Pläne. Bisher hatten vor allem abhängig Beschäftigte die Möglichkeit, zu "riestern".

Bei der Grundzulage gibt es ab dem Start der reformierten Riester-Rente 2027 für jeden eingezahlten Euro 50 Cent vom Staat dazu, bis zu einer Höhe von 360 Euro. Bei einem Sparbeitrag von 360 Euro bis 1800 Euro im Jahr gibt es noch 25 Cent staatliche Förderung je Euro. Der Kinderzuschlag von 300 Euro im Jahr kann bereits ab einem Sparbeitrag von 25 Euro im Monat erreicht werden.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte, mit der Reform werde die private Altersvorsorge "günstiger, einfacher und unbürokratischer". Es werde nun "für alle Generationen und alle Einkommen leichter, privat fürs Alter vorzusorgen". Der klare Kostendeckel werde dafür sorgen, dass "auch Menschen, die am Ende des Monats nicht Hunderte Euro übrig haben, mehr von dieser Ergänzung zur gesetzlichen Rente profitieren können".

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) äußerte die Erwartung, dass künftig "flexibler und vor allem mit besseren Renditechancen" fürs Alter vorgesorgt werden könne, etwa mit ETF-Sparplänen und Aktien.

Die Grünen lobten, mit dem öffentlich verwalteten Standardprodukt hätten sich Union und SPD offensichtlich an ihrem Vorschlag eines Bürgerfonds orientiert. Das sei ebenso zu begrüßen wie die Tatsache, dass sich die Koalition damit von SPD-Finanzminister Klingbeil abgrenze, "der eine solche Lösung nicht wollte", erklärte der Grünen-Finanzpolitiker Stefan Schmidt.

Die Grünen-Sprecherin für Finanzpolitik, Katharina Beck, kritisierte hingegen, durch den Verzicht auf eine automatische Teilnahme aller Bürgerinnen und Bürger "mit freier Opt-out-Option", wie die Grünen dies gefordert hätten, verpasse die Koalition "die Riesenchance für einen echten Neustart in der privaten Altersvorsorge für die Breite der Bevölkerung".

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, begrüßte die Einigung als "Meilenstein für Verbraucherinnen und Verbraucher" und einen "guten Tag für alle, die privat vorsorgen müssen". Denn endlich werde es ein Standardprodukt für alle geben, das kostengünstig und renditestark sein soll.

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann kündigte hingegen bereits Widerstand gegen die Pläne an. Die "bereits abgehalfterte Riesterrente, die krachend gescheitert ist", solle nun über ein neues Modell wieder eingeführt werden. Statt auf Privatvorsorge müsse stärker auf eine auskömmliche gesetzliche Rente gesetzt werden, sagte er und forderte eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und eine Erweiterung des Kreises der Einzahler.

Die Versicherungswirtschaft nannte ein eigenes staatliches Standardprodukt als dritte Säule der Altersvorsorge dagegen einen "falschen Ansatz". "Die Aufgabe des Staates sollte darin bestehen, private Vorsorge zu ermöglichen, nicht private Vorsorgeprodukte durch einen Staatsfonds zu verdrängen", erklärte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Noch in diesem Jahr soll mit der Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche ein weiterer Baustein der privaten Altersvorsorge beschlossen werden. Ab 1. Januar 2027 sollen die neuen privaten Altersvorsorgeprodukte zur Verfügung stehen.

D.Ford--TFWP