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Vor dem Hintergrund der bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken hat der Marburger Bund neue Warnstreiks angekündigt. Für den 11. März sind die Ärzte an 23 Kliniken zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Ärztegewerkschaft am Freitag in Berlin mitteilte.
Popstar Rihanna und Meta-Chef Mark Zuckerberg sind nach Indien gereist, um an einer dreitägigen extravaganten Party des indischen Milliardärs Mukesh Ambani teilzunehmen. Fotos in lokalen Medien zeigten am Freitag die Ankunft der prominenten Gäste in Ambanis Heimatstadt Jamnagar im Westen des Landes. Der Auftritt der US-Sängerin Rihanna bei der Party ist der erste seit ihrer Performance beim Superbowl im vergangenen Jahr. Medien berichteten, dass ihr dafür bis zu neun Millionen Dollar (8,32 Millionen Euro) geboten wurden.
Die Forderungen der Streikenden im öffentlichen Nahverkehr können nach Angaben der Verkehrsunternehmen nur mit mehr finanzieller Unterstützung der öffentlichen Hand erfüllt werden. Die kommunalen Unternehmen machten bereits jedes Jahr Defizite, "wir können das nicht erwirtschaften", sagte Alexander Möller vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". "Deshalb brauchen wir Geld aus den öffentlichen Haushalten, Steuerzahlergeld."
Der Lohn der Tarifbeschäftigten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auch dank der Inflationsausgleichsprämien deutlich gestiegen - die Verbraucherpreise allerdings legten noch mehr zu. Die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen stiegen um 3,7 Prozent, die Verbraucherpreise um 5,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit habe sich der Trend aus den Jahren 2022 und 2021 fortgesetzt.
Beschäftigte in der Gastronomie und in Reinigungsberufen haben besonders häufig einen Migrationshintergrund. Sechs von zehn Reinigungskräften in Deutschland haben eine Einwanderungsgeschichte, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. In Restaurants, Cafés oder Bars trifft dies auf 46 Prozent der Angestellten zu, bei den Köchinnen und Köchen steigt der Anteil auf knapp über die Hälfte.
Die weltweiten CO2-Emissionen im Energiebereich haben im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent zugenommen und so einen neuen Höchststand erreicht. Grund dafür ist unter anderem eine geringere Produktion mit Wasserkraft wegen zahlreicher Dürren sowie das chinesische Wirtschaftswachstum, wie aus einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) vom Freitag hervorgeht. Über das Jahr gesehen stieß der Energiesektor 37,4 Milliarden Tonnen CO2 aus - rund 90 Prozent der Gesamtemissionen.
Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen ist im Jahr 2022 mit rund sechs Millionen nahezu konstant geblieben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag waren das 0,6 Prozent oder 35.000 mehr als zum Jahresende 2021.
Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in China ist im Februar den fünften Monat in Folge zurückgegangen. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI), den die nationale Statistikbehörde am Freitag veröffentlichte, lag bei 49,1 Punkten. Ein Wert unter 50 bedeutet einen Rückgang der Produktionsaktivität. Seit März 2023 lag der Index nur einen Monat - im vergangenen September - im positiven Bereich.
Mit einem internationalen Großeinsatz ist die Polizei nach eigenen Angaben gegen die größte deutschsprachige kriminelle Handelsplattform im Internet vorgegangen. Die Razzien in ganz Deutschland und im Ausland richteten sich gegen die Betreiber und Nutzer der Plattform "Crimemarket", wie die Düsseldorfer Polizei am Donnerstagabend mitteilte. Es habe mehrere Festnahmen gegeben.
Zum Höhepunkt ihrer Streiks im öffentlichen Nahverkehr in dieser Woche hat die Dienstleistungswerkschaft Verdi am Freitag einen gemeinsamen Protesttag mit Klimaschützern begonnen. Verdi hat in einer Reihe von Ländern erneut zur Arbeitsniederlegung bei Bussen und Bahnen aufgerufen, darunter in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg. Vielerorts sind außerdem gemeinsame Kundgebungen mit Vertretern der Klimaschutzbewegung geplant.
Die Tarifverhandlungen der Lokführergewerkschaft GDL mit der Deutschen Bahn sind nach Angaben des Konzerns erneut gescheitert. Die GDL habe die Verhandlungen, die noch bis Sonntag angesetzt waren, vorzeitig "platzen lassen", erklärte ein Bahn-Sprecher am Donnerstag. Die Gewerkschaft warf der Bahn vor, Verhandlungsinterna an Medien "durchgestochen" zu haben, ging auf die Verhandlungen aber nicht näher ein.
In der Bundesregierung gibt es laut einem Medienbericht eine Einigung über eine bundesgesetzliche Regelung für eine Bezahlkarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Wie das Portal table.media am Donnerstag berichtete, wurde die regierungsinterne Ressortabstimmung für eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes eingeleitet. Darin werde die Bezahlkarte als künftig eine Option genannt, hieß es unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen - neben Geldleistungen oder Sachleistungen als weitere Möglichkeiten.
Die Forderung von Landkreistag-Präsident Reinhard Sager nach einer Arbeitspflicht für Asylsuchende stößt auf Kritik. "Indem Herr Sager so tut, als wollten Asylbewerber nicht arbeiten, befeuert er den Populismus", sagte der Regionspräsident von Hannover, Steffen Krach (SPD), dem Magazin "Stern". Als Mitglied im Landkreistag sehe er sich durch die Aussagen Sagers nicht vertreten.
"Schutzgebühren" eines gemeinnützigen Vereins zur Vermittlung herrenloser Tiere aus dem EU-Ausland unterliegen der Umsatzsteuer. Zur Anwendung kommt aber der ermäßigte Satz von sieben Prozent, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschied. (Az.: XI R 4/20)
Die Inflation in den USA klingt weiter ab. Der Verbraucherpreisindex, der den Preisanstieg im Jahresvergleich angibt, ging von 2,6 Prozent im Dezember auf 2,4 Prozent im Januar zurück, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Allerdings beschleunigte sich der Preisanstieg im Monatsvergleich: Im Vergleich zum Dezember stiegen die Preise um 0,3 Prozent, im Vormonat waren es 0,1 Prozent.
Die Bundesregierung hat angekündigt, die EU-Zugeständnisse an Landwirtinnen und Landwirte beim verpflichtenden Brachlandanteil wie von der EU-Kommission vorgeschlagen umzusetzen. Die Betriebe erhielten so "mehr Flexibilität bei ihrer Bewirtschaftung und zusätzliches Einkommen", erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Donnerstag. Er hatte das Vorgehen der Kommission zuvor allerdings scharf kritisiert.
Die italienische Regierung hat sich offiziell offen für Investitionen chinesischer Autobauer gezeigt, sie knüpft diese aber an Bedingungen. "Derartige Kooperationen müssen sorgsam bewertet werden und wir müssen auf unfairen Wettbewerb achten", sagte Vize-Regierungschef Antonio Tajani am Donnerstag in Rom. Jedenfalls brauche es für eine etwaige Ansiedlung eines chinesischen Unternehmens die Zustimmung die Regierung.
Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich im Februar deutlich abgeschwächt und damit auch die Gesamtinflation auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021 gedrückt: Die Teuerung betrug in diesem Monat voraussichtlich 2,5 Prozent im Jahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Experten gehen davon aus, dass die Inflation ihren Abwärtstrend in den kommenden Monaten beibehält.
Gestiegene Kosten für Baumaterialien und verschlechterte Finanzierungsbedingungen haben die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr stark einbrechen lassen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, wurde 2023 der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt - das waren 26,6 Prozent weniger als im Vorjahr und außerdem der niedrigste Stand seit 2012. Die Baubranche warnte vor Arbeitsplatzverlusten und einem steigenden Wohnungsmangel und forderte mehr Unterstützung von Bund und Ländern. Bauministerin Klara Geywitz (SPD) verwies auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Inflation in Deutschland hat sich im Februar weiter abgeschwächt und ist auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021 gefallen: Die Teuerung betrug in diesem Monat voraussichtlich 2,5 Prozent im Jahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Januar hatte die Inflation 2,9 Prozent betragen - auch das war bereits eine deutliche Entspannung.
Der IAG-Konzern, Mutter der Airlines British Airways und Iberia, hat im vergangenen Jahr seine Gewinne im Jahresvergleich versechsfacht. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen 2,7 Milliarden Euro Gewinn ein, wie es am Donnerstag mitteilte. 2022 waren es noch 431 Millionen Euro. Seinen Umsatz konnte IAG demnach um knapp 28 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro steigern.
Der weltgrößte Brauereikonzern AB InBev hat im vergangenen Jahr einen spürbaren Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn ging um 6,3 Prozent auf 5,34 Milliarden Dollar (4,93 Milliarden Euro) zurück, wie der Konzern mit Hauptsitz im belgischen Löwen am Donnerstag mitteilte. Ein gewichtiger Grund sind ausgebliebene Umsätze in den USA nach Boykottaufrufen aus konservativen Kreisen wegen einer Werbezusammenarbeit mit einer Transgender-Influencerin.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich zu einem Bad in der Seine verpflichtet, die bis zu den Olympischen Sommerspielen gereinigt werden soll. "Ja, das werde ich tun, sobald ich kann. Ein Datum werde ich aber nicht nennen, sonst kommen Sie alle", antwortete er am Donnerstag auf eine entsprechende Frage bei der Schlüsselübergabe des Olympischen Dorfes in Saint-Denis.
Das Europaparlament hat verschärfte Regulierungsvorschriften für Anbieter von Kurzzeitvermietungen wie Airbnb beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg für ein Gesetz, nach dem die Anbieter automatisch Daten über Gastgeber und Übernachtungen an die zuständigen Behörden übermitteln müssen. Alle auf den Plattformen angebotenen Zimmer, Wohnungen und Häuser sollen demnach eine EU-weite Registriernummer erhalten.
Das Münchner Verkehrsunternehmen Flix hat 2023 ein deutliches Wachstum hingelegt. "Im vergangenen Jahr nutzten 81 Millionen Reisende die Angebote von Flixbus, Flixtrain, Greyhound und Kamil Koc, was einem Wachstum von 34 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht", erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Der Umsatz legte demnach um 30 Prozent auf über zwei Milliarden Euro zu.
Das Einbehalten einer Anzahlung sowie die Erhebung von Stornogebühren bei einem Reiserücktritt wegen der Corona-Pandemie zu einem frühen Zeitpunkt war nach Ansicht des Europäischen Gerichtshof (EuGH) rechtens. Der Reiseanbieter müsse nur die Situation berücksichtigen, die zum Zeitpunkt des Reiserücktritts besteht, erklärten die Luxemburger Richter am Donnerstag. Unerheblich ist laut Urteil, wenn sich später "außergewöhnliche Umstände" ergeben, welche einen kostenlosen Reiserücktritt gerechtfertigt hätten. (Az. C‑584/22)
Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, unterstützt eine Online-Kampagne gegen Altersdiskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. "Frauen ab Mitte 40 brauchen keine Anti-Aging-Tipps oder vermeintliche Komplimente. Sie brauchen ein Umfeld, das sie wertschätzt und nicht diskriminiert", erklärte Ataman am Donnerstag.
Die Lohnentwicklung in Deutschland hat die hohe Inflation im vergangenen Jahr im Schnitt etwas mehr als ausgeglichen. Die Nominallöhne stiegen 2023 um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bei einer Inflation von 5,9 Prozent ergibt sich so ein leichter Reallohnzuwachs von 0,1 Prozent - der erste seit 2019.
Die anhaltende Konjunkturschwäche in Deutschland hat zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt: Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte, waren im Februar rund 2,814 Millionen Menschen arbeitslos, das waren 8000 mehr als im Vormonat und 194.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote blieb unverändert bei 6,1 Prozent.
Gestiegene Kosten für Baumaterialien und verschlechterte Finanzierungsbedingungen haben die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr stark einbrechen lassen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, wurde 2023 der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt - das waren 26,6 Prozent weniger als im Vorjahr und außerdem der niedrigste Stand seit 2012. Die Genehmigungen und damit die geplanten Bauprojekte geben Aufschluss über die künftige Bauaktivität.
Die Materialengpässe in der deutschen Industrie haben zuletzt leicht zugenommen. Laut Münchner Ifo-Institut berichteten im Februar 14,6 Prozent der befragten Firmen von entsprechenden Problemen, im Januar waren es 12,5 Prozent. Gründe dafür sind der Konflikt im Roten Meer, der Folgen für die Handelsrouten hat, sowie der Bahn-Streik Ende Januar, der in manchen Firmen zu einem Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten führte, wie das Ifo ausführte.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen nach einer Nullrunde bei den Renten in scharfer Form zurückweisen lassen. Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen zuvor in der "Bild"-Zeitung unterbreitet. Dazu sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin, der Kanzler habe diesen Vorschlag "als einen Beleg dafür bewertet, wie weit die Lebenswelt eines Herrn Professors mit den Lebenswirklichkeiten von 20 Millionen Rentnerinnen und Rentnern nicht in Einklang zu bringen" seien.