The Fort Worth Press - Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

USD -
AED 3.67295
AFN 65.501776
ALL 80.778943
AMD 366.250523
AOA 917.999617
ARS 1499.750797
AUD 1.42165
AWG 1.8
AZN 1.702368
BAM 1.694243
BBD 2.013626
BDT 123.754743
BHD 0.37711
BIF 2990
BMD 1
BND 1.281981
BOB 12.092258
BRL 5.1183
BSD 0.999753
BTN 95.145446
BWP 13.521485
BYN 2.960018
BYR 19600
BZD 2.010681
CAD 1.401535
CDF 2259.999807
CHF 0.812225
CLF 0.023191
CLP 915.73976
CNY 6.74905
CNH 6.748385
COP 3160.03
CRC 454.762008
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.14969
CZK 21.035899
DJF 177.720456
DKK 6.48701
DOP 58.298469
DZD 133.075044
EGP 49.688965
ERN 15
ETB 161.364703
EUR 0.867798
FJD 2.21445
FKP 0.742819
GBP 0.743055
GEL 2.61501
GGP 0.742819
GHS 11.735027
GIP 0.742819
GMD 73.999849
GNF 8780.000133
GTQ 7.628337
GYD 209.158083
HKD 7.844899
HNL 26.796086
HRK 6.539502
HTG 130.718954
HUF 316.379501
IDR 17916
ILS 3.007703
IMP 0.742819
INR 95.281598
IQD 1309.701703
IRR 1374850.000022
ISK 123.570623
JEP 0.742819
JMD 158.474679
JOD 0.709002
JPY 158.375042
KES 128.597147
KGS 87.450232
KHR 4053.492944
KMF 426.999755
KRW 1423.539829
KWD 0.30966
KYD 0.833171
KZT 468.495939
LAK 22589.41952
LBP 89528.70601
LKR 335.825291
LRD 180.459725
LSL 16.307022
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.373118
MAD 9.327951
MDL 17.39541
MGA 4298.392651
MKD 53.301108
MMK 2099.443841
MNT 3595.840223
MOP 8.078327
MRU 40.080389
MUR 46.940657
MVR 15.450333
MWK 1733.55625
MXN 17.21438
MYR 4.089799
MZN 63.909725
NAD 16.306951
NGN 1362.479759
NIO 36.790312
NOK 9.54627
NPR 152.231048
NZD 1.703245
OMR 0.384491
PAB 0.999749
PEN 3.37939
PGK 4.41709
PHP 60.800503
PKR 277.55765
PLN 3.731501
PYG 5946.889469
QAR 3.654602
RON 4.560599
RSD 101.802966
RUB 81.471795
RWF 1468.660802
SAR 3.755132
SBD 8.068348
SCR 14.419802
SDG 600.497346
SEK 9.504596
SGD 1.283302
SLE 24.5992
SOS 571.386496
SRD 37.866501
STD 20697.981008
STN 21.223422
SVC 8.747553
SZL 16.293454
THB 33.109686
TJS 9.222706
TMT 3.5
TND 2.932323
TRY 47.595201
TTD 6.768972
TWD 32.269702
TZS 2654.998025
UAH 44.766628
UGX 3724.060864
UYU 40.264038
UZS 11914.620835
VES 754.21125
VND 26235
VUV 119.344278
WST 2.729216
XAF 568.230703
XAG 0.016258
XAU 0.000235
XCD 2.70255
XCG 1.801841
XDR 0.705886
XOF 568.233164
XPF 103.310868
YER 236.875023
ZAR 16.34199
ZMK 9001.198182
ZMW 19.020435
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    25.5800

    6502.56

    +0.39%

  • DAX

    13.8300

    26140.13

    +0.05%

  • SDAX

    10.9000

    18564.81

    +0.06%

  • TecDAX

    54.2600

    4000.99

    +1.36%

  • MDAX

    4.7900

    32431.12

    +0.01%

  • Goldpreis

    -5.1000

    4300.1

    -0.12%

  • EUR/USD

    -0.0030

    1.1525

    -0.26%

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Ob Stahlschrott für Bahnschienen, alte Akkus für neue Batterien oder das Recycling von Baustoffen: Die Bundesregierung will mit einem Aktionsprogramm die Kreislaufwirtschaft stärken und Deutschland unabhängiger machen. Das Programm sei "gut für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft und macht uns unabhängiger und krisenfester", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch. Für viele Wirtschaftsverbände allerdings bleibt der Plan hinter den Erwartungen zurück.

Textgröße:

Mit dem Aktionsprogramm soll die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie umgesetzt werden, das Kabinett beschloss das Vorhaben bei seiner Sitzung am Vormittag. "In der Weltlage gilt für uns mehr denn je: Kreislaufwirtschaft macht uns in Deutschland unabhängiger", sagte Schneider. "Sie schützt unsere Unternehmen, wenn internationale Lieferketten brüchig werden oder, wie wir es gerade erleben, Handelswege blockiert sind."

Schneider wies auch auf die Bedeutung der Branche hin: "Wir haben eine Wertschöpfung in diesem Jahr von 60 Milliarden Euro." Deutschland sei in der Branche "seit Jahren weltweit Spitzenreiter".

Der Aktionsplan besteht aus insgesamt zwölf Maßnahmen. Zentral ist eine Umsetzungsplattform, auf der Unternehmen, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft nach Angaben des Umweltministeriums "Partner für neue Projekte finden, Wertschöpfungsketten und privates Kapital mobilisieren" können sollen. Auch soll ein neues Förderprogramm ab Ende 2026 aufgelegt werden, dass laut Ministerium "innovative Produktionsverfahren, die Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe und digitale Anwendungen" unterstützen soll.

Für die Umsetzung der Kreislaufwirtschafts-Strategie werden "finanzielle Mittel im Rahmen des Klima- und Transformationsfonds in erheblichem Maße" eingesetzt, "nämlich 260 Millionen Euro insgesamt für den Bereich der Kreislaufwirtschaft bis zum Jahre 2029", wie Minister Schneider sagte. "So viel Geld gab es noch nie für die Kreislaufwirtschaft."

Ein weiterer Punkt in dem Aktionsplan ist die öffentliche Beschaffung als Hebel für mehr Recyclingprodukte. Allerdings bleibt der Plan hier unkonkret und ohne Zielvorgabe: "Wir werden das jährliche Auftragsvolumen für zirkuläre Produkte über alle Unternehmen mit mehrheitlicher Bundesbeteiligung hinweg kontinuierlich steigern und dafür zeitnah auch regulatorische Hemmnisse abbauen", heißt es im Aktionsprogramm.

Auf die öffentliche Beschaffung zielt auch die Kritik vieler Verbände, unter anderem die des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft (BNW). "Solange die öffentliche Hand weiter ressourcenintensiv Primärrohstoffe beschafft, ohne Lebenszykluskosten oder Kreislauffähigkeit einzubeziehen, wird das mit der Kreislaufwirtschaft keine runde Sache", erklärte BNW-Geschäftsführerin Katharina Reuter.

Sie bemängelte zudem: "Die Tatsache, dass das angekündigte Aktionsprogramm nun mit über einem halben Jahr Verspätung und einem wenig wirksamen Maßnahmenpaket kommt, bremst dringend notwendige Investitionen in zirkuläre Produkte aus." Die Unternehmen stünden in den Startlöchern, jedoch fehlten "politische Rahmenbedingungen, in denen zirkuläre Produkte fair konkurrieren können".

"Der Staat ist der größte Investor des Landes und muss seine milliardenschwere Marktmacht nutzen", erklärte auch Sarah Brückner vom Maschinen- und Anlagenbauverband VDMA. "Wir fordern eine konsequente Umstellung auf eine Beschaffung, die Parameter wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit Ersatzteilverfügbarkeit und Rezyklierbarkeit priorisiert, ohne neue bürokratische Lasten zu schaffen." Brückner sprach zugleich von einem "grundsätzlich richtigen Signal" durch den Plan.

Enttäuscht äußerte sich auch der Bundesverband der Deutschen Industrie. "Das Aktionsprogramm ist zu unambitioniert und setzt kaum neue wirtschaftspolitische Impulse", erklärte der Verband. Dabei sei das Potenzial erheblich. Auch der Verband der Chemischen Industrie erklärte, der Plan bleibe trotz guter Ansätze "hinter den Erwartungen zurück".

Etwas positiver äußerten sich der Digitalverband Bitkom und der TÜV-Verband: "Besonders positiv ist, dass Digitalisierung als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft fest verankert ist", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder und verwies auf digitale Produktpässe. Der TÜV-Verband lobte, das Programm schaffe "eine wichtige Grundlage, um die Potenziale der Kreislaufwirtschaft (...) stärker zu nutzen". Er kritisierte gleichzeitig, "dass zentrale Hebel im Laufe der Ressortabstimmung abgeschwächt wurden" und verwies ebenfalls auf die öffentliche Beschaffung.

Umweltschützer hatten bereits im Vorfeld Nachbesserungen gefordert: "Verbindliche Ziele und konkrete Schritte, um den Verbrauch primärer Rohstoffe in Deutschland tatsächlich zu senken, fehlen", erklärte die Organisation WWF.

F.Carrillo--TFWP