The Fort Worth Press - Im Hitzestress: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Kontinente

USD -
AED 3.672502
AFN 65.506901
ALL 80.542786
AMD 365.404028
AOA 917.999947
ARS 1490.933797
AUD 1.416631
AWG 1.8025
AZN 1.704684
BAM 1.694742
BBD 2.013422
BDT 123.409934
BHD 0.376932
BIF 2988.332445
BMD 1
BND 1.280355
BOB 11.871288
BRL 5.174302
BSD 0.999614
BTN 95.355034
BWP 13.493408
BYN 2.963637
BYR 19600
BZD 2.010476
CAD 1.392785
CDF 2274.999813
CHF 0.811735
CLF 0.023224
CLP 914.020134
CNY 6.745297
CNH 6.74767
COP 3137.03
CRC 453.271291
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.544878
CZK 21.02415
DJF 178.017322
DKK 6.479402
DOP 58.290116
DZD 132.998787
EGP 50.179803
ERN 15
ETB 161.696178
EUR 0.86671
FJD 2.21245
FKP 0.739377
GBP 0.740346
GEL 2.615021
GGP 0.739377
GHS 11.761444
GIP 0.739377
GMD 73.502808
GNF 8778.535005
GTQ 7.626087
GYD 209.359254
HKD 7.846499
HNL 26.793985
HRK 6.5302
HTG 130.704343
HUF 316.521009
IDR 17864
ILS 2.997301
IMP 0.739377
INR 95.42005
IQD 1309.573325
IRR 1374700.000461
ISK 123.070381
JEP 0.739377
JMD 158.156744
JOD 0.709021
JPY 159.423999
KES 129.330412
KGS 87.449818
KHR 4050.066938
KMF 427.000292
KRW 1417.544958
KWD 0.30891
KYD 0.832994
KZT 466.161244
LAK 22554.384323
LBP 89518.610465
LKR 334.287955
LRD 180.434905
LSL 16.22219
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.374968
MAD 9.261597
MDL 17.36399
MGA 4301.39206
MKD 53.312479
MMK 2099.437721
MNT 3594.800745
MOP 8.079183
MRU 39.955635
MUR 47.039473
MVR 15.449606
MWK 1733.381281
MXN 17.064503
MYR 4.093802
MZN 63.399706
NAD 16.220855
NGN 1361.770302
NIO 36.783342
NOK 9.491104
NPR 152.566385
NZD 1.703855
OMR 0.384495
PAB 0.999614
PEN 3.379519
PGK 4.485921
PHP 61.317007
PKR 277.479994
PLN 3.72915
PYG 5952.056011
QAR 3.644076
RON 4.539801
RSD 101.716976
RUB 82.449298
RWF 1472.472911
SAR 3.747756
SBD 8.065041
SCR 13.894089
SDG 600.502876
SEK 9.528796
SGD 1.28069
SLE 24.497323
SOS 571.29488
SRD 37.946011
STD 20697.981008
STN 21.229307
SVC 8.746664
SZL 16.212539
THB 33.119716
TJS 9.211859
TMT 3.51
TND 2.935103
TRY 47.757302
TTD 6.769484
TWD 32.211699
TZS 2654.997973
UAH 44.852497
UGX 3719.156864
UYU 40.24973
UZS 11886.069807
VES 760.265199
VND 26127.5
VUV 118.84778
WST 2.733733
XAF 568.398113
XAG 0.015209
XAU 0.000227
XCD 2.70255
XCG 1.801671
XDR 0.706905
XOF 568.398113
XPF 103.341305
YER 237.200169
ZAR 16.18805
ZMK 9001.200395
ZMW 18.743474
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    13.0000

    4454.1

    +0.29%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1538

    -0.07%

  • MDAX

    -26.2500

    32224.89

    -0.08%

  • SDAX

    30.6000

    18571.14

    +0.16%

  • Euro STOXX 50

    15.6000

    6551.22

    +0.24%

  • TecDAX

    22.7600

    4090.18

    +0.56%

  • DAX

    67.5400

    26391.42

    +0.26%

Im Hitzestress: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Kontinente
Im Hitzestress: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Kontinente / Foto: © AFP/Archiv

Im Hitzestress: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Kontinente

30 Grad am Polarkreis, fortschreitende Gletscherschmelze und neuer Höchstwert bei den Meerestemperaturen: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie die anderen Kontinente und hat die Auswirkungen 2025 deutlich zu spüren bekommen. Mindestens 95 Prozent des Kontinents hätten Jahrestemperaturen über dem Durchschnitt erlebt, heißt es im Bericht zum Zustand des europäischen Klimas, den die Weltmeteorologieorganisation (WMO) und das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Mittwoch vorstellten. Dies trug auch zu heftigen Waldbränden bei.

Textgröße:

"Seit 1980 hat sich Europa zwei Mal so schnell wie der globale Durchschnitt erwärmt", sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo zu dem Bericht. Es sei damit "der sich am schnellsten erwärmende Kontinent" überhaupt. Es gebe immer häufigere und heftigere Hitzewellen und 2025 seien davon nicht nur der Mittelmeerraum, sondern auch der Polarkreis erfasst worden.

In der nordeuropäischen Region Fennoskandinavien, zu der Finnland, Norwegen und Schweden gezählt werden, gab es im Juli eine dreiwöchige Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 30 Grad. Teile von Fennoskandinavien litten dem Jahresbericht zufolge fast zwei Wochen lang unter "starkem Hitzestress", bei dem die gefühlte Temperatur über 32 Grad liegt. Normal seien nur bis zu zwei Tage Hitzestress im Jahr.

In der Türkei kletterte das Thermometer im Juli auf 50 Grad, in Griechenland waren 85 Prozent der Bevölkerung von extremen Temperaturen um die 40 Grad betroffen. Große Teile West- und Südeuropas wurden im Juni von zwei starken Hitzewellen getroffen, darunter weite Teile Spaniens, Portugals, Frankreichs sowie südliche Teile Großbritanniens.

Eine dritte Hitzewelle gab es dem Bericht zufolge dann im August in Portugal, Spanien und Frankreich. Großbritannien, Norwegen und Island verzeichneten 2025 ihre höchste Jahresdurchschnittstemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die durch Waldbrände zerstörte Fläche in Europa erreichte einen Rekordwert von 1,034 Millionen Hektar. Überflutungen hatten 2025 ein geringeres Ausmaß als in den Vorjahren. Dennoch kamen durch Hochwasser und Stürme auf dem Kontinent mindestens 21 Menschen ums Leben, insgesamt waren rund 14.500 Menschen betroffen.

Infolge der hohen Temperaturen wurde bei den europäischen Gletschern 2025 ein Netto-Masseverlust verzeichnet. Island erlebte seine zweitstärkste Eisschmelze seit 2005. Die Berichtsautoren gehen davon aus, dass die Gletscher in Europa und weltweit im Laufe des Jahrhunderts weiter schrumpfen. Dadurch sei die Wasserversorgung von zwei Milliarden Menschen in Gefahr.

2025 gab es laut dem Bericht zudem beim Umfang von Europas Schneedecke den drittniedrigsten Wert. Der Eisschild der zu Dänemark gehörenden riesigen Arktis-Insel Grönland verlor 139 Gigatonnen Eis, was den Meeresspiegel um vier Millimeter anhob.

Die Jahresdurchschnittstemperatur an der Meeresoberfläche erreichte in Europa 2025 zum vierten Mal in Folge einen neuen Höchststand. Ein Rekordanteil von 86 Prozent der europäischen Meeresgebiete erlebte mindestens einen Tag mit einer starken marinen Hitzewelle. Diese haben negative Auswirkungen auf die Pflanzen und Tiere des Meeres.

Die Erderwärmung wird vornehmlich durch die Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl verursacht. In Europa wurde laut dem Bericht 2025 das dritte Jahr in Folge mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als aus fossilen Energien. Die Erneuerbaren machten demnach 46,4 Prozent von Europas Stromerzeugung aus.

"Aber das ist nicht ausreichend. Wir müssen das beschleunigen", erklärte der Klima-Berater des Klimadienstes der Europäischen Kommission, Dusan Chrenek. In den vergangenen Wochen haben die Folgen des Iran-Kriegs die weitverbreitete Abhängigkeit von Öl und Gas wieder in den Blickpunkt gerückt.

Für 2026 ist dem Bericht zufolge eine weitere Verschlimmerung der klimatischen Lage in Europa zu befürchten. Es sei wahrscheinlich, dass ab der Jahresmitte das Klimaphänomen El Niño wieder zum Tragen komme, sagte WMO-Generalsekretärin Saulo. 2024 hatte El Niño zu globalen Temperaturrekorden beigetragen.

Der WWF wertete die Befunde von Copernicus und WMO als eindringliche Mahnung zum Handeln. "Einmal mehr erinnert uns dieser Bericht daran, dass die gegenwärtigen Maßnahmen zum Schutz des Klimas nicht ausreichend sind angesichts des Ausmaßes der Krise", schrieb die Umweltorganisation in einer der Nachrichtenagentur AFP übersandten Erklärung.

J.Barnes--TFWP