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23.2000
Patrik Schick blieb erneut blass - und Tschechien droht bei der WM schon das frühe Aus: Das Team um den Bundesliga-Star kam im Duell der Auftakt-Verlierer gegen Südafrika nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und braucht damit zum Gruppenabschluss gegen Gastgeber Mexiko wohl zwingend einen Sieg. Dasselbe gilt für "Bafana-Bafana", die parallel am 24. Juni gegen Südkorea antreten.
Unter der Leitung der erst zweiten WM-Schiedsrichterin Tori Penso brachte Michal Sadilek (6.) Tschechien ganz früh in Führung, doch Teboho Mokoena (83., Handelfmeter) schlug in Atlanta spät zurück. Die Amerikanerin Penso trat derweil in die Fußstapfen der Französin Stéphanie Frappart, die vor vier Jahren in Katar mit ihrem Einsatz beim Spiel zwischen Deutschland und Costa Rica (4:2) als Pionierin Geschichte geschrieben hatte. Penso hatte mit dem Gruppenspiel keine Probleme, zeigte eine sehr souveräne Leistung und entschied beim Handspiel von Pavel Sulc sofort auf Strafstoß.
Die Tschechen hofften nach dem 1:2 gegen Südkorea auf einen stärkeren Schick. Der Starspieler hatte zum Auftakt nur elf Ballkontakte und blieb ohne Schuss aufs Tor, wurde nach 63 Minuten völlig frustriert ausgewechselt. Trotz der Kritik aus der Heimat schenkten ihm die Mitspieler das volle Vertrauen. "Wir müssen ihn einfach in die bestmöglichen Positionen bringen und ihm helfen", sagte Kapitän Ladislav Krejci. Das Team brauche die "Fähigkeiten" des Leverkuseners.
Und tatsächlich kam Schick nach nur 45 Sekunden schon frei am Fünfer zum Kopfball, doch der Abschluss missglückte vollkommen. Tschechien drückte gleich aufs Tempo, überrannte den Außenseiter in der Anfangsphase. Sadilek belohnte den Blitzstart nach einem schnellen Einwurf und perfekter direkter Ablage von Alexandr Sojka. Erst nach rund einer Viertelstunde bekam Bafana-Bafana den Angriffswirbel der Europäer besser in den Griff.
Es entwickelte sich nun ein Spiel auf Augenhöhe - allerdings auf überschaubarem Niveau. Gefahr vor den Toren entstand bis zur Halbzeit kaum. Nach dem Seitenwechsel drängten die Tschechen auf eine schnelle Vorentscheidung, doch Lukas Cerv (47.) und erneut Schick (48.) vergaben gute Gelegenheiten. Erneut endete die Druckphase aber im Eiltempo, die Begegnung plätscherte vor sich hin. Südafrika mühte sich, doch es fehlten gänzlich die Mittel im Offensivspiel.
Der harmlose Kopfball von Evidence Makgopa war nach 74 Minuten der erste Schuss überhaupt auf das Tor des Ex-Leverkuseners Matej Kovar. Ein Elfmeter musste schließlich helfen.
M.Cunningham--TFWP