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Julian Brandt wollte sich im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Nico Schlotterbeck nicht zu einer Meisteransage hinreißen lassen - den Titelkampf hat er aber dennoch im Hinterkopf. "Es wird keinen geben, der sagt, ich glaube daran nicht mehr. Da kannst du vergeblich in der Kabine nach suchen", stellte der 29-Jährige nach dem 2:1 (1:0) von Bayern-Jäger Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg klar.
"Es hat bislang niemand davon gesprochen, dass wir an irgendeinem Punkt aufgegeben haben", betonte Brandt, der neben Matchwinner Serhou Guirassy mit seinem Treffer (38.) zum mühevollen Erfolg in Wolfsburg beigetragen hatte. "Wir versuchen weiter unsere Spiele zu gewinnen und hoffen natürlich, dass Bayern uns da noch mal ranlässt."
Zumindest über Nacht hat der BVB den Abstand zum Tabellenführer aus München auf drei Punkte verkleinert, Bayern kann am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bei der formstarken TSG Hoffenheim jedoch nachlegen. Brandt ist klar, "dass auch viele Sachen noch dazu kommen müssen", dass der Rückstand kleiner werde. Aber vielleicht habe der BVB am 28. Februar, wenn die Münchner zum direkten Duell nach Dortmund kommen, "sogar die Chance, persönlich daran noch mal was zu schrauben". Das sei "der Ist-Zustand. Meister werden will von uns jeder - jede Saison."
Nach nun 14 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage ist Dortmund auf Platz zwei (48 Punkte) zumindest in einer guten Ausgangslage, um den Münchnern noch einmal gefährlich werden zu können. Den nächsten Schritt kann der BVB am kommenden Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 machen - Schlotterbeck wird dann aber nach seiner fünften Gelbe Karte fehlen.
S.Jones--TFWP