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Einen Tag nach ihren tödlichen Luftangriffen auf Saudi-Arabien haben die pro-iranischen Huthis das Königreich erneut attackiert. Huthi-Sprecher Jahja Saree erklärte am Donnerstag im Onlinedienst X, die jemenitische Miliz habe den wichtigsten internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad "erfolgreich" mit einer ballistischen Rakete angegriffen. Tags zuvor waren bei Angriffen auf mehrere internationale Flughäfen in Saudi-Arabien drei Menschen getötet worden. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kündigte daraufhin Vergeltungsmaßnahmen an.
Die Rakete habe ihr Ziel "präzise" getroffen und den Flughafenbetrieb "beeinträchtigt", erklärte Saree. Zudem warnte er vor Flügen nach Riad. "Wir erneuern letztmalig unseren Aufruf und unsere Warnung an alle internationalen Fluggesellschaften, keine Flüge mehr durch den saudiarabischen Luftraum auszuführen", schrieb er.
Es ist das dritte Mal in dieser Woche, dass die vom Iran unterstützte Miliz eine Angriff auf den Flughafen für sich reklamierte. Am Vortag waren nach Angaben der saudiarabischen Zivilluftfahrtbehörde drei Menschen bei den Angriffen auf die Flughäfen in der Hauptstadt Riad und in der südlichen Stadt Abha getötet worden. 36 weitere Menschen wurden dabei zudem verletzt, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.
Am Flughafen König Chalid in Riad wurde am Mittwoch laut der saudiarabischen Zivilluftfahrtbehörde ein Sudanese getötet. Bei den Todesopfern in Abha handelte es sich demnach um einen Ägypter und einen Algerier. Die Verletzten seien mit "leichten bis schweren" Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die Huthis direkt für die Angriffe verantwortlich und kündigte Vergeltungsmaßnahmen an. "Die brutalen Angriffe der terroristischen Huthi-Miliz auf Zivilisten und zivile Einrichtungen im Königreich", die sich zuletzt gegen die beiden Flughäfen gerichtet hätten, würden "nicht ungestraft bleiben", erklärte die Militärkoalition bei X, nachdem die Huthis im Jemen die Attacken auf beide Flughäfen für sich reklamiert hatten.
Die Koalition teilte mit, sie habe daraufhin 82 "legitime militärische Ziele" angegriffen und zerstört. Darunter waren demnach in den Bergen gelegene Einrichtungen der jemenitischen Miliz für ballistische Raketen, Kommando- und Kontrollzentren und Kommunikationssysteme.
Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Miliz. Im September hatten die Huthis die Kontrolle über große Teile der westjemenitischen Küste übernommen. Sie griffen zudem verstärkt Tanker, Ölanlagen und Flughäfen in Saudi-Arabien an.
Zuletzt starteten die Regierungstruppen im Jemen nach eigenen Angaben eine Angriffswelle gegen die Miliz. Der international anerkannten Regierung im Jemen zufolge wurden Huthi-Kämpfer aus strategisch wichtigen Gebieten am Roten Meer sowie aus der Hafenstadt Mocha vertrieben.
Seit der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und den jemenitischen Regierungstruppen im Juli sind nach UN-Angaben bereits mehr als 200.000 Menschen vertrieben worden. 201.217 Menschen hätten ihre Heimat verlassen müssen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch. Fast alle von ihnen, nämlich 197.755 Menschen, seien seit Anfang September vertrieben worden.
L.Rodriguez--TFWP