The Fort Worth Press - Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck

USD -
AED 3.672998
AFN 62.999712
ALL 80.627789
AMD 363.379532
ANG 1.790365
AOA 917.999944
ARS 1519.7392
AUD 1.426116
AWG 1.8
AZN 1.695095
BAM 1.71977
BBD 2.014306
BDT 123.289177
BGN 1.683441
BHD 0.377028
BIF 3012.807267
BMD 1
BND 1.279847
BOB 12.085376
BRL 5.194799
BSD 1.000119
BTN 95.910598
BWP 13.673072
BYN 3.044111
BYR 19600
BZD 2.011325
CAD 1.41407
CDF 2310.000342
CHF 0.82842
CLF 0.024395
CLP 963.230249
CNY 6.71135
CNH 6.71684
COP 3352.38
CRC 454.67135
CUC 1
CUP 24.002321
CVE 96.957999
CZK 21.46965
DJF 177.71987
DKK 6.57683
DOP 59.432581
DZD 133.895063
EGP 51.746697
ERN 15
ETB 163.34979
EUR 0.87974
FJD 2.24975
FKP 0.754629
GBP 0.756885
GEL 2.615034
GGP 0.754629
GHS 11.590355
GIP 0.754629
GMD 73.999974
GNF 8795.817964
GTQ 7.637756
GYD 209.235666
HKD 7.84282
HNL 26.840946
HRK 6.630199
HTG 130.885334
HUF 322.035028
IDR 17992
ILS 3.04725
IMP 0.754629
INR 96.00585
IQD 1310.172301
IRR 1374575.000224
ISK 120.700451
JEP 0.754629
JMD 157.732063
JOD 0.708995
JPY 158.885499
KES 129.45031
KGS 87.449701
KHR 4068.37186
KMF 432.99968
KPW 900.000318
KRW 1369.674965
KWD 0.30892
KYD 0.833348
KZT 441.759759
LAK 22415.75627
LBP 89553.909393
LKR 330.087184
LRD 172.006612
LSL 16.429705
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.396131
MAD 9.575819
MDL 17.795832
MGA 4384.028981
MKD 54.094692
MMK 2099.566963
MNT 3597.939506
MOP 8.078394
MRU 40.034469
MUR 47.780544
MVR 15.449742
MWK 1734.061354
MXN 17.714102
MYR 4.085397
MZN 63.910162
NAD 16.429561
NGN 1326.000231
NIO 36.808252
NOK 9.516295
NPR 153.46825
NZD 1.768145
OMR 0.3845
PAB 1.000066
PEN 3.388188
PGK 4.455485
PHP 62.830135
PKR 277.092073
PLN 3.85416
PYG 5926.499101
QAR 3.6455
RON 4.641898
RSD 103.380959
RUB 84.99923
RWF 1479.504809
SAR 3.756357
SBD 8.000512
SCR 13.826008
SDG 601.49855
SEK 9.933165
SGD 1.280155
SHP 0.755002
SLE 24.649689
SLL 20969.491881
SOS 571.546649
SRD 37.695016
STD 20697.981008
STN 21.542912
SVC 8.750973
SYP 13002.000254
SZL 16.42566
THB 33.486502
TJS 9.215477
TMT 3.51
TND 2.958465
TOP 2.40776
TRY 48.85422
TTD 6.801985
TWD 31.844797
TZS 2644.997988
UAH 45.026248
UGX 3925.206526
UYU 40.068936
UZS 11810.999389
VES 852.43145
VND 25992
VUV 118.51472
WST 2.751818
XAF 577.071722
XAG 0.01574
XAU 0.000234626123
XCD 2.70255
XCG 1.802315
XDR 0.707052
XOF 577.071722
XPF 104.867465
YER 236.650277
ZAR 16.4476
ZMK 9001.207865
ZMW 19.450905
ZWL 321.999592
SSP 5712.591861
MXV 2.007522
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck
Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck / Foto: © AFP/Archiv

Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck

Fifa-Chef Gianni Infantino bleibt auch nach dem Verzicht auf seinen umstrittenen Investoren-Plan massiv unter Druck. Die Uefa entzog ihm am Samstag in einer Erklärung ihr "Vertrauen". Ebenso wie der europäische Fußballverband fordert auch der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf eine umfassende Aufarbeitung von Infantinos Präsidentschaft. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlangte eine "grundsätzlich andere Kultur" im Weltfußballverband.

Textgröße:

Infantino hatte in einer Erklärung in der Nacht zum Samstag mitgeteilt, dass er seinen Plan, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen Turnieren an Investoren zu veräußern, "nicht weiterverfolgt".

Dennoch erklärte die Uefa, die mit einem europäischen Boykott der WM wegen der Pläne gedroht hatte, einige Stunden später: "Die derzeitige Führung der Fifa hat nicht nur das Vertrauen der Uefa verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußball-Familie". Die Aufgabe, dieses Vertrauen wiederherzustellen, habe "gerade erst begonnen".

Infantinos Vorhaben sei ein "schäbiges, in Hinterzimmern ausgehecktes und undurchsichtiges Geschäft" gewesen, das Infantino habe durchdrücken wollen, erklärte die Uefa. Der Chef des Weltfußballverbands habe bei seiner ersten Wahl 2016 Transparenz versprochen und den Mitgliedsverbänden zugesichert, das Geld der Fifa sei "euer Geld" und nicht das Geld des Präsidenten. "Beide Versprechen hat er nicht eingehalten", konstatierte die Uefa.

Gemeinsam mit ihren 55 Mitgliedsverbänden und anderen Kontinentalverbänden will die Uefa nach eigenen Angaben nun untersuchen, wie es zu Infantinos Vorstoß kommen konnte. "Keine Option sollte ausgeschlossen werden", erklärte sie.

Infantinos bislang als sicher geltende Wiederwahl im März 2027 erscheint nun zunehmend in Frage gestellt. Auch die Concacaf verlangte eine "umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft". Infantinos Vorgehen sei ein "einseitiger und ungeheuerlicher Akt schlechter Führung" und Teil eines Musters ähnlicher Fehltritte. Der Investoren-Plan sei "außerhalb jedes etablierten Führungsrahmens, ohne Transparenz, Beratung oder ordnungsgemäßes Verfahren" vorangetrieben worden.

Ein Vorhaben dieser Größenordnung gelange nicht zufällig so weit, erklärte die Concacaf. Zu dem Verband gehören die USA, Kanada und Mexiko gehören, die drei Gastgeber der Mitte Juli zu Ende gegangenen WM. Infantinos Plan sei "das Symptom einer Führung, die aufgehört hat, den Fußball an die erste Stelle zu setzen", monierte die Concacaf.

Auch der DFB fordert eine "lückenlose Aufklärung". Infantino habe "eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt", erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID). Entscheidungen müssten wieder von den Mitgliedern in den zuständigen Gremien beraten und getroffen werden. Der englische Verband FA forderte ebenfalls eine umfassende Überprüfung der Fifa-Führung.

Infantinos Plan sah die Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft namens Fifa Forward Enterprise (FFE) vor. Sie sollte Wettbewerbe wie die WM und die Klub-WM vermarkten. Private Investoren hätten bis zu 20 Prozent der Anteile übernehmen können. Auf Grundlage einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) wollte die Fifa bis zu 4,2 Milliarden Dollar einnehmen.

Bei einer Annahme des Projekts sollte jeder der 211 Mitgliedsverbände Anfang 2027 eine Einmalzahlung von 20 Millionen Dollar erhalten. Zudem sollten die Fördermittel für jeden Verband für die Jahre 2027 bis 2030 von acht auf 20 Millionen Dollar erhöht werden.

Als möglicher Großinvestor bei der Fifa war die Beteiligungsgesellschaft Thrive Eternal genannt worden. Sie wurde von Joshua Kushner gegründet - er ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.

Infantinos enge Beziehungen zu Trump hatten bereits während der jüngsten WM ür heftige Kritik gesorgt. Die Aufhebung einer Spielsperre für den US-Stürmer Folarin Balogun nach einer Intervention Trumps bei Infantino sorgte für einen Skandal während des Turniers und erschütterte nach Meinung vieler Kommentatoren die Glaubwürdigkeit des Fußballs.

Nach dem Bekanntwerden von Infantinos Investoren-Plan drohte die Uefa dann mit einem Boykott sämtlicher Fifa-Wettbewerbe einschließlich der WM. Alle 55 europäischen Verbände lehnten das Projekt nach Angaben des Dachverbands geschlossen ab. Auch die asiatische Konföderation AFC und die Concacaf kritisierten das Verfahren. Zudem trat Infantinos führender Berater Carlos Cordeiro zurück. Er bezeichnete den Plan als schlechtes Geschäft für die Verbände und den Fußball.

Infantino begründe seinen Rückzieher damit, dass er mit dem Investoren-Plan die Mitgliedsverbände habe stärken sollen, stattdessen das Vorhaben aber zu "Spaltungen" geführt habe.

Rückendeckung erhielt Infantino vom marokkanischen Verbandspräsidenten Fouzi Lekjaa. Dieser lobte den Rückzieher als "weise" Entscheidung im Interesse von "Einheit und Zusammenhalt". Marokko zählt zu den drei Hauptgastgebern der nächsten Fußball-WM im Jahr 2030.

H.Carroll--TFWP