The Fort Worth Press - Richtungsweisende Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien: Enges Rennen erwartet

USD -
AED 3.672984
AFN 63.999698
ALL 80.977186
AMD 362.830125
ANG 1.790365
AOA 917.99975
ARS 1522.824962
AUD 1.439232
AWG 1.8025
AZN 1.700271
BAM 1.722428
BBD 2.015086
BDT 123.012972
BGN 1.683441
BHD 0.377003
BIF 2995
BMD 1
BND 1.277405
BOB 12.040458
BRL 5.1702
BSD 1.000454
BTN 95.892522
BWP 14.09417
BYN 3.010995
BYR 19600
BZD 2.012171
CAD 1.422375
CDF 2309.999922
CHF 0.83543
CLF 0.024662
CLP 973.780211
CNY 6.70475
CNH 6.709205
COP 3319.17
CRC 456.985341
CUC 1
CUP 24.01166
CVE 97.750209
CZK 21.552505
DJF 177.720292
DKK 6.594725
DOP 59.48895
DZD 133.867992
EGP 51.941799
ERN 15
ETB 163.421342
EUR 0.882129
FJD 2.24725
FKP 0.756991
GBP 0.75395
GEL 2.605011
GGP 0.756991
GHS 11.743978
GIP 0.756991
GMD 73.501138
GNF 8798.844552
GTQ 7.643396
GYD 209.328131
HKD 7.84715
HNL 26.859007
HRK 6.646198
HTG 130.939066
HUF 323.268496
IDR 17933
ILS 3.07365
IMP 0.756991
INR 95.98395
IQD 1310.606294
IRR 1693792.497294
ISK 120.849935
JEP 0.756991
JMD 158.336929
JOD 0.70903
JPY 157.34008
KES 129.6597
KGS 87.448702
KHR 4057.22564
KMF 434.999712
KPW 900.000318
KRW 1355.549791
KWD 0.30888
KYD 0.833726
KZT 440.074329
LAK 22455.503791
LBP 89592.031739
LKR 330.60617
LRD 171.583824
LSL 16.385613
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.399
MAD 9.713019
MDL 17.763022
MGA 4394.578552
MKD 54.223526
MMK 2099.600314
MNT 3599.1704
MOP 8.086624
MRU 40.069045
MUR 47.690165
MVR 15.449751
MWK 1734.754084
MXN 18.069545
MYR 4.080597
MZN 63.909822
NAD 16.385685
NGN 1327.250239
NIO 36.821108
NOK 9.61761
NPR 153.428035
NZD 1.77502
OMR 0.384501
PAB 1.000449
PEN 3.44424
PGK 4.528402
PHP 62.7685
PKR 277.158584
PLN 3.84925
PYG 5852.979771
QAR 3.647324
RON 4.651102
RSD 103.696974
RUB 83.375398
RWF 1477.228194
SAR 3.755513
SBD 8.032647
SCR 13.837787
SDG 601.499865
SEK 10.00663
SGD 1.277635
SHP 0.755829
SLE 24.650049
SLL 20969.491881
SOS 571.727998
SRD 37.621498
STD 20697.981008
STN 21.576683
SVC 8.75393
SYP 13002.000254
SZL 16.377071
THB 33.6035
TJS 9.214436
TMT 3.51
TND 2.978697
TOP 2.40776
TRY 49.015799
TTD 6.787408
TWD 31.877403
TZS 2640.002997
UAH 44.690709
UGX 3921.672237
UYU 40.308767
UZS 11835.41907
VES 857.98905
VND 25962
VUV 119.008285
WST 2.76852
XAF 578.638992
XAG 0.016618
XAU 0.000240947889
XCD 2.70255
XCG 1.803098
XDR 0.707052
XOF 578.638992
XPF 105.029547
YER 236.39594
ZAR 16.42399
ZMK 9001.19938
ZMW 19.559579
ZWL 321.999592
SSP 5712.591899
MXV 2.045433
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Richtungsweisende Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien: Enges Rennen erwartet
Richtungsweisende Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien: Enges Rennen erwartet / Foto: © AFP/Archiv

Richtungsweisende Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien: Enges Rennen erwartet

Linksgerichteter Verfechter der Menschenrechte oder ultrarechter Hardliner mit Rückendeckung aus Washington: In Kolumbien haben die extrem gegensätzlichen Kandidaten Iván Cepeda und Abelardo de la Espriella am Sonntag in einer richtungsweisenden Stichwahl um das Präsidentenamt gerungen. Die Umfragen sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem linksgerichteten Senator und dem rechtsgerichteten Rechtsanwalt voraus. De la Espriella sprach von der "wichtigsten Wahl" in der Geschichte des südamerikanischen Landes.

Textgröße:

Der politische Neuling De la Espriella war in der ersten Wahlrunde vor drei Wochen mit 44 Prozent überraschend auf dem ersten Platz gelandet. Cepeda kam auf 41 Prozent. Die Wahllokale schlossen am Sonntag um 16.00 Uhr Ortszeit (23.00 MESZ). Mit den ersten offiziellen Ergebnissen wurde in den Stunden danach gerechnet.

De la Espriella gab in der Stadt Barranquilla im Norden des Landes seine Stimme ab, wo er im Trikot der Fußballnationalmannschaft erschien. "Heute findet die wichtigste Wahl in der Geschichte" des Landes statt, sagte er unter dem Jubel seiner Anhänger.

Cepeda stimmte in einer Schule in einem Arbeiterviertel von Bogotá ab. Auf dem Weg dorthin wurde er von Leibwächtern in kugelsicheren Westen begleitet. "Wenn wir den Sieg errungen haben, werden wir für das ganze Land regieren und nicht nur für einen bestimmten Sektor", sagte er, während seine Unterstützer ihm zuriefen: "Das Volk steht hinter dir".

Rund 41 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren zu dem Urnengang aufgerufen. Die Wahl fand inmitten der schlimmsten Gewaltwelle in Kolumbien seit einem Jahrzehnt statt.

Die Menschen empfänden derzeit "große Unsicherheit", sagte die Wählerin Angie Muñoz aus Bogotá. "Es gibt viel Spaltung, es gibt viel Aggressivität", sagte die 30-Jährige bei ihrer Stimmabgabe.

Auch der Wähler Jesús Alberto verspürt in letzter Zeit "zunehmende Angst". Dies rühre daher, dass die bewaffneten Gruppen "deutlich an Stärke gewonnen haben", sagte der 58-jährige Händler, der in der besonders von Gewalt betroffenen südwestlichen Provinz Cauca abstimmte.

Bei der Wahl stand eine Richtungsentscheidung für das südamerikanische Land an. Der 63-jährige Cepeda ist ein Verbündeter des scheidenden Präsidenten Gustavo Petro und will an dessen Kurs des Dialogs mit bewaffneten Gruppen und dessen Sozialpolitik zugunsten armer Bevölkerungsschichten anknüpfen. Der 47-jährige De la Espriella, der die Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump hat, will hingegen Aufständische mit militärischer Gewalt bekämpfen und setzt in der Wirtschaftspolitik auf Deregulierungen.

Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation Farc sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv. Das Spektrum reicht von Abspaltungen der früheren Farc über rechte paramilitärische Gruppierungen bis hin zu Drogenbanden.

Petro hatte sich in seiner auslaufenden vierjährigen Amtszeit durch Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen um eine weitere Befriedung des seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten leidenden Landes bemüht. Doch gelang ihm kein größeres weiteres Friedensabkommen.

Stattdessen wurde auch der Wahlkampf von heftiger Gewalt überschattet. So wurden mehrere Anschläge mit Autobomben und Drohnen verübt. Im Juni 2025 wurde der rechtsgerichtete Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe ermordet. Auch zahlreiche Gemeindevorsteher und Zivilisten wurden getötet.

Petro, selbst ein früherer Guerillero, ist der erste linksgerichtete Staatschef in der Geschichte Kolumbiens. Er durfte nicht erneut kandidieren, da die kolumbianische Verfassung zwei direkt aufeinanderfolgende Amtszeiten nicht erlaubt. Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, und der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.

Kritiker machten Petro und seine Regierung allerdings für die zunehmende Gewalt verantwortlich. Die Gewaltwelle belastete denn auch die Kampagne seines Parteikollegen Cepeda - das Thema der inneren Sicherheit war im Wahlkampf dominant. Der Menschenrechtsanwalt und Philosoph Cepeda war einer der Architekten von Petros Kurs des "totalen Friedens" gewesen, die auf Dialog mit allen bewaffneten Gruppen setzte.

Der politisch unerfahrene Rechtsanwalt De la Espriella lehnt dagegen Petros Versöhnungspolitik ab. Im Wahlkampf kündigte er ein unerbittliches Vorgehen gegen bewaffnete Gruppen an. Der Rechtsaußenkandidat, der sich selbst "Der Tiger" nennt, will ins Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen auch mit Luftangriffen bekämpfen.

In einem Interview der Nachrichtenagentur AFP sagte De la Espriella, er werde das Militär eine 90-tägige Offensive mit Bombardierungen und Ausräucherung von Koka-Plantagen führen lassen. Dafür wolle er sich die Unterstützung der USA und Israels holen. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt.

De la Espriella, der neben der kolumbianischen auch die US-Staatsbürgerschaft hat, bekam im Wahlkampf von US-Präsident Trump dessen "vollständige und totale Unterstützung" ausgesprochen. Zugleich warnte Trump vor Konsequenzen für das Verhältnis zwischen den USA und Kolumbien bei einem Sieg des "radikal-linken Marxisten" Cepeda.

Kolumbien war über viele Jahre hinweg der wichtigste Verbündete der USA in Südamerika. Seit dem Amtsantritt Petros verschlechterten sich die Beziehungen jedoch. Einer der Gründe waren die Angriffe des US-Militärs auf angebliche Drogenboote in der Karibik und im östlichen Pazifik, bei denen auch kolumbianische Staatsbürger getötet wurden. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.

L.Rodriguez--TFWP