The Fort Worth Press - Folgen von Irankrieg: Schlagabtausch zu möglicher Schuldenaufnahme in Koalition

USD -
AED 3.672505
AFN 65.500338
ALL 80.118822
AMD 365.101228
ANG 1.789783
AOA 917.999972
ARS 1487.747498
AUD 1.404021
AWG 1.80125
AZN 1.717591
BAM 1.689027
BBD 2.009905
BDT 122.501501
BGN 1.696366
BHD 0.376353
BIF 2983.311384
BMD 1
BND 1.276452
BOB 11.630749
BRL 5.2158
BSD 0.997902
BTN 95.172426
BWP 13.444507
BYN 3.035115
BYR 19600
BZD 2.007055
CAD 1.38562
CDF 2272.999718
CHF 0.808925
CLF 0.023226
CLP 914.095038
CNY 6.743197
CNH 6.738775
COP 3124.9
CRC 448.981178
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.223908
CZK 20.87605
DJF 177.708307
DKK 6.444315
DOP 58.413323
DZD 132.718987
EGP 50.221796
ERN 15
ETB 161.425894
EUR 0.86207
FJD 2.20175
FKP 0.738997
GBP 0.73765
GEL 2.609879
GGP 0.738997
GHS 10.927886
GIP 0.738997
GMD 73.503518
GNF 8766.165073
GTQ 7.61376
GYD 208.747317
HKD 7.84485
HNL 26.751064
HRK 6.495397
HTG 130.529588
HUF 312.274995
IDR 17799.9
ILS 2.948025
IMP 0.738997
INR 95.604101
IQD 1307.282109
IRR 1374587.498726
ISK 122.589873
JEP 0.738997
JMD 158.0345
JOD 0.709015
JPY 159.125983
KES 129.550305
KGS 87.450266
KHR 4038.118596
KMF 427.000145
KPW 900.000294
KRW 1410.704973
KWD 0.30865
KYD 0.831624
KZT 463.058356
LAK 22523.133255
LBP 89358.962735
LKR 332.07394
LRD 181.117151
LSL 16.144443
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.354251
MAD 9.255973
MDL 17.3033
MGA 4296.404406
MKD 53.102195
MMK 2099.787271
MNT 3596.151184
MOP 8.065977
MRU 40.077551
MUR 46.930351
MVR 15.450332
MWK 1730.479427
MXN 17.005101
MYR 4.0561
MZN 63.909774
NAD 16.144304
NGN 1358.202409
NIO 36.728702
NOK 9.40789
NPR 152.279341
NZD 1.68877
OMR 0.384506
PAB 0.997958
PEN 3.365905
PGK 4.482884
PHP 61.509883
PKR 277.181559
PLN 3.71355
PYG 5989.818345
QAR 3.637965
RON 4.5182
RSD 101.198712
RUB 85.101509
RWF 1467.47555
SAR 3.746487
SBD 8.048583
SCR 13.867918
SDG 600.506089
SEK 9.489875
SGD 1.275855
SHP 0.740866
SLE 24.497745
SLL 20969.499227
SOS 570.305922
SRD 37.974503
STD 20697.981008
STN 21.157898
SVC 8.731622
SYP 13001.999906
SZL 16.14239
THB 32.994982
TJS 9.215989
TMT 3.51
TND 2.925732
TOP 2.40776
TRY 47.899602
TTD 6.760999
TWD 31.801498
TZS 2649.997988
UAH 44.643485
UGX 3707.397956
UYU 39.984283
UZS 11880.324535
VES 770.109096
VND 26205
VUV 117.328472
WST 2.734491
XAF 566.469052
XAG 0.015248
XAU 0.000227
XCD 2.70255
XCG 1.798484
XDR 0.707052
XOF 566.473944
XPF 102.991023
YER 237.211333
ZAR 16.170115
ZMK 9001.199219
ZMW 18.860674
ZWL 321.999592
  • DAX

    10.4700

    26450.78

    +0.04%

  • SDAX

    -55.1600

    18578.35

    -0.3%

  • TecDAX

    -13.2100

    4092.66

    -0.32%

  • MDAX

    14.1600

    32478.55

    +0.04%

  • Goldpreis

    19.1000

    4456.4

    +0.43%

  • Euro STOXX 50

    20.6100

    6560.2

    +0.31%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1592

    +0.16%

Folgen von Irankrieg: Schlagabtausch zu möglicher Schuldenaufnahme in Koalition
Folgen von Irankrieg: Schlagabtausch zu möglicher Schuldenaufnahme in Koalition / Foto: © AFP/Archiv

Folgen von Irankrieg: Schlagabtausch zu möglicher Schuldenaufnahme in Koalition

In der Debatte um eine mögliche Schuldenaufnahme wegen der Energiekrise infolge des Irankriegs haben sich Vertreter von SPD und Union einen Schlagabtausch geliefert. Die Union reagierte mit scharfer Kritik auf Äußerungen des SPD-Fraktionschefs Matthias Miersch, in denen dieser eine zusätzliche Schuldenaufnahme ins Spiel brachte. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sprang seinem Parteikollegen zur Seite.

Textgröße:

Miersch hatte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ("NOZ") von Samstag gesagt, der Staat habe "die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern". Im schlimmsten Fall müssten "alle Optionen auf den Tisch". Dazu zählt laut Miersch, "eine Haushaltsnotlage auszurufen, also einen Überschreitensbeschluss zu fassen und womöglich neue Schulden aufzunehmen". Am Streit über einen Überschreitungsbeschluss war letztlich die vorherige Ampel-Regierung unter der Führung der SPD geplatzt.

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte diese Woche wiederholt vor neuen Schulden gewarnt. Miersch sagte dazu der "NOZ": "Wer eine solche Herangehensweise kategorisch ausschließt, anstelle die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, dem sind die Dimensionen der Verwerfungen offenbar nicht bewusst, die bei einer Fortdauer der Irankrise auf uns zukommen."

Bei der Union traf Mierschs Vorstoß auf Widerstand. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte, der Ruf nach immer neuen Schulden löse "keine Probleme, sondern verschärft sie". "Es gibt keine Anzeichen für eine Haushaltsnotlage, sondern einen klaren Auftrag zur Haushaltskonsolidierung. Die Menschen erwarten, dass der Staat jetzt an sich selbst arbeitet und die notwendigen Strukturreformen entschlossen umsetzt."

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte der "Bild"-Zeitung, die Forderung nach neuen Krediten sei "Ausdruck politischer Faulheit". Die Politik müsse Mut zu Reformen und zum Sparen beweisen. "Die Gesellschaft packt an, dann sollten wir das auch tun", sagte Linnemann. "Wir brauchen Anreize für mehr Arbeit, radikalen Bürokratieabbau, Vorrang für Innovationen und müssen sparen, , sparen." Die SPD müsse beweisen, "dass sie reformiert sei, oder sagen, wenn es anders ist", fügte der CDU-Generalsekretär hinzu.

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese verteidigte Miersch. "Es ist richtig, keine Option frühzeitig vom Tisch zu nehmen", sagte er der "Rheinischen Post" von Montag. "Das ist keine Faulheit, sondern vorausschauende Krisenvorsorge."

Doch auch der Chefökonom von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Jens Süden, betonte, die Frage nach einem Überschreitensbeschluss stelle sich derzeit nicht. Er sehe aktuell keine Rechtfertigung für eine solche Maßnahme, auch wenn ein "Denken in Szenarien" grundsätzlich sinnvoll sei, sagte er dem Nachrichtenportal "The Pioneer".

Der finanzpolitische Sprecher der Linken, Christian Göre, sprach sich hingegen für eine Aussetzung der Schuldenbremse aus. Es brauche "kurzfristig Geld", um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten sowie die Wirtschaft "resistenter gegenüber Schocks" aufzustellen.

"Eine Aussetzung der Schuldenbremse ist dabei die einfachste und schnellste Möglichkeit und, da wir momentan eine globale Krise erleben, auch rechtlich sicher", erklärte Göre. Zugleich bekräftigte er die Forderung seiner Partei nach "Abschöpfung der Übergewinne" der Ölkonzerne.

Miersch warnte auch, dass niemand sagen könne, wie US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu weiter agieren. Irans fortdauernde Blockade der Straße von Hormus habe "Auswirkungen weit über den Ölmarkt hinaus: Es geht längst nicht nur ums Tanken oder Fliegen, ganze Lieferketten drohen zu reißen, mit massivsten wirtschaftlichen Auswirkungen". Deswegen müsse die schwarz-rote Koalition bereit stehen, "den Zusammenhalt in dieser Gesellschaft zu organisieren. Auch mit möglichen weiteren Entlastungen."

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels begonnen. Als Reaktion sperrte das iranische Militär weitgehend die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft. Dies ließ die Energiepreise in die Höhe schnellen.

M.Delgado--TFWP