The Fort Worth Press - Tote durch Pyrotechnik und hunderte Festnahmen: Unruhige Silvesternacht in Deutschland

USD -
AED 3.672498
AFN 66.106128
ALL 82.462283
AMD 381.646874
ANG 1.790403
AOA 916.999925
ARS 1451.493897
AUD 1.49923
AWG 1.8025
AZN 1.70044
BAM 1.666106
BBD 2.015555
BDT 122.381003
BGN 1.666698
BHD 0.376969
BIF 2960.464106
BMD 1
BND 1.286514
BOB 6.930128
BRL 5.515503
BSD 1.000707
BTN 90.075562
BWP 13.139445
BYN 2.939776
BYR 19600
BZD 2.012659
CAD 1.372555
CDF 2165.000425
CHF 0.793565
CLF 0.022945
CLP 900.139832
CNY 6.9964
CNH 6.97704
COP 3769.96
CRC 497.073782
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.933689
CZK 20.586902
DJF 177.720057
DKK 6.36617
DOP 63.090461
DZD 129.565162
EGP 47.707803
ERN 15
ETB 155.306806
EUR 0.85232
FJD 2.273301
FKP 0.743772
GBP 0.74363
GEL 2.695015
GGP 0.743772
GHS 10.508067
GIP 0.743772
GMD 74.000319
GNF 8754.802491
GTQ 7.675532
GYD 209.36909
HKD 7.78393
HNL 26.382819
HRK 6.414501
HTG 130.968506
HUF 327.719897
IDR 16694
ILS 3.186885
IMP 0.743772
INR 89.986897
IQD 1310.962883
IRR 42124.999753
ISK 125.469761
JEP 0.743772
JMD 159.029535
JOD 0.709009
JPY 156.87599
KES 129.089532
KGS 87.443498
KHR 4009.813693
KMF 419.999932
KPW 899.994146
KRW 1444.640169
KWD 0.30769
KYD 0.833994
KZT 507.398605
LAK 21633.571009
LBP 89616.523195
LKR 309.880992
LRD 178.128754
LSL 16.565363
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 5.41968
MAD 9.125364
MDL 16.842652
MGA 4593.353608
MKD 52.457549
MMK 2101.528199
MNT 3558.945081
MOP 8.023887
MRU 39.738642
MUR 46.250095
MVR 15.449848
MWK 1735.285849
MXN 18.022855
MYR 4.058031
MZN 63.909893
NAD 16.565293
NGN 1445.369801
NIO 36.826906
NOK 10.08779
NPR 144.120729
NZD 1.738325
OMR 0.384498
PAB 1.000716
PEN 3.366031
PGK 4.262823
PHP 58.878503
PKR 280.231968
PLN 3.596305
PYG 6569.722371
QAR 3.640127
RON 4.340798
RSD 99.960204
RUB 79.099677
RWF 1458.083093
SAR 3.750501
SBD 8.136831
SCR 13.817016
SDG 601.508119
SEK 9.22704
SGD 1.286661
SHP 0.750259
SLE 24.049609
SLL 20969.503664
SOS 570.932045
SRD 38.126497
STD 20697.981008
STN 20.871136
SVC 8.756506
SYP 11056.904457
SZL 16.560607
THB 31.487992
TJS 9.241824
TMT 3.51
TND 2.91815
TOP 2.40776
TRY 42.955698
TTD 6.802286
TWD 31.384497
TZS 2470.315997
UAH 42.338589
UGX 3623.089636
UYU 39.186789
UZS 12013.255301
VES 297.770445
VND 26300
VUV 120.790512
WST 2.775488
XAF 558.798674
XAG 0.013939
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.803607
XDR 0.694966
XOF 558.798674
XPF 101.595577
YER 238.449603
ZAR 16.57019
ZMK 9001.196392
ZMW 22.191554
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0000

    1.175

    0%

  • SDAX

    158.1800

    17174.73

    +0.92%

  • MDAX

    165.1400

    30617.67

    +0.54%

  • DAX

    139.2900

    24490.41

    +0.57%

  • Euro STOXX 50

    39.7000

    5791.41

    +0.69%

  • TecDAX

    22.4500

    3622.27

    +0.62%

  • Goldpreis

    -9.0000

    4332.1

    -0.21%

Tote durch Pyrotechnik und hunderte Festnahmen: Unruhige Silvesternacht in Deutschland
Tote durch Pyrotechnik und hunderte Festnahmen: Unruhige Silvesternacht in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Tote durch Pyrotechnik und hunderte Festnahmen: Unruhige Silvesternacht in Deutschland

Tausende Polizei-und Feuerwehreinsätze, Attacken auf Beamte und unbeteiligte Passanten sowie Tote durch selbstgebaute Feuerwerkskörper: In vielen deutschen Städten ist die Silvesternacht unruhig verlaufen. In Berlin nahm die Polizei nach ersten Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mehr als 420 Menschen fest und zählte 30 verletzte Beamte. Auch in Hamburg und anderen Städten gab es mehrere Fest- oder Ingewahrsamnahmen etwa nach Pyrotechnikbeschuss von Einsatzkräften.

Textgröße:

Unabhängig voneinander starben in Bielefeld zwei 18-Jährige durch die Explosion von selbstgebauter Pyrotechnik, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Sie erlitten tödliche Gesichtsverletzungen. Die Beamten gingen nach ersten Ermittlungen nicht von Fremdverschulden aus, Todesermittlungsverfahren liefen.

Bundesweit dutzende Menschen erlitten teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Allein im Unfallkrankenhaus Berlin wurden nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mehr als 30 Menschen behandelt, darunter acht Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Einigen mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden, andere erlitten Verbrennungen oder schwere Augenverletzungen.

Einzelne Verletzungen durch Pyrotechnik meldeten die Einsatzkräfte unter anderem auch aus Rostock, Kiel, Bremen sowie Jena. Dazu kamen unzählige Einsätze unter anderem wegen brennender Mülltonnen, Autos, Wohnungen oder Balkonen. Allein die Feuerwehr in Hamburg zählte einer vorläufigen Bilanz zufolge bis 6 Uhr morgens 1350 Alarmierungen, die Rettungsleitstelle im bayerischen Nürnberg erhielt fast 900 Notrufe. Die Feuerwehr Berlin arbeitete wie im Vorjahr über 1830 Einsätze ab.

Die Polizei war nach eigenen Angaben durch Aggressionsdelikte und andere Einsätze im Zusammenhang mit Feiern gefordert. In Berlin und anderen Großstädten wurden nach deren Angaben wiederholt auch Beamte oder Passanten gezielt mit Pyrotechnik beschossen. Allein in Berlin waren nach größeren Ausschreitungen in vorigen Silvesternächten extra rund 3200 Polizisten abgestellt worden, in Hamburg etwa 1000 Beamte.

Aus der Hansestadt meldete die Polizei in einer ersten Bilanz mehrere Zwischenfälle insbesondere aus dem Stadtteil Steilshoop. Dort sei aus teils "größere Personengruppen" Feuerwerk etwa auf Wohnhäuser oder Einsatzkräften abgefeuert worden, was "zeitweise umfangreichere Interventionsmaßnahmen" erforderlich gemacht habe. Stadtweit wurden zehn Polizisten verletzt und konnten den Dienst nicht mehr fortsetzen.

Berlins Innensenatorin Spranger erklärte, in der Hauptstadt seien die Polizei "konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen". Einsatzstrategie und -konzept seien erfolgreich gewesen. Dennoch sei es auch diesmal zu "Gewalt" gekommen. Nun müsse die Justiz Straftaten "schnell und konsequent" verfolgen. Stadtweit gab es bis Donnerstagfrüh demnach mehr als 2300 Einsätze der Polizei.

Aus Bremen, Hannover, Kiel und weiteren Städten meldeten Polizei und Feuerwehr vereinzelt Angriffe auf Einsatzkräfte. In Bremen wurde die Feuerwehr durch Böllerbewurf bei zwei Löscheinsätzen behindert, die Polizei musste einschreiten. Dort wurden fünf Beamte verletzt, sie blieben aber im Dienst. Auch in Hannover und Kiel wurde die Polizei mit Pyrotechnik beschossen oder etwa mit Flaschen beworfen. In Hannover gab es unter anderem drei Fest- und 28 Ingewahrsamnahmen

Zu Attacken auf Einsatzkräfte kam es auch in kleineren Städten. So bewarf im schleswig-holsteinischen Barmstedt ein 15-Jähriger zwei Polizisten mit einem illegalen Böller. Der Sprengkörper explodierte laut Polizei direkt neben dem Kopf eines Beamten, dieser ist nun dienstunfähig. Das Landeskriminalamt ermittelt gegen den Jugendlichen.

Andernorts blieb die Lage nach Angaben der Einsatzkräfte überwiegend oder vollständig ruhig. "Angriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr waren nicht festzustellen. Vielmehr zeigten sich die Beteiligten ausgesprochen dankbar und rücksichtsvoll", erklärte die Feuerwehr in Mainz. Auch die Feuerwehr in Stuttgart hob hervor, dass bis 6 Uhr keine Angriffe auf Einsatzkräfte gemeldet wurden. Es sei ein zwar "arbeitsintensiver, aber friedlicher Jahreswechsel" für sie gewesen.

Die Polizei in der baden-württembergischen Landeshauptstadt meldete ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse. Sie sprach vorläufig von einer "positiven Bilanz" und 14 Strafanzeigen etwa wegen Verstößen gegen das Waffengesetz oder Körperverletzung. Dazu kamen Anzeigen gegen 33 Feiernde wegen des Verstoßes gegen Feuerwerksverbotszonen in der Innenstadt. Viele Städte richtete diese an zentralen Plätzen ein.

Vielerorts sprachen die Behörden von einer ruhigeren Silvesternacht als in den vorigen Jahren. Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Berlin warnte jedoch vor einer zu positiven Sicht. Zwar sei es "im Großen und Ganzen" in der Hauptstadt eine "gute Silvesternacht" gewesen, erklärte Vizelandeschef Frank Teichert. Es seien aber vielfach Beamte beschossen worden. "Chaoten" forderten so "gezielt den Staat heraus".

Deutschlandweit begrüßten Menschenmengen das neue Jahr auf Straßen und Plätzen. Allein im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli um die Reeperbahn zählte die Polizei in der Spitze bis zu 25.000 Menschen.

P.McDonald--TFWP