The Fort Worth Press - Kabinett beschließt Haushalt 2026 - Klingbeil mahnt Sparkurs in Folgejahren an

USD -
AED 3.672499
AFN 64.504736
ALL 81.111622
AMD 361.139634
ANG 1.789785
AOA 916.999936
ARS 1527.729515
AUD 1.42201
AWG 1.8025
AZN 1.700169
BAM 1.747116
BBD 2.014302
BDT 123.686291
BGN 1.747831
BHD 0.377417
BIF 2997.811425
BMD 1
BND 1.278312
BOB 11.776424
BRL 5.041302
BSD 1.000138
BTN 94.895662
BWP 13.777424
BYN 2.936544
BYR 19600
BZD 2.011354
CAD 1.39822
CDF 2315.999954
CHF 0.824555
CLF 0.025138
CLP 989.480024
CNY 6.67805
CNH 6.669675
COP 3161.21
CRC 456.38687
CUC 1
CUP 24.002072
CVE 98.499703
CZK 21.7354
DJF 178.089045
DKK 6.67394
DOP 61.342898
DZD 134.832021
EGP 55.300104
ERN 15
ETB 162.670353
EUR 0.89292
FJD 2.237196
FKP 0.74735
GBP 0.747425
GEL 2.58996
GGP 0.74735
GHS 11.595977
GIP 0.74735
GMD 74.000026
GNF 8850.814466
GTQ 7.64486
GYD 209.461874
HKD 7.842315
HNL 26.849912
HRK 6.72702
HTG 131.07388
HUF 327.321501
IDR 18106.35
ILS 3.10555
IMP 0.74735
INR 94.90545
IQD 1516.108429
IRR 1832375.000257
ISK 121.790438
JEP 0.74735
JMD 158.719383
JOD 0.709022
JPY 156.738497
KES 129.839659
KGS 87.448603
KHR 4085.971557
KMF 439.500902
KPW 899.999961
KRW 1326.109783
KWD 0.31052
KYD 0.833452
KZT 454.080129
LAK 22505.002501
LBP 89558.797256
LKR 332.079753
LRD 170.513828
LSL 16.569461
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.404988
MAD 9.823308
MDL 18.051883
MGA 4522.797113
MKD 55.003393
MMK 2100.348965
MNT 3600.056668
MOP 8.079754
MRU 39.968913
MUR 47.159773
MVR 15.459709
MWK 1734.170657
MXN 18.67721
MYR 4.085301
MZN 63.90274
NAD 16.569461
NGN 1336.030074
NIO 36.803952
NOK 9.333135
NPR 151.832381
NZD 1.75391
OMR 0.384511
PAB 1.000054
PEN 3.434648
PGK 4.478945
PHP 63.625008
PKR 276.747271
PLN 3.92906
PYG 5784.116236
QAR 3.645557
RON 4.776097
RSD 104.938017
RUB 80.647831
RWF 1477.613807
SAR 3.754258
SBD 8.07458
SCR 13.824605
SDG 601.50029
SEK 9.93002
SGD 1.27815
SHP 0.7473
SLE 22.950032
SLL 20969.504398
SOS 571.530662
SRD 37.628024
STD 20697.981008
STN 21.885845
SVC 8.750765
SYP 13001.999685
SZL 16.568851
THB 33.770018
TJS 9.215947
TMT 3.51
TND 2.986391
TOP 2.40776
TRY 49.737202
TTD 6.795332
TWD 32.602978
TZS 2645.15298
UAH 45.276567
UGX 4405.754637
UYU 40.108624
UZS 11968.430785
VES 879.7889
VND 25842.5
VUV 118.928057
WST 2.764707
XAF 585.717398
XAG 0.018509
XAU 0.00025024117
XCD 2.70255
XCG 1.802403
XDR 0.707052
XOF 585.717398
XPF 106.534935
YER 236.105142
ZAR 16.611175
ZMK 9001.197886
ZMW 20.107375
ZWL 321.999592
SSP 5745.817056
MXV 2.107966
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Kabinett beschließt Haushalt 2026 - Klingbeil mahnt Sparkurs in Folgejahren an
Kabinett beschließt Haushalt 2026 - Klingbeil mahnt Sparkurs in Folgejahren an / Foto: © AFP

Kabinett beschließt Haushalt 2026 - Klingbeil mahnt Sparkurs in Folgejahren an

Rekorde bei Investitionen und Verteidigungsausgaben, aber trotz massiver Schulden eine riesige Finanzlücke ab 2027: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Haushaltsentwurf für 2026 und die Finanzplanung für die kommenden Jahre beschlossen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) verteidigte die massive Schuldenaufnahme in dem Etat - und machte wegen dennoch fehlender Milliarden in den kommenden Jahren wenig Hoffnung auf weitere Entlastungen.

Textgröße:

"Unser oberstes Ziel ist, Arbeitsplätze zu sichern und für neue wirtschaftliche Stärke zu sorgen", sagte Klingbeil. Er verwies dabei auf Rekordinvestitionen von 126,7 Milliarden Euro, die unter anderem in die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, Bildung und Betreuung und neuen Wohnraum fließen sollen.

Insgesamt sieht der Haushalt 2026 Ausgaben von 520,5 Milliarden Euro vor. Die Verteidigungsausgaben steigen dabei einschließlich Geldern aus dem Sondervermögen Bundeswehr auf insgesamt 108 Milliarden Euro. Zur Finanzierung des Budgets werden neue Schulden in Höhe von 174,3 Milliarden Euro aufgenommen - rund die Hälfte stammt aus dem neuen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz und aus dem Bundeswehr-Sondervermögen. Bis zum Ende der Wahlperiode 2029 plant die schwarz-rote Koalition eine Schuldenaufnahme von insgesamt fast 850 Milliarden Euro.

Dennoch herrsche erheblicher Konsolidierungsdruck im Haushalt, sagte Klingbeil. Denn bereits ab 2027 gebe es eine Haushaltslücke von über 30 Milliarden Euro, für die drei Jahre von 2027 bis 2029 sind es laut seinem Ministerium sogar 172 Milliarden Euro. "Jede und Jeder, der da am Kabinettstisch sitzt, wird sparen müssen", betonte der Finanzminister.

Klingbeil hob die nun im Haushaltsentwurf 2026 geplanten Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger hervor. Er nannte dabei etwa die Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer und die Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie. Der Finanzminister betonte, er werde "sehr genau darauf achten", dass Letztere von der Branche auch an Kundinnen und Kunden über Preissenkungen weitergegeben werde.

Auf zusätzliche Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger nach 2026 machte der SPD-Chef aber wenig Hoffnungen. Er wisse, dass es viele Wünsche nach Entlastungen etwa in den Bereichen Energie und Verkehr gebe, sagte er. "Hauptpriorität" der Bundesregierung müsse aber sein, die milliardenschwere Finanzlücke zu schließen. "Wenn Spielräume entstehen, bin ich für jede gute Idee zu haben."

Grünen-Chef Felix Banaszak warf der schwarz-roten Koalition vor, "dass die zentralen Probleme entweder verdrängt, ignoriert oder irgendwie in die Zukunft verschoben werden". Während sich die Koalition auf Dinge wie die Ausweitung der Mütterrente verständigt habe, würden Zukunftsaufgaben wie der Klimaschutz "komplett hintenangestellt", sagte er im Deutschlandfunk.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner kritisierte, die Bundesregierung habe "einen reinen Rüstungshaushalt" vorgelegt. Es sei "ein Hohn", dass für Verteidigungsausgaben die Schuldenbremse gelockert worden sei, nicht aber für die alltäglichen Bedürfnisse der Menschen wie Wohnungsbau oder Bildung.

Die AfD kritisierte eine durch Schulden finanzierte "nie dagewesene Ausgabenexplosion". Klingbeil wolle offenbar "eine Art sozialdemokratisches Schlaraffenland" schaffen, erklärte der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Michael Espendiller. "Die Zeche werden wie immer die Bürger zahlen."

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) betonte, der von der Regierung verabschiedete "Investitionshaushalt" sei "das richtige Signal". Es fehle aber "die erkennbare Bereitschaft zu Strukturreformen". Die Bundesregierung stehe nun vor einem Herbst "mit unbequemen, aber notwendigen Entscheidungen für weitere Reformen und Einsparungen konsumtiver Ausgaben".

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisierte, "dass zentrale Versprechen zur Entlastung kleiner und mittlerer Betriebe keinen Niederschlag finden". Dies gelte etwa für die im Koalitionsvertrag angekündigte Stromsteuersenkung, die nun zunächst nur für die Industrie und die Land- und Forstwirtschaft kommt. Auch eine Einkommensteuersenkung fehle. Hier müsse "die Koalition dringend nacharbeiten".

Der Haushaltsentwurf muss im Herbst noch vom Parlament beschlossen werden. Im Bundestag soll er Ende November verabschiedet werden, im Bundesrat im Dezember.

M.Delgado--TFWP