The Fort Worth Press - Analyse: Ungebremstes Ausgabenwachstum treibt Kommunen in Rekorddefizit

USD -
AED 3.672499
AFN 64.504736
ALL 81.111622
AMD 361.139634
ANG 1.789785
AOA 916.999936
ARS 1527.729515
AUD 1.42201
AWG 1.8025
AZN 1.700169
BAM 1.747116
BBD 2.014302
BDT 123.686291
BGN 1.747831
BHD 0.377417
BIF 2997.811425
BMD 1
BND 1.278312
BOB 11.776424
BRL 5.041302
BSD 1.000138
BTN 94.895662
BWP 13.777424
BYN 2.936544
BYR 19600
BZD 2.011354
CAD 1.39822
CDF 2315.999954
CHF 0.824555
CLF 0.025138
CLP 989.480024
CNY 6.67805
CNH 6.669675
COP 3161.21
CRC 456.38687
CUC 1
CUP 24.002072
CVE 98.499703
CZK 21.7354
DJF 178.089045
DKK 6.67394
DOP 61.342898
DZD 134.832021
EGP 55.300104
ERN 15
ETB 162.670353
EUR 0.89292
FJD 2.237196
FKP 0.74735
GBP 0.747425
GEL 2.58996
GGP 0.74735
GHS 11.595977
GIP 0.74735
GMD 74.000026
GNF 8850.814466
GTQ 7.64486
GYD 209.461874
HKD 7.842315
HNL 26.849912
HRK 6.72702
HTG 131.07388
HUF 327.321501
IDR 18106.35
ILS 3.10555
IMP 0.74735
INR 94.90545
IQD 1516.108429
IRR 1832375.000257
ISK 121.790438
JEP 0.74735
JMD 158.719383
JOD 0.709022
JPY 156.738497
KES 129.839659
KGS 87.448603
KHR 4085.971557
KMF 439.500902
KPW 899.999961
KRW 1326.109783
KWD 0.31052
KYD 0.833452
KZT 454.080129
LAK 22505.002501
LBP 89558.797256
LKR 332.079753
LRD 170.513828
LSL 16.569461
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.404988
MAD 9.823308
MDL 18.051883
MGA 4522.797113
MKD 55.003393
MMK 2100.348965
MNT 3600.056668
MOP 8.079754
MRU 39.968913
MUR 47.159773
MVR 15.459709
MWK 1734.170657
MXN 18.67721
MYR 4.085301
MZN 63.90274
NAD 16.569461
NGN 1336.030074
NIO 36.803952
NOK 9.333135
NPR 151.832381
NZD 1.75391
OMR 0.384511
PAB 1.000054
PEN 3.434648
PGK 4.478945
PHP 63.625008
PKR 276.747271
PLN 3.92906
PYG 5784.116236
QAR 3.645557
RON 4.776097
RSD 104.938017
RUB 80.647831
RWF 1477.613807
SAR 3.754258
SBD 8.07458
SCR 13.824605
SDG 601.50029
SEK 9.93002
SGD 1.27815
SHP 0.7473
SLE 22.950032
SLL 20969.504398
SOS 571.530662
SRD 37.628024
STD 20697.981008
STN 21.885845
SVC 8.750765
SYP 13001.999685
SZL 16.568851
THB 33.770018
TJS 9.215947
TMT 3.51
TND 2.986391
TOP 2.40776
TRY 49.737202
TTD 6.795332
TWD 32.602978
TZS 2645.15298
UAH 45.276567
UGX 4405.754637
UYU 40.108624
UZS 11968.430785
VES 879.7889
VND 25842.5
VUV 118.928057
WST 2.764707
XAF 585.717398
XAG 0.018509
XAU 0.00025024117
XCD 2.70255
XCG 1.802403
XDR 0.707052
XOF 585.717398
XPF 106.534935
YER 236.105142
ZAR 16.611175
ZMK 9001.197886
ZMW 20.107375
ZWL 321.999592
SSP 5745.817056
MXV 2.107966
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Analyse: Ungebremstes Ausgabenwachstum treibt Kommunen in Rekorddefizit
Analyse: Ungebremstes Ausgabenwachstum treibt Kommunen in Rekorddefizit / Foto: © AFP/Archiv

Analyse: Ungebremstes Ausgabenwachstum treibt Kommunen in Rekorddefizit

Ein ungebremstes Ausgabenwachstum hat die Kommunen in Deutschland im vergangenen Jahr in ein Rekorddefizit getrieben. Mit fast 25 Milliarden Euro verbuchten diese laut einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse der Bertelsmann-Stiftung das größte Defizit seit Gründung der Bundesrepublik. Auch den Ausblick bewertet die Stiftung als negativ.

Textgröße:

Als Hauptursachen der Misere benennt die Stiftung in ihrem Kommunalen Finanzreport 2025 die hohe Inflation sowie die schwache Konjunktur. Bei wichtigen Ausgabenposten wie Personal, Sachaufwand oder Soziales hätten die Kosten deutlich zugenommen. Insgesamt gab es laut der Analyse allein 2024 einen Ausgabenanstieg um zehn Prozent.

Die Personalausgaben hätten sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Sachausgaben für Dienstleistungen, Büroausstattung und Bewirtschaftung von Gebäuden seien innerhalb von zwei Jahren um rund 25 Prozent gestiegen. In gleicher Größenordnung stiegen demnach die Sozialausgaben, während die Steuereinnahmen stagnierten.

"Das Defizit des Jahres 2024 markiert eine Zeitenwende, welche die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen nachhaltig infrage stellt", erklärte dazu Stiftungs-Vorständin Brigitte Mohn. "Kommunen schultern über 50 Prozent der öffentlichen Investitionen und sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt", gab sie zu bedenken.

Mohn forderte "eine Staatsreform, weil die Kommunen diese wichtigen Aufgaben sonst nicht mehr wahrnehmen können". Die Verantwortung sieht sie eindeutig beim Bund, da dort zu aufwendige Aufgaben für die Kommunen beschlossen worden seien. Neben dem Bund müssten sich aber auch die Länder "für eine dauerhafte Verbesserung der kommunalen Situation engagieren".

Laut dem Finanzreport erzielten die Kommunen in den Jahren 2015 bis 2022 noch Überschüsse, 2023 sei die Lage dann gekippt. Allerdings sei die positive Gesamtbilanz bereits seit 2020 nur noch aufgrund von Sondereffekten wie Hilfsprogrammen von Bund und Ländern erreicht worden.

2024 habe sich dann das Defizit im Vergleich zum Vorjahresstand von minus 6,8 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Besonders steil bergab sei es in eigentlich wirtschaftsstarken Bundesländern wie Bayern und Hessen gegangen.

Bei den Steuereinnahmen stehen laut dem Report trotz deutlicher Einbrüche Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Schlusslichter seien die fünf ostdeutschen Bundesländer. Dort lägen auch 17 der 20 bundesweit finanzschwächsten Kommunen.

Die schlechte Finanzlage habe auch Auswirkungen auf dringende kommunale Investitionen. Zwar erreichten diese mit 52 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ein Rekordniveau, dennoch habe auch der Investitionsrückstand weiter zugenommen und ein Volumen von etwa 215 Milliarden Euro erreicht.

Es seien "umfangreiche Investitionen in die Klimaanpassung der kommunalen Infrastruktur notwendig, um einen substanziellen Beitrag zur Minderung der Treibhausgase zu leisten", betonte die Kommunalexpertin der Bertelsmann Stiftung, Kirsten Witte. "Angesichts der aktuellen Finanzlage werden die Kommunen die dafür notwendigen Mittel nicht allein aufbringen können", warnte sie. Auch das neue Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität könne diese Bedarfe nur teilweise decken.

"Deswegen sind weitere langfristige Ansätze zur Finanzierung notwendig", forderte Witte. Denkbar wären ein zusätzliches, gemeinsames Bund-Länder-Sondervermögen oder ein privat-öffentlicher Zukunfts- und Transformationsfonds. Entscheidend sei dabei, dass auch "die dauerhafte Unterfinanzierung der Kommunen durch langfristige Strukturreformen behoben wird".

Der Kommunale Finanzreport der Bertelsmann-Stiftung erscheint seit 2008 alle zwei Jahre. Er untersucht gestützt auf amtliche Finanzstatistiken die kommunale Finanzlage in den Flächenländern. Die Stiftung arbeitet dabei mit der Technischen Hochschule Wildau und dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) zusammen.

C.M.Harper--TFWP