The Fort Worth Press - Hilfsorganisationen und Opposition kritisieren deutsche Israel-Politik scharf

USD -
AED 3.672504
AFN 62.000368
ALL 81.399019
AMD 371.251866
ANG 1.789884
AOA 918.000367
ARS 1390.462956
AUD 1.401542
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.668415
BBD 2.010834
BDT 122.499467
BGN 1.668102
BHD 0.377394
BIF 2969.673704
BMD 1
BND 1.275325
BOB 6.898699
BRL 4.980604
BSD 0.998337
BTN 94.041373
BWP 13.522713
BYN 2.828151
BYR 19600
BZD 2.007933
CAD 1.36785
CDF 2315.000362
CHF 0.787151
CLF 0.022781
CLP 896.609085
CNY 6.836304
CNH 6.83428
COP 3554.190659
CRC 454.339945
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.0627
CZK 20.777504
DJF 177.786308
DKK 6.375104
DOP 59.475368
DZD 132.362551
EGP 52.533589
ERN 15
ETB 154.33875
EUR 0.85304
FJD 2.20465
FKP 0.738979
GBP 0.740988
GEL 2.680391
GGP 0.738979
GHS 11.083813
GIP 0.738979
GMD 73.503851
GNF 8763.489017
GTQ 7.632331
GYD 208.871828
HKD 7.83545
HNL 26.529324
HRK 6.429504
HTG 130.705907
HUF 311.520388
IDR 17252.7
ILS 2.98605
IMP 0.738979
INR 94.250504
IQD 1307.826829
IRR 1317000.000352
ISK 122.650386
JEP 0.738979
JMD 157.551717
JOD 0.70904
JPY 159.37504
KES 129.085093
KGS 87.403204
KHR 4000.00035
KMF 420.00035
KPW 899.999962
KRW 1476.640383
KWD 0.30776
KYD 0.83199
KZT 463.757731
LAK 21876.732779
LBP 89402.943058
LKR 318.234165
LRD 183.194711
LSL 16.601322
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.334826
MAD 9.236938
MDL 17.361484
MGA 4148.432502
MKD 52.58264
MMK 2100.209098
MNT 3577.130302
MOP 8.056729
MRU 39.846449
MUR 46.830378
MVR 15.450378
MWK 1731.200682
MXN 17.380104
MYR 3.965039
MZN 63.910377
NAD 16.601322
NGN 1357.000344
NIO 36.741309
NOK 9.317039
NPR 150.466197
NZD 1.706339
OMR 0.38415
PAB 0.998337
PEN 3.461463
PGK 4.333547
PHP 60.695038
PKR 278.317253
PLN 3.61995
PYG 6330.560887
QAR 3.639411
RON 4.340504
RSD 100.166347
RUB 75.274046
RWF 1459.245042
SAR 3.750423
SBD 8.045307
SCR 14.798038
SDG 600.503676
SEK 9.22035
SGD 1.276104
SHP 0.746601
SLE 24.625038
SLL 20969.496166
SOS 570.526765
SRD 37.463504
STD 20697.981008
STN 20.899979
SVC 8.735338
SYP 110.524988
SZL 16.594583
THB 32.335038
TJS 9.384602
TMT 3.505
TND 2.915334
TOP 2.40776
TRY 45.015038
TTD 6.780124
TWD 31.483504
TZS 2598.251226
UAH 43.992664
UGX 3714.224781
UYU 39.547878
UZS 11994.881638
VES 483.16466
VND 26360
VUV 117.558638
WST 2.728507
XAF 559.570911
XAG 0.01321
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.799275
XDR 0.695927
XOF 559.570911
XPF 101.735978
YER 238.650363
ZAR 16.53436
ZMK 9001.203584
ZMW 18.893581
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    16.9000

    4740.9

    +0.36%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • MDAX

    -601.7700

    30249.93

    -1.99%

  • SDAX

    -155.4700

    17727.33

    -0.88%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • DAX

    -26.4200

    24128.98

    -0.11%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1726

    +0.32%

Hilfsorganisationen und Opposition kritisieren deutsche Israel-Politik scharf
Hilfsorganisationen und Opposition kritisieren deutsche Israel-Politik scharf / Foto: © AFP

Hilfsorganisationen und Opposition kritisieren deutsche Israel-Politik scharf

Trotz einer geplanten Luftbrücke in den Gazastreifen haben Hilfsorganisationen und die Opposition scharfe Kritik an der Israel-Politik der Bundesregierung geübt. Diese müsse "Waffenlieferungen an Israel stoppen, Kriegsverbrechen beim Namen nennen und die einseitige Parteinahme beenden", forderte am Dienstag in Berlin die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow. "Deutschland darf nicht bedingungslos an der Seite eines Staates stehen. Es steht auf dem Boden der Menschenrechte."

Textgröße:

Kritik übte Duchrow auch an den Plänen der Bundesregierung, eine Luftbrücke für humanitäre Hilfsgüter für den Gazastreifen einrichten zu wollen. Dies sei "nicht mehr als eine symbolische Geste". Die Amnesty-Generalsekretärin fügte hinzu: "Das große Wort 'Luftbrücke' soll kaschieren, dass die Regierung weiterhin nicht das Nötige tut."

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Luftbrücke am Montag angekündigt. Diese soll gemeinsam mit Jordanien eingerichtet werden, Frankreich will sich ebenfalls beteiligen. Die ersten zwei deutschen Transportflugzeuge machten sich am Dienstag auf den Weg in die Region.

Der Nahost-Referent der Hilfsorganisation Medico international, Riad Othman, nannte die geplante Hilfe aus der Luft "sowohl am humanitären Bedarf in Gaza als auch an international üblichen professionellen Standards eine Farce". Hilfsabwürfe aus der Luft seien "aus guten Gründen die absolute Ausnahme: Sie sind ungenau, sie sind teuer, sie sind zu langsam". Zudem seien sie in einem so dicht bevölkerten Gebiet wie dem Gazastreifen für die Menschen am Boden mitunter lebensgefährlich.

"Alles, was das kaum mit Worten zu beschreibende Leid der hungernden Menschen in Gaza lindert, ist erst einmal richtig", erklärte Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger zu der Hilfe aus der Luft. Sie sei jedoch "nur ein kleiner Tropfen auf die lodernde humanitäre Vollkatastrophe und reicht in keiner Weise aus".

Brugger betonte: "Sie ist ineffizient, riskant, schwer zu kontrollieren und kein Ersatz für echten Druck auf die israelische Regierung." Für die Bundesregierung müssten ein Waffenstillstand im Gazastreifen und ausreichend Hilfe durch die Vereinten Nationen auf dem Landweg "absolute Priorität" haben. Die Grünen-Politikerin forderte dazu "ein entschlossenes Signal" an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Christine Binzel, Professorin für Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, warf der Bundesregierung vor, "trotz gravierender Völkerrechtsverbrechen" bis heute Israel zu unterstützen. Sie verhindere zudem auf EU- und internationaler Ebene Maßnahmen gegen Israel. "Damit verstößt die deutsche Politik nicht nur gegen internationales Recht, sondern auch gegen die deutsche Verfassung", erklärte Binzel anlässlich einer Pressekonferenz mit Amnesty und Medico.

Auch ein Großteil der Deutschen fordert, dass die Bundesrepublik wegen der Lage im Gazastreifen mehr Druck auf Israel ausüben sollte. In einer am Dienstag für den "Stern" veröffentlichten Umfrage äußerten sich 74 Prozent so. 22 Prozent waren nicht dieser Ansicht, vier Prozent machten keine Angaben.

"Die humanitäre Versorgung der Menschen in Gaza muss oberste Priorität haben", betonte ebenfalls der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck. Die DIG begrüße deshalb die Beiteilung Deutschlands an der Luftbrücke. Beck warnte allerdings vor "antiisrealischen Forderungen" wie jener nach einem Stop von Rüstungsexporten.

Knapp 22 Monate nach Beginn des Gazakriegs ist die humanitäre Lage im Gazastreifen verheerend. Mehr als hundert Hilfsorganisationen warnten kürzlich vor einem "massenhaften Verhungern". Auch die Kritik am Vorgehen Israels wird immer schärfer: Am Montag warfen zwei israelische Menschenrechtsorganisationen - B'Tselem und Ärzte für Menschenrechte Israel - der Regierung einen "Genozid" an den Palästinensern vor.

Der Gazakrieg war durch den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Als Reaktion auf den Angriff geht Israel seither massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die sich nicht unabhängig bestätigen lassen, bislang mehr als 59.800 Menschen getötet.

S.Palmer--TFWP