The Fort Worth Press - Neue EU-Kommission: Starker Rechtsaußen-Politiker und Männerüberschuss

USD -
AED 3.673042
AFN 65.000368
ALL 81.264432
AMD 360.340403
ANG 1.789785
AOA 917.000367
ARS 1545.478604
AUD 1.456898
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.75029
BBD 2.013844
BDT 124.537437
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3010
BMD 1
BND 1.281347
BOB 11.99429
BRL 5.509404
BSD 0.999897
BTN 93.858629
BWP 13.774679
BYN 2.994523
BYR 19600
BZD 2.011053
CAD 1.412404
CDF 2320.000362
CHF 0.820325
CLF 0.02484
CLP 977.630396
CNY 6.676504
CNH 6.67316
COP 3251.42
CRC 453.465426
CUC 1
CUP 23.998962
CVE 99.403894
CZK 21.83804
DJF 177.720393
DKK 6.709604
DOP 60.750393
DZD 136.384359
EGP 53.819404
ERN 15
ETB 164.116992
EUR 0.89761
FJD 2.265604
FKP 0.741654
GBP 0.74895
GEL 2.60504
GGP 0.741654
GHS 11.68504
GIP 0.741654
GMD 74.503851
GNF 8857.503848
GTQ 7.64085
GYD 209.627114
HKD 7.839465
HNL 26.875436
HRK 6.76901
HTG 131.052321
HUF 326.120388
IDR 18112.25
ILS 3.18593
IMP 0.741654
INR 94.07415
IQD 1515.921743
IRR 1891353.000352
ISK 122.803814
JEP 0.741654
JMD 158.687685
JOD 0.70904
JPY 158.510385
KES 129.950385
KGS 87.447804
KHR 4080.00035
KMF 442.00035
KPW 899.999961
KRW 1363.703789
KWD 0.31098
KYD 0.833408
KZT 448.201333
LAK 22505.000349
LBP 89550.000349
LKR 332.502562
LRD 170.303772
LSL 16.560381
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.430381
MAD 9.757504
MDL 17.8737
MGA 4543.684976
MKD 55.266005
MMK 2099.952938
MNT 3601.972253
MOP 8.072028
MRU 40.250379
MUR 47.030378
MVR 15.403739
MWK 1737.000345
MXN 18.63815
MYR 4.059039
MZN 63.903729
NAD 16.560377
NGN 1347.250377
NIO 36.79922
NOK 9.468039
NPR 150.173627
NZD 1.804745
OMR 0.384501
PAB 0.999964
PEN 3.442504
PGK 4.556905
PHP 63.098504
PKR 276.535369
PLN 3.94255
PYG 6249.384815
QAR 3.654602
RON 4.792204
RSD 105.604038
RUB 81.998878
RWF 1475.916015
SAR 3.754695
SBD 8.051718
SCR 14.018084
SDG 601.503676
SEK 9.89954
SGD 1.283215
SHP 0.745545
SLE 22.910371
SLL 20969.504398
SOS 571.503662
SRD 37.583504
STD 20697.981008
STN 21.925605
SVC 8.748764
SYP 13001.999685
SZL 16.560369
THB 33.568038
TJS 9.224126
TMT 3.51
TND 2.985504
TOP 2.40776
TRY 50.154604
TTD 6.780829
TWD 32.807404
TZS 2642.503628
UAH 45.297
UGX 4089.81484
UYU 40.226773
UZS 11931.108854
VES 893.769038
VND 25582.5
VUV 119.513361
WST 2.778515
XAF 588.793837
XAG 0.019249
XAU 0.00024594347
XCD 2.70255
XCG 1.801976
XDR 0.707052
XOF 588.793837
XPF 106.728476
YER 236.175037
ZAR 16.55565
ZMK 9001.203584
ZMW 20.318702
ZWL 321.999592
SSP 5745.196153
MXV 2.096865
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Neue EU-Kommission: Starker Rechtsaußen-Politiker und Männerüberschuss
Neue EU-Kommission: Starker Rechtsaußen-Politiker und Männerüberschuss / Foto: © AFP/Archiv

Neue EU-Kommission: Starker Rechtsaußen-Politiker und Männerüberschuss

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ihr neues Team für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Erstmals soll mit dem Italiener Raffaele Fitto ein Rechtsaußen-Politiker einen Schlüsselposten als geschäftsführender Vizekommissionspräsident bekommen, wie von der Leyen am Dienstag in Straßburg mitteilte. Auch ihr Ziel der Geschlechtergleichstellung hat von der Leyen verfehlt. Aus dem Mitte-Links-Lager im Europaparlament kommt deshalb scharfe Kritik.

Textgröße:

Vor allem der Name Fitto auf von der Leyens Liste birgt Konfliktpotenzial: Der bisherige italienische Europaminister gehört der postfaschistischen Partei Fratelli d'Italia von Regierungschefin Giorgia Meloni an. Der 55-Jährige soll künftig für die Vergabe der milliardenschweren Regionalfördergelder zuständig sein, die alleine rund ein Drittel des laufenden EU-Haushalts ausmachen.

"Italien ist ein sehr wichtiges Land und eines unserer Gründungsmitglieder" begründete von der Leyen ihre Entscheidung für Fitto. Das Mitte-Links-Lager kritisierte dies scharf. Dass mit Fitto "ein Vertreter einer rechtsextremen Partei das Amt eines Exekutiv-Vizepräsidenten bekommen soll, ist völlig unverständlich", erklärte etwa der Grünen-Europaabgeordnete Rasmus Andresen.

Die CDU-Frau von der Leyen belohne nicht nur Rechtsnationale, sondern habe zudem nur elf Posten weiblich besetzt, bemängelte der Vorsitzende der Europa-SPD, René Repasi. Der neuen Kommission gehören künftig 40 Prozent Frauen an und 60 Prozent Männer - und zwei Frauen weniger als zu Beginn der ersten Amtszeit von der Leyens 2019.

Zum Ausgleich sind vier ihrer insgesamt sechs Stellvertreter weiblich. Dazu gehört neben Fitto die Spanierin Teresa Ribera, die künftig für den "grünen, gerechten und wettbewerbsfähigen Wandel" zuständig ist. Dazu zählt auch die bisherige finnische EU-Abgeordnete Henna Virkkunen, die künftig die "innere und äußere Sicherheit" und den Bereich Digitales verantwortet.

Frankreichs bisheriger Außenminister Stéphane Séjourné wird ebenfalls Vizekommissionspräsident und erhält das wichtige Industrie-Ressort und die Zuständigkeit für den Binnenmarkt. Die Wirtschaftspolitik fällt aber auch in den Bereich des langjährigen lettischen Kommissars Valdis Dombrovskis. Die Zuständigkeiten für Handel und Haushalt gehen an die Slowakei und Polen und damit an Kommissare aus osteuropäischen Ländern.

Von der Leyens Liste enthält auch einige Überraschungen: Österreich erhält mit dem bisherigen Finanzminister Magnus Brunner von der konservativen ÖVP die Zuständigkeit für Migration - ein Thema, das vor den Parlamentswahlen in Österreich am 29. September für Diskussionen auch im Nachbarland sorgt. Luxemburg bekommt mit Christophe Hansen die Zuständigkeit für Landwirtschaft und Ernährung, obwohl das Großherzogtum als Bankenstandort bekannt ist.

Die Kommission "Von der Leyen II" wird bis 2029 im Amt sein. Als "Kernprioritäten" nannte von der Leyen "Wohlstand, Sicherheit und Demokratie". Akzente will sie mit neuen Kommissarsposten für Verteidigung und Wohnungsbau setzen, obwohl beides keine EU-Kernkompetenzen sind.

Aus der Europäischen Volkspartei (EVP) um CDU und CSU werden bereits konkrete Forderungen an von der Leyen laut: So soll sie wegen der gestiegenen Asylbewerberzahlen in den ersten hundert Tagen ihrer neuen Amtszeit die Rückführungsrichtlinie von 2008 reformieren, um schnellere Abschiebungen zu ermöglichen. Zudem soll sie die europäischen Emissionsgrenzen für die Autoindustrie lockern.

Die Kommissionspräsidentin hatte ihre Liste zunächst den Fraktionschefs im Europaparlament vorgestellt. Die Fachausschüsse im Parlament wollen die designierten Kommissarinnen und Kommissare bis Anfang November anhören und sie auf Tauglichkeit und Befangenheit prüfen, bevor sie die Kommission als Ganze wählen.

In der Vergangenheit verlangten die Abgeordneten mehrfach erfolgreich Ersatz für missliebige Anwärter. Vor dem 1. Dezember dürfte von der Leyens neue Kommission ihre Arbeit nicht mehr aufnehmen. Manche im Parlament rechnen sogar erst zum Jahreswechsel damit.

W.Lane--TFWP