The Fort Worth Press - Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit

USD -
AED 3.672968
AFN 63.999907
ALL 81.350131
AMD 360.070094
ANG 1.789785
AOA 917.999821
ARS 1550.763902
AUD 1.43492
AWG 1.8025
AZN 1.703861
BAM 1.749538
BBD 2.014491
BDT 124.528133
BGN 1.747831
BHD 0.3773
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281242
BOB 12.077109
BRL 5.489504
BSD 1.000179
BTN 94.816173
BWP 13.835763
BYN 2.972269
BYR 19600
BZD 2.011629
CAD 1.400465
CDF 2312.501249
CHF 0.820145
CLF 0.024948
CLP 981.889879
CNY 6.670599
CNH 6.6682
COP 3252.19
CRC 453.886752
CUC 1
CUP 24.004938
CVE 98.901245
CZK 21.734021
DJF 177.719707
DKK 6.67273
DOP 60.749874
DZD 135.95307
EGP 55.305697
ERN 15
ETB 161.094475
EUR 0.89282
FJD 2.2508
FKP 0.745229
GBP 0.744645
GEL 2.577673
GGP 0.745229
GHS 11.675008
GIP 0.745229
GMD 74.000267
GNF 8830.0001
GTQ 7.64648
GYD 209.660034
HKD 7.846495
HNL 27.101784
HRK 6.76901
HTG 131.102375
HUF 325.491502
IDR 18133.25
ILS 3.162701
IMP 0.745229
INR 94.82805
IQD 1515
IRR 1883408.501128
ISK 121.589544
JEP 0.745229
JMD 158.643546
JOD 0.709004
JPY 158.581498
KES 129.909675
KGS 87.449896
KHR 4086.000157
KMF 440.999481
KPW 899.999961
KRW 1346.974974
KWD 0.311501
KYD 0.833527
KZT 452.670185
LAK 22525.000113
LBP 89550.000187
LKR 332.77574
LRD 170.450014
LSL 16.630155
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.424984
MAD 9.825041
MDL 18.093747
MGA 4589.999843
MKD 54.953198
MMK 2099.543828
MNT 3601.136904
MOP 8.083013
MRU 40.274974
MUR 47.301711
MVR 15.455035
MWK 1735.999912
MXN 18.819195
MYR 4.077097
MZN 63.909916
NAD 16.629764
NGN 1343.949751
NIO 36.803975
NOK 9.28099
NPR 151.705877
NZD 1.788698
OMR 0.384505
PAB 1.000358
PEN 3.4615
PGK 4.49025
PHP 63.588013
PKR 276.650479
PLN 3.938996
PYG 5974.621946
QAR 3.643494
RON 4.7702
RSD 105.047978
RUB 81.674992
RWF 1476
SAR 3.764539
SBD 8.051718
SCR 13.86715
SDG 601.498393
SEK 9.78368
SGD 1.280995
SHP 0.745545
SLE 22.90954
SLL 20969.504398
SOS 571.501145
SRD 37.541949
STD 20697.981008
STN 22.29
SVC 8.752125
SYP 13001.999685
SZL 16.640271
THB 33.749963
TJS 9.191837
TMT 3.51
TND 3.00575
TOP 2.40776
TRY 50.020201
TTD 6.780571
TWD 32.748002
TZS 2643.995003
UAH 45.664104
UGX 4225.799382
UYU 40.208782
UZS 11992.502219
VES 890.036604
VND 25766
VUV 118.901474
WST 2.774695
XAF 585.651456
XAG 0.020071
XAU 0.000254003089
XCD 2.70255
XCG 1.802576
XDR 0.707052
XOF 585.651456
XPF 107.050322
YER 236.17502
ZAR 16.60743
ZMK 9001.201353
ZMW 20.269255
ZWL 321.999592
SSP 5745.200537
MXV 2.118858
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit
Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit / Foto: © AFP

Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit

Den beiden preisgekrönten Regisseuren der Gaza-Dokumentation "NAZA" sollen nach dem Willen von Israels Kulturminister Miki Zohar ihre israelische Staatsbürgerschaft entzogen werden. Zohar teilte am Sonntag im Onlinedienst X mit, er habe das Innenministerium kontaktiert, um diesen Schritt gegen die Filmemacherin Rachel Szor und ihren Kollegen Yuval Abraham zu prüfen, weil ihnen "die Loyalität gegenüber dem Staat fehlt und sie mit dem Feind kollaboriert haben".

Textgröße:

Am Montag erklärte Zohar dann, er habe die israelischen Behörden zu einer Untersuchung aufgefordert, um die anonymen Militärquellen in der Doku zu identifizieren.

"NAZA" war am Samstag beim Filmfestival von Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet worden. Die Dokumentation war bei ihrer Premiere in Venedig mit 25 Minuten andauernden stehenden Ovationen gefeiert worden und wurde auch von Kritikern hoch gelobt.

In "NAZA" berichten 24 israelische Militärvertreter und Geheimdienstler anonym, dass die israelische Armee im Gazastreifen auf der Jagd nach Mitgliedern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas bewusst zivile Opfer in Kauf genommen habe.

Der Titel bezieht sich laut den Filmemachern auf eine Abkürzung, die von der Armee genutzt wurde, um solche "Kollateralschäden" bei jedem Angriff einzuschätzen. Einer der Befragten sagt in dem Film, dass bei einem Angriff auf ein einziges Ziel 500 Menschen in der Umgebung getötet worden seien.

Kulturminister Zohar warf den nun "Verrat am Staat" Israel vor. Sie seien bereit, "ihrem Heimatland zu schaden, um Beifall von Antisemiten auf der ganzen Welt zu erhalten".

Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir griff die beiden Filmemacher ebenfalls scharf an. "Ihr seid eine Schande und eine Blamage für das gesamte israelische Volk. Verschwindet!", schrieb er auf X.

Am Montag forderte Zohar zudem die Offenlegung der Quellen des Films: "Ich habe auch eine Untersuchung dazu angefordert, wie die Informationen beschafft wurden, und wer dahintersteckt, und zu prüfen, ob zu ihrer Beschaffung und Veröffentlichung Handlungen unternommen wurden, die einer Unterstützung des Feindes zu Kriegszeiten gleichkommen." Meinungsfreiheit sei kein Freibrief, um den Staat zu betrügen. "Alle, die zu Kriegszeiten gegen Israel handeln, sollten wissen, dass dafür ein Preis zu zahlen ist."

Der Entzug der Staatsangehörigkeit ist in Israel rechtlich möglich, wird jedoch selten angewendet. Der Oberste Gerichtshof bestätigte 2022, dass ein solcher Schritt möglich sei, wenn die Beschuldigten durch Spionage oder Verrat ihre "Loyalität" gegenüber dem Staat gebrochen haben. 2023 wurde das entsprechende Gesetz auf "Terror"-Delikte ausgeweitet. Ein Entzug der Staatsbürgerschaft muss demnach vom Innenminister beantragt, vom Justizminister genehmigt und schließlich von einem Richter bestätigt werden.

Die israelische Armee hatte in dem Dokumentarfilm ebenfalls erhobene Vorwürfe zur Massen-Tötung mutmaßlicher Hamas-Anhänger mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) bereits am Freitag vor Ende des Filmfestivals von Venedig zurückgewiesen. Die Dokumentation stütze sich auf Informanten, deren Identität "nicht verifiziert" werden könne, erklärte die Armee.

Am Montag teilte sie zudem mit, sie habe niemals "Angriffe in Gaza geplant, genehmigt oder ausgeführt, bei denen erwartet worden war, dass 500 Menschen sterben, oder eine andere Zahl in der Größenordnung". Es gebe dafür "keinerlei Beweis", dennoch hätten die Filmemacher die entsprechende anonyme Aussage veröffentlicht. "Nichts über den Interviewten, weder sein Dienst oder seine Rolle, kann unabhängig überprüft und verifiziert werden", kritisierte die Armee.

Regisseur Abraham sagte wiederum, die "israelischen Geheimdienstoffiziere, mit denen wir gesprochen haben, haben uns gesagt, dass dieses Massentöten systematisch erfolgt. Es geschieht nicht zufällig, sondern absichtlich."

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten bei ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 mehr als 1200 Menschen getötet, 251 weitere Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen im Gazastreifen, bei dem nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 73.000 Menschen getötet wurden.

F.Garcia--TFWP