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Glanz, Glamour und Politik: Der politisch aufgeladene Film "One Battle After Another" ist der Gewinner bei den Golden Globes. Die Tragikomödie wurde bei der Verleihung der wichtigsten US-Filmpreise nach den Oscars in vier Kategorien ausgezeichnet und setzte sich unter anderem gegen die Filme "Bugonia" und "Marty Supreme" durch. Als bestes Drama wurde bei der Gala im kalifornischen Beverly Hills am Sonntag der Shakespeare-Film "Hamnet" geehrt. Viele Stars zeigten zudem ihre Solidarität für die Proteste gegen das gewaltsame Vorgehen der Einwanderungspolizei ICE.
Die Golden Globes gelten als traditionell wichtiger Indikator für die Oscars. Der Film des Regisseurs Paul Thomas Anderson war mit neun Nominierungen als Topfavorit ins Rennen gegangen. Neben der Trophäe für die beste Komödie wurde er auch mit dem Preis für die beste Regie geehrt.
"Ihr seid so großzügig mit eurer Zuneigung zu mir und diesem Film – und ich nehme das gerne an", sagte Anderson, als er den Preis sichtlich strahlend entgegennahm.
Allerdings ging Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio in der Rolle eines gealterten linksextremistischen Revolutionärs leer aus. Den Preis als bester Hauptdarsteller heimste dagegen sein US-Kollege Timothée Chalamet ein. Chalamet brillierte in dem Film "Marty Supreme" als ambitionierter Tischtennisspieler in den 1950er-Jahren.
Chalamet setzte sich nicht nur gegen DiCaprio durch, sondern auch gegen George Clooney in dem Film "Jay Kelly" und Ethan Hawke in "Blue Moon". "Ich bin in einer Kategorie mit vielen Größen – diese Kategorie ist stark besetzt", sagte Chalamet, als er den Preis entgegennahm. "Ich bewundere euch alle", fügte er hinzu.
Die Australierin Rose Byrne setzte sich mit ihrer Darstellung einer Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, in der Tragikomödie "If I Had Legs I'd Kick You" gegen ihre Konkurrentinnen durch. Byrne gewann unter anderem gegen die Schauspielerinnen Emma Stone ("Bugonia") und Kate Hudson ("Song Sung Blue").
Das Familiendrama "Hamnet" der Regisseurin Chloé Zhao war mit sechs Nominierungen ins Rennen gegangen. Der Film thematisiert auf fiktive Weise die Trauer von William Shakespeare und seiner Frau Agnes nach dem Tod ihres Sohnes. Für ihre Darstellung von Shakespeares Frau gewann die irische Schauspielerin Jessie Buckley den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Drama.
Als bester Hauptdarsteller in einem Drama wurde der brasilianische Schauspieler Wagner Moura geehrt. In dem Politthriller "The Secret Agent" über die Militärdiktatur in Brasilien spielt Moura einen Mann auf der Flucht. Der Film erhielt auch die Auszeichnung als bester nicht auf Englisch gedrehter Film.
Zuvor waren als beste Nebendarsteller die US-Schauspielerin Teyana Taylor für ihre Rolle in "One Battle After Another" sowie der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgard für seine Darstellung eines von seinen Töchtern entfremdeten Regisseurs in dem norwegischen Familiendrama "Sentimental Value" ausgezeichnet worden.
Bei der Gala wurden auch die besten Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Die packende Teenager-Mordserie "Adolescence" räumte vier Auszeichnungen ab, als beste Drama-Serie wurde "The Pitt" geehrt. "The Studio" über ein altes Hollywood-Filmstudio wurde als beste Comedy-Serie ausgezeichnet.
Viele Stars nutzten den roten Teppich auch für politische Statements: Mehrere Schauspieler, darunter Natasha Lyonne und Jean Smart, trugen Anstecknadeln mit der Aufschrift "Be Good" - als Hommage an die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good, die am Mittwoch in Minneapolis von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE mit drei Schüssen getötet wurde.
L.Rodriguez--TFWP