TecDAX
9.3300
Im Kölner Stadtteil Stammheim ist ein junger Mann nach einem Streit mit mehreren anderen Menschen gestorben. Anwohner riefen am Sonntagabend die Polizei, wie diese am Montag zusammen mit der Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Beamten fanden auf der Straße einen schwerstverletzten 23-Jährigen.
Wegen Korruption oder Betrugs müssen sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth seit Montag acht Angeklagte verantworten. Dem staatlichen Bauamt Nürnberg soll durch die Taten ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein. Zwei Baufirmen sollen in den Jahren 2017 bis 2021 regelmäßig überhöhte Rechnungen gestellt haben, die ein Mitarbeiter des Bauamts trotzdem zur Zahlung freigegeben haben soll.
Ein mutmaßlicher Einbrecher auf der Flucht ist im nordrhein-westfälischen Hagen offenbar in einen Fluss gesprungen und abgetrieben. Eine Streifenwagenbesatzung war in der Nacht zum Montag unterwegs zu einer Firma, vor der mögliche Einbrecher gemeldet worden waren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Beamten hätten dann ein verdächtig geparktes Auto entdeckt, aus dem zwei Männer ausstiegen und wegliefen.
Im Prozess um den dreifachen Mord an seinen Eltern und seiner Schwester will das Landgericht Rostock am Montag (18.00 Uhr) das Urteil gegen einen 27-Jährigen verkünden. Der Mann soll am 7. Februar 2022 in seinem Elternhaus in Rövershagen bei Rostock zunächst seinen schlafenden 52 Jahre alten Vater mit einer Armbrust und einer Gartenmachete getötet haben.
Nach kritischen Äußerungen von Papst Franziskus zum Zustand der Demokratie in Nicaragua erwägt das zentralamerikanische Land den Abbruch seiner diplomatischen Beziehungen zum Vatikan. Auf der Grundlage von "in mit der katholischen Kirche verbundenen Quellen verbreiteten Informationen" ziehe die Regierung die Suspendierung ihrer diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl in Betracht, erklärte das Außenministerium in Managua am Sonntag.
Im Mittelmeer hat sich offenbar erneut ein Flüchtlingsunglück mit Dutzenden Toten ereignet. Wie die italienische Küstenwache am Sonntag mitteilte, werden nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens etwa 30 Menschen vermisst. Demnach kenterte das Boot während des Rettungseinsatzes eines Frachtschiffs, 17 Menschen konnten laut Küstenwache gerettet werden.
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bleibt die politische Lage in der Republik Moldau angespannt. Wie die moldauische Polizei am Sonntag mitteilte, enttarnten Ermittler ein von Russland gesteuertes Netzwerk, dessen Ziel die Destabilisierung des an die Ukraine grenzenden Staates gewesen sei. Nach Razzien am Samstagabend seien 25 Männer befragt und sieben festgenommen worden, erklärte Polizeichef Viorel Cernauteanu. In der Hauptstadt Chisinau demonstrierten am Sonntag erneut Tausende Menschen gegen die pro-westliche Regierung des Landes.
Zwei Monate nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im saarländischen Saarlouis mit mehreren Verletzten hat die französische Justiz am Samstag Ermittlungsverfahren gegen fünf weitere Verdächtige eingeleitet. Ihnen wird laut mit dem Fall vertrauten Kreisen unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, zwei von ihnen werden außerdem des bandenmäßigen Raubüberfalls beschuldigt. Die Männer sollen an dem Überfall durch schwer bewaffnete Männer beteiligt gewesen sein, bei dem am 13. Januar 2,1 Million Euro erbeutet wurden.
In Großbritannien hat die Absetzung des populären Sport-Moderators und ehemaligen Fußball-Nationalspielers Gary Lineker durch die BBC Empörung und eine Debatte über deren Unabhängigkeit ausgelöst. Zahlreiche Kollegen weigerten sich am Wochenende, ihre BBC-Sendungen zu moderieren - aus Solidarität mit Lineker, den die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt nach scharfer Kritik an der Asylpolitik der britischen Regierung suspendiert hatte. BBC-Chef Tim Davie wies Rücktrittsforderungen zurück, sogar Premierminister Rishi Sunak drückte seine Hoffnung auf eine rasche Lösung der Frage aus.
Bei der seit Samstagabend laufenden Suche nach einer in Freudenberg im Siegerland vermissten Zwölfjährigen hat die Polizei eine Leiche gefunden. In einem Waldstück oberhalb von Freudenberg-Hohenhain sei eine leblose, weibliche Person gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ob es sich um die vermisste Schülerin handele, sei noch unklar - Beamte der Kriminalpolizei übernahmen die Ermittlungen.
Nach dem Amoklauf in Hamburg ist eine Diskussion über eine weitere Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Die Grünen forderten am Wochenende, von allen Antragstellern auf Waffenbesitz ein psychologisches Gutachten einzuholen, nicht nur wie bisher von unter 25-Jährigen. FDP-Politiker zeigten sich skeptisch gegenüber weiteren Gesetzesverschärfungen.
In Freudenberg im Siegerland läuft seit Samstagabend eine groß angelegte Suche nach einem vermissten zwölfjährigen Mädchen. Trotz Suchmaßnahmen durch zahlreiche Einsatzkräfte und breit gestreute Öffentlichkeitsaufrufe gebe es bisher keine Hinweise auf das Kind, sagte ein Sprecher der Siegener Polizei am Sonntag. Es seien zwar Hinweise eingegangen, diese seien aber alle ins Leere gelaufen. Die Suchkräfte sollten am Sonntag noch einmal deutlich aufgestockt werden.
Nach der ohne Blutvergießen beendeten Geiselnahme in einer Karlsruher Apotheke befindet sich der 20-jährige Geiselnehmer in Untersuchungshaft. Ein Haftrichter habe dem Mann einen Haftbefehl wegen des Vorwurfs der Geiselnahme eröffnet, teilte die Karlsruher Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass er alleine gehandelt hat.
Die Entscheidung der britischen BBC, den Star-Moderator und Ex-Fußballnationalspieler Gary Lineker wegen seiner Kritik an der Asylpolitik der konservativen Regierung von den Bildschirmen zu verbannen, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zahlreiche Kollegen solidarisierten sich am Samstag mit Lineker und weigerten sich, ihre Sendungen zu moderieren. Stattdessen liefen Shows aus der Konserve oder ohne Moderator. Eine Petition zur Unterstützung Linekers kam bis Samstagnachmittag auf mehr als 165.000 Unterschriften.
An Oberverwaltungsgerichten in Deutschland sind einem Bericht zufolge Hunderte Verfahren rund um Genehmigungen von Windkraftprojekten anhängig. Derzeit stünden in 407 Verfahren Entscheidungen aus, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei den Gerichten.
Bischöfe, Priester, Nonnen und Laien der katholischen Kirche in Deutschland haben das weltkirchlich beachtete Reformprojekt synodaler Weg abgeschlossen. Zum Ende am Samstag forderten die Delegierten in Frankfurt am Main mit klarer Mehrheit die Weihe von Frauen zu Diakoninnen. Obwohl viele Beschlüsse für eine liberalere Kirche stehen, erwartet der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, kein Ende der Austrittswelle aus der deutschen Kirche.
Wegen Hochwassers in einem abgelegenen Ort im Nordosten Australiens haben Rettungskräfte Menschen mit Hubschraubern aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen. Die Polizei forderte die rund 100 verbleibenden Anwohner von Burketown am Samstag "letztmalig" zur Evakuierung der kleinen Gemeinde auf. In den vergangenen Tagen waren demnach bereits 53 Menschen ausgeflogen worden. Nach Samstag sollen keine Rettungsflüge mehr starten.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach dem Amoklauf in Hamburg auf eine Verschärfung des Waffenrechts gepocht - und zugleich eine Überprüfung des von ihr dazu vorgelegten Gesetzentwurfs angekündigt. Die furchtbare Tat mit acht Toten zeige, "wie notwendig Änderungen" im Waffenrecht seien, sagte Faeser am Freitagabend in den ARD-"Tagesthemen". Der von ihr dazu vorgelegte Gesetzentwurf solle nun nochmals auf mögliche "Lücken" überprüft werden.
Nach der Entführung und Tötung von US-Bürgern in Mexiko sind fünf Verdächtige festgenommen worden. Den Männern werde Entführung und Mord vorgeworfen, teilte am Freitag die Staatsanwaltschaft der Region Tamaulipas im Norden des Landes mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Büro der Staatsanwaltschaft erfuhr, waren die fünf Festgenommenen am Donnerstag gefesselt auf einer Straße der Stadt Matamoros gefunden worden.
Nach dem Amoklauf von Hamburg mit acht Toten mehren sich die Forderungen nach einer Reform des Waffenrechts. Unter anderem stellte die Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, die jetzigen Regelungen teilweise in Frage. Es sei beispielsweise "mehr als fragwürdig, warum nur Unter-25-Jährige ein amtsärztliches oder psychologisches Gutachten vorlegen müssen bei der Beantragung einer waffenrechtlichen Erlaubnis", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagsausgabe).
Ohne Blutvergießen hat die Polizei in Karlsruhe eine mehrstündige Geiselnahme in einer Apotheke beenden können. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden, hieß es am Freitagabend in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Mann hatte den Angaben zufolge elf Menschen in seiner Gewalt - derzeit wird geprüft, ob unter ihnen möglicherweise auch eine Komplizin des Täters war.
Die Geiselnahme in einer Apotheke in der Karlsruher Innenstadt ist am Freitagabend beendet worden. Wie die Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, wurde die Apotheke in der Südweststadt um 21.10 Uhr "von einer Spezialeinheit der Polizei betreten". Dabei wurde demnach ein männlicher Tatverdächtiger festgenommen.
In der Innenstadt von Karlsruhe ist es am Freitag zu einer Geiselnahme in einer Apotheke gekommen. Wegen der Geiselnahme in der Südweststadt gebe es derzeit einen großen Polizeieinsatz, sagte ein Sprecher der Polizei Karlsruhe am Abend der Nachrichtenagentur AFP. Es bestehe aktuell aber keine Gefahr für die Bevölkerung, fügte er hinzu.
Der sogenannte synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland hat mit deutlicher Mehrheit Segensfeiern für homosexuelle Paare befürwortet. Auf der abschließenden Synodalversammlung in Frankfurt am Main stimmten am Freitag 176 Delegierte für solche Segensfeiern, 14 waren dagegen und zwölf enthielten sich. Dies entspricht einer Zustimmung von 92,6 Prozent.
Das Landgericht Baden-Baden hat für einen wegen hundertfachen Missbrauchs verurteilten ehemaligen Schwimmlehrer erneut Sicherungsverwahrung angeordnet. Bei dem Mann sei davon auszugehen, dass er wegen seines Hangs zu erheblichen Straftaten gefährlich für die Allgemeinheit sei, teilte das Gericht am Freitag mit.
Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff auf eine Kirche der Zeugen Jehovas in Hamburg mit acht Toten gehen die Behörden von einem Amoklauf aus. Nach Ermittlerangaben vom Freitag erschoss ein 35-jähriges früheres Mitglied der Gemeinde bei der Bluttat vom Donnerstagabend sieben Menschen und dann sich selbst. Das Motiv für die Bluttat, die im In- und Ausland große Betroffenheit auslöste, liegt demnach aber noch im Dunkeln.
Belgien folgt Ländern wie Kanada und den USA und verbietet seinen Regierungsmitarbeitern die Nutzung der Video-App Tiktok auf ihren Diensthandys. "Wir sollten nicht naiv sein: Tiktok ist ein chinesisches Unternehmen, das derzeit zur Zusammenarbeit mit den chinesischen Geheimdiensten gezwungen ist", sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag. "Das ist die Realität."
Die Behörden haben im Januar einen anonymen Hinweis auf eine mögliche psychische Krankheit des mutmaßlichen Todesschützen von Hamburg bekommen. Bei der Waffenbehörde sei damals ein entsprechender Brief eingegangen, sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Meyer am Freitag vor Journalisten. Der 35 Jahre alte Philipp F. soll am Donnerstagabend in einem Gebäude der Zeugen Jehovas in der Hansestadt sieben Menschen und sich selbst erschossen haben.
Bei dem Täter des Schusswaffenangriffs auf eine Hamburger Kirche der Zeugen Jehovas mit acht Toten handelt es sich nach Ermittlerangaben vom Freitag um ein 35-jähriges früheres Mitglieder der Gemeinde. Es handle sich um den Deutschen Philip F., sagte der Leiter des Staatsschutzes der Hamburger Polizei, Thomas Radszuweit, vor Journalisten in der Hansestadt. Dieser war demnach Sportschütze und besaß daher legal eine Waffe, die er bei er Tat verwendete. Er hatte zudem große Mengen Munition bei sich.
Ein Verkehrsunfall in Nordsachsen mit drei Toten ist ersten Ermittlungsergebnissen zufolge von einem 18-Jährigen ohne Führerschein verursacht worden. Aus noch unklarer Ursache sei er am Donnerstagvormittag auf der Bundesstraße 187 bei Eilenburg auf die Gegenfahrbahn geraten, teilte die Polizei Leipzig am Freitag mit. Dabei stieß er zunächst mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.
Bei dem Schusswaffenangriff in einer Hamburger Kirche der Zeugen Jehovas mit acht Toten handelt es sich nach Angaben von Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) um eine "Amoktat". Das sagte Grote am Freitag in der Hansestadt vor Journalisten. Der mutmaßliche Täter sei ebenso unter den Toten wie ein ungeborenes siebenmonatiges Baby, das im Leib seiner Mutter getötet wurde.
Die Kriminalpolizei Chemnitz ermittelt gegen drei mutmaßlich rechtsextreme Auszubildende bei der Polizei Sachsen. Sie sollen dienstlich und privat "mit verschiedenen Äußerungen und Handlungen mit Bezug zum Nationalsozialismus" aufgefallen sein, teilten die Beamten in Chemnitz am Freitag mit. Grundlage für den Verdacht sei ein interner Hinweis von Zeugen gewesen.