The Fort Worth Press - Bluttat von Hamburg mit acht Toten als Amoklauf eingestuft

USD -
AED 3.672497
AFN 64.999819
ALL 81.216919
AMD 362.051328
ANG 1.789785
AOA 917.00025
ARS 1515.25437
AUD 1.437426
AWG 1.80125
AZN 1.697326
BAM 1.739803
BBD 2.01708
BDT 123.195303
BGN 1.747831
BHD 0.378775
BIF 2997.464751
BMD 1
BND 1.281146
BOB 11.69239
BRL 5.065101
BSD 1.001468
BTN 95.050483
BWP 13.720589
BYN 3.015879
BYR 19600
BZD 2.014233
CAD 1.414935
CDF 2313.499181
CHF 0.825932
CLF 0.024881
CLP 979.255437
CNY 6.691203
CNH 6.685309
COP 3173.953654
CRC 455.099408
CUC 1
CUP 24.035938
CVE 98.087444
CZK 21.685496
DJF 178.33919
DKK 6.651198
DOP 61.433083
DZD 133.824668
EGP 53.529689
ERN 15
ETB 163.585998
EUR 0.889897
FJD 2.26765
FKP 0.750253
GBP 0.752078
GEL 2.590432
GGP 0.750253
GHS 11.695058
GIP 0.750253
GMD 73.49623
GNF 8810.21216
GTQ 7.652004
GYD 209.527198
HKD 7.84815
HNL 26.885202
HRK 6.703803
HTG 131.147978
HUF 323.552009
IDR 18053
ILS 3.09465
IMP 0.750253
INR 94.965504
IQD 1518.213762
IRR 1795877.497557
ISK 121.179576
JEP 0.750253
JMD 159.195837
JOD 0.709012
JPY 158.015022
KES 130.098296
KGS 87.449938
KHR 4070.631144
KMF 439.999825
KPW 899.999961
KRW 1334.740045
KWD 0.31082
KYD 0.834586
KZT 453.195748
LAK 22534.359294
LBP 89683.40524
LKR 331.690611
LRD 170.751234
LSL 16.462394
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.431526
MAD 9.729662
MDL 17.966464
MGA 4507.405595
MKD 54.836988
MMK 2100.071343
MNT 3596.488264
MOP 8.096339
MRU 40.037362
MUR 47.229488
MVR 15.459712
MWK 1736.600987
MXN 18.472997
MYR 4.083203
MZN 63.902819
NAD 16.462394
NGN 1331.2103
NIO 36.854512
NOK 9.427699
NPR 152.081128
NZD 1.770298
OMR 0.382413
PAB 1.001468
PEN 3.444825
PGK 4.547436
PHP 62.985976
PKR 277.237468
PLN 3.894835
PYG 5719.877241
QAR 3.660721
RON 4.7306
RSD 104.461148
RUB 84.13468
RWF 1478.183516
SAR 3.752837
SBD 8.064647
SCR 13.905529
SDG 601.496371
SEK 9.912398
SGD 1.282096
SHP 0.754745
SLE 24.680036
SLL 20969.504398
SOS 572.343548
SRD 37.794503
STD 20697.981008
STN 21.794245
SVC 8.763065
SYP 13001.999685
SZL 16.455989
THB 33.444972
TJS 9.228751
TMT 3.51
TND 2.98768
TOP 2.40776
TRY 49.513801
TTD 6.798915
TWD 32.453598
TZS 2646.44398
UAH 44.920874
UGX 4136.458658
UYU 40.314905
UZS 12073.121914
VES 878.910597
VND 25894.5
VUV 119.385856
WST 2.787824
XAF 583.73441
XAG 0.017551
XAU 0.000240063761
XCD 2.70255
XCG 1.804919
XDR 0.707052
XOF 583.73441
XPF 106.089045
YER 236.150057
ZAR 16.50875
ZMK 9001.193843
ZMW 20.049815
ZWL 321.999592
SSP 5750.775019
MXV 2.085785
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Bluttat von Hamburg mit acht Toten als Amoklauf eingestuft
Bluttat von Hamburg mit acht Toten als Amoklauf eingestuft / Foto: © AFP

Bluttat von Hamburg mit acht Toten als Amoklauf eingestuft

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff auf eine Kirche der Zeugen Jehovas in Hamburg mit acht Toten gehen die Behörden von einem Amoklauf aus. Nach Ermittlerangaben vom Freitag erschoss ein 35-jähriges früheres Mitglied der Gemeinde bei der Bluttat vom Donnerstagabend sieben Menschen und dann sich selbst. Das Motiv für die Bluttat, die im In- und Ausland große Betroffenheit auslöste, liegt demnach aber noch im Dunkeln.

Textgröße:

Der mutmaßlichen Täter identifizierten die Ermittlungsbehörden am Freitag als den 35-jährigen Philipp F., der demnach früher Mitglied der Gemeinde im Stadtteil Groß Borstel war, die Zeugen Jehovas allerdings vor etwa anderthalb Jahren verließ. Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge schoss F. am Donnerstagabend gegen 21.00 Uhr mit einer halbautomatischen Pistole erst durch ein Fenster in das Haus, in dem ein Gottesdienst stattfand. Danach gelangte er durch das Fenster in das Gebäude und schoss weiter.

Bei den Todesopfern handelte es sich demnach um vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 33 und 60 Jahren sowie ein ungeborenes Baby im Mutterleib. Die Mutter überlebte. Zudem wurden acht Menschen im Alter von 23 bis 46 Jahren verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr. Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sprach am Freitag vor Journalisten von einer "Amoktat" sowie dem "schlimmsten Verbrechen in der jüngeren Geschichte unserer Stadt".

Um 21.04 Uhr gingen die ersten von 47 Notrufen ein. Eine Spezialeinheit der Polizei war zufällig ganz in der Nähe und schon nach wenigen Minuten am Tatort. Als die Polizeikräfte ins Haus gelangten, sei der mutmaßliche Täter ins Obergeschoss geflohen, sagte Einsatzleiter Matthias Tresp. Er wurde später erschossen mit der Pistole in der Hand gefunden. Polizisten fanden neun leergeschossene Magazine zu jeweils 15 Schuss, 22 Magazine habe der mutmaßliche Täter noch dabei gehabt. In seiner Wohnung wurde weitere Munition gefunden.

Tresp sprach von einem "glücklichen Zufall", dass die Spezialeinheit gerade in der Nähe war. An dem folgenden Großeinsatz seien 953 Polizistinnen und Polizisten beteiligt gewesen, darunter auch Spezialkräfte aus Schleswig-Holstein und der Bundespolizei. Etwa 20 Menschen hätten unverletzt aus dem Gebäude gerettet werden können.

Wegen der unklaren Tatumstände griff am Donnerstagabend das Konzept für eine Amoklage. Die Menschen im umliegenden Stadtteil wurden dazu aufgerufen, den Gefahrenbereich zu meiden und in ihren Häusern zu bleiben. In einem von einem Zeugen gedrehten Video habe es zuerst so ausgesehen, als sei ein weiterer Täter beteiligt gewesen. Dabei habe es sich aber um einen Schatten gehandelt, sagte Tresp. Später in der Nacht gab die Polizei bekannt, dass es keine Hinweise auf flüchtige Täter gebe.

Sie geht davon aus, dass F. die Tat allein beging. Hinweise auf ein politisches Motiv haben die Ermittler nicht. Der Verdächtige war den Behörden auch nicht bekannt. Laut Staatsanwaltschaft lagen keine Strafanzeigen gegen ihn vor. Allerdings habe er selbst Strafanzeigen wegen eines angeblichen Betrugsverdachts gestellt. Dem werde nachgegangen. F. war als Sportschütze registriert und besaß die mutmaßliche Tatwaffe legal.

Die Waffenbehörde hatte allerdings im Januar einen anonymen Hinweis auf eine mutmaßliche psychische Krankheit des 35-Jährigen bekommen. Dieser hege zudem besondere Wut auf die Zeugen Jehovas, hieß es. Bei einer unangekündigten Kontrolle in seiner Wohnung im Februar hätten Beamte bis auf ein einzelnes Projektil außerhalb des Tresors aber keine Verstöße gegen waffenrechtliche Vorschriften festgestellt, sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Meyer. Der Vorgang soll nun noch einmal überprüft werden, der Briefschreiber konnte bislang nicht ermittelt werden.

Den Ermittlern zufolge wurde F. im bayerischen Memmingen geboren. Er soll seit 2014 in Hamburg gelebt haben. Die Gemeinde der Zeugen Jehovas verließ er vor anderthalb Jahren offenbar freiwillig, aber "nicht im Guten", wie Thomas Radszuweit, der Leiter des Staatsschutzes, sagte. Laut dem anonymen Brief an die Waffenbehörde soll er nicht nur auf die Zeugen Jehovas, sondern auch auf seinen früheren Arbeitgeber wütend gewesen sein.

Die Bluttat löste in Deutschland und Europa Entsetzen aus. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte beim Besuch der Handwerksmesse in München, er sei "fassungslos" angesichts dieser Gewalt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte, er habe die Nachricht "mit großem Entsetzen" aufgenommen. Auch weitere Politiker und die christlichen Kirchen reagierten bestürzt. Frankreich und die USA sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus.

D.Ford--TFWP