The Fort Worth Press - Friedensnobelpreis für Aktivisten in Belarus, Russland und der Ukraine

USD -
AED 3.672503
AFN 65.496016
ALL 82.291054
AMD 379.209586
ANG 1.79008
AOA 917.000204
ARS 1434.244054
AUD 1.484638
AWG 1.8
AZN 1.696363
BAM 1.667477
BBD 2.015065
BDT 122.387907
BGN 1.67937
BHD 0.377001
BIF 2962.558775
BMD 1
BND 1.282878
BOB 6.913544
BRL 5.376967
BSD 1.000503
BTN 90.87719
BWP 13.370165
BYN 2.884096
BYR 19600
BZD 2.012166
CAD 1.383695
CDF 2155.000279
CHF 0.791017
CLF 0.022439
CLP 885.999803
CNY 6.9612
CNH 6.96228
COP 3672
CRC 487.844388
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.801015
CZK 20.7723
DJF 178.163712
DKK 6.376298
DOP 63.440232
DZD 129.799024
EGP 47.451016
ERN 15
ETB 155.371922
EUR 0.85354
FJD 2.266953
FKP 0.742423
GBP 0.744295
GEL 2.695045
GGP 0.742423
GHS 10.845002
GIP 0.742423
GMD 73.50433
GNF 8761.968096
GTQ 7.664167
GYD 209.106627
HKD 7.79745
HNL 26.450459
HRK 6.430298
HTG 130.972833
HUF 328.634501
IDR 16964.1
ILS 3.167745
IMP 0.742423
INR 91.488194
IQD 1310.666161
IRR 42125.000158
ISK 124.789543
JEP 0.742423
JMD 157.540466
JOD 0.709004
JPY 158.257495
KES 128.950017
KGS 87.450056
KHR 4029.277484
KMF 419.999705
KPW 900.031287
KRW 1470.897487
KWD 0.30758
KYD 0.833735
KZT 508.255074
LAK 21635.838914
LBP 89594.642408
LKR 309.85195
LRD 184.924991
LSL 16.442879
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 5.437757
MAD 9.167843
MDL 17.043861
MGA 4535.00002
MKD 52.540263
MMK 2099.691634
MNT 3565.807821
MOP 8.03545
MRU 39.99011
MUR 46.000152
MVR 15.450285
MWK 1734.915722
MXN 17.58905
MYR 4.055501
MZN 63.909964
NAD 16.442879
NGN 1419.290517
NIO 36.698196
NOK 9.989139
NPR 145.549336
NZD 1.71334
OMR 0.384495
PAB 1.000499
PEN 3.358911
PGK 4.18875
PHP 59.313993
PKR 279.975045
PLN 3.60545
PYG 6681.672081
QAR 3.640966
RON 4.3472
RSD 100.231021
RUB 78.051699
RWF 1459.197463
SAR 3.750085
SBD 8.130216
SCR 14.243587
SDG 601.500246
SEK 9.123965
SGD 1.284175
SHP 0.750259
SLE 24.150013
SLL 20969.499267
SOS 571.502327
SRD 38.310997
STD 20697.981008
STN 21.2
SVC 8.754258
SYP 11059.574895
SZL 16.446275
THB 31.221005
TJS 9.33029
TMT 3.5
TND 2.89075
TOP 2.40776
TRY 43.29209
TTD 6.77969
TWD 31.645501
TZS 2527.50281
UAH 43.30264
UGX 3458.159254
UYU 38.414528
UZS 12074.999765
VES 346.83002
VND 26269.5
VUV 120.830431
WST 2.782376
XAF 559.258422
XAG 0.01054
XAU 0.000205
XCD 2.70255
XCG 1.803114
XDR 0.695535
XOF 560.489851
XPF 102.225019
YER 238.350562
ZAR 16.394595
ZMK 9001.198985
ZMW 20.0347
ZWL 321.999592
  • DAX

    -58.4600

    24644.66

    -0.24%

  • Euro STOXX 50

    -14.4600

    5877.62

    -0.25%

  • MDAX

    100.0700

    30903.3

    +0.32%

  • SDAX

    4.2100

    17636.62

    +0.02%

  • TecDAX

    1.0600

    3647.89

    +0.03%

  • Goldpreis

    95.2000

    4861

    +1.96%

  • EUR/USD

    -0.0013

    1.1714

    -0.11%

Friedensnobelpreis für Aktivisten in Belarus, Russland und der Ukraine
Friedensnobelpreis für Aktivisten in Belarus, Russland und der Ukraine / Foto: © NTB/AFP

Friedensnobelpreis für Aktivisten in Belarus, Russland und der Ukraine

Der Friedensnobelpreis ist in diesem Jahr ein Signal in Richtung des vom Ukraine-Krieg erschütterten Osteuropa: Das Nobelkomitee verlieh die renommierte Auszeichnung am Freitag in Oslo an den belarussischen Politiker und Menschenrechtsaktivisten Ales Bjaljazki, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und die ukrainische Menschenrechtsorganisation Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL). Die Preisträger hätten einen "außergewöhnlichen Beitrag" dazu geleistet, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch zu dokumentieren, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, in ihrer Begründung.

Textgröße:

Das Komitee wolle mit dem Preis "drei herausragende Vorkämpfer für Menschenrechte, Demokratie und friedliche Koexistenz in den drei Nachbarländern Belarus, Russland und der Ukraine ehren", sagte Reiss-Andersen. Bjaljazki und die in Russland seit Ende 2021 verbotene Organisation Memorial sowie das CCL bewiesen gemeinsam "die Bedeutung der Zivilgesellschaft für Frieden und Demokratie".

Mit direkter Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin hielt sich die Komitee-Vorsitzende Reiss-Andersen indes zurück. Auf die Frage eines Journalisten, ob der Preis ein vergiftetes Geschenk an Putin sei, der am Freitag 70 Jahre alt wurde, sagte Reiss-Andersen, die Auszeichnung sei nicht gegen Putin gerichtet. Allerdings unterdrücke seine "autoritäre" Regierung - wie jene in Belarus - Menschenrechtsaktivisten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankte den Preisträgern in einer Mitteilung für deren "schwierige und mutige Arbeit". Bjaljazki sowie die Mitarbeiter von Memorial und CCL hätten "Hoffnung auf Demokratie in ihren Ländern genährt und ein Gegenmodell zu den herrschenden Strukturen aufgezeigt".

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, die Auszeichnung werfe ein "Schlaglicht" auf die "Macht der Zivilgesellschaft, den Frieden voranzubringen". Zivilgesellschaftliche Gruppen seien der "Sauerstoff der Demokratie" und "Katalysatoren für Frieden, sozialen Fortschritt und Wirtschaftswachstum".

Der Vorsitzende von Memorial International, Jan Ratschinski, erklärte, der Nobelpreis gebe der Organisation "moralische Kraft" in "deprimierenden Zeiten". Der Preis sei eine Unterstützung für alle russischen Menschenrechtsaktivisten, sagte er beim Verlassen eines Moskauer Gerichts, wo ein Prozess gegen Memorial läuft. Memorial-Vertreter Oleg Orlow ergänzte, er fürchte aber, der Preis werde nicht dabei helfen, den Druck auf die Organisation zu verringern.

Die Chefin der ukrainischen Menschenrechtsorganisation CCL, Oleksandra Matwijtschuk, erklärte im Onlinedienst Facebook, sie sei "hocherfreut", dass ihre Organisation gemeinsam mit den "Freunden und Partnern" von Memorial und der von Bjaljazki gegründeten Organisation Wjasna ausgezeichnet worden sei. Matwijtschuk forderte zudem, dass Putin und der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko mit weiteren "Kriegsverbrechern" vor ein "internationales Tribunal" gestellt werden.

Der belarussische Preisträger Bjaljazki ist derzeit in seiner Heimat wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs inhaftiert. Die Nobelkomitee-Vorsitzende Reiss-Andersen forderte die Behörden auf, den 60-Jährigen freizulassen. "Wir hoffen inständig, dass das geschehen wird und dass er nach Oslo kommen kann, um seine Ehrung entgegen zu nehmen", sagte sie.

Die Frau des belarussischen Preisträgers, Natalja Pintschuk, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie sei "überwältigt von ihren Gefühlen" und "dankbar". Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einer "Anerkennung für alle Belarussen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen".

Bjaljazki gehörte 1996 zu den Mitbegründern von Wjasna (zu Deutsch: Frühling), einer der wichtigsten Nichtregierungsorganisationen in Belarus. Sie dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und beobachtet Wahlen und spielt eine wichtige Rolle in der Demokratiebewegung im Land.

Die 1989 gegründete russische Organisation Memorial ist die älteste und wichtigste Menschenrechtsorganisation in Russland. Ende 2021 verfügte zunächst das Oberste Gericht Russlands ein Verbot von Memorial, später ordnete ein Moskauer Gericht ihre Auflösung an.

Das ebenfalls ausgezeichnete ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL) wurde 2007 gegründet. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar war es unter anderem daran beteiligt, russische Kriegsverbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung zu dokumentieren.

Die Träger des Friedensnobelpreises werden mit einer goldenen Medaille, einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von zehn Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet rund 920.000 Euro) ausgezeichnet. Die offizielle Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt.

A.Maldonado--TFWP