The Fort Worth Press - IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen

USD -
AED 3.672502
AFN 64.494587
ALL 79.869835
AMD 363.095472
ANG 1.790365
AOA 917.000029
ARS 1514.25399
AUD 1.406015
AWG 1.8025
AZN 1.700499
BAM 1.706252
BBD 2.014735
BDT 122.843521
BGN 1.683441
BHD 0.377143
BIF 3005.439453
BMD 1
BND 1.274916
BOB 11.003708
BRL 5.122105
BSD 1.000301
BTN 95.56554
BWP 13.547596
BYN 3.03039
BYR 19600
BZD 2.011865
CAD 1.40429
CDF 2309.999783
CHF 0.81918
CLF 0.023977
CLP 946.74014
CNY 6.695398
CNH 6.698645
COP 3203.91
CRC 446.324973
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.197131
CZK 21.23285
DJF 178.136628
DKK 6.520605
DOP 59.472192
DZD 133.801006
EGP 51.631401
ERN 15
ETB 161.774656
EUR 0.87226
FJD 2.238202
FKP 0.747949
GBP 0.748215
GEL 2.594991
GGP 0.747949
GHS 11.563795
GIP 0.747949
GMD 73.500605
GNF 8793.854771
GTQ 7.633554
GYD 209.220461
HKD 7.8435
HNL 26.851323
HRK 6.572799
HTG 130.739368
HUF 315.330499
IDR 17815
ILS 3.0178
IMP 0.747949
INR 95.570501
IQD 1310.441394
IRR 1374850.000042
ISK 120.719702
JEP 0.747949
JMD 157.757218
JOD 0.708963
JPY 157.129693
KES 129.460274
KGS 87.450255
KHR 4058.433769
KMF 429.999814
KPW 900.000318
KRW 1355.729579
KWD 0.30877
KYD 0.833584
KZT 447.358319
LAK 22408.7241
LBP 89579.323882
LKR 329.228662
LRD 173.059223
LSL 16.226232
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.376417
MAD 9.55311
MDL 17.590327
MGA 4381.243184
MKD 53.670431
MMK 2099.019807
MNT 3596.806502
MOP 8.081186
MRU 40.053042
MUR 47.659642
MVR 15.460097
MWK 1734.612868
MXN 17.243898
MYR 4.073981
MZN 63.901055
NAD 16.225949
NGN 1323.870057
NIO 36.815543
NOK 9.42054
NPR 152.891351
NZD 1.74436
OMR 0.384488
PAB 1.000305
PEN 3.379266
PGK 4.456251
PHP 62.463039
PKR 277.214494
PLN 3.792111
PYG 5952.427688
QAR 3.636364
RON 4.593701
RSD 102.400979
RUB 84.348896
RWF 1476.460299
SAR 3.755168
SBD 8.026013
SCR 13.744547
SDG 601.502559
SEK 9.807939
SGD 1.27465
SHP 0.74758
SLE 24.650489
SLL 20969.491881
SOS 571.640424
SRD 37.710499
STD 20697.981008
STN 21.373953
SVC 8.752852
SYP 13002.000254
SZL 16.221592
THB 33.130502
TJS 9.227964
TMT 3.5
TND 2.947861
TOP 2.40776
TRY 48.8085
TTD 6.797006
TWD 31.655988
TZS 2642.515032
UAH 44.815682
UGX 3901.400648
UYU 40.165583
UZS 11818.48716
VES 851.341295
VND 26015
VUV 118.301728
WST 2.751033
XAF 572.165184
XAG 0.015231
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.802851
XDR 0.707052
XOF 572.165184
XPF 104.043167
YER 236.550182
ZAR 16.234904
ZMK 9001.195625
ZMW 19.481788
ZWL 321.999592
SSP 5712.529845
MXV 1.954482
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen
IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen / Foto: © AFP

IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen

Die IG Metall hat an ihrem Automobil-Aktionstag neben Forderungen an die Unternehmen auch die Politik in die Pflicht genommen. Die Gewerkschaft kritisierte am Montag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte bei einem Auftritt am Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU.

Textgröße:

Bei einer Kundgebung in Hannover, wo das Volkswagenwerk von der Schließung bedroht ist, bekräftigte Benner auch den Widerstand der Arbeitnehmervertreter gegen die Sparpläne des Konzerns. "Hannover ohne VW ist wie ein Sommer ohne Sonne", sagte sie. Die IG Metall werde für den Erhalt des Werks kämpfen. Der Konzernvorstand müsse zudem "endlich" seine "Hausaufgaben" machen.

VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Daniela Cavallo forderte in Wolfsburg Ausgleichszölle der EU auf chinesische Hybridautos. "Diese Lücke muss endlich geschlossen werden." Nötig sei auch "eine EU-weite Subventionspolitik, die den Namen auch verdient" - "bei uns gibt es höchstens ein Almosen". In Deutschland müsse zudem "endlich" der Industriestrompreis sinken.

Gewerkschaftschefin Benner kritisierte außerdem, dass die Arbeitgeber an Mitbestimmungsrechten und der 35-Stunden-Woche sägten. "Da können wir nur sagen: Finger weg!" Sie forderte stattdessen: "Investitionen statt Dividenden!" Im Unternehmen sparen sei möglich, fuhr sie fort: "bei Vorstand, Produktdschungel und Bürokratie."

Cavallo sagte, in harten Zeiten müssten alle Seiten bereit sein, zu verzichten und zurückzustecken, auch die Aktionärinnen und Aktionäre von Volkswagen. "Dazu gehört, dass so viel Geld wie möglich im Unternehmen bleibt, um die teure Transformation zu finanzieren." Dafür brauche es auch eine Änderung der Steuerpolitik, damit künftig beim Verzicht auf Teile der Dividende keine Steuer anfällt.

Die IG Metall hatte bundesweit hunderttausende Arbeitnehmer zu Protesten bei Herstellern und Zulieferern der Autoindustrie aufgerufen. Der Automobil-Aktionstag soll laut Gewerkschaft "ein Zeichen für sichere Arbeitsplätze, zukunftsfähige Standorte und eine starke industrielle Basis" setzen. Geplant waren demnach Aktionen in über 100 IG-Metall-Geschäftsstellen.

Die deutsche Autoindustrie steckt wegen der Konkurrenz in und aus China, US-Zöllen und niedrigen Gewinnmargen bei E-Autos in der Krise. Die Chefin des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, forderte vor diesem Hintergrund mehr Veränderungsbereitschaft der Arbeitnehmer. Die hohen Arbeitskosten und im internationalen Vergleich kürzeren Arbeitszeiten in Deutschland seien bedeutende Wettbewerbsnachteile, schrieb sie in einem Beitrag für das "Handelsblatt".

Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie, kritisierte die IG Metall am Montag scharf. Die Gewerkschaft überziehe die Autokonzerne mit "im höchsten Maße unsachlichen und polemischen Vorwürfen". Deutschland habe ein "veritables Kostenproblem" und um dies zu ändern, sei "kluges und entschlossenes Handeln von Politik und Sozialpartnern gefragt".

Die IG Metall will in dieser Woche auch ihre Gehaltsforderungen in der Metall- und Elektroindustrie beschließen. Die ersten Bezirke formulieren am Dienstag ihre Forderungen, der zentrale Gewerkschaftsbeschluss soll am Mittwoch gefasst werden.

Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung des Beratungunternehmens EY unterstreicht die Probleme der deutschen Autoindustrie. Die Hersteller Volkswagen, BMW und Mercedes verzeichnen demnach entgegen dem internationalen Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug".

Auch EY-Experte Constantin Gall macht dafür unter anderem die hohen Löhne verantwortlich, darüber hinaus die Energiepreise und die Bürokratie in Deutschland. "Notwendige Veränderungen können hierzulande nicht konsequent umgesetzt werden, daher wird es schwer, die Profitabilität zu steigern und den Anschluss an die Weltspitze wiederherzustellen", erklärte er.

Wolfgang Schröder, Politikwissenschaftler an der Universität Kassel und ehemaliger Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, betonte die Besonderheit der bundesweiten Gewerkschaftsaktionen. Eine solche Mobilisierung abseits von Tarifgesprächen oder anderen betrieblichen Verhandlungen sei "eher ungewöhnlich". "Es ist schon Ausdruck einer besonderen Sorge um die Zukunft dieser Industrie", sagte er AFP.

S.Rocha--TFWP