The Fort Worth Press - Rekordauftrag aus Kanada für deutschen U-Boot-Bauer TKMS

USD -
AED 3.672496
AFN 63.999712
ALL 80.660025
AMD 364.155001
ANG 1.790365
AOA 917.999969
ARS 1524.750559
AUD 1.417435
AWG 1.8
AZN 1.703082
BAM 1.716593
BBD 2.014833
BDT 123.096502
BGN 1.683441
BHD 0.377145
BIF 3013.033747
BMD 1
BND 1.278097
BOB 12.259622
BRL 5.1881
BSD 1.000307
BTN 95.794093
BWP 13.621802
BYN 3.022425
BYR 19600
BZD 2.011937
CAD 1.41345
CDF 2340.00052
CHF 0.828271
CLF 0.024357
CLP 961.769788
CNY 6.71325
CNH 6.7343
COP 3348.488173
CRC 454.820731
CUC 1
CUP 24.008426
CVE 96.778865
CZK 21.384398
DJF 178.136657
DKK 6.5628
DOP 59.49006
DZD 134.160706
EGP 51.788213
ERN 15
ETB 162.282003
EUR 0.87791
FJD 2.24725
FKP 0.754924
GBP 0.754689
GEL 2.615004
GGP 0.754924
GHS 11.618906
GIP 0.754924
GMD 73.497258
GNF 8797.998859
GTQ 7.639444
GYD 209.30355
HKD 7.842504
HNL 26.849519
HRK 6.613804
HTG 130.916751
HUF 320.615026
IDR 17914.1
ILS 3.04806
IMP 0.754924
INR 95.817495
IQD 1310.484048
IRR 1374575.000352
ISK 120.260189
JEP 0.754924
JMD 158.265678
JOD 0.708999
JPY 157.244982
KES 129.644095
KGS 87.448199
KHR 4068.10901
KMF 433.00033
KPW 900.000318
KRW 1354.240209
KWD 0.30864
KYD 0.833633
KZT 443.156186
LAK 22438.232325
LBP 89581.428007
LKR 330.293588
LRD 172.063018
LSL 16.32106
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.395752
MAD 9.599596
MDL 17.756616
MGA 4416.553298
MKD 54.043972
MMK 2099.36214
MNT 3596.164164
MOP 8.082152
MRU 40.243999
MUR 47.529762
MVR 15.449983
MWK 1734.585509
MXN 17.759903
MYR 4.074101
MZN 63.909481
NAD 16.32106
NGN 1326.379584
NIO 36.810462
NOK 9.50785
NPR 153.270725
NZD 1.749629
OMR 0.385571
PAB 1.000307
PEN 3.395971
PGK 4.456927
PHP 62.346967
PKR 277.197262
PLN 3.83775
PYG 5896.344407
QAR 3.646377
RON 4.629196
RSD 103.085092
RUB 84.346338
RWF 1478.474569
SAR 3.755913
SBD 8.000512
SCR 13.862997
SDG 601.50015
SEK 9.91775
SGD 1.2784
SHP 0.755002
SLE 24.650119
SLL 20969.491881
SOS 571.729495
SRD 37.667498
STD 20697.981008
STN 21.503489
SVC 8.753236
SYP 13002.000254
SZL 16.317198
THB 33.374966
TJS 9.228244
TMT 3.51
TND 2.961425
TOP 2.40776
TRY 48.942503
TTD 6.803879
TWD 31.728698
TZS 2654.934831
UAH 44.794751
UGX 3918.023434
UYU 40.075482
UZS 11839.206565
VES 852.43145
VND 25976
VUV 118.388248
WST 2.745723
XAF 575.871361
XAG 0.015553
XAU 0.000233347179
XCD 2.70255
XCG 1.80287
XDR 0.707052
XOF 575.871361
XPF 104.673717
YER 236.649834
ZAR 16.190531
ZMK 9001.198929
ZMW 19.513758
ZWL 321.999592
SSP 5712.5919
MXV 2.012596
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Rekordauftrag aus Kanada für deutschen U-Boot-Bauer TKMS
Rekordauftrag aus Kanada für deutschen U-Boot-Bauer TKMS / Foto: © AFP/Archiv

Rekordauftrag aus Kanada für deutschen U-Boot-Bauer TKMS

Für den Marineschiffbauer TKMS ist es der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte: Kanada will seine neue U-Boot-Flotte von dem in Kiel ansässigen Hersteller bauen lassen und stärkt damit nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch die transatlantische Zusammenarbeit. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht in dem Rekordauftrag eine "großartige Nachricht" für die gesamte maritime Wirtschaft in seinem Bundesland.

Textgröße:

Verkündet wurde das milliardenschwere Geschäft von Kanadas Premierminister Mark Carney. Er gab am Montag vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in der Türkei bekannt, dass TKMS als "bevorzugter Lieferant" für die geplante neue U-Boot-Flotte des Nato-Gründungsmitglieds ausgewählt worden sei. Carney sagte, Kanada werde nun exklusive Verhandlungen mit TKMS über die Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten aufnehmen.

Konkret entschied sich Kanada nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums für die U-Boot-Klasse 212CD, die auf ein gemeinsames Beschaffungsprogramm der deutschen und der norwegischen Marine zurückgeht und auf TKMS-Werften in Kiel und Wismar gebaut wird. Angaben zum finanziellen Umfang des Geschäfts machte Carney mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Verhandlungen nicht. Er sagte lediglich, dass es sich um "den größten Vertrag" im Verteidigungsbereich in der Geschichte Kanadas handele. Er werde auch der kanadischen Wirtschaft "dutzende Milliarden Dollar" bringen.

TKMS setzte sich damit gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean durch, der ebenfalls um den Auftrag gebuhlt hatte. Ausschlaggebend für die Wahl von TKMS als Lieferanten war dabei nach Experteneinschätzung insbesondere der Nato-Aspekt: TKMS habe wahrscheinlich von Anfang an "die Nase vorn" gehabt, weil Carney eine Partnerschaft mit einem europäischen Nato-Verbündeten angestrebt habe, sagte der Verteidigungsexperte Wesley Wark vom Centre for International Governance Innovation der Nachrichtenagentur AFP.

Bundeskanzler Merz betonte nach Bekanntgabe der kanadischen Entscheidung die Bedeutung für die "transatlantische und europäische Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie". Außenminister Johann Wadephul (CDU) teilte mit, Kanada habe sich mit TKMS als bevorzugtem Hersteller "für die besten konventionellen U-Boote der Welt" entschieden. "Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen", erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der im Mai in Kanada offensiv für den Kauf der U-Boote geworben hatte.

TKMS selbst sprach vom "Beginn eines neuen Kapitels in der Verteidigungszusammenarbeit zwischen drei engen Nato-Verbündeten". Dies sei "ein historischer Meilenstein für Kanada, Deutschland und Norwegen und der Beginn einer langfristigen strategischen Partnerschaft, die die Sicherheit, die industrielle Zusammenarbeit und die kollektive Verteidigung im gesamten Nordatlantik stärken wird". Das erste U-Boot solle "bis 2033 ausgeliefert werden".

Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther hob am Dienstag hervor, dass der Großauftrag mit Blick auf die Menschen an den deutschen Küsten Sicherheit bedeute - "für Arbeitsplätze, für Ausbildungsplätze und für die Zukunft einer ganzen Region". Dass die Entscheidung kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara gefallen sei, mache ihre Bedeutung noch einmal größer, fügte er hinzu: "Ein enger Partner wie Kanada setzt in einer sicherheitspolitisch entscheidenden Zeit auf deutsche und europäische Zusammenarbeit." Das sei ein "starkes Signal".

In Ankara kommen am Dienstag die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten zu einem zweitägigen Gipfel zusammen, bei dem es auch um die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses gehen soll. Der Gipfel findet vor dem Hintergrund von Spannungen in den transatlantischen Beziehungen statt. US-Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten zuletzt erneut dafür kritisiert, nicht genug Geld für die Verteidigung auszugeben.

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin", dass der U-Boot-Großauftrag für TKMS nicht nur "toll für die Werft und für die Werftarbeiter in Kiel und in Wismar" sei, sondern auch darüber hinaus Bedeutung habe. Trump wolle, dass die Europäer zusätzliches Geld für Verteidigung möglichst in den USA ausgeben, es müsse aber auch "in Kiel oder bei Firmen in Bayern oder in Frankreich oder in Spanien landen und nicht mehr nur in den USA", erläuterte er. "Mehr Resilienz" heiße auch "mehr Industrieproduktion für die Rüstung in Europa".

Die IG Metall Küste begrüßte, dass der Zuschlag für TKMS "langfristige Perspektiven für die Belegschaften" eröffne. Entscheidend sei nun, "dass die Wertschöpfung möglichst umfassend an den norddeutschen Standorten erfolgt und die Beschäftigten unmittelbar von der positiven Entwicklung profitieren", erklärte Bezirksleiter und TKMS-Aufsichtsrat Daniel Friedrich.

G.George--TFWP