The Fort Worth Press - Aufregung um Rente mit 70: Rentenkommission dementiert Festlegung

USD -
AED 3.672499
AFN 63.496767
ALL 82.510022
AMD 367.400305
ANG 1.790403
AOA 918.000408
ARS 1463.512787
AUD 1.427144
AWG 1.8025
AZN 1.699385
BAM 1.704772
BBD 2.014072
BDT 122.641098
BGN 1.69088
BHD 0.377135
BIF 2981.906689
BMD 1
BND 1.291046
BOB 6.904336
BRL 5.152498
BSD 1.000013
BTN 94.26975
BWP 13.589989
BYN 2.778541
BYR 19600
BZD 2.011105
CAD 1.418515
CDF 2280.00055
CHF 0.80791
CLF 0.022911
CLP 901.710474
CNY 6.769602
CNH 6.778505
COP 3447.81
CRC 453.643323
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.112443
CZK 21.110498
DJF 178.070899
DKK 6.524075
DOP 58.450197
DZD 133.483776
EGP 49.897696
ERN 15
ETB 158.279558
EUR 0.872798
FJD 2.24775
FKP 0.755711
GBP 0.756705
GEL 2.649915
GGP 0.755711
GHS 11.190238
GIP 0.755711
GMD 73.497256
GNF 8760.550479
GTQ 7.621704
GYD 209.00414
HKD 7.83925
HNL 26.750125
HRK 6.575299
HTG 130.624245
HUF 306.954971
IDR 17829
ILS 2.963399
IMP 0.755711
INR 94.480503
IQD 1308.869035
IRR 1374999.999824
ISK 125.689916
JEP 0.755711
JMD 158.007459
JOD 0.709001
JPY 161.634498
KES 129.41044
KGS 87.449978
KHR 4010.36396
KMF 429.500263
KPW 900.00035
KRW 1535.325028
KWD 0.30802
KYD 0.833293
KZT 488.011271
LAK 22084.385646
LBP 89547.276637
LKR 333.738992
LRD 181.996624
LSL 16.489878
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.377995
MAD 9.308956
MDL 17.659657
MGA 4210.122265
MKD 53.77498
MMK 2099.479867
MNT 3580.422334
MOP 8.066507
MRU 39.909271
MUR 47.810171
MVR 15.449759
MWK 1733.964363
MXN 17.33975
MYR 4.152498
MZN 63.910201
NAD 16.489878
NGN 1363.410186
NIO 36.797453
NOK 9.694399
NPR 150.832915
NZD 1.74473
OMR 0.384486
PAB 0.999172
PEN 3.381216
PGK 4.382892
PHP 61.106958
PKR 278.166512
PLN 3.71631
PYG 6140.706718
QAR 3.642275
RON 4.572196
RSD 102.441011
RUB 73.002274
RWF 1464.918977
SAR 3.753691
SBD 8.061424
SCR 14.800072
SDG 600.504229
SEK 9.59241
SGD 1.29241
SHP 0.746601
SLE 24.749882
SLL 20969.503664
SOS 571.503348
SRD 37.4025
STD 20697.981008
STN 21.37358
SVC 8.749967
SYP 110.532098
SZL 16.485429
THB 32.891502
TJS 9.266943
TMT 3.5
TND 2.952452
TOP 2.40776
TRY 46.461957
TTD 6.781036
TWD 31.660292
TZS 2628.635013
UAH 44.922859
UGX 3636.522118
UYU 39.947701
UZS 12039.224232
VES 606.63266
VND 26320
VUV 118.132932
WST 2.751795
XAF 572.250987
XAG 0.015028
XAU 0.000238
XCD 2.70255
XCG 1.802185
XDR 0.71169
XOF 572.245995
XPF 103.952931
YER 238.597365
ZAR 16.425799
ZMK 9001.19788
ZMW 17.924862
ZWL 321.999592
  • SDAX

    -27.2200

    18484.03

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    17.5300

    6310.66

    +0.28%

  • DAX

    39.2800

    25025.1

    +0.16%

  • MDAX

    99.9900

    32738.41

    +0.31%

  • Goldpreis

    -27.5000

    4218.4

    -0.65%

  • TecDAX

    31.0100

    3985.15

    +0.78%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1463

    -0.05%

Aufregung um Rente mit 70: Rentenkommission dementiert Festlegung
Aufregung um Rente mit 70: Rentenkommission dementiert Festlegung / Foto: © AFP/Archiv

Aufregung um Rente mit 70: Rentenkommission dementiert Festlegung

Reizthema Rentenalter: Ein Bericht über eine angebliche Festlegung der Rentenkommission auf die Einführung der Rente mit 70 hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt. Zwar dementierten Kommissionsmitglieder umgehend, dass eine solche Entscheidung schon gefallen sei. Die Debatte zeigte aber, wie heikel die Reform des Rentensystems ist: Gewerkschaften, Grüne, Linke und auch der Arbeitnehmerflügel der CDU warnten scharf vor einer Rente mit 70. Ökonomen und CDU-Wirtschaftspolitiker hingegen bezeichneten sie als unvermeidlich.

Textgröße:

Die im Januar von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat für ihre Beratungen strikte Vertraulichkeit vereinbart - und diese Vertraulichkeit bislang gewahrt. Am Donnerstag berichtete dann die "Bild" unter Berufung auf "Kommissionskreise", die Kommission wolle die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre bis in die 2060er Jahre empfehlen. Zudem wolle sie ein Absenken des Rentenniveaus bis auf 46 Prozent vorschlagen. Aktuell sind es 48 Prozent.

Mitglieder der Kommission dementierten aber derartige Festlegungen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annika Klose, die der Kommission angehört, erklärte gegenüber AFP zum Stand der Beratungen, "dass Vieles noch nicht entschieden ist und wir noch vier bis fünf Wochen brauchen". Von daher könne sie sagen, "dass der 'Bild'-Bericht nicht stimmt". Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig sagte zu AFP, der Bericht der "Bild" treffe "schon deshalb nicht zu, weil bislang über die beschriebenen Punkte noch keine Beschlüsse getroffen wurden".

Constanze Janda, die Ko-Vorsitzende der Renten-Kommission, sagte dem "Tagesspiegel": Die Kommission werde "ihre Arbeit erst Ende Juni abschließen, so dass zurzeit noch keine Empfehlungen fertig entschieden sind."

Das Bundessozialministerium lehnte es ab, "vermeintliche Zwischenstände aus der Rentenkommission" zu kommentieren, wie ein Ministeriumssprecher erklärte. "Die Bundesregierung vertraut auf die hohe Kompetenz und Expertise der Kommissionsvorsitzenden, einvernehmliche Empfehlungen der gesamten Kommission zu erreichen", fügte er hinzu.

Der Arbeitnehmerflügel der CDU sprach eine Warnung aus: Eine pauschale Anhebung auf 70 Jahre wäre "der falsche Schritt", sagte Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben schon heute Menschen, die aufgrund der Belastung keine Chance haben, überhaupt bis 67 zu arbeiten." Eine Anhebung des Eintrittsalters wäre nur denkbar, wenn sie an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt sei und Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente umgesetzt würden.

In der Unionsfraktion im Bundestag gab es hingegen Zustimmung. "Ich finde es richtig, wenn unsere Generation in den 2050er-Jahren bis 70 arbeiten geht", sagte der 37-jährige Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) den Sendern RTL und ntv. Es gehe jetzt darum, das Rentenniveau zu stabilisieren und dafür zu sorgen, "dass unsere Generation überhaupt noch Rente erleben darf".

Von Gewerkschaftsseite kam ein klares Nein. Ein höheres Rentenalter seit "eine Rentenkürzung für alle Beschäftigten und bestraft all jene, die nicht länger arbeiten können oder von den Unternehmen nicht mehr eingestellt werden", kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Verdi-Chef Frank Werneke warnte vor der Rente mit 70: Ein so hohes Eintrittsalter sei für die meisten Arbeitnehmenden gar nicht gesund erreichbar: "Sie müssten mit Abschlägen früher in Rente."

Der Wirtschaftsrat der CDU hingegen forderte die Rente mit 70: "An der Anhebung des Renteneintrittsalters führt kein Weg vorbei, der Wirtschaftsrat fordert das seit langem", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger den Funke-Zeitungen. Die SPD dürfe vor dieser Notwendigkeit nicht länger die Augen verschließen.

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, äußerte sich ähnlich. Zur Stabilisierung des Rentensystems gebe es "nur drei Stellschrauben: den Beitragssatz, das Rentenniveau und das Rentenzugangsalter", sagte Hüther der "Rheinischen Post". Eine Rente mit 70 könnte das Rentenniveau stabilisieren, ohne den Beitragssatz anzuheben.

Auch der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sprach sich für die Rente mit 70 aus. Zugleich warnte er vor einer Absenkung des Rentenniveaus. Menschen mit geringeren Lebenseinkommen und Rente hätten eine "deutlich kürzere Lebenserwartung", sagte er der "Rheinischen Post". Ein sinkendes Rentenniveau würde "die eh schon hohe Altersarmut noch verstärken."

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek kritisierte Gedankenspiele zu einer Rente mit 70, die sie als "unfassbar sozial kalt" kritisierte. Sie forderte stattdessen "ein Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen einzahlen und eine deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze".

Der Grünen-Rentenexperte Armin Grau warnte vor steigender Altersarmut. "Im internationalen Vergleich sind die Renten in Deutschland heute schon sehr niedrig, und wir geben gemessen an unserer Wirtschaftsleistung unterdurchschnittlich wenig für die Renten aus", erklärte er.

P.Navarro--TFWP