The Fort Worth Press - Studie: Mindestlohn in vielen EU-Staaten deutlich gestiegen - auch in Deutschland

USD -
AED 3.672498
AFN 63.000081
ALL 82.760697
AMD 376.782428
ANG 1.789731
AOA 917.000182
ARS 1401.4397
AUD 1.415458
AWG 1.8025
AZN 1.701128
BAM 1.682047
BBD 2.015395
BDT 122.27908
BGN 1.647646
BHD 0.377318
BIF 2968.970381
BMD 1
BND 1.275769
BOB 6.914761
BRL 5.235027
BSD 1.000645
BTN 92.188279
BWP 13.407812
BYN 2.917308
BYR 19600
BZD 2.01247
CAD 1.363345
CDF 2260.000406
CHF 0.779495
CLF 0.022663
CLP 894.879807
CNY 6.8975
CNH 6.89036
COP 3760.86
CRC 471.884312
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.832035
CZK 20.948697
DJF 178.189637
DKK 6.42175
DOP 59.366091
DZD 130.838989
EGP 50.284498
ERN 15
ETB 155.204599
EUR 0.859545
FJD 2.20515
FKP 0.748114
GBP 0.748155
GEL 2.704989
GGP 0.748114
GHS 10.733314
GIP 0.748114
GMD 73.502191
GNF 8775.55847
GTQ 7.674975
GYD 209.352128
HKD 7.82175
HNL 26.481819
HRK 6.491696
HTG 131.205064
HUF 330.6195
IDR 16890
ILS 3.074305
IMP 0.748114
INR 91.40935
IQD 1310.863517
IRR 1319072.495339
ISK 124.529707
JEP 0.748114
JMD 156.257525
JOD 0.708988
JPY 157.001501
KES 129.15017
KGS 87.45024
KHR 4015.446008
KMF 423.999945
KPW 899.973958
KRW 1460.405023
KWD 0.30766
KYD 0.833889
KZT 496.721121
LAK 21425.254141
LBP 89607.740271
LKR 310.757349
LRD 183.119184
LSL 16.379875
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.361643
MAD 9.289087
MDL 17.315846
MGA 4160.807737
MKD 53.141638
MMK 2099.891821
MNT 3568.14817
MOP 8.057227
MRU 39.830235
MUR 47.379771
MVR 15.46041
MWK 1735.103268
MXN 17.58875
MYR 3.940272
MZN 63.904973
NAD 16.379946
NGN 1384.069851
NIO 36.825856
NOK 9.645965
NPR 147.499054
NZD 1.68315
OMR 0.384552
PAB 1.000662
PEN 3.422576
PGK 4.307798
PHP 58.629019
PKR 279.752915
PLN 3.671894
PYG 6515.588046
QAR 3.639593
RON 4.381031
RSD 100.879006
RUB 78.554092
RWF 1459.200523
SAR 3.753722
SBD 8.05166
SCR 13.977705
SDG 601.49797
SEK 9.180745
SGD 1.27487
SHP 0.750259
SLE 24.497564
SLL 20969.49935
SOS 570.883071
SRD 37.5455
STD 20697.981008
STN 21.070284
SVC 8.756004
SYP 110.545421
SZL 16.385153
THB 31.553498
TJS 9.571271
TMT 3.51
TND 2.923611
TOP 2.40776
TRY 43.996028
TTD 6.779676
TWD 31.672501
TZS 2567.899024
UAH 43.864357
UGX 3697.317101
UYU 38.779091
UZS 12187.53897
VES 425.142005
VND 26230
VUV 119.445151
WST 2.724792
XAF 564.137913
XAG 0.011851
XAU 0.000193
XCD 2.70255
XCG 1.803405
XDR 0.70161
XOF 564.142765
XPF 102.567631
YER 238.601973
ZAR 16.38482
ZMK 9001.193911
ZMW 19.189852
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    21.0000

    3739.13

    +0.56%

  • SDAX

    219.6800

    17775.69

    +1.24%

  • Euro STOXX 50

    25.3700

    5896.29

    +0.43%

  • Goldpreis

    38.0000

    5172.7

    +0.73%

  • DAX

    94.2000

    24299.56

    +0.39%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.1609

    -0.24%

  • MDAX

    176.4700

    30533.75

    +0.58%

Studie: Mindestlohn in vielen EU-Staaten deutlich gestiegen - auch in Deutschland
Studie: Mindestlohn in vielen EU-Staaten deutlich gestiegen - auch in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Studie: Mindestlohn in vielen EU-Staaten deutlich gestiegen - auch in Deutschland

Die Mindestlöhne sind in vielen Ländern der Europäischen Union zuletzt deutlich gestiegen. Wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mitteilte, entwickelten sich die Zuwächse "europaweit kräftig - und anders als im Vorjahr gilt das auch für Deutschland". Im Mittel stiegen die Mindestlöhne in der EU demnach nominal, also nicht preisbereinigt, um 5,6 Prozent - nach Abzug der Inflation bleibt ein reales Lohnplus von 2,9 Prozent.

Textgröße:

Laut WSI hoben 20 der 22 EU-Länder mit einem gesetzlichen Mindestlohn diesen zum Jahresbeginn 2026 oder, wie im Fall von Griechenland und Luxemburg, bereits im Verlauf des Jahres 2025 an. In Deutschland sei der Mindestlohn durch die Erhöhung auf 13,90 Euro zum 1. Januar nominal um 8,4 Prozent gestiegen - "und damit stärker als in den meisten anderen europäischen Ländern".

Hintergrund ist dem Forschungsinstitut zufolge die gute Entwicklung der Tariflöhne in Deutschland in den vergangenen Jahren, die von der Mindestlohnkommission berücksichtigt worden sei. Außerdem komme zum Tragen, dass die Anhebungen für 2024 und 2025 vor dem Hintergrund gestiegener Preise "äußerst mager" ausgefallen seien. Da sich die Inflationsrate inzwischen wieder normalisiert hat, führe die deutliche Anhebung zu Jahresbeginn nun "für mehr als sechs Millionen Beschäftigte zu echten Einkommensgewinnen", erklärte WSI-Mindestlohnexperte Malte Lübker.

Im Vergleich mit anderen westeuropäischen Ländern rangiert Deutschland der Untersuchung zufolge mit dem neuen Mindestlohn im Mittelfeld. Demnach liegt der Mindestlohn in Luxemburg, dem traditionellen Spitzenreiter, derzeit bei 15,63 Euro, gefolgt von den Niederlanden (14,71 Euro) und Irland (14,15 Euro). Auf den Plätzen hinter Deutschland liegen Belgien (13,08 Euro) und Frankreich (12,02 Euro).

Zugleich wies das WSI darauf hin, dass osteuropäische Länder wie Slowenien (8,57 Euro), Polen (7,41 Euro) und Litauen (7,05 Euro) ihre Mindestlöhne in den vergangenen Jahren "deutlich angehoben" hätten, sodass der Abstand zu Westeuropa geschrumpft sei. Schlusslicht innerhalb der EU ist demnach nach wie vor Bulgarien mit einem Mindestlohn von aktuell 3,74 Euro. In Österreich, Italien und den nordischen EU-Ländern gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn, "da hier Tarifverträge einen umfassenden Schutz gegen Niedriglöhne bieten", wie das Institut erklärte.

Zu einer dynamischen Entwicklung der Mindestlöhne "in weiten Teilen Europas" trägt nach Einschätzung des WSI die Europäische Mindestlohnrichtlinie bei. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Richtlinie, die auch auf eine Stärkung der Tarifbindung abzielt, im vergangenen November "im Grundsatz für europarechtskonform erklärt" habe, komme es nun jedoch auf die nationale Umsetzung an, erklärte das Institut.

Deutschland sei diesbezüglich "bisher säumig geblieben" und habe trotz verbindlicher europarechtlicher Regelungen bislang noch keinen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen zur Erhöhung der Tarifbindung vorgelegt, die 2024 nur noch bei 49 Prozent der Beschäftigten gelegen habe. Das Bundeskabinett müsse deshalb den nationalen Aktionsplan "jetzt schnellstmöglich beschließen und dann auch umsetzen", erklärte der Mitautor des WSI-Mindestlohnberichts, Thorsten Schulten.

M.T.Smith--TFWP