The Fort Worth Press - Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz

USD -
AED 3.67315
AFN 63.489175
ALL 82.69704
AMD 376.959684
ANG 1.790083
AOA 916.999606
ARS 1386.432052
AUD 1.447765
AWG 1.8
AZN 1.70124
BAM 1.699144
BBD 2.014422
BDT 122.722731
BGN 1.709309
BHD 0.377571
BIF 2966
BMD 1
BND 1.288204
BOB 6.911051
BRL 5.158904
BSD 1.00013
BTN 93.154671
BWP 13.721325
BYN 2.963529
BYR 19600
BZD 2.011459
CAD 1.39175
CDF 2295.999444
CHF 0.799013
CLF 0.023232
CLP 917.309786
CNY 6.885598
CNH 6.889825
COP 3657.03
CRC 465.397112
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.875003
CZK 21.239196
DJF 177.71947
DKK 6.477255
DOP 60.724997
DZD 133.048166
EGP 54.242753
ERN 15
ETB 156.999837
EUR 0.86677
FJD 2.257498
FKP 0.750158
GBP 0.756065
GEL 2.689833
GGP 0.750158
GHS 11.025012
GIP 0.750158
GMD 73.99986
GNF 8775.000038
GTQ 7.651242
GYD 209.312427
HKD 7.837595
HNL 26.619612
HRK 6.529399
HTG 131.271448
HUF 333.030392
IDR 16981
ILS 3.125465
IMP 0.750158
INR 92.97635
IQD 1310
IRR 1319125.00041
ISK 125.160077
JEP 0.750158
JMD 157.682116
JOD 0.708993
JPY 159.639006
KES 130.097237
KGS 87.4488
KHR 4012.999676
KMF 426.999943
KPW 899.994443
KRW 1510.329848
KWD 0.30936
KYD 0.833496
KZT 473.939125
LAK 21949.999977
LBP 89549.999694
LKR 315.52795
LRD 183.803222
LSL 16.820275
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.390205
MAD 9.325025
MDL 17.597769
MGA 4175.000359
MKD 53.387548
MMK 2099.621061
MNT 3572.314592
MOP 8.074419
MRU 40.130541
MUR 46.809687
MVR 15.450086
MWK 1737.00028
MXN 17.856305
MYR 4.038976
MZN 63.959782
NAD 16.820107
NGN 1380.559956
NIO 36.709753
NOK 9.733135
NPR 149.047474
NZD 1.74815
OMR 0.384499
PAB 1.000126
PEN 3.4525
PGK 4.311496
PHP 60.471018
PKR 279.099135
PLN 3.705775
PYG 6469.6045
QAR 3.644502
RON 4.418402
RSD 101.768209
RUB 80.197619
RWF 1460
SAR 3.754138
SBD 8.048583
SCR 14.189131
SDG 600.999817
SEK 9.42264
SGD 1.285445
SHP 0.750259
SLE 24.60141
SLL 20969.510825
SOS 571.496929
SRD 37.350956
STD 20697.981008
STN 21.5
SVC 8.75114
SYP 110.548921
SZL 16.801602
THB 32.630991
TJS 9.585632
TMT 3.5
TND 2.91425
TOP 2.40776
TRY 44.485499
TTD 6.78508
TWD 31.924994
TZS 2599.999736
UAH 43.803484
UGX 3752.226228
UYU 40.501271
UZS 12154.99979
VES 473.325199
VND 26336
VUV 120.132513
WST 2.770875
XAF 569.874593
XAG 0.013772
XAU 0.000215
XCD 2.70255
XCG 1.80252
XDR 0.703479
XOF 564.499459
XPF 103.300644
YER 238.624988
ZAR 16.93287
ZMK 9001.19884
ZMW 19.327487
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -120.1000

    4693

    -2.56%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • EUR/USD

    -0.0053

    1.1541

    -0.46%

Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz
Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz / Foto: © AFP/Archiv

Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz

Die Bundesregierung will die Barrierefreiheit in Deutschland vorantreiben - erntet aber für ein geplantes Gesetz viel Kritik. Es geht um die Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes: Einen Entwurf dazu beschloss das Kabinett am Mittwoch. Die Koalition plant diesem zufolge verpflichtende Auflagen für die Verwaltung, setzt im privaten Bereich allerdings auf "Eigenverantwortung", was Sozialverbände scharf kritisieren.

Textgröße:

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bis 2045 alle bestehenden Gebäude des Bundes barrierefrei werden müssen. Die Behörden sollen zudem künftig noch mehr Hinweise und Informationen barrierefrei anbieten, also in einfacher und verständlicher Sprache.

Auch im privaten Bereich soll die Barrierefreiheit gefördert werden, die Bundesregierung will Unternehmen aber nicht dazu verpflichten. Diese sollen stattdessen im Bedarfsfall durch "angemessene Vorkehrungen", also zum Beispiel eine mobile Rampe, den Zugang zu ihren Gütern und Dienstleistungen ermöglichen. Es werde "auf Eigenverantwortung und Dialog der Beteiligten" gesetzt, heißt es dazu in der Gesetzesvorlage.

"Je mehr Barrieren wir für Menschen mit Behinderungen abbauen, desto stärker sind wir als Gesellschaft", erklärte Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD). Sie betonte, dass mit der Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes "ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrags" umgesetzt werde. Der Bundestag muss der Reform allerdings noch zustimmen.

Dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, geht diese nicht weit genug. Das Hauptziel, Deutschland auch im privaten Bereich barrierefrei zu machen, werde "nicht erreicht", erklärte er.

Die angemessenen Vorkehrungen, zu denen die Bundesregierung Geschäfte und andere private Anbieter verpflichten will, seien "nur kurzfristige Lösungen", bemängelte Dusel. Um bauliche Veränderungen wie den Einbau eines Fahrstuhls gehe es nicht. "Dabei ist unsere alternde Gesellschaft zunehmend auf Barrierefreiheit angewiesen."

Dusel kritisierte zudem, "dass die rechtliche Durchsetzung allein Sache der Betroffenen ist". Privaten Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen benachteiligen, würden keinerlei Sanktionen wie Bußgelder drohen. Das Gesetz sei damit "ein zahnloser Tiger".

Von "einer verpassten Chance" spricht auch die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman. Die Reform bringe "minimale Fortschritte und schafft maximale Unsicherheit". Sie gehe "in vielen Punkten an den Bedürfnissen der Menschen vorbei und ordnet ihre Rechte den Interessen von Unternehmen unter. Das ist bitter".

Sozialverbänden geht die Reform ebenfalls nicht weit genug. Der VdK hält sie "für unzureichend" und fordert Nachbesserungen. "Die Privatwirtschaft muss endlich stärker in die Verantwortung genommen werden, und die Durchsetzung der Rechte muss sichergestellt sein", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Nachrichtenagentur AFP.

Es gehe nicht nur um Millionen Menschen mit Behinderungen, sondern auch um Ältere, Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen. "Für sie alle ist Barrierefreiheit entscheidend, damit die Versprechen von Chancengleichheit und Teilhabe nicht bloß leere Worte bleiben", betonte Bentele.

Die Reform "fühlt sich an wie eine Mogelpackung", sagte die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, AFP. Menschen mit Behinderungen würden seit vielen Jahren auf konkrete Fortschritte bei der Barrierefreiheit warten. Sie hätten sich dabei endlich greifbare Verbesserungen auch für private Unternehmen versprochen.

"Dass die Bundesregierung nun einen Gesetzesentwurf präsentiert, der strukturell so gut wie nichts verändert, das ist ein Schlag ins Gesicht einer ganzen Bevölkerungsgruppe", kritisierte Engelmeier. Notwendig seien "echte Reformen – nicht kosmetische Korrekturen".

Während die SPD den Entwurf laut Fraktionsvize Dagmar Schmidt im parlamentarischen Verfahren "weiter verbessern" will, zeigte sich die Union zufrieden. "Angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen ist eine maßvolle Inpflichtnahme der Privatwirtschaft der richtige Schritt", erklärte der CDU-Sozialpolitiker Marc Biadacz.

In Deutschland leben laut Bundesregierung rund 13 Millionen Menschen mit Behinderungen – das sind etwa 16 Prozent der Gesamtbevölkerung. Nur drei Prozent dieser Behinderungen sind demnach angeboren, die große Mehrheit entsteht im Laufe des Lebens, vor allem im Alter.

C.M.Harper--TFWP