The Fort Worth Press - Italien: 13 Luxusmarken wegen Ausbeutung bei Zulieferern im Visier der Justiz

USD -
AED 3.67315
AFN 63.493234
ALL 82.893849
AMD 377.199436
ANG 1.790083
AOA 917.000252
ARS 1376.779803
AUD 1.436255
AWG 1.80225
AZN 1.696542
BAM 1.686202
BBD 2.015182
BDT 122.789623
BGN 1.709309
BHD 0.377512
BIF 2970
BMD 1
BND 1.279061
BOB 6.913944
BRL 5.223696
BSD 1.000522
BTN 94.115213
BWP 13.635619
BYN 2.965482
BYR 19600
BZD 2.012485
CAD 1.380855
CDF 2279.999898
CHF 0.791075
CLF 0.023239
CLP 917.594531
CNY 6.901497
CNH 6.90132
COP 3702.49
CRC 465.236584
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.624984
CZK 21.130199
DJF 177.720054
DKK 6.45369
DOP 60.375008
DZD 132.589624
EGP 52.529501
ERN 15
ETB 157.299098
EUR 0.863701
FJD 2.245988
FKP 0.747226
GBP 0.74735
GEL 2.694981
GGP 0.747226
GHS 10.950161
GIP 0.747226
GMD 73.498543
GNF 8780.000028
GTQ 7.657854
GYD 209.347342
HKD 7.81702
HNL 26.519668
HRK 6.508302
HTG 131.207187
HUF 333.793973
IDR 16846.35
ILS 3.11585
IMP 0.747226
INR 94.243603
IQD 1310
IRR 1313149.999755
ISK 123.67991
JEP 0.747226
JMD 157.605908
JOD 0.70903
JPY 159.263503
KES 129.749591
KGS 87.449199
KHR 4012.999815
KMF 427.000536
KPW 900.014346
KRW 1500.779793
KWD 0.30652
KYD 0.833829
KZT 482.773486
LAK 21585.000114
LBP 89550.000464
LKR 314.680461
LRD 183.649834
LSL 16.94008
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.374992
MAD 9.327504
MDL 17.495667
MGA 4170.000275
MKD 53.241151
MMK 2100.167588
MNT 3569.46809
MOP 8.057787
MRU 40.129923
MUR 46.469729
MVR 15.449832
MWK 1736.999516
MXN 17.730698
MYR 3.964499
MZN 63.952774
NAD 16.929973
NGN 1386.309982
NIO 36.720102
NOK 9.68736
NPR 150.586937
NZD 1.71787
OMR 0.384499
PAB 1.000578
PEN 3.460503
PGK 4.309501
PHP 60.0285
PKR 279.050244
PLN 3.69196
PYG 6510.184287
QAR 3.644048
RON 4.400402
RSD 101.435012
RUB 80.994805
RWF 1460
SAR 3.751581
SBD 8.042037
SCR 14.729951
SDG 601.000356
SEK 9.334045
SGD 1.279855
SHP 0.750259
SLE 24.549765
SLL 20969.510825
SOS 571.000338
SRD 37.340498
STD 20697.981008
STN 21.4
SVC 8.755292
SYP 110.948257
SZL 16.897857
THB 32.638498
TJS 9.58109
TMT 3.5
TND 2.9375
TOP 2.40776
TRY 44.358965
TTD 6.803525
TWD 31.907949
TZS 2570.05902
UAH 43.92958
UGX 3702.186911
UYU 40.504889
UZS 12199.999554
VES 462.09036
VND 26350
VUV 119.508072
WST 2.738201
XAF 565.560619
XAG 0.013803
XAU 0.00022
XCD 2.70255
XCG 1.803352
XDR 0.702492
XOF 563.498164
XPF 103.449958
YER 238.649993
ZAR 16.916097
ZMK 9001.198562
ZMW 18.736367
ZWL 321.999592
  • DAX

    320.1700

    22957.08

    +1.39%

  • MDAX

    696.2100

    28821.32

    +2.42%

  • Goldpreis

    146.3000

    4548.3

    +3.22%

  • TecDAX

    61.2100

    3477.52

    +1.76%

  • Euro STOXX 50

    68.0400

    5649.33

    +1.2%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1583

    -0.25%

  • SDAX

    388.1100

    16905.4

    +2.3%

Italien: 13 Luxusmarken wegen Ausbeutung bei Zulieferern im Visier der Justiz
Italien: 13 Luxusmarken wegen Ausbeutung bei Zulieferern im Visier der Justiz / Foto: © AFP/Archiv

Italien: 13 Luxusmarken wegen Ausbeutung bei Zulieferern im Visier der Justiz

Gucci, Prada, Versace und zehn weitere Luxusmarken sind in Italien im Rahmen von Ermittlungen zu ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen bei Zulieferbetrieben ins Visier der Justiz geraten. Der Mailänder Staatsanwalt Paolo Storari verlangte in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an die 13 Luxusfirmen nähere Auskünfte zu den mutmaßlichen Verstößen. Offiziell ermittelt wird gegen sie bisher noch nicht.

Textgröße:

Die im vergangenen Jahr eingeleitete Untersuchung in der Luxusbranche förderte die Missachtung von Lohn- und Arbeitszeitregelungen sowie von Sicherheitsvorschriften zutage und eine minderwertige Unterbringung von Beschäftigten. "Im Rahmen der Ermittlungen gab es Berichte über chinesische Arbeiter, die unter schweren ausbeuterischen Bedingungen angestellt waren", schrieb Storari an die Luxusmarken. Demnach wurden Luxustaschen, Geldbörsen und Kleidung in italienischen Werkstätten gefunden, die chinesische und pakistanische Arbeitnehmer unter unzulässigen Bedingungen beschäftigten.

Der Staatsanwalt forderte interne Dokumente der Unternehmensführung und Prüfungsunterlagen zu den Lieferketten der Marken an. Das Schreiben wurde an einige der größten Marken der Luxusindustrie geschickt wie Gucci, Yves Saint Laurent und Alexander McQueen von der französischen Luxusgruppe Kering sowie Givenchy vom französischen Luxus-Riesen LVMH.

Die Staatsanwaltschaft nannte zudem die italienischen Marken Prada, Versace, Ferragamo, Pinko, Dolce & Gabbana, Missoni, Off-White und Coccinelle sowie den deutschen Sportartikelhersteller Adidas. Keines der Unternehmen reagierte zunächst auf eine Bitte von AFP um Stellungnahme.

Die Untersuchungen werfen ein Schlaglicht auf die weitverbreitete Praxis von Luxuskonzernen, Aufträge an Zulieferer zu vergeben, die wiederum Subunternehmer beschäftigten. Dabei werden die Gewinnmargen immer knapper und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen immer laxer.

Nach italienischem Recht können Unternehmen für Vergehen von Repräsentanten wie etwa anerkannten Zulieferbetrieben zur Rechenschaft gezogen werden, wenn diese in ihrem Interesse arbeiteten.

Die Regierung in Rom ging in die Offensive: Industrieminister Adolfo Urso sagte, der Ruf von Marken "Made in Italy" werde angegriffen.

Aktivisten kritisierten hingegen, dass die Marken zu niedrige Preise für ihre Auftragnehmer ansetzten und diese dazu zwängen, Zweit- und Drittfirmen unter Vertrag zu nehmen, bei denen es an der Aufsicht fehle.

"Made in Italy" dürfe "keine Bühne sein, auf der astronomische Profite gefeiert werden, die auf der Leugnung der Würde jener fußen, die Produkte nähen, zusammensetzen und fertigstellen", erklärte Deborah Lucchetti, Koordinatorin der Clean Clothes Campaign für Italien. Die Ausbeutung von Arbeitnehmern sei ein "strukturelles Phänomen" in der Branche.

Das Auskunftsersuchen des Staatsanwalts erfolgte nach Inspektionen in fünf Zulieferbetrieben, die von zahlreichen Marken genutzt werden, die jüngsten fanden im November statt. Bei jedem Zulieferer arbeiteten zwischen drei und 19 Beschäftigte, die meisten von ihnen Chinesen, aber auch Pakistaner, die in den Dokumenten der Staatsanwaltschaft namentlich genannt werden.

In ähnlichen Fällen wurden bereits andere große Firmen von der italienischen Justiz belangt, darunter Dior, die Lederwarenhersteller Tod's und Alviero Martini sowie eine Tochterfirma von Armani und der Karschmir-Spezialist Loro Piana - wie Dior Teil von LVMH.

C.Rojas--TFWP