The Fort Worth Press - Wirtschaftsweise fordern mehr Investitionen und weniger Ausgaben für "Wahlgeschenke"

USD -
AED 3.672502
AFN 63.999576
ALL 80.977186
AMD 362.829809
ANG 1.790365
AOA 918.000184
ARS 1524.997501
AUD 1.43976
AWG 1.8025
AZN 1.69885
BAM 1.722428
BBD 2.015086
BDT 123.012972
BGN 1.683441
BHD 0.376997
BIF 2995
BMD 1
BND 1.277405
BOB 12.040458
BRL 5.181501
BSD 1.000454
BTN 95.892522
BWP 14.09417
BYN 3.010995
BYR 19600
BZD 2.012171
CAD 1.423715
CDF 2309.999986
CHF 0.835405
CLF 0.024646
CLP 973.179852
CNY 6.704751
CNH 6.709685
COP 3314.79
CRC 456.985341
CUC 1
CUP 24.01166
CVE 97.750138
CZK 21.561986
DJF 177.719945
DKK 6.598698
DOP 59.697254
DZD 133.911021
EGP 51.938599
ERN 15
ETB 163.421342
EUR 0.88272
FJD 2.24775
FKP 0.756991
GBP 0.754035
GEL 2.60498
GGP 0.756991
GHS 11.699323
GIP 0.756991
GMD 73.5159
GNF 8798.844552
GTQ 7.643396
GYD 209.328131
HKD 7.84663
HNL 26.859007
HRK 6.650974
HTG 130.939066
HUF 323.646983
IDR 17897.45
ILS 3.07365
IMP 0.756991
INR 95.93015
IQD 1310.606294
IRR 1693792.500038
ISK 120.930408
JEP 0.756991
JMD 158.336929
JOD 0.709025
JPY 157.684016
KES 129.709357
KGS 87.448698
KHR 4057.22564
KMF 435.00025
KPW 900.000318
KRW 1358.609932
KWD 0.30894
KYD 0.833726
KZT 440.074329
LAK 22455.503791
LBP 89592.031739
LKR 330.60617
LRD 171.583824
LSL 16.385613
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.399
MAD 9.71296
MDL 17.763022
MGA 4394.578552
MKD 54.34255
MMK 2099.600314
MNT 3599.1704
MOP 8.086624
MRU 40.069045
MUR 47.760183
MVR 15.450398
MWK 1734.754084
MXN 18.076375
MYR 4.083989
MZN 63.909674
NAD 16.385685
NGN 1327.250222
NIO 36.821108
NOK 9.626335
NPR 153.428035
NZD 1.77508
OMR 0.384499
PAB 1.000449
PEN 3.44424
PGK 4.528402
PHP 62.740501
PKR 277.158584
PLN 3.85239
PYG 5852.979771
QAR 3.647324
RON 4.6567
RSD 103.766003
RUB 83.375789
RWF 1477.228194
SAR 3.755513
SBD 8.032647
SCR 13.871342
SDG 601.495377
SEK 10.00818
SGD 1.27803
SHP 0.755829
SLE 24.649652
SLL 20969.491881
SOS 571.727998
SRD 37.6215
STD 20697.981008
STN 21.576683
SVC 8.75393
SYP 13002.000254
SZL 16.377071
THB 33.619691
TJS 9.214436
TMT 3.51
TND 2.978703
TOP 2.40776
TRY 49.036597
TTD 6.787408
TWD 31.882899
TZS 2640.003023
UAH 44.690709
UGX 3921.672237
UYU 40.308767
UZS 11835.41907
VES 857.98905
VND 25962
VUV 119.008285
WST 2.76852
XAF 579.026255
XAG 0.016607
XAU 0.000240904065
XCD 2.70255
XCG 1.803098
XDR 0.707052
XOF 579.026255
XPF 105.029547
YER 236.402537
ZAR 16.43561
ZMK 9001.197648
ZMW 19.559579
ZWL 321.999592
SSP 5712.591902
MXV 2.046206
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Wirtschaftsweise fordern mehr Investitionen und weniger Ausgaben für "Wahlgeschenke"
Wirtschaftsweise fordern mehr Investitionen und weniger Ausgaben für "Wahlgeschenke" / Foto: © AFP

Wirtschaftsweise fordern mehr Investitionen und weniger Ausgaben für "Wahlgeschenke"

Die Wirtschaftsweisen haben die Bundesregierung aufgefordert, vorhandene Finanzspielräume dank des Sondervermögens für Investitionen zu nutzen statt für "Wahlgeschenke". Die Umsetzung des Finanzpakets der schwarz-roten Regierung sei "stark verbesserungsbedürftig", kritisieren die Ökonomen in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresgutachten. Zu viele der zusätzlichen Mittel würden für "konsumptive" Ausgaben genutzt. Das Potenzial des Sondervermögens werde so verschenkt.

Textgröße:

Die Wirtschaftsweisen prognostizieren für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum um 0,9 Prozent. 0,3 Prozentpunkte davon seien auf das Sondervermögen zurückzuführen, weitere 0,3 Prozentpunkte lediglich auf die Tatsache, dass im Jahr 2026 mehr Feiertage auf Wochenenden fallen - es also mehr Arbeitstage gibt, sagte die Vorsitzende des Gremiums, Monika Schnitzer.

Im Frühjahr hatte das Beratergremium der Bundesregierung noch mit 1,0 Prozent Wachstum im kommenden Jahr gerechnet. Würde das Sondervermögen gezielter eingesetzt, hätte es "deutlich stärkere Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum", heißt es im Jahresgutachten.

Der Wirtschaftsweise Martin Werding sprach von "konsumptiven Ausgaben mit teils recht fragwürdiger Priorität". Weniger als 50 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen würden am Ende tatsächlich für zusätzliche Ausgaben für Infrastruktur und Klimaneutralität genutzt. Bei richtiger Verwendung könnten die zusätzlichen Mittel bis 2030 fünf Prozent mehr Wachstum bringen - nach aktuellem Stand würden es aber nicht einmal zwei Prozent. "Hier muss nachgesteuert werden", sagte Werding.

Seine Kollegin Veronika Grimm sprach von "Wahlgeschenken" etwa beim Thema Rente oder im Agrarbereich. Viel kritisiert worden waren in diesem Zusammenhang bereits die geplante Ausweitung der Mütterrente und die Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung für Landwirte. Grimm forderte, "diese Wahlgeschenke doch nicht umzusetzen". "Die Chancen, die sich aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ergeben, dürfen nicht verspielt werden", erklärte Schnitzer.

Für das laufende Jahr hoben die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose vom Frühjahr von 0,0 auf 0,2 Prozent an. Diese Korrektur nach oben sei zum einen auf starke Schwankungen wegen der US-Handelspolitik zurückzuführen. Zum anderen habe das Statistische Bundesamt seine Zahlen zur Wirtschaftsleistung revidiert, heißt es im Gutachten des Gremiums, das mit vollem Namen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung heißt.

Bei Inflation und Arbeitslosigkeit erwarten die Experten im kommenden Jahr keine großen Veränderungen: Die Verbraucherpreise dürften dann um 2,1 Prozent steigen, nach 2,2 Prozent in diesem Jahr, die Arbeitslosenquote dürfte von 6,3 Prozent in diesem Jahr auf 6,1 Prozent fallen.

In ihrem Jahresbericht sprechen sich die Wirtschaftsweisen angesichts der hohen Vermögensungleichheit in Deutschland außerdem für eine Reform der Erbschaftsteuer aus. Die steuerliche Begünstigung von Betriebsvermögen müsse "deutlich verringert werden", erklärten die Regierungsberater. Bei den Freibeträgen, die aktuell alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden können, sollte auf einen "Lebensfreibetrag" umgestellt werden.

Wirtschaftsverbände wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer und der Maschinenbauverband VDMA forderten "endlich" greifbare Verbesserungen, insbesondere beim Abbau von Bürokratie. Die Wirtschaftsweisen lieferten dafür "wichtige Impulse", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Die Rücknahme der Begünstigungen bei Unternehmensvererbungen sei allerdings "kontraproduktiv".

Die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta forderte anlässlich der Kritik der Wirtschaftsweisen, den "politisch unverantwortlichen Irrweg beim Sondervermögen" zu beenden. "Wenn Merz und Klingbeil nicht hören wollen, müssen jetzt endlich die Parlamentarier von Union und SPD ein Machtwort sprechen und die Zweckentfremdung des Sondervermögens stoppen", erklärte das Mitglied im Haushaltsausschuss. "Richtig eingesetzt wird das Sondervermögen die Wirtschaftsschwäche Deutschlands beheben (...), falsch eingesetzt steht die Schuldentragfähigkeit Deutschlands und der gesamten EU auf dem Spiel."

A.Williams--TFWP