The Fort Worth Press - Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig

USD -
AED 3.672504
AFN 65.503991
ALL 81.893517
AMD 377.703986
ANG 1.79008
AOA 917.000367
ARS 1431.463704
AUD 1.424075
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.658906
BBD 2.014216
BDT 122.30167
BGN 1.67937
BHD 0.377004
BIF 2963.603824
BMD 1
BND 1.273484
BOB 6.910269
BRL 5.23885
BSD 1.000025
BTN 90.583306
BWP 13.239523
BYN 2.873016
BYR 19600
BZD 2.011247
CAD 1.36432
CDF 2230.000362
CHF 0.775404
CLF 0.021785
CLP 860.180396
CNY 6.93805
CNH 6.93014
COP 3691.11
CRC 495.76963
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.526553
CZK 20.49104
DJF 177.720393
DKK 6.318604
DOP 63.114413
DZD 129.915817
EGP 46.860804
ERN 15
ETB 155.46494
EUR 0.84612
FJD 2.209504
FKP 0.738005
GBP 0.734505
GEL 2.69504
GGP 0.738005
GHS 10.990102
GIP 0.738005
GMD 73.000355
GNF 8778.001137
GTQ 7.670255
GYD 209.225001
HKD 7.81355
HNL 26.416279
HRK 6.375104
HTG 131.004182
HUF 319.673504
IDR 16847.65
ILS 3.110675
IMP 0.738005
INR 90.60355
IQD 1310.041816
IRR 42125.000158
ISK 122.690386
JEP 0.738005
JMD 156.517978
JOD 0.70904
JPY 157.06304
KES 129.004623
KGS 87.450384
KHR 4035.7261
KMF 419.00035
KPW 900.002243
KRW 1462.730383
KWD 0.30717
KYD 0.833355
KZT 494.785725
LAK 21489.944613
LBP 89557.410282
LKR 309.387392
LRD 188.003087
LSL 16.133574
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.332646
MAD 9.180641
MDL 17.050476
MGA 4439.468349
MKD 52.169828
MMK 2100.00747
MNT 3580.70414
MOP 8.047618
MRU 39.542143
MUR 46.060378
MVR 15.450378
MWK 1734.055998
MXN 17.260975
MYR 3.947504
MZN 63.750377
NAD 16.133574
NGN 1367.390377
NIO 36.803155
NOK 9.658735
NPR 144.932675
NZD 1.659792
OMR 0.384466
PAB 1.000025
PEN 3.364787
PGK 4.288489
PHP 58.458038
PKR 279.633919
PLN 3.568365
PYG 6607.462446
QAR 3.645108
RON 4.308404
RSD 99.305038
RUB 77.002259
RWF 1459.579124
SAR 3.750159
SBD 8.058149
SCR 13.731545
SDG 601.503676
SEK 9.004245
SGD 1.271104
SHP 0.750259
SLE 24.450371
SLL 20969.499267
SOS 570.497977
SRD 37.818038
STD 20697.981008
STN 20.780851
SVC 8.750011
SYP 11059.574895
SZL 16.130113
THB 31.539504
TJS 9.370298
TMT 3.505
TND 2.900328
TOP 2.40776
TRY 43.592904
TTD 6.771984
TWD 31.613038
TZS 2575.000335
UAH 42.955257
UGX 3558.190624
UYU 38.652875
UZS 12280.366935
VES 377.985125
VND 25950
VUV 119.988021
WST 2.726314
XAF 556.381418
XAG 0.012857
XAU 0.000201
XCD 2.70255
XCG 1.802328
XDR 0.692248
XOF 556.381418
XPF 101.156094
YER 238.403589
ZAR 16.024104
ZMK 9001.203584
ZMW 18.62558
ZWL 321.999592
  • SDAX

    15.2500

    17893.72

    +0.09%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • MDAX

    228.3200

    31662.83

    +0.72%

  • Goldpreis

    84.1000

    4973.6

    +1.69%

  • DAX

    230.4000

    24721.46

    +0.93%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0039

    1.1825

    +0.33%

Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig
Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Unicef: Erstmals mehr Kinder und Jugendliche fettleibig als untergewichtig

Erstmals sind laut einem UN-Bericht weltweit mehr Kinder und Jugendliche stark übergewichtig als unterernährt. Der Anteil von Fettleibigen unter den Heranwachsenden habe sich von 2000 bis 2022 auf 9,4 Prozent verdreifacht und übersteige demnach den Anteil der Untergewichtigen in Höhe von 9,2 Prozent, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Auch in Deutschland ist Übergewicht bei Heranwachsenden ein großes Problem.

Textgröße:

"Wenn wir über Mangelernährung sprechen, geht es nicht mehr nur um untergewichtige Kinder", erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Fettleibigkeit sei "ein wachsendes Problem, das sich auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern auswirken" könne. "Stark verarbeitete Lebensmittel ersetzen zunehmend Obst, Gemüse und Proteine in einer Lebensphase, in der Ernährung eine entscheidende Rolle für das Wachstum, die kognitive Entwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern spielt", warnte Russell.

In dem Bericht ist von einem "historischen Wendepunkt" bei der Fehlernährung Heranwachsender die Rede. Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren stieg demnach zwischen 2000 und 2022 von 194 Millionen auf 391 Millionen. Davon seien 188 Millionen sogar fettleibig, also adipös. Diese besonders ausgeprägte Form des Übergewichts wird mit Leiden wie Diabetes, Depressionen und bestimmten Krebsarten in Zusammenhang gebracht.

Der Anteil der untergewichtigen Kinder und Jugendlichen ging laut Unicef im selben Zeitraum um fast vier Prozentpunkte auf 9,2 Prozent zurück.

In Deutschland ist den Angaben zufolge jeder Vierte im Alter von fünf bis 19 Jahren übergewichtig, mit leicht steigender Tendenz: Von 24 Prozent im Jahr 2000 stieg der Anteil bis 2022 auf 25 Prozent. Der Anteil der adipösen Kinder in dieser Altersgruppe ist bei acht Prozent konstant, heißt es in dem Bericht weiter.

Fettleibigkeit ist laut Unicef erstmals in fast allen Weltregionen häufiger als Untergewicht. Ausgenommen davon seien die Länder, die südlich der Sahara liegen, sowie südasiatische Staaten.

Die Unterschiede zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer hätten allerdings abgenommen. Selbst in Staaten mit unterernährten Kindern gebe es zugleich an Fettsucht erkrankte Heranwachsende. Die an dem Bericht beteiligte Expertin Katherine Shats erklärte, dies liege unter anderem daran, dass Lebensmittelkonzerne in Krisenländern "große Mengen an Junkfood" verteilten, um für sich zu werben.

Die weltweit höchsten Adipositas-Raten bei fünf- bis 19-Jährigen in den 190 untersuchten Ländern weisen laut Unicef-Bericht die pazifischen Inselstaaten auf. Hier haben sich die Werte laut Unicef seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Im Inselstaat Niue beispielsweise seien 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen fettleibig, auf den Cookinseln liege ihr Anteil bei 37 und in Nauru bei 33 Prozent. Der Grund für diese Zunahme sei vor allem die Umstellung von traditioneller Ernährung auf billige, energiereiche importierte Lebensmittel.

Aber auch in Chile seien 27 Prozent der fünf- bis 19-Jährigen fettleibig. In den USA und den Vereinigten Arabischen Emirate seien es jeweils 21 Prozent.

Die Gründe sind laut Unicef "stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food mit einem hohen Gehalt an Zucker, raffinierter Stärke, Salz, ungesunden Fetten und Zusatzstoffen". Diese Art von Lebensmitteln seien preiswert und würden an von Kindern genutzten Orten "aggressiv vermarktet". Zudem erreiche die Werbung der Lebensmittel- und Getränkekonzerne Heranwachsende über digitale Kanäle.

Das Kinderhilfswerk warnt vor weitgehenden Folgen der Fehlernährung. Übergewichtige Kinder fehlten häufiger in der Schule, hätten Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl und seien häufiger Mobbing ausgesetzt. Übergewicht und Fettleibigkeit könnten sich zudem ein Leben lang schädlich auf die Gesundheit auswirken und führten zu hohen Kosten für die Gesundheitssysteme sowie sinkender wirtschaftlicher Produktivität.

Zugleich stellte Unicef klar, nicht die Kinder oder ihre Familien seien für das Problem Übergewicht verantwortlich. Vielmehr handele es sich um ein "Scheitern der Gesellschaft".

Unicef-Chefin Russell forderte daher politische Maßnahmen, die Kindern den Zugang zu "nahrhaften und gesunden Lebensmitteln" erleichterten. Als mögliche konkrete Schritte empfahl die UN-Organisation eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke und andere ungesunde Lebensmittel, verständlichere Inhaltsangaben auf Lebensmittelpackungen, Werbeeinschränkungen sowie Maßnahmen zur Neuausrichtung der Lebensmittelindustrie auf frisch, gesunde Produkte.

Dass Sport bei Übergewicht die Lösung sei, bezeichnen die Autoren des Unicef-Berichts als "Mythos". Es sei "unmöglich", allein durch körperliche Aktivität den gesundheitlichen Folgen von ungesunder Ernährung zu entgehen.

M.McCoy--TFWP