The Fort Worth Press - Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung

USD -
AED 3.672504
AFN 66.000368
ALL 81.708779
AMD 361.738976
ANG 1.790365
AOA 917.000367
ARS 1521.732048
AUD 1.44321
AWG 1.8025
AZN 1.70397
BAM 1.737022
BBD 2.009681
BDT 122.678627
BGN 1.683441
BHD 0.376127
BIF 3010.346818
BMD 1
BND 1.277055
BOB 11.988987
BRL 5.210804
BSD 0.997824
BTN 96.669479
BWP 13.794573
BYN 3.005462
BYR 19600
BZD 2.00675
CAD 1.42495
CDF 2310.000362
CHF 0.828362
CLF 0.025096
CLP 990.920396
CNY 6.70455
CNH 6.712104
COP 3308.76149
CRC 457.213908
CUC 1
CUP 23.946889
CVE 97.930636
CZK 21.719304
DJF 177.681069
DKK 6.642604
DOP 59.576358
DZD 133.728851
EGP 52.20214
ERN 15
ETB 162.975798
EUR 0.88815
FJD 2.24725
FKP 0.755904
GBP 0.755116
GEL 2.60504
GGP 0.755904
GHS 11.718993
GIP 0.755904
GMD 73.503851
GNF 8777.476797
GTQ 7.625561
GYD 208.721524
HKD 7.847404
HNL 26.788934
HRK 6.696704
HTG 130.662996
HUF 327.440388
IDR 17888.5
ILS 3.05233
IMP 0.755904
INR 96.325504
IQD 1307.16284
IRR 1746539.503816
ISK 121.930386
JEP 0.755904
JMD 157.964386
JOD 0.70904
JPY 157.840385
KES 129.517297
KGS 87.450384
KHR 4047.24899
KMF 438.00035
KPW 900.000318
KRW 1343.190383
KWD 0.30883
KYD 0.831476
KZT 448.314756
LAK 22413.073405
LBP 89353.168436
LKR 329.979129
LRD 170.620365
LSL 16.683601
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.390159
MAD 9.913406
MDL 17.831165
MGA 4408.721524
MKD 54.687153
MMK 2099.554486
MNT 3597.321137
MOP 8.065101
MRU 39.872996
MUR 48.150378
MVR 15.460378
MWK 1730.183401
MXN 18.160804
MYR 4.084904
MZN 63.903729
NAD 16.683601
NGN 1330.790377
NIO 36.715662
NOK 9.618604
NPR 154.671167
NZD 1.780469
OMR 0.383712
PAB 0.997824
PEN 3.457791
PGK 4.518851
PHP 62.583504
PKR 276.36618
PLN 3.89575
PYG 5837.737022
QAR 3.637106
RON 4.741904
RSD 104.338559
RUB 83.633376
RWF 1477.774324
SAR 3.74329
SBD 8.078071
SCR 13.73871
SDG 601.503676
SEK 10.040104
SGD 1.278604
SHP 0.75503
SLE 24.603667
SLL 20969.491881
SOS 570.273991
SRD 37.811504
STD 20697.981008
STN 21.759403
SVC 8.730405
SYP 13002.000254
SZL 16.680137
THB 33.503646
TJS 9.184777
TMT 3.5
TND 2.973311
TOP 2.40776
TRY 49.127504
TTD 6.765842
TWD 31.821804
TZS 2629.246414
UAH 44.897287
UGX 3981.526711
UYU 40.21493
UZS 11768.728629
VES 865.47815
VND 25985.5
VUV 119.833605
WST 2.788681
XAF 582.588484
XAG 0.016565
XAU 0.000241497186
XCD 2.70255
XCG 1.798304
XDR 0.707052
XOF 582.588484
XPF 105.919446
YER 236.303589
ZAR 16.65505
ZMK 9001.203584
ZMW 19.606554
ZWL 321.999592
SSP 5712.591584
MXV 2.054862
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung
Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung / Foto: © AFP/Archiv

Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung

Nach Inkrafttreten der höheren US-Zölle herrscht Alarmstimmung in der deutschen Wirtschaft. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) erklärte am Donnerstag, die Zölle von mindestens 15 Prozent verschärften die Lage für exportorientierte deutsche Unternehmen deutlich. Besonders betroffen sind Autohersteller, sie müssen bei Ausfuhren in die USA weiter einen Aufschlag von 27,5 Prozent zahlen. US-Präsident Donald Trump jubelte in seinem Onlinedienst Truth Social, nun flössen "Milliarden Dollar" in die USA.

Textgröße:

Für die meisten EU-Produkte gilt ab sofort ein 15-prozentiger Zoll. Das ist weniger als von Trump angedroht, aber ein Mehrfaches des jahrelang geltenden Zollsatzes. Für Autos vereinbarten die EU und die USA zwar ebenfalls eine grundsätzliche Zoll-Senkung von 27,5 auf 15 Prozent, einen Termin für das Inkrafttreten nennt das US-Handelsministerium bisher jedoch nicht.

Die mangelnde Klarheit belaste "die deutschen Automobilhersteller und Automobilzulieferer sowie den transatlantischen Handel erheblich", kritisierte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. Sie rief die EU-Kommission und die Bundesregierung auf, sich mit Nachdruck bei den USA für die Zollsenkung einzusetzen.

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov verwies auf die zahlreichen ungeklärten Details in der Zollvereinbarung mit Trump. "Diese Unklarheit ist Gift für Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit", erklärte sie. Viele Betriebe in Deutschland stünden "unter wachsendem Druck", da ihnen "höhere Kosten, zunehmende Unsicherheit und fehlende Entlastung" massiv zusetzten.

Trumps Handelsbeauftragter Jamieson Greer sprach in einem Gastbeitrag für die "New York Times" (Donnerstagausgabe) von einer neuen Weltwirtschaftsordnung, die der US-Präsident geschaffen habe. Ein neues "Trump-System" habe die "unhaltbaren" Regeln abgelöst, die der Welthandelsorganisation (WTO) Dominanz verschafft hätten. Für Trump selbst sind die Zölle zentraler Pfeiler seiner protektionistischen "America-First"-Strategie (Amerika zuerst).

Trump hatte Anfang April einen beispiellosen Zollkonflikt mit Handelspartnern in aller Welt entfacht. Er kündigte hohe Importaufschläge für zahlreiche Länder an, senkte diese dann aber zunächst auf zehn Prozent ab, um "Deals" zu ermöglichen. Obwohl Trump die Verhandlungen mit den meisten Ländern für beendet erklärt hat, hoffen zahlreiche Staaten auf Nachbesserungen.

Auf Waren aus der Schweiz etwa setzte Trump einen massiven Aufschlag von 39 Prozent ein. Die Regierung in Bern hofft nun auf weitere Verhandlungen, nachdem es Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter diese Woche in Washington nicht gelungen war, die US-Regierung umzustimmen. Unternehmen sprechen von einem "Horrorszenario", das unter anderem die Exporte von Schweizer Uhren, Schokolade und Käse in die USA einbrechen lassen dürfte.

Andere Länder trifft es noch härter: So verdoppelte Trump die Zölle für Indien auf 50 Prozent, der höhere Satz tritt in drei Wochen in Kraft. Den Aufschlag von 25 Prozent rechtfertigt Trump mit den anhaltenden Käufen russischen Rohöls durch Indien. Mit dem Strafzoll wollen die USA die russischen Öleinnahmen verringern, die zur Finanzierung des Angriffskriegs auf die Ukraine beitragen. Die Regierung in Neu Delhi verurteilte den Schritt als "unfair, ungerechtfertigt und unangemessen".

Auch China, Brasilien und EU-Länder wie Ungarn oder Österreich treiben weiterhin Handel mit Russland. Solchen Ländern hatte Trump ursprünglich mit Zöllen von "rund 100 Prozent" gedroht, wenn Russland seine Angriffe auf die Ukraine nicht bis diesen Freitag beende.

Für Brasilien waren bereits am Mittwoch 50-prozentige US-Importzölle in Kraft getreten. Eine Reihe von Waren sind von den Aufschlägen aber ausgenommen, darunter Orangensaft, Paranüsse und Passagierflugzeuge. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva spricht von "Erpressung", denn Trump will erreichen, dass der Oberste Gerichtshof Brasiliens ein Verfahren gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro fallen lässt. Das südamerikanische Land schaltete die Welthandelsorganisation ein.

Klar ist: Trump ist noch lange nicht fertig mit seiner Zollpolitik. Am Mittwoch brachte er Aufschläge von 100 Prozent für Importe von Computerchips und Halbleitern in die USA ins Spiel. Pharmakonzernen droht er mittelfristig sogar mit bis zu 250 Prozent Zoll.

P.Navarro--TFWP