The Fort Worth Press - Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau

USD -
AED 3.672498
AFN 64.500028
ALL 81.624824
AMD 375.516815
AOA 917.000443
ARS 1379.923618
AUD 1.41603
AWG 1.8
AZN 1.704229
BAM 1.667278
BBD 2.011082
BDT 122.671668
BHD 0.376625
BIF 2967.989429
BMD 1
BND 1.272324
BOB 6.899962
BRL 5.0092
BSD 0.998508
BTN 92.62947
BWP 13.405226
BYN 2.865862
BYR 19600
BZD 2.008184
CAD 1.38125
CDF 2300.000437
CHF 0.789487
CLF 0.022686
CLP 892.843442
CNY 6.82802
CNH 6.824955
COP 3636.503133
CRC 462.128639
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.998551
CZK 20.788403
DJF 177.809983
DKK 6.372903
DOP 60.125314
DZD 132.246707
EGP 53.108563
ERN 15
ETB 156.679852
EUR 0.852702
FJD 2.211498
FKP 0.742933
GBP 0.743467
GEL 2.690006
GGP 0.742933
GHS 10.988449
GIP 0.742933
GMD 73.512179
GNF 8760.922382
GTQ 7.638208
GYD 208.899876
HKD 7.832299
HNL 26.518904
HRK 6.425901
HTG 130.923661
HUF 320.192642
IDR 17089.3
ILS 3.03421
IMP 0.742933
INR 93.090503
IQD 1308.043135
IRR 1316125.000245
ISK 122.189581
JEP 0.742933
JMD 157.870509
JOD 0.709037
JPY 159.16501
KES 129.210179
KGS 87.449902
KHR 3997.272069
KMF 420.000045
KPW 899.998178
KRW 1484.909374
KWD 0.30869
KYD 0.832104
KZT 471.85542
LAK 22019.52176
LBP 89419.71783
LKR 315.118708
LRD 183.726184
LSL 16.382337
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.347556
MAD 9.280849
MDL 17.20387
MGA 4143.898385
MKD 52.551042
MMK 2100.763326
MNT 3574.006152
MOP 8.05507
MRU 39.91049
MUR 46.519994
MVR 15.460014
MWK 1731.383999
MXN 17.621971
MYR 3.965037
MZN 63.959715
NAD 16.382337
NGN 1359.566982
NIO 36.741827
NOK 9.5249
NPR 148.206811
NZD 1.708964
OMR 0.38463
PAB 0.998508
PEN 3.369933
PGK 4.322066
PHP 59.876499
PKR 278.505946
PLN 3.653126
PYG 6457.525255
QAR 3.640254
RON 4.342303
RSD 100.055411
RUB 77.038489
RWF 1458.164614
SAR 3.748263
SBD 8.058149
SCR 15.185201
SDG 600.999734
SEK 9.27195
SGD 1.274603
SLE 24.624988
SOS 570.649162
SRD 37.449013
STD 20697.981008
STN 20.885725
SVC 8.737053
SYP 110.530532
SZL 16.386343
THB 32.208014
TJS 9.490729
TMT 3.505
TND 2.917693
TRY 44.665012
TTD 6.776352
TWD 31.741802
TZS 2591.108648
UAH 43.382209
UGX 3694.642172
UYU 40.288138
UZS 12141.852436
VES 475.837803
VND 26336
VUV 117.921501
WST 2.734489
XAF 559.189293
XAG 0.01312
XAU 0.00021
XCD 2.70255
XCG 1.799582
XDR 0.695452
XOF 559.189293
XPF 101.666596
YER 237.149874
ZAR 16.387498
ZMK 9001.199353
ZMW 18.996633
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -30.6000

    4787.4

    -0.64%

  • Euro STOXX 50

    29.8200

    5926.11

    +0.5%

  • TecDAX

    14.6900

    3531.61

    +0.42%

  • MDAX

    329.8800

    30382.28

    +1.09%

  • DAX

    -3.0500

    23803.95

    -0.01%

  • SDAX

    224.0300

    17257.63

    +1.3%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1729

    +0.22%

Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau
Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau / Foto: © AFP

Trump-Effekt: Wirtschaftsweise rechnen mit Nullwachstum und fordern Bürokratieabbau

Das wirtschaftliche Beratergremium der Bundesregierung hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf ein Nullwachstum abgesenkt. Die sogenannten Wirtschaftsweisen verweisen in ihrem Frühjahrsgutachten vom Mittwoch vor allem auf die Auswirkungen der US-Zollpolitik. Die Bundesregierung forderten sie insbesondere auf, den Bürokratieabbau entschieden anzugehen. Zudem mahnten die drei Ökonominnen und zwei Ökonomen eine verantwortungsvolle Verwendung der Mittel aus dem schuldenbasierten Finanzpaket an.

Textgröße:

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in einer ausgeprägten Schwächephase und profitierte zuletzt nur wenig vom Wachstum der Weltkonjunktur", erklärten die Wirtschaftsweisen. Als maßgebliche "inländische Hemmnisse" nennen sie etwa "umfangreiche bürokratische Anforderungen" und "lange Genehmigungsverfahren". Zugleich stehe die Wirtschaft vor Herausforderungen wie der Abwendung von fossilen Brennstoffen, der Alterung der Gesellschaft und der zunehmenden Verbreitung Künstlicher Intelligenz.

Dies entspricht im Wesentlichen der Lage im vergangenen Herbst, als die Wirtschaftsweisen noch ein leichtes Wachstum der Wirtschaftsleistung um 0,4 im Jahr 2025 prognostizierten. Hinzu gekommen seien nun die Zölle von US-Präsident Donald Trump, führten sie aus. Der Prognose liegen demnach die zu Anfang Mai geltenden Zölle und Gegenmaßnahmen anderer Länder zugrunde. Es gebe insgesamt eine "hohe Unsicherheit über die weitere Ausrichtung der US-Handelspolitik".

Trump gefährde "das Wirtschaftswachstum weltweit", erklärten die Wirtschaftsweisen. Die direkten Folgen schätzen sie zwar für die USA selbst höher ein als für Deutschland und die EU, dennoch "belasten die US-Einfuhrzölle die Nachfrage nach deutschen Produkten". Hinzu komme, dass die hohe Unsicherheit wegen der erratischen US-Politik die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfe.

Zum Gegensteuern empfehlen die Experten der Bundesregierung einen Fokus auf den Bürokratieabbau. Allein die Bürokratiekosten durch bundesrechtliche Informationspflichten beziffern sie auf jährlich rund 65 Milliarden Euro, 1,7 Prozent aller in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden gingen dafür drauf. Hinzu kämen Kosten durch Vorgaben der EU, der Länder und Kommunen. Umfassende Reformen müssten nun "schnellstmöglich und koordiniert" eingeleitet werden, die Bundesregierung sollte dies "auf der höchsten politischen Entscheidungsebene zur Chefsache" erklären.

Hoffnung gibt den Experten das Finanzpaket der neuen Bundesregierung. Die schuldenbasierten zusätzlichen Mittel für Investitionen eröffneten "unserer Meinung nach große Chancen", sagte der Wirtschaftsweise Achim Truger. Allerdings erwarten die Experten in diesem Jahr kaum Auswirkungen, erst im Jahr 2026 sind demnach "expansive Impulse" etwa für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen und den Staatskonsum möglich. Truger warnte zudem vor einer "Zweckentfremdung" der Mittel. Einen Mehrwert hätten die hohen Schulden nur, wenn sie richtig eingesetzt würden.

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier konkretisierte, dass es das Risiko von Verschiebungen von Ausgaben aus dem Kernhaushalt gebe. Die Spielräume durch das Finanzpaket dürften nicht für "konsumptive" Ausgaben, sondern müssten tatsächlich für Investitionen genutzt werden. Als Negativbeispiele nannte sie die im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbarte Mütterrente und die Wiedereinführung der Dieselsubventionierung für Landwirte.

Ein Risiko ist dem Gremium zufolge zudem die Kompatibilität des Finanzpakets mit den EU-Fiskalregeln. "Nur bei einer starken Investitionsorientierung und begleitenden Strukturreformen" könnten diese eingehalten werden, erklärten die Wirtschaftsweisen. Auch der Bürokratieabbau ist demnach eine wichtige Voraussetzung, damit die Mittel aus den Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur nicht versickern.

Insgesamt sehen die Experten Deutschland in einem Strukturwandel. Sie befürchte dadurch zwar keine "Massenentlassungen", sagte die Vorsitzende des Gremiums, Monika Schnitzer, am Mittwoch. Es gebe jedoch eine Verlagerung von Arbeitskräften. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm betonte, dass dies durchaus "sozialen Sprengstoff" berge. Denn es gebe eine Verlagerung von der Industrie in Richtung Dienstleistungen und Pflege, der Anstieg der Erwerbstätigkeit geschehe also "in Bereichen, wo die Bezahlung geringer ist".

T.Gilbert--TFWP