The Fort Worth Press - Brasilianische Staatsanwälte rechnen mit Entschädigung von VW für Zwangsarbeit

USD -
AED 3.672497
AFN 63.999956
ALL 80.712093
AMD 364.394871
ANG 1.790365
AOA 917.999929
ARS 1524.772602
AUD 1.42573
AWG 1.8
AZN 1.69968
BAM 1.717716
BBD 2.016134
BDT 123.177046
BGN 1.683441
BHD 0.377383
BIF 3014.939006
BMD 1
BND 1.278905
BOB 12.267697
BRL 5.184798
BSD 1.000953
BTN 95.858456
BWP 13.630595
BYN 3.024376
BYR 19600
BZD 2.013235
CAD 1.41578
CDF 2339.99971
CHF 0.831235
CLF 0.024356
CLP 961.698985
CNY 6.71325
CNH 6.71548
COP 3308.17
CRC 455.108332
CUC 1
CUP 24.025823
CVE 96.778865
CZK 21.451397
DJF 178.251648
DKK 6.57256
DOP 59.527678
DZD 133.813998
EGP 51.954902
ERN 15
ETB 162.38462
EUR 0.87924
FJD 2.237198
FKP 0.754816
GBP 0.753965
GEL 2.614961
GGP 0.754816
GHS 11.626559
GIP 0.754816
GMD 73.501114
GNF 8803.600834
GTQ 7.644576
GYD 209.441419
HKD 7.84449
HNL 26.866497
HRK 6.621696
HTG 131.00126
HUF 323.085988
IDR 17985
ILS 3.07055
IMP 0.754816
INR 95.977499
IQD 1311.329993
IRR 1374837.488724
ISK 120.449817
JEP 0.754816
JMD 158.367842
JOD 0.709027
JPY 156.891497
KES 129.704398
KGS 87.4482
KHR 4070.73506
KMF 432.999822
KPW 900.000318
KRW 1361.569759
KWD 0.30879
KYD 0.834171
KZT 443.156186
LAK 22452.716678
LBP 89639.254709
LKR 330.532926
LRD 172.178625
LSL 16.331596
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.399881
MAD 9.60592
MDL 17.768078
MGA 4419.404276
MKD 54.074585
MMK 2099.83552
MNT 3596.071123
MOP 8.087369
MRU 40.269447
MUR 47.470073
MVR 15.449874
MWK 1735.705221
MXN 17.81039
MYR 4.085604
MZN 63.909888
NAD 16.332887
NGN 1328.159801
NIO 36.833901
NOK 9.516024
NPR 153.367644
NZD 1.766985
OMR 0.384499
PAB 1.000307
PEN 3.398193
PGK 4.459726
PHP 62.49098
PKR 277.376198
PLN 3.849655
PYG 5900.150622
QAR 3.648779
RON 4.641401
RSD 103.327985
RUB 84.556345
RWF 1479.428955
SAR 3.756013
SBD 8.000512
SCR 13.903085
SDG 601.497816
SEK 9.957089
SGD 1.27858
SHP 0.755002
SLE 24.6501
SLL 20969.491881
SOS 572.098558
SRD 37.667502
STD 20697.981008
STN 21.503489
SVC 8.758887
SYP 13002.000254
SZL 16.327731
THB 33.594025
TJS 9.234445
TMT 3.51
TND 2.963376
TOP 2.40776
TRY 48.982745
TTD 6.80881
TWD 31.819503
TZS 2649.997998
UAH 44.823667
UGX 3920.604251
UYU 40.102584
UZS 11846.95307
VES 852.431449
VND 25971
VUV 117.801098
WST 2.745718
XAF 576.743816
XAG 0.016367
XAU 0.00024137157
XCD 2.70255
XCG 1.804034
XDR 0.707052
XOF 576.743816
XPF 104.742206
YER 236.649729
ZAR 16.44793
ZMK 9001.219283
ZMW 19.513758
ZWL 321.999592
SSP 5712.591895
MXV 2.016981
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Brasilianische Staatsanwälte rechnen mit Entschädigung von VW für Zwangsarbeit
Brasilianische Staatsanwälte rechnen mit Entschädigung von VW für Zwangsarbeit / Foto: © AFP/Archiv

Brasilianische Staatsanwälte rechnen mit Entschädigung von VW für Zwangsarbeit

Die Staatsanwälte, die Zwangsarbeitsvorwürfe gegen Volkswagen während der Diktatur in Brasilien untersucht haben, rechnen mit einer Entschädigungszahlung des deutschen Konzerns. "Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Verfahrens eine angemessene Wiedergutmachung für die schweren Menschenrechtsverletzungen, die auf der Ranch stattgefunden haben, erhalten werden", sagte Staatsanwalt Rafael Garcia am Dienstag nach einer ersten Anhörung vor einem Arbeitsgericht in Brasilia.

Textgröße:

Die Ermittler hätten den Konzernvertretern bei der Anhörung hinter verschlossenen Türen ein 90-seitiges Dossier mit Zeugenaussagen vorgelegt. Die Beweise "belegen, dass die Arbeiter in einer sklavenähnlichen Situation waren", sagte Garcia, der versicherte, dass der Konzern "direkt verantwortlich" für die Menschenrechtsverletzungen war. Volkswagen habe um eine Frist für eine Stellungsnahme gebeten und wolle sich nun im September schriftlich äußern.

Bei den Opfern handelte es sich um Menschen, die als Tagelöhner und Leiharbeiter für Abholzungsarbeiten auf einem Grundstück angeheuert worden waren, das später eine der größten Rinderfarmen im Amazonasgebiet werden sollte - betrieben im Auftrag eines Tochterunternehmens des Wolfsburger Konzerns. Die Vorwürfe gegen Volkswagen erstrecken sich auf den Zeitraum 1974 bis 1986. Zwischen 1964 und 1985 herrschte in Brasilien eine Militärdiktatur.

Laut den Zeugenaussagen waren bewaffnete Wachen damit beauftragt, Tausende von Arbeitern zu bewachen. "Ein Arbeiter versuchte zu fliehen, wurde aber gefangen genommen. Um ihn zu bestrafen, entführten sie seine Frau und vergewaltigten sie", heißt es in dem Untersuchungsbericht. "Einem anderen Arbeiter, der zu fliehen versuchte, wurde ins Bein geschossen. Ein weiterer wurde nackt gefesselt."

Die Arbeiter wurden demnach in "Schuldknechtschaft" gehalten, ihren gesamten Lohn mussten sie für den Kauf von Lebensmitteln zu überhöhten Preisen ausgeben. Einige starben ohne Zugang zu medizinischer Versorgung an Malaria. Laut dem Bericht wurden die Verbrechen von VW-Managern, darunter auch mindestens einem Deutschen, beaufsichtigt.

Der katholische Priester Ricardo Rezende hatte seit 1977 Beweise für die Gräueltaten gesammelt und sie vor drei Jahren schließlich der Staatsanwaltschaft übergeben. "Man kann das Leid eines Menschen, der gefoltert wird, nicht durch Reparationszahlungen beheben", sagte der 70-jährige Priester der Nachrichtenagentur AFP. "Aber es kann eine symbolische Wiedergutmachung geben. Und ich denke, das ist notwendig."

Bei dem Ermittlungsverfahren handelt es sich nicht um die ersten Vorwürfe gegen VW in Brasilien. Im Juli 2017 belegten Recherchen von NDR, SWR und "SZ", dass sich der Konzern zu Zeiten der Diktatur aktiv an der Verfolgung und Unterdrückung von Regimegegnern auf dem Werksgelände bei São Paulo beteiligt hatte. Im Jahr 2020 zahlte VW 36 Millionen Real (5,5 Millionen Euro) als Entschädigung an Familienangehörige von Mitarbeitern, die während der Militärdiktatur gefoltert und getötet worden waren.

S.Jordan--TFWP