The Fort Worth Press - Leopoldina: Kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas "handhabbar"

USD -
AED 3.6725
AFN 65.566306
ALL 79.122067
AMD 364.59623
ANG 1.789783
AOA 918.000164
ARS 1511.058271
AUD 1.397458
AWG 1.795
AZN 1.702758
BAM 1.677495
BBD 2.014693
BDT 123.090515
BGN 1.696366
BHD 0.37714
BIF 2986.400889
BMD 1
BND 1.270966
BOB 11.517992
BRL 5.148796
BSD 1.000274
BTN 95.393377
BWP 13.392857
BYN 3.017793
BYR 19600
BZD 2.01181
CAD 1.383906
CDF 2277.487991
CHF 0.802705
CLF 0.023164
CLP 911.690268
CNY 6.72215
CNH 6.71781
COP 3075.18
CRC 453.82029
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.574601
CZK 20.635104
DJF 178.123901
DKK 6.40519
DOP 58.5806
DZD 133.027649
EGP 50.417103
ERN 15
ETB 161.449677
EUR 0.85683
FJD 2.216398
FKP 0.733696
GBP 0.733425
GEL 2.604994
GGP 0.733696
GHS 11.153711
GIP 0.733696
GMD 74.00006
GNF 8788.880741
GTQ 7.631774
GYD 209.274999
HKD 7.838685
HNL 26.829572
HRK 6.457005
HTG 130.858596
HUF 309.361973
IDR 17684.2
ILS 2.979104
IMP 0.733696
INR 95.29665
IQD 1310.387121
IRR 1374575.000076
ISK 120.999744
JEP 0.733696
JMD 158.760791
JOD 0.709023
JPY 159.265502
KES 129.409764
KGS 87.450431
KHR 4048.270479
KMF 422.999859
KPW 900.000294
KRW 1384.670395
KWD 0.30861
KYD 0.833591
KZT 458.031701
LAK 22451.036311
LBP 89575.740942
LKR 328.555867
LRD 181.547619
LSL 15.999966
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.333278
MAD 9.243239
MDL 17.285062
MGA 4280.758031
MKD 52.766556
MMK 2099.770766
MNT 3596.537388
MOP 8.075854
MRU 40.109273
MUR 46.770139
MVR 15.460226
MWK 1734.49521
MXN 16.946825
MYR 4.0419
MZN 63.905021
NAD 15.999966
NGN 1347.795805
NIO 36.813236
NOK 9.313095
NPR 152.635123
NZD 1.67517
OMR 0.384473
PAB 1.00033
PEN 3.357178
PGK 4.435181
PHP 61.701012
PKR 277.510657
PLN 3.68626
PYG 5996.200377
QAR 3.646438
RON 4.503902
RSD 100.558004
RUB 83.753968
RWF 1474.457939
SAR 3.758291
SBD 8.019375
SCR 13.697586
SDG 601.498853
SEK 9.470875
SGD 1.269885
SHP 0.740866
SLE 24.649928
SLL 20969.499227
SOS 571.671184
SRD 37.921979
STD 20697.981008
STN 21.01417
SVC 8.752857
SYP 13001.999906
SZL 15.998593
THB 32.729062
TJS 9.222509
TMT 3.51
TND 2.914731
TOP 2.40776
TRY 48.098701
TTD 6.795725
TWD 31.8829
TZS 2649.998035
UAH 44.691549
UGX 3731.055245
UYU 40.209625
UZS 11780.699723
VES 783.68245
VND 26112
VUV 118.301391
WST 2.715944
XAF 562.604101
XAG 0.014683
XAU 0.000216
XCD 2.70255
XCG 1.802836
XDR 0.707052
XOF 562.616165
XPF 102.290954
YER 237.100992
ZAR 15.9594
ZMK 9001.206186
ZMW 19.050274
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    1.2000

    4699

    +0.03%

  • SDAX

    -22.4800

    18541.82

    -0.12%

  • Euro STOXX 50

    7.6500

    6455.63

    +0.12%

  • TecDAX

    1.4900

    4050.72

    +0.04%

  • DAX

    129.5400

    26266.14

    +0.49%

  • MDAX

    157.0400

    32267.44

    +0.49%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1674

    +0.06%

Leopoldina: Kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas "handhabbar"
Leopoldina: Kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas "handhabbar"

Leopoldina: Kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas "handhabbar"

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina geht davon aus, dass auch ein kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas für die deutsche Volkswirtschaft "handhabbar" wäre. Das geht aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Ad-hoc-Stellungnahme zu einer raschen sowie auch einer langfristigen Ersetzbarkeit von Erdgas aus Russland hervor. Klar wenden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegen ein Abrücken vom Kohleausstieg bis 2030.

Textgröße:

In der Stellungnahme erörtert die Leopoldina, "auf welche Weise und wie schnell russisches Erdgas in Deutschland sowie in der gesamten Europäischen Union (EU) kurz-, mittel- und langfristig durch andere, insbesondere erneuerbare Energieträger ersetzt werden könnte". Mögliche Lösungen wären demnach die Beschaffung von Flüssiggas, das Anlegen einer robusten Reserve an Energieträgern und den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.

Zur Vermeidung kurzfristiger Versorgungsprobleme heißt es: "Durch die unmittelbare Umsetzung eines Maßnahmenpakets könnten Engpässe vermieden und ihre wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen abgefedert werden." Mittelfristig müsse es eine Diversifizierung der Energieversorgung sowie einen Transformationspfad hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung geben.

Kurzfristig empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Flüssiggasimporte, Einsparungen beim Erdgas und das Füllen von Gasspeichern als Puffer für den Winter. "Um die Erdgasnachfrage zu reduzieren, könnte zudem auf eine stärkere Kohleverstromung gesetzt werden", heißt es weiter. Mehrkosten müssten gegebenenfalls für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen abgefedert werden, zum Beispiel durch Entlastungen bei Energiesteuern.

"Mittelfristig - innerhalb eines Jahres - benötigt Deutschland eine robuste Reserve an Energieträgern, einen Ausbau der Flüssiggaskapazitäten und eine Ertüchtigung des Gasnetzes", heißt es weiter. Langfristig, also innerhalb von zwei bis zehn Jahren wird der Ausbau der Infrastruktur für den Umschlag und Import von Wasserstoff empfohlen sowie der stärkere Ausbau der erneuerbaren Energien.

Zudem hält die Leopoldina eine stärkere staatliche Regulierung des Energiemarktes für notwendig. Die Optionen reichten dabei "von einer vollständig staatlichen Energieversorgung bis hin zu einer rein privatwirtschaftlichen Energieversorgung unter staatlicher Regulierung und Aufsicht".

Zentral sei dabei die Übertragungsinfrastruktur, also Energiehäfen, Großspeicher und Übertragungsnetze. Sollten diese weiterhin privat bewirtschaftet werden, müssten sie "in Struktur und Nutzung staatlicher Regulierung unterliegen". Auch für die Bereitstellung, Wandlung, Verteilung und Nutzung der Energie brauche es einen "klaren und stabilen staatlichen Rahmen".

Nachdrücklich mahnen die Autorinnen und Autoren der Stellungnahme, nicht den geplanten Kohleausstieg 2030 in Frage zu stellen. "Er hilft dabei, von russischen Kohleimporten, die 50 Prozent der Kohleeinfuhr nach Deutschland ausmachen, unabhängig zu werden", betonten sie. Auch "bestehende wirksame Mechanismen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen, allen voran der Emissionshandel und seine Weiterentwicklung im Rahmen des EU Green Deal", dürften demnach "nicht aufgeweicht werden".

"Die aktuelle Situation macht es erforderlich, den Umbau des Energiesystems noch energischer als bisher voranzutreiben", betont vielmehr die Leopoldina. Die politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die Akteure des zukünftigen Energiesystems sollten dabei europäisch angelegt werden. "Dabei sollten diejenigen EU-Mitgliedsstaaten vorangehen, deren Energieversorgung aktuell von Russland besonders abhängig ist."

W.Lane--TFWP