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Die britische Regierung hat einen erneuten viertägigen Streik von Krankenhausärzten in England scharf verurteilt. Der Streik würde lediglich "Patienten schaden und die eigenen Kollegen noch weiter unter Druck setzen", schrieb Gesundheitsminister Steve Barclay in einem am Freitag veröffentlichten Gastbeitrag für die Boulevardzeitung "Daily Mail". Er nannte die Arbeitsniederlegungen "fahrlässig".
Die Vereinten Nationen haben das Erdöl aus einem seit Jahren vor der Küste des Jemen verrottenden Tanker komplett abgepumpt - und damit nach eigenen Angaben eine gigantische Umweltkatastrophe verhindert. Die Umladung von mehr als eine Million Barrel Öl (159 Millionen Liter) von der havarierten "FSO Safer" auf den UN-Tanker "Nautica" sei "sicher abgeschlossen", teilte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag mit.
Amnesty International hat nach zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan eine desaströse Bilanz für die Frauenrechte gezogen. Die "systematische Entrechtung" von Frauen und Mädchen seit der erneuten Machtübernahme der Radikalislamisten komme "möglicherweise einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich", erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag. "Die Taliban haben die Rechte von Mädchen und Frauen in nahezu allen Lebensbereichen sukzessive und systematisch abgeschafft."
Nachdem die Zahl im Mai wieder das Vor-Corona-Niveau überschritten hatte, sind die Gästeübernachtungen in Deutschland im Juni wieder unter den Wert vor der Krise gerutscht: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, verbuchten die Beherbergungsbetriebe im Juni rund 49,5 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland. Das waren 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, aber 2,2 Prozent weniger als im Juni 2019.
Der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) soll die Gelder für die geplante Aktienrente verwalten. Das gehe aus dem Gesetzentwurf für das sogenannte Generationenkapital hervor, den Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) kürzlich an seine Kabinettskollegen verschickt habe, berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Die Bundesregierung verzichtet dem Bericht zufolge somit darauf, einen eigenen Fonds für die kapitalgedeckte Säule der Rentenversicherung zu schaffen.
Für pflegebedürftige Menschen und Senioren fehlen in Deutschland Millionen Wohnungen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung zum altersgerechten Wohnen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet. Einen Bedarf von etwa drei Millionen barrierefreien oder barrierereduzierten Wohnungen stehe ein Bestand von nur rund einer Million gegenüber.
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat sich gegen die Beschränkung der Reichweite von Taurus-Marschflugkörpern ausgesprochen. "Die technische Veränderung der Taurus würde nur zur weiteren Verzögerung führen und ist nicht sinnvoll", sagte Kiesewetter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Vielmehr sei diese "Scheindiskussion" ein Hinweis darauf, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kein Vertrauen in die Ukraine habe.
Die Autoindustrie ist in den vergangenen Monaten Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft geblieben: Umsatz und Gewinne der Autobauer stiegen im zweiten Quartal kräftig. Die Exporte der Branche legten in den ersten sechs Monaten deutlich zu. Die Beratungsgesellschaft EY warnt aber bereits vor einer Verschlechterung der Lage im zweiten Halbjahr.
Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die Nachfrage nach Öl weltweit in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen wird. Für den Anstieg sei zu über 70 Prozent China verantwortlich, heißt es im Freitag veröffentlichten monatlichen Ölmarktbericht der IEA. Im kommenden Jahr dürfte sich der Anstieg der Nachfrage ihrer Schätzung nach etwas verlangsamen.
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen ist im Juli deutlich gestiegen: Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts lagen sie im vergangenen Monat 23,8 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Schon im Juni hatte der Wert um 13,9 Prozent zugenommen. Dabei handelt es sich um vorläufige Zahlen, die auf den Insolvenzbekanntmachungen der Amtsgerichte beruhen.
Robotertaxis erobern die US-Metropole San Francisco: Die zuständige Regulierungsbehörde CPUC gab am Donnerstag (Ortszeit) nach einer mehrstündigen öffentlichen Anhörung grünes Licht für die beiden Anbieter Waymo und Cruise, künftig fahrerlos Kundinnen und Kunden rund um die Uhr durch die Stadt zu fahren. Damit setzte sich die Behörde auch gegen zahlreiche Kritiker durch.
Die größten börsennotierten Konzerne in Deutschland haben im Quartal von April bis Juni einer Studie zufolge zwar Umsätze und Gewinn gesteigert - beide Werte lagen aber niedriger als die Inflation. Zudem war die Entwicklung uneinheitlich, zahlreiche Dax-Konzerne verzeichneten auch niedrigere Umsätze und Gewinne als im Vorjahreszeitraum, wie die am Freitag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY zeigt. "Immer stärker spüren viele Unternehmen die schwache Konjunkturentwicklung", lautet das Fazit.
Gut drei Monate nach dem Start des Deutschlandtickets sehen Länder und Verkehrsbranche das Projekt angesichts fehlender langfristiger Finanzzusagen in Gefahr. Der Bund und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) "müssen sich jetzt endlich zu dem von ihm selbst initiierten Projekt bekennen und auch in den kommenden Jahren die Hälfte der Kosten des Deutschlandtickets übernehmen", sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag.
Deutschlands Exporte sind im ersten Halbjahr insgesamt gestiegen: Sie legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf knapp 798 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Wichtigste Exportgüter waren Autos und Autoteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Die Importe nach Deutschland nahmen in den ersten sechs Monaten dagegen ab - um 4,3 Prozent auf rund 699 Milliarden Euro.
In den USA ist der Preis für Orangensaft auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Der Preis für ein Pfund (450 Gramm) Tiefkühl-Orangensaftkonzentrat zur Lieferung im September stieg am Donnerstag auf über drei Dollar. Ende Juli hatte er kurzzeitig bereits 3,20 Dollar erreicht - Analysten rechnen mit einem weiteren Anstieg auf bis zu 3,50 Dollar. Grund sind die beiden schweren Wirbelstürme "Ian" und "Nicole" im Herbst 2022 und eine Zitruskrankheit, die die Bäume befällt.
Nach Massenentlassungen, Kosteneinsparungen und dem Einbruch von Werbeeinnahmen befindet sich der kürzlich in X umbenannten Onlinedienst Twitter eigenen Angaben zufolge wieder im Aufschwung. X befinde sich "ziemlich nah an der Gewinnschwelle", sagte Unternehmenschefin Linda Yaccarino am Donnerstag dem US-Sender CNBC. In dem Interview kündigte sie die Einstellung von neuen Mitarbeitern an.
Das private Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic hat erstmals Touristen ins All gebracht. Das Raumschiff "VSS Unity" flog am Donnerstag den 80-jährigen Briten Jon Goodwin, die 46-jährige Keisha Schahaff aus dem Karibikstaat Antigua und Barbuda sowie deren 18-jährige Tochter Anastatia Mayers in eine Höhe von 88 Kilometern über der Erde. Die Weltraumtouristen konnten dort die Erdkrümmung sehen und kurz die Schwerelosigkeit genießen, bevor sie zur Erde zurückkehrten, wie Live-Bilder zeigten.
Die Aktionärinnen und Aktionäre der Angry-Birds-Entwicklerfirma Rovio haben mit großer Mehrheit für den Verkauf an den japanischen Videospielhersteller Sega gestimmt. Rovio teilte am Donnerstag mit, 96,3 Prozent der Anteilseigner stimmten für die Übernahme. Sega will mehr als 700 Millionen Euro zahlen.
Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge für weitere Offshore-Windparks in der Nordsee bekannt gegeben. Auf vier Seeflächen, die zwischen 40 und rund 100 Kilometern vor der Insel Norderney liegen, sollen bis 2028 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,8 Gigawatt entstehen, wie die Behörde in Bonn am Donnerstag mitteilte. Dabei floss erstmals neben einem Geldgebot auch die Umweltverträglichkeit des Ausbaus in das Gebotsverfahren mit ein.
In Großbritannien hat die traditionsreiche Haushaltswarenkette Wilko Antrag auf Insolvenz gestellt. 12.500 Stellen drohen wegzufallen. Wilko erklärte am Donnerstag, es sei nicht gelungen, einen Käufer zu finden oder neue Kapitalspritzen zu erhalten. Die Kette mit 400 Filialen verkauft Haushaltswaren, Heimwerkerbedarf und Einrichtungsartikel.
Pilotenstreiks bei der Lufthansa sind in den kommenden Jahren vom Tisch: Eine große Mehrheit der Mitglieder der Pilotengewerkschaft Cockpit stimmte für ein umfangreiches Tarifpaket. Es sieht Lohnerhöhungen von insgesamt 17 Prozent vor, eine Einmalzahlung von 3000 Euro sowie garantiert zehn freie Tage pro Monat vor. Der Vergütungstarifvertrag läuft bis Ende 2026, der Manteltarifvertrag bis Ende 2027, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte.
Die am Mittwoch zu einem Großteil niedergebrannte Ferienunterkunft im Elsass hat nicht den Vorschriften für derartige Herbergen entsprochen. Die Unterkunft sei den "obligatorischen" Sicherheitsüberprüfungen nicht unterzogen worden, sagte die stellvertretende Staatsanwältin der nahegelegenen Stadt Colmar, Nathalie Kielwasser, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Zudem hätten ihr die "Eigenschaften" zum Empfang von Übernachtungsgästen gefehlt.
Pilotenstreiks bei der Lufthansa sind in den kommenden Jahren vom Tisch: Die Pilotengewerkschaft Cockpit teilte am Donnerstag mit, dass eine große Mehrheit ihrer Mitglieder für ein Ende Juli ausgehandeltes Tarifpaket gestimmt habe. Medienberichten zufolge waren in den Verhandlungen unter anderem ein Gehaltsplus von 7,5 Prozent ab 2024, eine einmalige steuerfreie Inflationsprämie von 3000 Euro sowie Verbesserungen an der Dienststruktur vereinbart worden. Die Verträge laufen laut Cockpit bis Ende 2026.
Die Inflationsrate in den USA ist im Juli wieder leicht angestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Im Juni hatte die Inflationsrate bei 3,0 Prozent gelegen, dem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im Juli legte die Inflationsrate nun angetrieben von den Mieten zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wieder zu.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat Aussagen des Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke zur Inklusion als "menschenfeindlich" verurteilt. Höcke unterstelle, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen keinen Mehrwert zum Arbeitsmarkt leisteten und dass Kinder mit Behinderungen ihre Mitschüler am Lernerfolg hinderten - "ein Schlag ins Gesicht für Millionen von Menschen", erklärte das Kölner IW am Donnerstag. Menschen mit Behinderungen seien für den Arbeitsmarkt eine "unverzichtbare Stütze". Das sei "unstrittig".
Der Sozialverband VdK hat Äußerungen des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen scharf kritisiert. "Inklusion ist ein Menschenrecht und kein 'Ideologieprojekt'", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Donnerstag. "Damit zeigt die AfD einmal mehr, welchen Stellenwert sie Menschen mit Behinderungen einräumt."
Die am Mittwoch zu einem Großteil niedergebrannte Ferienunterkunft im Elsass hat nicht den Vorschriften für derartige Herbergen entsprochen. Die Unterkunft sei den "obligatorischen" Sicherheitsüberprüfungen nicht unterzogen worden, sagte die stellvertretende Staatsanwältin der nahegelegenen Stadt Colmar, Nathalie Kielwasser, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Zudem hätten ihr die "Eigenschaften" zum Empfang von Übernachtungsgästen gefehlt.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor einer Krankheitswelle wegen zunehmender Sanierungen von asbestbelasteten Wohnhäusern in Deutschland. "Wir stehen am Anfang von zwei Sanierungsjahrzehnten", sagte am Donnerstag Carsten Burckhardt, bei der Gewerkschaft zuständig für den Arbeitsschutz. Er forderte einen besseren Schutz für Bauarbeiter und Heimwerker vor der "unsichtbaren Gefahr".
Nach diversen telefonischen Anschlags- und Amokdrohungen, darunter der Ankündigung eines Attentats auf Düsseldorfer Weihnachtsmärkte, hat die Generalstaatsanwaltschaft im niedersächsische Celle einen 16-Jährigen angeklagt. Dem Jugendlichen werden insgesamt neun entsprechende Taten vorgeworfen, erklärte die Behörde am Donnerstag. Er soll sich unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Osnabrück verantworten. Dieses muss die Anklage noch prüfen.
66 Prozent der 14- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland halten Informatik als Pflichtfach bis zur zehnten Klasse für eine gute Idee. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge sagen fast drei Viertel, dass sie durch den Einsatz digitaler Medien im Unterricht motivierter seien. Ein recht gutes digitales Zeugnis stellen sie dabei ihren Lehrkräften aus.
China hat ein Verbot von Gruppenreisen ins Ausland wieder aufgehoben, das noch auch Corona-Zeiten stammt. Reisebüros im ganzen Land und Online-Anbieter dürften nun wieder Reisen in über 70 Länder organisieren, teilte das chinesische Tourismus- und Kulturministerium am Donnerstag mit. Dazu zählen neben Japan und Südkorea auch die USA, Großbritannien, die meisten EU-Länder sowie Indien, Pakistan und Australien.
Der US-Streamingdienst Disney+ erhöht in den USA den Preis für das monatliche Abo und will wie der Konkurrent Netflix gegen das Teilen von Nutzerkonten vorgehen. Disney-Chef Bob Iger sagte am Mittwoch, das Unternehmen sehe eine solche Einschränkung als "Priorität" und habe bereits "die technische Möglichkeit" dafür. Ab November wird auch in Deutschland ein Abo mit Werbung angeboten.