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Vor allem in West- und Südwestdeutschland steht den Menschen ein weiterer extrem heißer Tag bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach mitteilte, werden die Temperaturen dort im Zuge der derzeitigen Hitzewelle über weiten Teilen Europas örtlich wohl bis nahe an die Marke von 40 Grad Celsius steigen. Diese werde am Donnerstag "wahrscheinlich" hierzulande aber nicht überschritten, erklärten die Meteorologen. In anderen Länder, etwa in Frankreich, wurden schon neue Rekorde verzeichnet.
Laut DWD wird am Donnerstag in großen Teilen des Bundesgebiets erneut "starke bis extreme Wärmebelastung" mit Temperaturen von 34 bis 37 Grad herrschen, im Westen und Südwesten örtlich auch mehr. Nur im Norden wird es mit 27 bis 33 Grad etwas kühler bleiben. Bereits am Morgen galten demnach fast flächendeckend Hitzewarnungen. Ausgenommen waren nur Schleswig-Holstein sowie Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens.
Die Extremhitze über Deutschland wird laut Meteorologen durch Zustrom sehr heißer Luft aus Südwesteuropa verursacht und kann sich noch mehrere Tage fortsetzen. Es ist bereits die zweite ausgeprägte Hitzewelle in Europa innerhalb eines Monats. Sie hat schon seit Tagen auch weite Teile von Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Belgien im Griff.
Laut DWD werden die Temperaturspitzen hierzulande voraussichtlich ab Freitag erreicht. Am Samstag werden demnach fast flächendeckend sehr heiße 35 bis 41 Grad erreicht, nur im äußersten Norden soll es etwas kühler bleiben. Am Sonntag ist mit 33 bis 38 Grad zu rechnen, von Berlin bis in die Lausitz mit bis zu 41 Grad. Im Westen und Südwesten sind zudem bereits am Freitag örtlich ebenfalls bis 41 Grad möglich.
Unter Umständen könnte daher auch ein neuer monatlicher Hitzerekord für Juni aufgestellt werden. Weiterhin ist dem Wetterdienst zufolge in den kommenden Tagen vereinzelt mit kräftigen Hitzewittern zu rechnen, die örtlich auch Unwetterpotenzial haben können. Dies gilt insbesondere am Sonntag in einem Streifen vom Westen bis in die Mitte des Landes, laut DWD drohen dort teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm.
Einer ersten vorläufigen Auswertung des Wetterdiensts zufolge stiegen die Temperaturen hierzulande am Mittwoch bereits in den Bereich um 37 Grad. Der Tageshöchstwert wurde in Perl-Nennig im Saarland mit 37,3 Grad gemessen, es folgten Müllheim in Baden-Württemberg mit 36,8 Grad und die Messstation Trier-Petrisberg in Rheinland-Pfalz mit 36,7 Grad.
Nachts bleiben die Werte demnach vielerorts über der 20-Grad-Marke. Es gibt also sogenannte tropische Nächte, die eine weitere Aufheizung begünstigen. Behörden und Mediziner rufen allgemein zu erhöhter Vorsicht auf. Insbesondere für kleinere Kinder sowie ältere oder gesundheitlich ohnehin gefährdete Menschen ist die Hitze eine Belastung.
Auch die Waldbrandgefahr steigt wegen der sehr heißen und überwiegend trockenen Witterung derzeit massiv. Dem DWD zufolge wird in Teilen von Ostdeutschland sowie in einem Streifen vom bayerischen Franken bis zur Pfalz in Rheinland-Pfalz die höchste Warnstufe erreicht, ansonsten gilt verbreitet bereits die zweithöchste Warnkategorie.
C.M.Harper--TFWP