The Fort Worth Press - Ratingagenturen im Fokus

USD -
AED 3.672499
AFN 64.999712
ALL 79.73251
AMD 363.440013
ANG 1.790365
AOA 917.999834
ARS 1510.742703
AUD 1.407143
AWG 1.8025
AZN 1.69771
BAM 1.705151
BBD 2.014743
BDT 122.842733
BGN 1.683441
BHD 0.377072
BIF 3007.563373
BMD 1
BND 1.278286
BOB 9.828548
BRL 5.165749
BSD 1.000371
BTN 95.852241
BWP 13.566297
BYN 3.025994
BYR 19600
BZD 2.011918
CAD 1.401205
CDF 2310.999863
CHF 0.824195
CLF 0.024334
CLP 960.839822
CNY 6.70755
CNH 6.700875
COP 3214.45
CRC 447.525011
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.136744
CZK 21.265993
DJF 178.140476
DKK 6.52217
DOP 59.042263
DZD 133.863989
EGP 52.123098
ERN 15
ETB 163.400976
EUR 0.87249
FJD 2.218802
FKP 0.749304
GBP 0.748525
GEL 2.602537
GGP 0.749304
GHS 11.524327
GIP 0.749304
GMD 73.505413
GNF 8794.552556
GTQ 7.633994
GYD 209.29239
HKD 7.845735
HNL 26.85435
HRK 6.573196
HTG 130.743913
HUF 318.227971
IDR 17835
ILS 3.03663
IMP 0.749304
INR 95.99815
IQD 1310.490638
IRR 1374600.000262
ISK 121.450236
JEP 0.749304
JMD 157.960584
JOD 0.708989
JPY 157.249501
KES 129.497294
KGS 87.449711
KHR 4054.195438
KMF 428.000147
KPW 900.000318
KRW 1389.179589
KWD 0.30833
KYD 0.833682
KZT 447.238218
LAK 22416.551508
LBP 89581.983757
LKR 331.11734
LRD 173.066192
LSL 16.263563
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.354188
MAD 9.478186
MDL 17.581258
MGA 4336.662409
MKD 53.645926
MMK 2099.69268
MNT 3599.361607
MOP 8.083211
MRU 40.24412
MUR 47.569607
MVR 15.449545
MWK 1734.672526
MXN 17.251275
MYR 4.083699
MZN 63.909734
NAD 16.263705
NGN 1331.620095
NIO 36.809228
NOK 9.437485
NPR 153.367772
NZD 1.75219
OMR 0.384518
PAB 1.000379
PEN 3.37569
PGK 4.45264
PHP 62.999501
PKR 277.27411
PLN 3.80914
PYG 5930.433797
QAR 3.65652
RON 4.593504
RSD 102.388995
RUB 84.202169
RWF 1469.536863
SAR 3.726614
SBD 8.000512
SCR 13.927029
SDG 601.507612
SEK 9.87196
SGD 1.278198
SHP 0.747524
SLE 24.649771
SLL 20969.491881
SOS 571.677674
SRD 37.746499
STD 20697.981008
STN 21.360535
SVC 8.753575
SYP 13002.000254
SZL 16.258419
THB 33.365949
TJS 9.228308
TMT 3.51
TND 2.942646
TOP 2.40776
TRY 48.785098
TTD 6.790907
TWD 31.80103
TZS 2649.995975
UAH 44.694758
UGX 3945.963147
UYU 40.228081
UZS 11844.198871
VES 847.485102
VND 26022
VUV 118.29149
WST 2.754822
XAF 572.315643
XAG 0.015072
XAU 0.00023
XCD 2.70255
XCG 1.802885
XDR 0.707052
XOF 572.315643
XPF 103.976042
YER 236.550044
ZAR 16.31289
ZMK 9001.187957
ZMW 19.662326
ZWL 321.999592
SSP 5664.022588
MXV 1.955812
  • Euro STOXX 50

    -86.7000

    6236.2

    -1.39%

  • MDAX

    -192.8300

    31083.97

    -0.62%

  • Goldpreis

    34.5000

    4434.2

    +0.78%

  • SDAX

    -60.3500

    18106.55

    -0.33%

  • DAX

    -233.7400

    25304.06

    -0.92%

  • TecDAX

    -47.7000

    3948.65

    -1.21%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1484

    +0.03%


Ratingagenturen im Fokus




Die globale Finanzkrise von 2007/2008 war ein Weckruf für das internationale Finanzsystem. Neben den Banken und Investmenthäusern gerieten damals auch die Kreditratingagenturen ins Zwielicht. Diese privaten Unternehmen, allen voran Moody’s, Standard & Poor’s (S&P) und Fitch, gaben vermeintlich sicheren Wertpapieren – darunter verbrieften Hypotheken – Bestnoten und vermittelten damit vielen Anlegern und Banken ein falsches Sicherheitsgefühl. Als sich die Immobilienblase in den USA entlud, wurden die vermeintlich risikofreien Papiere reihenweise abgestuft. Rückblickend wird diesen Agenturen in Untersuchungen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Verschärfung der Krise zugeschrieben. Ihre extrem optimistischen Bewertungen ermöglichten es Banken, mit geringeren Eigenkapitalpuffern zu arbeiten und enorme Risiken einzugehen.

Oligopol mit globalem Einfluss
Die Macht der großen Ratingagenturen beruht auf ihrer marktbeherrschenden Stellung. Moody’s, S&P und Fitch kontrollieren zusammen rund 96 Prozent des weltweiten Ratinggeschäfts. Besonders bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Staaten beherrschen sie nahezu den gesamten Markt. Ihre Bewertungen beeinflussen nicht nur den Zinssatz, den Staaten und Unternehmen für Kredite zahlen müssen, sondern auch, ob sie überhaupt Zugang zu Kapital erhalten. Ein Herabstufung kann eine Volkswirtschaft tiefgreifend erschüttern und sogar zur self‑fulfilling prophecy werden, wenn sie Kapitalflucht und höhere Zinsen nach sich zieht. Kritiker sprechen deshalb von einer quasi kartellartigen Struktur, in der drei Unternehmen über die wirtschaftliche Zukunft von Ländern und Unternehmen entscheiden.

Geschäftsmodell mit Interessenkonflikten
Die Geschichte der Ratingagenturen reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts; sie waren ursprünglich Abonnementsdienste für Investoren. In den 1970er‑Jahren stellten sie ihr Geschäftsmodell jedoch von „Investor‑bezahlt“ auf „Emittenten‑bezahlt“ um. Damit bezahlen heute diejenigen, deren Anleihen bewertet werden, für das Urteil. Dieser Interessenkonflikt gilt als eine der Ursachen für die übermäßig positiven Bewertungen vor der Finanzkrise: Emittenten konnten sich aussuchen, welche Agentur ihnen das gewünschte „AAA“ ausstellte. Obwohl der US‑Kongress mit dem Dodd‑Frank‑Gesetz 2010 interne Kontrollmechanismen, Transparenzregeln und höhere Haftungsstandards vorschrieb, scheiterten wesentliche Reformvorhaben, etwa die zufällige Zuteilung von Ratingaufträgen, bislang an der Umsetzung. Regulierer wurden zwar verpflichtet, Ratings aus wichtigen Kapitalvorschriften zu entfernen, doch bis heute stützen sich viele Regeln weiterhin direkt oder indirekt auf diese Urteile.

Macht über Entwicklungspolitik und Kreditflüsse
Wie groß der Einfluss der Ratingagenturen ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Entwicklungsfinanzierung. Im Oktober 2025 änderte S&P die Bewertungsmethoden für multilaterale Entwicklungsbanken – eine scheinbar technische Anpassung. Diese Änderung könnte diesen Banken laut Berechnungen zusätzlich 600–800 Milliarden US‑Dollar an Kreditspielraum verschaffen. Kommentatoren stellten fest, dass damit nicht Regierungen oder Parlamente, sondern private Agenturen faktisch den Rahmen für die globale Entwicklungsfinanzierung setzen. Wenn eine Agentur ihre Annahmen ändert, zieht der Wettbewerbsdruck oft die anderen nach sich; so bestimmen wenige Unternehmen über die Lending‑Kapazitäten weltweit. Dieses Beispiel verstärkt die Sorge, dass die Macht über die globalen Kapitalflüsse in den Händen privater Firmen liegt, die sich vor allem an den Interessen der Kapitalmärkte orientieren.

Bemühungen um Reform und neue Herausforderungen
Weltweit drängen Regulierungsbehörden auf mehr Wettbewerb und Transparenz im Ratinggeschäft. Es gibt Initiativen, regionale Agenturen in Afrika oder Asien zu stärken, um die Abhängigkeit von den US‑dominierten Anbietern zu reduzieren. Auch die Integration von Umwelt‑, Sozial‑ und Governance‑Faktoren (ESG) in Ratings sowie der Einsatz von künstlicher Intelligenz gelten als Fortschritte, die zu besseren Urteilen beitragen sollen. Dennoch bleibt die Kritik am Grundproblem bestehen: Die Konzentration der Marktmacht und das „Emittenten‑bezahlt“-Modell begünstigen Interessenkonflikte. Befürworter von Reformen fordern deshalb zufällige Zuteilungen von Ratingaufträgen, strengere Haftungsvorschriften und eine stärkere Unabhängigkeit der Analysten.

Rolle von Großaktionären und wirtschaftliche Interessen
Die Marktmacht der Agenturen spiegelt sich auch in der Attraktivität für Investoren. Der US‑Konzern Berkshire Hathaway, unter Führung von Warren Buffett, hält knapp 14 Prozent der Anteile an Moody’s und ist damit der größte Einzelaktionär. Allein die Dividendenerträge machen die Investition für Berkshire zu einem lukrativen Engagement; Buffett hat wiederholt betont, dass er die Beteiligung langfristig halten will. Diese Beteiligungen zeigen, dass Ratingagenturen trotz aller Kritik äußerst profitable Geschäftsmodelle bleiben – was Reformbestrebungen zusätzlich erschwert, weil starke finanzielle Interessen im Spiel sind.

Öffentliche Wahrnehmung und Debatte
Die öffentliche Meinung über Ratingagenturen ist gespalten. Viele Bürgerinnen und Bürger werfen ihnen vor, sie hätten mit ihren positiven Bewertungen maßgeblich zur globalen Finanzkrise beigetragen und würden nun weiterhin übermäßig mächtige Positionen einnehmen. Kommentare in sozialen Medien sprechen von „überbezahlten Analysten“, die kaum zur Haftung gezogen werden, und bezeichnen die Arbeit der Agenturen spöttisch als „Raten statt Rating“. Andererseits bestätigen auch Experten, dass verlässliche Risikoanalysen für ein funktionierendes Finanzsystem unerlässlich sind; ganz ohne Ratings müssten alle Marktteilnehmer selber komplexe Risikomodelle entwickeln – eine Aufgabe, für die den meisten die Ressourcen fehlen. Zudem weisen Verteidiger der Agenturen darauf hin, dass seit 2008 Transparenz und methodische Qualität verbessert wurden und viele Fehleinschätzungen auf die damalige Datenlage und externe Anreize zurückzuführen seien.

Ausblick: Mehr Wettbewerb und klare Regeln
Die jüngsten Diskussionen zeigen, dass die internationale Gemeinschaft den Einfluss der Ratingagenturen zunehmend kritisch hinterfragt. Forderungen nach regionalen Alternativen, zufälliger Auftragsvergabe und klaren Haftungsvorschriften gewinnen an Gewicht. In einem komplexen globalen Finanzsystem sind zuverlässige Risikoeinschätzungen unverzichtbar; zugleich müssen die Institutionen, die diese Bewertungen erstellen, transparent und rechenschaftspflichtig sein. Nur wenn die Dominanz weniger Anbieter gebrochen wird und die Regulierung konsequent umgesetzt wird, kann das internationale Finanzsystem stabiler und gerechter werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...