The Fort Worth Press - Chinas Rückzug aus Venezuela

USD -
AED 3.672499
AFN 65.000097
ALL 79.955008
AMD 362.980675
ANG 1.790365
AOA 917.99981
ARS 1510.007398
AUD 1.403322
AWG 1.8025
AZN 1.70071
BAM 1.703666
BBD 2.01385
BDT 122.787991
BGN 1.683441
BHD 0.376916
BIF 3008.101045
BMD 1
BND 1.275784
BOB 10.173389
BRL 5.125501
BSD 0.999826
BTN 95.870627
BWP 13.559233
BYN 3.039547
BYR 19600
BZD 2.010976
CAD 1.399185
CDF 2310.999789
CHF 0.82431
CLF 0.024323
CLP 960.41986
CNY 6.70755
CNH 6.697625
COP 3168.93
CRC 447.299652
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.05007
CZK 21.177976
DJF 178.04878
DKK 6.511105
DOP 59.224739
DZD 133.738083
EGP 52.1279
ERN 15
ETB 160.975011
EUR 0.87096
FJD 2.215902
FKP 0.749304
GBP 0.74815
GEL 2.603821
GGP 0.749304
GHS 11.508761
GIP 0.749304
GMD 73.501407
GNF 8775.00026
GTQ 7.628953
GYD 209.155963
HKD 7.845025
HNL 26.920262
HRK 6.563203
HTG 130.679443
HUF 315.661025
IDR 17752
ILS 3.02645
IMP 0.749304
INR 95.78015
IQD 1310.5
IRR 1374599.999738
ISK 121.420082
JEP 0.749304
JMD 157.787456
JOD 0.709013
JPY 157.190501
KES 129.60389
KGS 87.449912
KHR 4052.999861
KMF 427.999984
KPW 900.000318
KRW 1381.760111
KWD 0.30859
KYD 0.833275
KZT 445.391986
LAK 22375.000375
LBP 89549.999586
LKR 331.62892
LRD 174.513126
LSL 16.239951
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.345046
MAD 9.523996
MDL 17.553136
MGA 4390.000013
MKD 53.593439
MMK 2099.69268
MNT 3599.361607
MOP 8.079878
MRU 40.04999
MUR 47.570343
MVR 15.449771
MWK 1736.999698
MXN 17.14813
MYR 4.082015
MZN 63.909536
NAD 16.240391
NGN 1332.090477
NIO 36.670231
NOK 9.416225
NPR 153.391986
NZD 1.74641
OMR 0.3845
PAB 0.99983
PEN 3.374503
PGK 4.445002
PHP 62.690982
PKR 277.174995
PLN 3.79332
PYG 5914.634146
QAR 3.644991
RON 4.582898
RSD 102.237989
RUB 84.499996
RWF 1471
SAR 3.713396
SBD 8.000512
SCR 14.786135
SDG 601.503419
SEK 9.80629
SGD 1.27587
SHP 0.747524
SLE 24.650427
SLL 20969.491881
SOS 571.00023
SRD 37.746502
STD 20697.981008
STN 21.6
SVC 8.749129
SYP 13002.000254
SZL 16.315014
THB 33.278499
TJS 9.223821
TMT 3.51
TND 2.912497
TOP 2.40776
TRY 48.784465
TTD 6.788328
TWD 31.812497
TZS 2651.607986
UAH 44.680662
UGX 3929.459623
UYU 40.200524
UZS 11825.000017
VES 847.4851
VND 26005
VUV 118.29149
WST 2.754822
XAF 571.312333
XAG 0.014998
XAU 0.000228
XCD 2.70255
XCG 1.802003
XDR 0.707052
XOF 571.312333
XPF 104.000105
YER 236.55041
ZAR 16.23662
ZMK 9001.1947
ZMW 19.622822
ZWL 321.999592
SSP 5664.022588
MXV 1.944118
  • Goldpreis

    14.0000

    4413.7

    +0.32%

  • Euro STOXX 50

    56.4000

    6322.9

    +0.89%

  • TecDAX

    11.8300

    3996.35

    +0.3%

  • DAX

    178.9100

    25716.71

    +0.7%

  • SDAX

    60.4300

    18227.33

    +0.33%

  • MDAX

    171.3200

    31448.12

    +0.54%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1482

    +0.02%


Chinas Rückzug aus Venezuela




Was sind die Ursachen des Bruchs einer einstigen „strategischen Partnerschaft“ zwischen China und Venezuela? Seit Beginn des 21. Jahrhunderts pflegten China und Venezuela eine enge Partnerschaft. Caracas wollte mit Peking einen starken Gegenspieler zu Washington gewinnen und versprach im Gegenzug Zugang zu den größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. Im Rahmen von sogenannten „Kredit‑gegen‑Öl“-Pakten floss aus China insgesamt rund 60 Milliarden US‑Dollar nach Venezuela. Laut Analysen von 2020 entfielen mehr als 40 Prozent aller chinesischen Entwicklungskredite nach Lateinamerika auf Venezuela, und etwa 20 Milliarden US‑Dollar sind bis heute offen. Für die Regierung in Caracas bedeutete dies jahrzehntelang harte Deviseinnahmen, für Peking vor allem einen sicheren Energielieferanten und ein politisches Standbein in der Region.

Der anfängliche Enthusiasmus wich jedoch Ernüchterung. Venezuelas Wirtschaftspolitik und allgegenwärtige Korruption ruinierten das Land; die Ölförderung brach ein, und viele Infrastruktur‑Projekte scheiterten. Seit dem Machtantritt von Nicolás Maduro im Jahr 2013 haben chinesische Banken keine neuen umfassenden Kredite mehr vergeben, sondern lediglich bestehende Linien verlängert. Von den rund 60 Milliarden US‑Dollar sind noch immer etwa 20 Milliarden offen, doch aufgrund der drastisch gesunkenen Ölexporte fehlt Caracas das Geld für die Rückzahlung. Chinesische Firmen zogen sich aus diversen Projekten zurück, weil die Renditen ausblieben und die staatliche Ölgesellschaft PDVSA nicht mehr lieferfähig war.

Ölpartnerschaft unter Druck
Venezuela liefert weiterhin große Mengen Rohöl nach China. Im Juni 2025 stiegen die venezolanischen Ölexporte dank zusätzlicher Tanker für chinesische Kunden auf rund 844 000 Barrel pro Tag; rund 90 Prozent dieser Exporte gingen direkt oder über Zwischenhändler nach China. Bereits im Mai hatte China als Hauptabnehmer über 584 000 Barrel pro Tag erhalten und damit die Ausfälle in anderen Absatzmärkten kompensiert. Tatsächlich beziehen chinesische Raffinerien damit mehr als 90 Prozent des venezolanischen Rohöls.

Gleichzeitig hat die Struktur des Handels geändert. Aufgrund der US‑Sanktionen von 2019 dürfen die staatlichen Energiekonzerne Chinas keine venezolanischen Fässer mehr direkt kaufen, weshalb hauptsächlich unabhängige Raffinerien über Zwischenhändler agieren. Viele Lieferungen werden über Malaysia oder andere Hubs umdeklariert. Dieses Vorgehen macht die Transporte riskant und teuer. Als US‑Präsident Donald Trump im März 2025 25‑Prozent‑Zölle auf Waren aus Ländern verhängte, die venezolanisches Öl importieren, stoppten chinesische Händler vorübergehend ihre Käufe und warteten auf Anweisungen Pekings.

Die Exportabhängigkeit Venezuelas zeigt sich auch an der Innenpolitik: Mitte 2025 reiste Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nach Peking, um höhere Exporte auszuhandeln. China jedoch verhandelte Preise nach unten und verlangte größere Preisnachlässe. Berichten zufolge werden bis zu zehn Prozent der venezolanischen Rohölexporte direkt zur Schuldentilgung verwendet. Analysten in Caracas sehen darin ein Zeichen, dass sich die „strategische Partnerschaft“ in ein reines Gläubiger‑Schuldner‑Verhältnis verwandelt hat.

Kleine neue Investitionen – aber keine Rettung
Im August 2025 wurde bekannt, dass das private chinesische Unternehmen China Concord Resources Corp (CCRC) zwei Ölfelder am Maracaibo‑See übernimmt. CCRC will mehr als eine Milliarde US‑Dollar investieren und bis Ende 2026 rund 60 000 Barrel täglich fördern. Dieses Projekt ist eine seltene Ausnahme, denn die großen staatlichen Konzerne sind seit den US‑Sanktionen aus dem Land verschwunden. Der Vertrag unterstreicht, wie verzweifelt Caracas nach Kapital sucht: Investoren erhalten im Rahmen des sogenannten Anti‑Blockade‑Gesetzes eine Beteiligung an der Förderung, das als Reaktion auf die Sanktionen geschaffen wurde. Dennoch bleibt die vereinbarte Menge im Vergleich zur früheren Zusammenarbeit gering und beweist eher Chinas Vorsicht als neuen Enthusiasmus.

Warum zieht sich China zurück?
Mehrere Gründe erklären, warum Peking die enge Bindung zu Venezuela lockert. Erstens bleibt das südamerikanische Land trotz seiner Ölreserven wirtschaftlich ein Fass ohne Boden. Die jahrelange Misswirtschaft führte zu einem Einbruch der Fördermengen; Experten sprechen von einer der größten wirtschaftlichen Depressionen in der Region. Die Projekte, die mit chinesischem Kapital errichtet wurden, warfen kaum Profit ab. Zudem versickerte ein Teil der Kredite in Korruptionsnetzwerken und wurde nicht für produktive Investitionen genutzt. Zweitens erhöhen die US‑Sekundärsanktionen die Risiken. Wegen der drohenden Strafmaßnahmen verzichten viele chinesische Staatsunternehmen auf Direktimporte. Als Washington im Frühjahr 2025 ankündigte, 25‑Prozent‑Zölle auf Waren aus Staaten zu erheben, die venezolanisches Öl kaufen, legten chinesische Händler ihre Einkäufe auf Eis. Selbst Pekings diplomatische Proteste gegen „unilaterale Sanktionen“ änderten daran wenig.

Drittens ist Venezuela für China geopolitisch weniger wichtig als oft angenommen. Peking betrachtet das Land längst nicht mehr als ideologischen Bruder, sondern als risikoreiche Investition. Beobachter weisen darauf hin, dass China 2019 sogar ein „Öl‑gegen‑Hilfen“-Angebot machte, das wegen der venezolanischen Misswirtschaft nie umgesetzt wurde. Seit 2023 lieferten chinesische Rüstungsfirmen keine Waffen mehr nach Venezuela. Insgesamt sendet Venezuela zwar den Großteil seines Öls nach China, doch angesichts der geringen Gesamtkapazität ist das Volumen für Peking austauschbar. Vor diesem Hintergrund sehen viele chinesische Entscheidungsträger Venezuela als entlegenen, schwer verteidigbaren Außenposten.

Bilanz und Aussichten?
China hat Venezuela über zwei Jahrzehnte massiv unterstützt, doch die Realität hat die einst blumigen Versprechen überholt. Heute ist Peking vor allem daran interessiert, den noch ausstehenden Teil seiner Darlehen zurückzuerhalten und günstiges Öl zu beziehen. Neue Großkredite oder Militärhilfe bleiben aus, und selbst technologische Kooperationen sind auf Sparflamme. Venezuela wird zwar weiterhin Öl nach China liefern, doch diese Beziehung ist längst nicht mehr strategisch, sondern von gegenseitigem Misstrauen und niedrigen Erwartungen geprägt.

Die Kombination aus gigantischen Schulden, wirtschaftlicher Misere, politischen Risiken und US‑Sanktionen hat den Glanz der Partnerschaft verblassen lassen. Chinas Zurückhaltung zeigt, dass auch geopolitische Großmächte auf ihr Kosten‑Nutzen‑Kalkül achten. Für Venezuela bedeutet dies, dass die Hoffnung auf eine groß angelegte Rettung aus Peking schwindet – ein bitteres Eingeständnis für ein Land, das einst als Vorreiter eines „sozialistischen Bündnisses“ galt.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...