The Fort Worth Press - Zerreißprobe Indien–USA?

USD -
AED 3.672498
AFN 65.000139
ALL 83.124979
AMD 376.61999
ANG 1.790083
AOA 916.999774
ARS 1393.2501
AUD 1.439957
AWG 1.8
AZN 1.70203
BAM 1.695072
BBD 2.009612
BDT 122.428639
BGN 1.709309
BHD 0.377572
BIF 2971
BMD 1
BND 1.2851
BOB 6.894519
BRL 5.144303
BSD 0.997742
BTN 92.939509
BWP 13.688562
BYN 2.956504
BYR 19600
BZD 2.006665
CAD 1.391202
CDF 2299.999821
CHF 0.79798
CLF 0.023208
CLP 916.398115
CNY 6.882601
CNH 6.85723
COP 3683.02
CRC 464.279833
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.87498
CZK 21.181701
DJF 177.719763
DKK 6.45812
DOP 60.624998
DZD 132.882317
EGP 54.447796
ERN 15
ETB 156.703383
EUR 0.86425
FJD 2.237704
FKP 0.755657
GBP 0.753045
GEL 2.680292
GGP 0.755657
GHS 11.010137
GIP 0.755657
GMD 73.498004
GNF 8777.502436
GTQ 7.632939
GYD 208.828972
HKD 7.835605
HNL 26.610296
HRK 6.511499
HTG 130.952897
HUF 329.605497
IDR 17072
ILS 3.135299
IMP 0.755657
INR 92.893495
IQD 1310
IRR 1315799.999992
ISK 124.790139
JEP 0.755657
JMD 157.303566
JOD 0.709015
JPY 159.521498
KES 130.098106
KGS 87.450464
KHR 4012.501538
KMF 427.00011
KPW 900.002378
KRW 1496.690239
KWD 0.309699
KYD 0.831502
KZT 472.805432
LAK 21960.000243
LBP 89540.13367
LKR 314.804623
LRD 184.250143
LSL 16.865021
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.374976
MAD 9.377501
MDL 17.55613
MGA 4161.000065
MKD 53.318166
MMK 2100.11256
MNT 3573.311532
MOP 8.055104
MRU 40.119955
MUR 47.019441
MVR 15.449741
MWK 1736.498711
MXN 17.710035
MYR 4.029047
MZN 63.959664
NAD 16.870206
NGN 1380.130003
NIO 36.729888
NOK 9.67525
NPR 148.701282
NZD 1.74796
OMR 0.384503
PAB 0.997734
PEN 3.42625
PGK 4.30703
PHP 60.105497
PKR 279.05014
PLN 3.687835
PYG 6454.29687
QAR 3.645103
RON 4.404017
RSD 101.420986
RUB 78.549304
RWF 1461
SAR 3.754862
SBD 8.04524
SCR 13.741322
SDG 600.999726
SEK 9.45972
SGD 1.282865
SHP 0.750259
SLE 24.629093
SLL 20969.510825
SOS 571.496418
SRD 37.350965
STD 20697.981008
STN 21.55
SVC 8.730169
SYP 110.704564
SZL 16.860389
THB 32.520473
TJS 9.563492
TMT 3.5
TND 2.919027
TOP 2.40776
TRY 44.608801
TTD 6.768937
TWD 31.9215
TZS 2599.999799
UAH 43.698134
UGX 3743.234401
UYU 40.405091
UZS 12174.999751
VES 473.467201
VND 26337.5
VUV 119.244946
WST 2.76629
XAF 568.506489
XAG 0.013705
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.798209
XDR 0.706253
XOF 568.503383
XPF 103.649687
YER 238.598615
ZAR 16.79457
ZMK 9001.189175
ZMW 19.281421
ZWL 321.999592
  • DAX

    -31.1200

    23136.96

    -0.13%

  • Euro STOXX 50

    -9.5700

    5683.29

    -0.17%

  • SDAX

    134.8200

    16858.89

    +0.8%

  • Goldpreis

    -9.5000

    4675.2

    -0.2%

  • TecDAX

    1.1000

    3469.01

    +0.03%

  • MDAX

    128.8300

    29045.09

    +0.44%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1558

    +0.1%


Zerreißprobe Indien–USA?




Zwischen Washington und Neu-Delhi eskaliert eine Auseinandersetzung, die binnen weniger Wochen von scharfen Worten zu harten Maßnahmen geworden ist – und die das Fundament einer seit einem Vierteljahrhundert gewachsenen Partnerschaft erschüttert. Auslöser sind drastische US-Zölle auf indische Waren und der politische Stil von Donald Trump, der auf maximalen Druck statt auf kluge Diplomatie setzt. Für beide Länder – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und gesellschaftlich – steht viel auf dem Spiel.

Am 6. August zeichnete das Weiße Haus per Dekret eine neue Linie vor: Eine zusätzliche Abgabe von 25 Prozent auf indische Exporte, begründet mit Indiens anhaltenden Käufen von günstigem russischem Öl. Ende August soll eine weitere Stufe greifen, womit sich die Zusatzlast auf insgesamt 50 Prozent summiert. Die Folge ist bereits spürbar: Der indische Markt blickt nervös auf den Wechselkurs der Rupie, Investitionspläne werden eingefroren, Lieferketten neu gerechnet. Besonders exportabhängige Branchen – von der Elektronikfertigung bis zur Diamantverarbeitung – melden wegbrechende Aufträge und Kurzarbeit. Das ist kein abstrakter Handelsstreit, sondern eine soziale Krise mit Namen und Gesichtern in Ahmedabad, Surat, Noida und anderswo.

Die handelspolitische Kehrtwende trifft India Inc. in einer Phase, in der Neu-Delhi eigentlich Tempo machen wollte: mit einer vertieften Halbleiter-Kooperation mit den USA, mit mehr Technologie-Transfers in der Luft- und Raumfahrt, mit gemeinsamen Programmen bei kritischen Mineralien. Ein Aushängeschild ist das Co-Produktion-Vorhaben für moderne Kampfflugzeug-Triebwerke – Symbol dafür, dass beide Demokratien nicht nur kaufen und verkaufen, sondern gemeinsam entwickeln und produzieren wollen. Genau diese „vertrauensbasierte“ Dimension gerät nun unter Druck: Wenn Zölle die politische Agenda dominieren, verlieren selbst strategische Leuchtturmprojekte ihren Schutzschirm gegen den Gegenwind der Tagespolitik.

Parallel kocht eine zweite Konfliktlinie hoch, die das Sicherheitsvertrauen belastet: US-Ermittler hatten Ende 2023 und 2024 einen Mordkomplott auf amerikanischem Boden einem indischen Regierungsmitarbeiter zugerechnet; Anfang 2025 empfahl eine indische Untersuchungskommission zwar Schritte gegen einzelne Personen, doch der Schatten bleibt. In Washington befeuert der Fall Debatten über gezielte Sanktionen, in Neu-Delhi wehrt man pauschale Schuldzuweisungen ab. Solange diese Wunde nicht transparent und rechtsstaatlich verheilt, bleibt sie ein Störgeräusch in Geheimdienst- und Polizeikooperation – ausgerechnet dort, wo beide Länder gegen Terrorismus, Desinformation und Cyberangriffe enger zusammenrücken wollten.

Die gesellschaftliche Bruchlinie verläuft zudem durch die Tech-Korridore zwischen Bengaluru, Hyderabad und dem Silicon Valley. In Trumps Umfeld werden einschneidende Änderungen am H-1B-System diskutiert – höherer Lohnschwellen-Fokus, weniger Chancen für Berufseinsteiger, womöglich restriktivere Kontingente. Für hunderttausende indische IT-Fachkräfte und für US-Firmen, die seit Jahren auf indische Talente setzen, wäre das ein Schock mit Langzeitfolgen. Es geht nicht nur um Visaformalia, sondern um Innovationsflüsse, Gründungsdynamik und Steueraufkommen auf beiden Seiten.

Geopolitisch wirkt der Zollhammer wie ein Bumerang. Anstatt Indien fester in ein westliches Technologie- und Sicherheitsökosystem einzubinden, treibt die Eskalation Neu-Delhi dazu, Alternativen zu prüfen – etwa mehr Kooperationen mit Europa oder Japan in Triebwerks- und Halbleitertechnologien, notfalls auch eine vorsichtige Entspannung mit Peking in einzelnen Wirtschaftsfragen. Wie tragfähig solche Optionen sind, ist offen. Sicher ist: Die Kernlogik der letzten Jahre – „Kooperieren, wo möglich; konkurrieren, wo nötig“ – wird durch pauschale Strafmaßnahmen ausgehöhlt.

Was ist das „Schreckliche“ an dieser Entwicklung? Nicht ein einzelner Beschluss, sondern die Summe der Kollateralschäden: Arbeitsplätze verschwinden, Zuliefererketten reißen, Studierende und Fachkräfte geraten in Unsicherheit, Vertrauen in rechtsstaatliche Aufklärung wird angekratzt, sicherheitspolitische Planungen – von Rüstung bis Raumfahrt – werden unberechenbarer. Die größten Verlierer sind nicht Regierungen, sondern Menschen: Arbeiter in Surat, Entwickler in Pune, Studierende in Boston, Mittelständler in Baden-Württemberg, die auf indische Fertigung angewiesen sind, und Kliniken in den USA, die generische Medikamente aus Indien beziehen.

Auswege gibt es – noch. Erstens: ein geordnetes Deeskalationspaket mit klaren Off-Ramps. Dazu zählen sektorale Ausnahmen für kritische Güter (Medizin, Halbleiter-Equipment), temporäre Zoll-„Snap-Backs“ an harte Konditionen (etwa Fortschritte bei Ölimport-Transparenz) geknüpft, sowie eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche auf Chefunterhändler-Ebene. Zweitens: eine glaubwürdige juristische Aufarbeitung des vereitelten Attentatsfalls, inklusive Rechtshilfe und – wo notwendig – personalbezogener Konsequenzen, damit die Sicherheitskooperation nicht als Geisel politischer Symbolik endet. Drittens: Planbarkeit bei Fachkräfteprogrammen – etwa eine H-1B-Reform, die Missbrauch verhindert, aber Hochqualifizierten und US-Unternehmen verlässliche Pfade lässt. Viertens: Schutzkorridore für die strategischen Zukunftsprojekte – iCET, Triebwerks-Co-Produktion, gemeinsame Raumfahrtmissionen – durch verbindliche, zollresistente Vereinbarungen.

Klugheit, Diplomatie und Weitsicht sind genau jetzt gefragt. Trumps Politikstil – impulsiv, konfrontativ, mit Vorliebe für den großen Knall – mag kurzfristig Schlagzeilen produzieren. Nachhaltige Ergebnisse in komplexen Partnerschaften erzielt man so selten. Indien und die USA sind zu wichtig füreinander, als dass sie eine Spirale aus Zöllen, Misstrauen und Symbolpolitik in Kauf nehmen sollten. Wer wirklich Stärke zeigen will, beweist sie am Verhandlungstisch – mit klaren Regeln, messbaren Zielen und Respekt vor dem Partner.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...