The Fort Worth Press - Wendepunkt oder Scheitern - Weltklimakonferenz ringt um Abkehr von fossilen Energien

USD -
AED 3.672501
AFN 63.500104
ALL 82.633029
AMD 368.080038
ANG 1.790403
AOA 916.999439
ARS 1468.762503
AUD 1.443929
AWG 1.8
AZN 1.704229
BAM 1.715644
BBD 2.014246
BDT 122.861805
BGN 1.69088
BHD 0.3772
BIF 2987.24539
BMD 1
BND 1.295549
BOB 6.92556
BRL 5.195398
BSD 1.000105
BTN 94.687626
BWP 13.599361
BYN 2.808821
BYR 19600
BZD 2.011333
CAD 1.420085
CDF 2264.999756
CHF 0.80991
CLF 0.023188
CLP 912.629528
CNY 6.774802
CNH 6.794085
COP 3450.52
CRC 453.69217
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.725381
CZK 21.284902
DJF 178.090844
DKK 6.570815
DOP 58.536115
DZD 133.642954
EGP 49.721698
ERN 15
ETB 161.234408
EUR 0.87901
FJD 2.24285
FKP 0.754878
GBP 0.757845
GEL 2.644964
GGP 0.754878
GHS 11.225636
GIP 0.754878
GMD 72.999923
GNF 8763.311637
GTQ 7.629858
GYD 209.231741
HKD 7.841025
HNL 26.757135
HRK 6.619905
HTG 130.75668
HUF 312.598794
IDR 17920
ILS 2.99632
IMP 0.754878
INR 94.720702
IQD 1310.110704
IRR 1375000.000043
ISK 126.569798
JEP 0.754878
JMD 157.423814
JOD 0.709027
JPY 161.583004
KES 129.410091
KGS 87.449566
KHR 4014.105511
KMF 430.999576
KPW 900.00035
KRW 1534.079586
KWD 0.30897
KYD 0.833436
KZT 486.473447
LAK 22146.685497
LBP 89557.448376
LKR 334.602361
LRD 182.011965
LSL 16.491476
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.417656
MAD 9.360252
MDL 17.606449
MGA 4178.106825
MKD 54.164854
MMK 2099.387374
MNT 3579.000015
MOP 8.07637
MRU 39.722981
MUR 47.959633
MVR 15.459428
MWK 1734.153231
MXN 17.54182
MYR 4.140495
MZN 63.899807
NAD 16.491476
NGN 1368.709975
NIO 36.798891
NOK 9.78245
NPR 151.500026
NZD 1.761665
OMR 0.384516
PAB 1.000105
PEN 3.385323
PGK 4.386042
PHP 61.446497
PKR 278.148213
PLN 3.765899
PYG 6096.517967
QAR 3.645646
RON 4.611705
RSD 103.19797
RUB 74.500354
RWF 1466.604677
SAR 3.754291
SBD 8.065041
SCR 13.521981
SDG 600.502742
SEK 9.722302
SGD 1.29678
SHP 0.746601
SLE 24.750049
SLL 20969.503664
SOS 571.588975
SRD 37.482988
STD 20697.981008
STN 21.491605
SVC 8.751031
SYP 110.532098
SZL 16.486254
THB 33.224986
TJS 9.275777
TMT 3.51
TND 2.960315
TOP 2.40776
TRY 46.478349
TTD 6.79047
TWD 31.647497
TZS 2625.002949
UAH 44.892717
UGX 3660.590537
UYU 40.114211
UZS 12015.842175
VES 616.865275
VND 26325
VUV 118.758526
WST 2.756325
XAF 575.410972
XAG 0.016156
XAU 0.000242
XCD 2.70255
XCG 1.8024
XDR 0.713895
XOF 575.410972
XPF 104.61587
YER 238.649868
ZAR 16.527097
ZMK 9001.200113
ZMW 17.940666
ZWL 321.999592
  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • Goldpreis

    -55.9000

    4146.8

    -1.35%

  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • EUR/USD

    -0.0047

    1.1384

    -0.41%

Wendepunkt oder Scheitern - Weltklimakonferenz ringt um Abkehr von fossilen Energien
Wendepunkt oder Scheitern - Weltklimakonferenz ringt um Abkehr von fossilen Energien / Foto: © AFP

Wendepunkt oder Scheitern - Weltklimakonferenz ringt um Abkehr von fossilen Energien

Zwei Tage vor dem geplanten Ende der Weltklimakonferenz in Dubai ist ein Beschluss für eine globale Abkehr von allen fossilen Energien so greifbar wie noch nie - aber dennoch keineswegs sicher. Es gehe jetzt darum, dass nicht "zwei oder drei Länder" einen Konsensbeschluss verhinderten, sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Sonntag in Dubai. Für Entrüstung sorgte ein Aufruf der Opec, sich dem Ausstiegsbeschluss vehement zu widersetzen.

Textgröße:

"Es gibt hier bereits eine breite Mehrheit von Ländern, die sich auf einen sehr ambitionierten Text verständigen könnte", betonte Baerbock. Allerdings müsse für einen Beschluss der UN-Klimakonferenz Einstimmigkeit erreicht werden und dafür müssten sich alle Länder im Angesicht der Klimakrise "solidarisch" verhalten.

Baerbock nannte kein Land namentlich. Als Blockierer bei den Verhandlungen treten nach Angaben aus Verhandlungskreisen aber insbesondere Ölstaaten wie Saudi-Arabien auf.

Hohe Wellen schlug ein Brief des kuwaitischen Generalsekretärs der Organisation Erdöl-exportierender Länder (Opec). Darin rief Haitham al-Ghais die 13 Mitgliedstaaten sowie die zehn Opec+-Staaten wie Russland auf, sich Beschlüssen zur Abkehr von fossilen Energien vehement und "proaktiv" zu widersetzen.

Die Umweltministerin des derzeitigen EU-Ratsvorsitz-Landes Spanien, Teresa Ribera, nannte die Intervention "widerwärtig", Frankreichs Energieministerin Agnès Pannier-Runacher reagierte "wütend". Baerbock kommentierte gelassen, al-Ghais habe "offensichtlich nicht im Namen aller" Mitgliedstaaten gesprochen. Am Opec-Pavillon bei der COP28 gab es am Samstag und Sonntag kleinere Protestaktionen.

Ein Opec-Vertreter hielt den Kritikern am Samstag im Konferenzplenum entgegen, für eine nachhaltige Zukunft gebe es bei der Energie nicht "eine einzig richtige Lösung". Notwendig seien "realistische Herangehensweisen", die sowohl Emissionsminderung als auch Wirtschaftswachstum erlaubten.

Ein Vertreter der saudiarabischen Delegation rief am Sonntag dazu auf, "auch unsere Perspektive und Sorgen zu berücksichtigen". Saudi-Arabien und seine Nachbarn trügen "erheblich zu Klimalösungen" bei und müssten daher "Teil der Lösung" sein. Der Irak schloss sich in Dubai öffentlich Saudi-Arabiens Forderung an, einen Ausstieg aus den Fossilen nicht in den Beschlusstext aufzunehmen.

In der Auseinandersetzung bezog auch UN-Generalsekretär António Guterres Stellung. "Trotz Versprechungen und Verpflichtungen befindet sich unser Klima im Zusammenbruch", sagte er in Doha. "Die Emissionen sind auf einem Allzeithoch und fossile Energien sind weiterhin ihr Hauptgrund."

Der deutsche Entwicklungs-Staatssekretär Jochen Flasbarth warf den Gegnern der Ausstiegsentscheidung vor, sie würden wegen des Streits die Verhandlungen über ein anderes wichtiges Thema, die Maßnahmen zur Anpassung an die Erderwärmung, "zu einem guten Teil in Geiselhaft" nehmen. Baerbock kündigte gemeinsam mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) in Dubai an, beide Ministerien würden zusätzlich jeweils 30 Millionen Euro für den Anpassungsfonds bereitstellen.

Bei den großen Verhandlungsthemen drängt die Zeit, am Dienstagvormittag soll die Konferenz enden. Ein neuer Entwurf des zentralen Beschlusstextes wurde aber nicht vor Montag erwartet.

Die deutsche Klima-Beauftragte Jennifer Morgan nahm den Konferenzvorsitz unter dem emiratischen Industrieminister Sultan Ahmed al-Dschaber in die Pflicht. Dieser habe mehrfach betont, dass er ehrgeizige Beschlüsse aushandeln wolle und müsse nun auf "eine klare Sprache zum Ausstieg aus den fossilen Energien im Einklang mit der 1,5-Grad-Grenze" hinwirken.

Al-Dschaber rief am Sonntag eine Reihe von Ministern, darunter Baerbock, zu einem "Madschlis" zusammen, einer traditionellen arabischen Zusammenkunft in einem Kreis. Zuvor hatte er alle Verhandlungsdelegationen aufgerufen, "im besten Interesse aller" zu handeln und eine "gemeinsame Basis" im Umgang mit den fossilen Energien zu finden. "Ein Scheitern ist keine Option", betonte al-Dschaber.

Alden Meyer von der Klima-Denkfabrik E3G sagte, Saudi-Arabien sei seit drei Jahrzehnten ein "Blockierer" bei den Klimaverhandlungen. Wenn die COP-Präsidentschaft und andere Länder aber China, Indien, Russland und andere mit ins Boot holen könnten, wäre "der Druck auf Saudi-Arabien überwältigend".

T.Harrison--TFWP