The Fort Worth Press - Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports

USD -
AED 3.672499
AFN 65.00067
ALL 79.889183
AMD 363.029691
ANG 1.790365
AOA 916.999734
ARS 1509.919897
AUD 1.406361
AWG 1.8025
AZN 1.69768
BAM 1.703896
BBD 2.014131
BDT 122.804572
BGN 1.683441
BHD 0.376969
BIF 3008.232066
BMD 1
BND 1.27584
BOB 10.174763
BRL 5.128203
BSD 0.999965
BTN 95.883573
BWP 13.561124
BYN 3.039971
BYR 19600
BZD 2.011256
CAD 1.39895
CDF 2311.000441
CHF 0.824399
CLF 0.024278
CLP 958.640036
CNY 6.70755
CNH 6.703902
COP 3172.42
CRC 447.362002
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.490528
CZK 21.177035
DJF 178.073599
DKK 6.512202
DOP 58.949716
DZD 133.616183
EGP 52.128304
ERN 15
ETB 163.34402
EUR 0.871099
FJD 2.237202
FKP 0.743677
GBP 0.74872
GEL 2.604976
GGP 0.743677
GHS 11.510315
GIP 0.743677
GMD 74.000274
GNF 8791.294954
GTQ 7.629983
GYD 209.184207
HKD 7.84627
HNL 26.839978
HRK 6.564494
HTG 130.685134
HUF 316.206985
IDR 17758
ILS 3.033885
IMP 0.743677
INR 95.935502
IQD 1310.025788
IRR 1374574.999765
ISK 121.440091
JEP 0.743677
JMD 157.809451
JOD 0.708975
JPY 155.979018
KES 129.58982
KGS 87.449996
KHR 4072.477024
KMF 428.000116
KPW 900.000318
KRW 1380.719888
KWD 0.30848
KYD 0.833391
KZT 445.45407
LAK 22397.720937
LBP 89550.808475
LKR 331.675146
LRD 173.499791
LSL 16.290511
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.351931
MAD 9.525282
MDL 17.555583
MGA 4342.939783
MKD 53.600676
MMK 2099.664815
MNT 3596.851201
MOP 8.081004
MRU 40.060461
MUR 47.65993
MVR 15.450083
MWK 1734.039587
MXN 17.163306
MYR 4.098398
MZN 63.900162
NAD 16.290511
NGN 1330.550047
NIO 36.799554
NOK 9.411225
NPR 153.413368
NZD 1.74606
OMR 0.384418
PAB 0.999965
PEN 3.375993
PGK 4.449226
PHP 62.720029
PKR 277.177394
PLN 3.79635
PYG 5915.458601
QAR 3.645194
RON 4.584303
RSD 102.266997
RUB 84.50727
RWF 1475.554084
SAR 3.713302
SBD 8.000512
SCR 14.133081
SDG 601.488363
SEK 9.816298
SGD 1.2757
SHP 0.746965
SLE 24.640084
SLL 20969.491881
SOS 571.508224
SRD 37.746497
STD 20697.981008
STN 21.344438
SVC 8.750348
SYP 13002.000254
SZL 16.2845
THB 33.270403
TJS 9.225066
TMT 3.5
TND 2.941699
TOP 2.40776
TRY 48.737497
TTD 6.789274
TWD 31.871601
TZS 2653.428013
UAH 44.68689
UGX 3929.990243
UYU 40.205952
UZS 11775.160301
VES 845.45495
VND 26012
VUV 118.307083
WST 2.742913
XAF 571.403684
XAG 0.015331
XAU 0.00023
XCD 2.70255
XCG 1.802255
XDR 0.707052
XOF 571.403684
XPF 103.899498
YER 236.649792
ZAR 16.267505
ZMK 9001.202368
ZMW 19.625558
ZWL 321.999592
SSP 5658.175743
MXV 1.945961
  • SDAX

    100.0300

    18227.33

    +0.55%

  • DAX

    314.4100

    25716.71

    +1.22%

  • Euro STOXX 50

    56.4000

    6322.9

    +0.89%

  • TecDAX

    11.8300

    3996.35

    +0.3%

  • Goldpreis

    -13.1000

    4386.6

    -0.3%

  • MDAX

    312.3200

    31448.12

    +0.99%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1481

    +0.1%

Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports
Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports / Foto: © AFP

Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports

Fifa-Boss Gianni Infantino stößt mit seinen Plänen zum Teilverkauf der Fußball-WM auch in der deutschen Politik auf massive Kritik. Sportpolitiker von Koalition und Opposition warnten am Donnerstag vor einem Ausverkauf des Sports und forderten den Weltfußballverband zum Umdenken auf. Der Fußball sei "ein weltumspannendes Kulturgut", das "vor allem den Fans gehört", sagte der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer.

Textgröße:

Die Fifa will ein neues Unternehmen gründen, die Fifa Forward Enterprise (FFE). Es soll nach den Plänen des Verbandes künftig die Rechte an der Austragung von Fußballturnieren halten. Allein im Laufe dieses Jahres sollten so 4,2 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) durch Investoren eingenommen werden. Sie sollen "Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollbefugnis" erwerben können. Der Verband werde "die alleinige Kontrolle über die FFE" behalten und weiter über Wettbewerbe, Spielpläne, Regeln und sportliche Verfahren entscheiden, versicherte die Fifa.

"Der Investoren-Plan der Fifa gibt Anlass zur Sorge, denn er lässt außer Acht, dass die Fifa ein Sportverband und kein Konzern ist", sagte der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Ohne die Unterstützung der Fans sei der Fußball nichts, "und diese Unterstützung droht die Fifa gerade zu verlieren".

Ähnlich äußerte sich die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Bettina Lugk. "Die FIFA darf die Weltmeisterschaft nicht immer weiter zu einem Geschäftsmodell für Investoren entwickeln", sagte sie zu AFP. "Der Fußball lebt von seiner Glaubwürdigkeit und seinen Fans, nicht von immer neuen Vermarktungsideen." Wer zentrale Entscheidungen "ohne Transparenz und ohne die Verbände" treffe, verspiele Vertrauen. "Die FIFA sollte diesen Kurs überdenken und gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden nach Lösungen suchen, statt vollendete Tatsachen zu schaffen."

Auch der europäische Fußballverband Uefa brachte sich gegen Infantinos Pläne in Stellung. Die Mitgliedsverbände wollten am Donnerstag auf einer Dringlichkeitssitzung darüber beraten. Medienberichten zufolge stand dabei auch ein Boykott künftiger WM-Turniere im Raum. DFB-Präsident Bernd Neuendorf stufte die Pläne als "fatales Zeichen" ein.

Die SPD-Politikerin Lugk nannte die Kritik von UEFA und DFB "absolut nachvollziehbar". Seit Jahren entstehe der Eindruck, dass Infantino die Fifa "zunehmend wie einen globalen Wirtschaftskonzern führt", sagte sie zu AFP. "Wer den Fußball immer weiter kommerzialisiert, riskiert am Ende genau das, was seinen Wert überhaupt erst ausmacht: Glaubwürdigkeit, Fairness und die Identifikation der Fans."

Unverständnis äußerte auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tina Winklmann, die Sprecherin für Sport und Ehrenamt in ihrer Fraktion ist. "Eine Fußball-WM ist kein Anlageprodukt", sagte Winklmann zu AFP. "Der Fußball gehört den Menschen, die ihn spielen, organisieren und lieben - nicht der Fifa-Führung und erst recht nicht privaten Kapitalgebern." Die Grünen-Politikerin warnte: "Wer zentrale Rechte und den Turnierbetrieb für Investoren öffnet, verkauft nicht einfach Anteile an einer Firma. Er verändert, wem der Fußball künftig verpflichtet ist."

Auch die AfD-Bundestagsfraktion wandte sich entschieden gegen die Fifa-Pläne. "Die überbordende Kommerzialisierung des FIFA-Fußballs wird langfristig den Sport Fußball in den Hintergrund treten lassen", sagte deren sportpolitischer Sprecher Jörn König zu AFP. Am Ende werde "der Sieger nach wirtschaftlichen Interessen ausgekungelt". Das Wesentliche am Sport sei aber, "dass man vorher nicht weiß, wie es ausgeht".

Die Fifa muss ihr Vorhaben noch vom 38-köpfigen Fifa-Rat und der Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände genehmigen lassen. Der Verband will dem Rat die Pläne in Kürze vorlegen. Infantino wirbt bei den Mitgliedsverbänden auch mit dem Argument um Zustimmung, dass diese jährlich höhere Zahlungen erhielten.

Die Grünen-Sportpolitikerin Winklmann kritisierte dieses Vorgehen als "inakzeptabel". Private Investoren wollten Rendite. "Damit wächst der Druck auf noch mehr Spiele, noch mehr Vermarktung und noch weniger Rücksicht auf die Aktiven und die Fans."

Infantino verteidigte seine Pläne in einem von der Fifa verbreiteten Video. Er verspreche sich von einem Teilverkauf der WM die "Erschließung bisher nicht realisierter Werte". Die "kommerzielle Seite des Fußballs" zu stärken, sei "der logische nächste Schritt" und bedeute für die Mitgliedsverbände "höhere Investitionen in bessere Fußballplätze" und "stärkere Nationalmannschaften". Sie ebneten zudem den Weg "für Jungen und Mädchen überall auf der Welt". Der Fifa-Chef versprach: "Wir kümmern uns um alle."

S.Jones--TFWP