The Fort Worth Press - Sachsen-Anhalt: Schulze sieht CDU auf Weg in Opposition - AfD sucht "stabile Mehrheit"

USD -
AED 3.672498
AFN 64.999569
ALL 79.909372
AMD 363.121433
ANG 1.790365
AOA 916.99973
ARS 1510.012401
AUD 1.405254
AWG 1.8025
AZN 1.702241
BAM 1.704327
BBD 2.01464
BDT 122.835606
BGN 1.683441
BHD 0.377064
BIF 3009.018429
BMD 1
BND 1.276173
BOB 10.177334
BRL 5.124744
BSD 1.000218
BTN 95.907804
BWP 13.564551
BYN 3.040739
BYR 19600
BZD 2.011764
CAD 1.399185
CDF 2311.000253
CHF 0.824635
CLF 0.024327
CLP 960.569477
CNY 6.70755
CNH 6.70283
COP 3168.44
CRC 447.475056
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.087316
CZK 21.181025
DJF 178.1186
DKK 6.51288
DOP 59.247963
DZD 133.643993
EGP 52.126798
ERN 15
ETB 163.385299
EUR 0.871201
FJD 2.216402
FKP 0.743677
GBP 0.748515
GEL 2.604973
GGP 0.743677
GHS 11.513224
GIP 0.743677
GMD 73.99997
GNF 8792.750403
GTQ 7.631911
GYD 209.23707
HKD 7.84615
HNL 26.84676
HRK 6.565502
HTG 130.719296
HUF 316.17903
IDR 17764
ILS 3.033885
IMP 0.743677
INR 95.79945
IQD 1310.356847
IRR 1374575.000093
ISK 121.450237
JEP 0.743677
JMD 157.849331
JOD 0.708983
JPY 156.16402
KES 129.710237
KGS 87.450211
KHR 4073.541585
KMF 427.999756
KPW 900.000318
KRW 1381.339786
KWD 0.30849
KYD 0.833602
KZT 445.566642
LAK 22403.381116
LBP 89573.439066
LKR 331.758965
LRD 173.543636
LSL 16.294628
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.353536
MAD 9.527689
MDL 17.560019
MGA 4344.037297
MKD 53.614222
MMK 2099.664815
MNT 3596.851201
MOP 8.083046
MRU 40.070585
MUR 47.659988
MVR 15.44993
MWK 1734.477801
MXN 17.163498
MYR 4.097504
MZN 63.901128
NAD 16.294628
NGN 1331.030212
NIO 36.805646
NOK 9.42083
NPR 153.452137
NZD 1.74668
OMR 0.384474
PAB 1.000218
PEN 3.376846
PGK 4.449963
PHP 62.714996
PKR 277.24744
PLN 3.79638
PYG 5916.95351
QAR 3.646116
RON 4.584598
RSD 102.237002
RUB 84.500386
RWF 1475.926975
SAR 3.706579
SBD 8.000512
SCR 13.820972
SDG 601.498294
SEK 9.82258
SGD 1.275835
SHP 0.746965
SLE 24.639836
SLL 20969.491881
SOS 571.652651
SRD 37.746498
STD 20697.981008
STN 21.347972
SVC 8.75256
SYP 13002.000254
SZL 16.288615
THB 33.259585
TJS 9.227397
TMT 3.5
TND 2.942443
TOP 2.40776
TRY 48.7861
TTD 6.790989
TWD 31.866898
TZS 2649.111042
UAH 44.698183
UGX 3930.983399
UYU 40.216113
UZS 11778.136029
VES 845.45495
VND 26012
VUV 118.307083
WST 2.742913
XAF 571.470489
XAG 0.015281
XAU 0.00023
XCD 2.70255
XCG 1.80271
XDR 0.707052
XOF 571.470489
XPF 103.925755
YER 236.65041
ZAR 16.260105
ZMK 9001.199678
ZMW 19.630517
ZWL 321.999592
SSP 5658.175743
MXV 1.945984
  • EUR/USD

    0.0009

    1.1489

    +0.08%

  • DAX

    178.9100

    25716.71

    +0.7%

  • Euro STOXX 50

    56.4000

    6322.9

    +0.89%

  • SDAX

    60.4300

    18227.33

    +0.33%

  • TecDAX

    11.8300

    3996.35

    +0.3%

  • Goldpreis

    -16.9000

    4382.8

    -0.39%

  • MDAX

    171.3200

    31448.12

    +0.54%

Sachsen-Anhalt: Schulze sieht CDU auf Weg in Opposition - AfD sucht "stabile Mehrheit"
Sachsen-Anhalt: Schulze sieht CDU auf Weg in Opposition - AfD sucht "stabile Mehrheit" / Foto: © AFP

Sachsen-Anhalt: Schulze sieht CDU auf Weg in Opposition - AfD sucht "stabile Mehrheit"

Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht Ministerpräsident Sven Schulze für seine Partei keinen Anspruch mehr auf eine Regierungsverantwortung. "Wir sind Opposition - der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD", sagte Schulze am Montag in Berlin. Die AfD bereitet sich nach ihrem Wahlsieg auf eine Regierungsübernahme vor und sucht bereits Unterstützung für eine "stabile Mehrheit".

Textgröße:

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hält es für denkbar, die nötigen Stimmen "durch die Unterstützung, und zwar vollständige Unterstützung, einer Fraktion oder einzelner Abgeordneter" zu bekommen. Nach seinen Worten nahm die AfD bereits erst Gespräche auf. "Und dann werde ich sehen, wer bereit ist, die Grundpositionen mit uns zu unterstützen", sagte Siegmund am Montag in Berlin. Sich selbst bezeichnete der AfD-Politiker als "vielleicht nächster Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt".

Die AfD ging mit 43,8 Prozent der Stimmen als deutlicher Sieger aus der Wahl am Sonntag hervor, hat aber selbst keine absolute Mehrheit. Die CDU erlitt heftige Stimmeneinbußen und kam nur noch auf 17,2 Prozent. Im Landtag sind zudem SPD, Grüne und Linke sowie erstmals das BSW vertreten.

Da alle anderen Parteien außer dem BSW eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, ist eine Regierungsbildung schwierig. Die Partei will bislang nicht Teil einer Koalition sein, schließt aber eine Kooperation mit der AfD bei Sachthemen nicht aus. Siegmund setzt auch auf Abweichler aus anderen Parteien.

Eine stabile Mehrheit solle "in den nächsten Tagen und Wochen erarbeitet werden", betonte Siegmund. Dabei will er allerdings keine Abstriche an AfD-Kernthemen wie Migration und innere Sicherheit machen. Er werde sich nicht für Machtoptionen verbiegen, wiederholte er ein ums andere Mal. Sollten die Gespräche Erfolg haben, werde er "selbstverständlich" zur Wahl als Ministerpräsident antreten. Dabei erwartet der AfD-Politiker nach eigenen Worten, dass mögliche Unterstützer aus anderen Fraktionen ihm ihre Stimme geben.

Das BSW stellte bislang lediglich in Aussicht, sich bei der Ministerpräsidentenwahl im dritten Wahlgang zu enthalten. Die Partei favorisiert einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten auch unter Einbindung der AfD regiert. Selbst bei einer Enthaltung der fünf BSW-Abgeordneten ergäbe sich aber ein Patt von jeweils 39 Stimmen zwischen der AfD und den übrigen Parteien.

Amtsinhaber Schulze erwartet, dass das BSW dafür sorgen werde, "dass die AfD hier den Ministerpräsidenten stellt". Mit Abweichlern in den eigenen Reihen rechnet er indes nicht. Es werde "mit Sicherheit" niemanden aus der CDU-Fraktion geben, der "da in Frage kommt", sagte Schulze.

Die Linken-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, warf dem BSW vor, "zum Steigbügelhalter für die AfD" zu werden, wie sie nach einer Gremiensitzung in Berlin sagte. Für die Linke schloss sie aus, einen AfD-Ministerpräsidentenkandidaten zu unterstützen.

BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze sieht seine Partei dagegen nicht als "Steigbügelhalter". "Das ist für mich Demokratie", sagte er im Deutschlandfunk. Das BSW werde den Austausch mit allen Parteien suchen, um eigene Inhalte durchzubringen. Erste inhaltliche Schnittmengen mit der AfD sehe er bei der Forderung nach der Aufhebung der Sanktionen gegen Russland.

SPD-Spitzenkandidat Armin Willigmann zeigte sich "gesprächsbereit" mit allen Parteien außer der AfD. Den Vorschlag des BSW für einen überparteilichen Ministerpräsidenten halte er "nicht für das allererste Mittel der Wahl", sagte Willigmann in Berlin. "Aber wenn es zur Auflösung einer Blockade führen könnte, sollte man das auch nicht a priori ablehnen."

Die CDU könnte sich im neuen Landtag keine ausreichende Mehrheit organisieren, selbst wenn sie SPD und Grüne sowie die Linke über eine Tolerierung geschlossen mit ins Boot holen würde. Die vier Parteien haben zusammen 39 Sitze und damit genauso viele wie die AfD. Das BSW zieht mit fünf Abgeordneten in den Landtag ein, will aber eine weitere CDU-geführte Regierung nicht unterstützen.

Sowohl Siegmund als auch AfD-Bundeschef Tino Chrupalla hatten angesichts der schwierigen Mehrheitsverhältnisse in Sachsen-Anhalt bereits mögliche Neuwahlen ins Gespräch gebracht.

C.Dean--TFWP