The Fort Worth Press - Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen

USD -
AED 3.673042
AFN 65.000368
ALL 79.73251
AMD 363.440403
ANG 1.790365
AOA 918.000367
ARS 1517.997704
AUD 1.402304
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.705151
BBD 2.014743
BDT 122.842733
BGN 1.683441
BHD 0.377041
BIF 3000
BMD 1
BND 1.278286
BOB 9.828548
BRL 5.142041
BSD 1.000371
BTN 95.852241
BWP 13.566297
BYN 3.025994
BYR 19600
BZD 2.011918
CAD 1.39975
CDF 2311.000362
CHF 0.822098
CLF 0.024299
CLP 959.460396
CNY 6.69765
CNH 6.703907
COP 3184.33
CRC 447.525011
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.250394
CZK 21.197204
DJF 177.720393
DKK 6.508104
DOP 59.042263
DZD 133.76304
EGP 52.246159
ERN 15
ETB 163.400976
EUR 0.870604
FJD 2.215904
FKP 0.749304
GBP 0.746547
GEL 2.603861
GGP 0.749304
GHS 11.524327
GIP 0.749304
GMD 73.503851
GNF 8794.552556
GTQ 7.633994
GYD 209.29239
HKD 7.84505
HNL 26.85435
HRK 6.559704
HTG 130.743913
HUF 317.150388
IDR 17812.1
ILS 3.03663
IMP 0.749304
INR 95.98635
IQD 1310.490638
IRR 1374600.000352
ISK 121.190386
JEP 0.749304
JMD 157.960584
JOD 0.70904
JPY 156.880385
KES 129.510385
KGS 87.450384
KHR 4054.195438
KMF 428.00035
KPW 900.000318
KRW 1386.040383
KWD 0.30816
KYD 0.833682
KZT 447.238218
LAK 22425.000349
LBP 89550.000349
LKR 331.11734
LRD 173.066192
LSL 16.263563
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.350381
MAD 9.478186
MDL 17.581258
MGA 4336.662409
MKD 53.645926
MMK 2099.69268
MNT 3599.361607
MOP 8.083211
MRU 40.24412
MUR 47.570378
MVR 15.450378
MWK 1734.672526
MXN 17.22895
MYR 4.083704
MZN 63.910377
NAD 16.263705
NGN 1331.730377
NIO 36.809228
NOK 9.410376
NPR 153.367772
NZD 1.748864
OMR 0.385493
PAB 1.000379
PEN 3.37569
PGK 4.45264
PHP 62.910375
PKR 277.27411
PLN 3.79885
PYG 5930.433797
QAR 3.65652
RON 4.582404
RSD 101.965038
RUB 84.392305
RWF 1469.536863
SAR 3.726614
SBD 8.000512
SCR 14.067111
SDG 601.503676
SEK 9.829604
SGD 1.276104
SHP 0.747524
SLE 24.650371
SLL 20969.491881
SOS 571.677674
SRD 37.945504
STD 20697.981008
STN 21.360535
SVC 8.753575
SYP 13002.000254
SZL 16.258419
THB 33.340369
TJS 9.228308
TMT 3.51
TND 2.942646
TOP 2.40776
TRY 48.767038
TTD 6.790907
TWD 31.780367
TZS 2649.996038
UAH 44.694758
UGX 3945.963147
UYU 40.228081
UZS 11844.198871
VES 847.485104
VND 26022
VUV 118.29149
WST 2.754822
XAF 571.078855
XAG 0.015096
XAU 0.000228
XCD 2.70255
XCG 1.802885
XDR 0.707052
XOF 571.078855
XPF 103.976042
YER 236.550363
ZAR 16.269804
ZMK 9001.203584
ZMW 19.662326
ZWL 321.999592
SSP 5664.022588
MXV 1.953281
  • Goldpreis

    16.2000

    4415.9

    +0.37%

  • Euro STOXX 50

    -86.7000

    6236.2

    -1.39%

  • SDAX

    -60.3500

    18106.55

    -0.33%

  • DAX

    -233.7400

    25304.06

    -0.92%

  • MDAX

    -192.8300

    31083.97

    -0.62%

  • TecDAX

    -47.7000

    3948.65

    -1.21%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1489

    +0.08%

Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen
Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen / Foto: © AFP

Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen

Die Isländer wollen keine neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union: Bei einer Volksabstimmung votierten sie mit knapper Mehrheit gegen eine Wiederaufnahme der 2013 abgebrochenen Gespräche. 52,8 Prozent der Bürger lehnten dem am Sonntag veröffentlichten Endergebnis zufolge neue Gespräche ab, die Befürworter lagen bei 47,2 Prozent. Regierungschefin Kristrun Frostadottir, die für neue Verhandlungen geworben hatte, sprach von einem "Sieg für die Demokratie". Die EU erklärte, sie respektiere die Entscheidung der Isländer.

Textgröße:

"Ich betrachte das nicht als Rückschlag", sagte Frostadottir am Sonntag vor Journalisten. Die isländische Ministerpräsidentin lobte die hohe Beteiligung von mehr als 82 Prozent an der Abstimmung am Samstag. Ihre Regierung werde "die Beitrittsverhandlungen in dieser Legislaturperiode nicht fortsetzen", betonte Frostadottir. Die Verhandlungen liegen damit bis mindestens 2028 auf Eis.

Der Ausgang des Referendums ist ein schwerer Rückschlag für Brüssel, das auf eine Wiederaufnahme der Gespräche gehofft hatte. Europaratspräsident António Costa erklärte nach Angaben seines Sprechers, das Bündnis respektiere "die demokratische Entscheidung voll und ganz" und betonte, Island bleibe "einer der engsten und vertrauenswürdigsten Partner der EU".

Das Land mit knapp 400.000 Einwohnern hatte nach der Finanzkrise 2009 den Beitritt zur EU beantragt. Die Gespräche wurden jedoch 2013 abgebrochen, als eine EU-kritische Regierung in Reykjavik an die Macht kam.

Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das benachbarte Grönland zu annektieren, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie wachsende Inflation und hohe Zinsen führten bei vielen Isländern inzwischen jedoch zu einem Umdenken. Insbesondere im für das Land enorm wichtigen Fischereisektor überwiegt aber weiterhin die Ablehnung eines EU-Beitritts.

Das Ergebnis des Referendums ist zwar nicht bindend, die Regierung hatte aber im Vorfeld angekündigt, es zu respektieren. Regierungschefin Frostadottir selbst hatte sich für neue Beitrittsverhandlungen ausgesprochen.

EU-kritische Politiker in Europa begrüßten den Ausgang des Referendums. Es erinnere daran, "dass ein anderes Europa möglich ist, ein Europa freier, souveräner Nationen, die freiwillig in Fragen von gemeinsamem Interesse zusammenarbeiten", erklärte die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen. Der britische Rechtspopulist Nigel Farage gratulierte Island zu seiner Entscheidung, "seine Unabhängigkeit zu bewahren".

Deutsche Politiker zeigten sich enttäuscht, verwiesen aber auf die bereits bestehenden engen Verbindungen zwischen Island und der Europäischen Union. "Das Ergebnis ist aus europäischer Sicht bedauerlich, aber selbstverständlich zu respektieren", erklärte der Vorsitzende der Europa-SPD, René Repasi.

"Island bleibt ein verlässlicher Partner, mit dem Europa gemeinsame demokratische Werte teilt und sich für eine regelbasierte internationale Ordnung einsetzt", betonten der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament, David McAllister (CDU) und der CDU-Europaparlamentarier Norbert Lins in einer gemeinsamen Erklärung.

Der europapolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tilman Kuban, forderte, es müsse in Europa darüber gesprochen werden, "wie wir künftig damit umgehen, wenn Länder über den Europäischen Wirtschaftsraum, Schengen und weitere europäische Programme viele Vorteile der EU nutzen, die Begleichung der Rechnung allerdings anderen Staaten überlassen". Eine "dauerhafte Rosinenpickerei" könne nicht im Interesse Europas sein, betonte Kuban.

Island ist als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und des Schengen-Raums bereits eng mit der EU verbunden. Dies bleibt unverändert bestehen.

Hätten die Befürworter eine Mehrheit erzielt, hätte Island seine Verhandlungen mit Brüssel wieder aufgenommen. Streitthema wäre dann voraussichtlich die Fischerei geworden - die Fischindustrie ist enorm wichtig für die isländische Wirtschaft. Die isländische Regierung will ihre Fangquoten deshalb weiterhin selbst festlegen und ausländische Investitionen im Fischereibereich begrenzen - was gegen EU-Regularien verstoßen würde. Brüssel hatte sich im Vorfeld des Referendums bereit gezeigt, "kreative" Lösungen für Islands "einzigartige Besonderheiten in den Bereichen Fischerei und Landwirtschaft" zu finden.

S.Weaver--TFWP