The Fort Worth Press - Noosha Aubel: Wie viel Verwaltungsversagen verträgt Potsdam noch?

USD -
AED 3.672504
AFN 65.502111
ALL 79.204108
AMD 364.314781
ANG 1.789783
AOA 917.000239
ARS 1499.526804
AUD 1.396248
AWG 1.80125
AZN 1.701438
BAM 1.673712
BBD 2.017022
BDT 122.374929
BGN 1.696366
BHD 0.377578
BIF 2980.342151
BMD 1
BND 1.270785
BOB 11.56657
BRL 5.137602
BSD 1.001455
BTN 95.83952
BWP 13.418971
BYN 2.995905
BYR 19600
BZD 2.014112
CAD 1.38409
CDF 2274.999942
CHF 0.802115
CLF 0.023251
CLP 915.106202
CNY 6.721249
CNH 6.724395
COP 3046.73
CRC 455.712452
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.364974
CZK 20.667599
DJF 178.330431
DKK 6.40896
DOP 58.674768
DZD 132.99925
EGP 50.846603
ERN 15
ETB 161.967094
EUR 0.857311
FJD 2.191596
FKP 0.73304
GBP 0.733865
GEL 2.604987
GGP 0.73304
GHS 11.140397
GIP 0.73304
GMD 73.502824
GNF 8799.353014
GTQ 7.642309
GYD 209.509302
HKD 7.83695
HNL 26.856373
HRK 6.460099
HTG 131.016363
HUF 310.204502
IDR 17716
ILS 2.9927
IMP 0.73304
INR 95.73705
IQD 1311.910314
IRR 1374600.000199
ISK 121.390177
JEP 0.73304
JMD 158.93881
JOD 0.709007
JPY 159.192498
KES 129.429774
KGS 87.449738
KHR 4042.859099
KMF 422.000275
KPW 900.000294
KRW 1383.45503
KWD 0.30853
KYD 0.834556
KZT 461.080278
LAK 22557.4977
LBP 89684.251965
LKR 329.680486
LRD 181.763722
LSL 16.058776
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.364543
MAD 9.249063
MDL 17.240125
MGA 4282.431675
MKD 52.682054
MMK 2099.810874
MNT 3595.778501
MOP 8.086862
MRU 39.905862
MUR 46.670003
MVR 15.450132
MWK 1736.499786
MXN 16.930499
MYR 4.042399
MZN 63.880106
NAD 16.058776
NGN 1348.290126
NIO 36.851452
NOK 9.319045
NPR 153.346028
NZD 1.67573
OMR 0.384502
PAB 1.001421
PEN 3.357352
PGK 4.438188
PHP 61.699662
PKR 277.878648
PLN 3.697005
PYG 6032.494512
QAR 3.64058
RON 4.503701
RSD 100.569921
RUB 83.175357
RWF 1475.652546
SAR 3.760291
SBD 8.032258
SCR 13.747723
SDG 601.497124
SEK 9.483835
SGD 1.270345
SHP 0.740866
SLE 24.597551
SLL 20969.499227
SOS 572.357724
SRD 37.770065
STD 20697.981008
STN 20.967141
SVC 8.762329
SYP 13001.999906
SZL 16.047925
THB 32.697993
TJS 9.238465
TMT 3.5
TND 2.912721
TOP 2.40776
TRY 48.080985
TTD 6.792498
TWD 31.8353
TZS 2647.497998
UAH 44.748823
UGX 3725.161312
UYU 40.282413
UZS 11872.384582
VES 778.98225
VND 26187
VUV 117.750183
WST 2.715908
XAF 561.366709
XAG 0.014524
XAU 0.000215
XCD 2.70255
XCG 1.804839
XDR 0.707052
XOF 561.364307
XPF 102.0616
YER 237.075022
ZAR 16.02123
ZMK 9001.19797
ZMW 19.002914
ZWL 321.999592
  • MDAX

    -78.8600

    32031.55

    -0.25%

  • SDAX

    -126.8900

    18437.38

    -0.69%

  • Euro STOXX 50

    -14.2400

    6447.98

    -0.22%

  • TecDAX

    -41.4100

    4049.23

    -1.02%

  • Goldpreis

    26.9000

    4707.5

    +0.57%

  • DAX

    -29.9600

    26106.6

    -0.11%

  • EUR/USD

    -0.0011

    1.1667

    -0.09%

Noosha Aubel: Wie viel Verwaltungsversagen verträgt Potsdam noch?
Noosha Aubel: Wie viel Verwaltungsversagen verträgt Potsdam noch?

Noosha Aubel: Wie viel Verwaltungsversagen verträgt Potsdam noch?

Marode Straßen trotz jahrelanger Warnungen. Ein schwerstbehindertes Kind, dessen anerkannter Hilfebedarf bis heute nicht praktisch umgesetzt ist. Und eine Rathausspitze, die Lösungen versprochen hat. In Potsdam drängt sich inzwischen eine unbequeme Frage auf: Erleben wir noch einzelne Behördenpannen – oder längst ein übergreifendes strukturelles Verwaltungs- und Führungsversagen, begonnen unter Mike Schubert und fortgesetzt unter Noosha Aubel?

Textgröße:

Die Rudolf-Breitscheid-Straße in Babelsberg ist dafür ein beinahe groteskes Sinnbild. Schon im Mai 2026 war ihr Zustand so desolat, dass Potsdam Tempo 10 km/h anordnen musste. Die Stadt sprach selbst von einer „gravierenden“ Verschlechterung; eine komplette Sperrung stand im Raum. Gleichzeitig war der Sanierungsstau des Potsdamer Straßennetzes auf rund 300 Millionen Euro angewachsen, in einem Pressebericht aus dem Juli 2026 wurde das marode Straßenbild dokumentiert.

Und heute?

Die der Redaktion vorgelegten Aufnahmen vom 23. August 2026 dokumentieren keinen bloßen Schönheitsfehler, sondern einen erschreckenden Zustand: Aufgerissene Asphaltdecken, freiliegendes Pflaster, scharfkantige Bruchstellen und massive Unebenheiten prägen das Straßenbild. Für Radfahrer, Motorradfahrer und E-Scooter-Fahrer sind solche Schadstellen nicht nur ärgerlich, sondern potenziell gefährlich; von Barrierefreiheit kann angesichts eines derart desolaten Zustands kaum ernsthaft die Rede sein.

Die Straße wirkt inzwischen beinahe so marode wie die Finanzen der Landeshauptstadt Potsdam.
Was hier sichtbar wird, lässt sich nicht mehr überzeugend als gewöhnlicher Wartungs- oder Sanierungsstau abtun. Angesichts der bereits erfolgten öffentlichen Berichterstattung und der bis heute fortbestehenden Schäden drängt sich vielmehr der Vorwurf auf, dass Gefahrenabwehr und nachhaltige Instandhaltung versagt haben. Politisch fällt diese fortdauernde Misere inzwischen in die Gesamtverantwortung der amtierenden Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Wer eine Stadtverwaltung führt, muss sich daran messen lassen, ob bekannte Gefahren beseitigt werden – und nicht daran, wie lange sie verwaltet werden. Eine Verwaltung, die einen bekannten Gefahrenzustand provisorisch repariert und zwei Jahre später wieder derartige Bilder produziert, hat kein Kommunikationsproblem. Sie hat ein Vollzugsproblem.

Noch erschütternder: der Fall der kleinen schwerbehinderten Heidrun
Bei Straßen geht es um Asphalt. Im Fall der kleinen Heidrun geht es um die Entwicklung und Teilhabe eines schwerstbehinderten Kindes. Dokumentiert sind GdB 100 mit G, B, aG und H. Nach der juristischen Aktenauswertung trägt die Landeshauptstadt selbst vor, bereits 40 Wochenstunden Kita-Assistenz bewilligt zu haben. Trotzdem wurde die notwendige Assistenz nicht tatsächlich umgesetzt; gerade dies wird in den Unterlagen als Aufnahmehindernis bezeichnet.

Die Rechtslage wird in der Auswertung bemerkenswert deutlich zusammengefasst: Die Eltern müssen mitwirken – sie müssen aber nicht selbst Personalagentur, Arbeitgeber und Finanzier des Staates spielen. Die Landeshauptstadt muss eine tatsächlich verfügbare und bedarfsdeckende Assistenz sicherstellen. Hier verkennen die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt Potsdam ganz offensichtlich die Rechts- und Gesetzeslage. Der Fall ist nach dem Verwaltungsgericht Potsdam, mit dem Aktenzeichen VG 7 L 1336/25, nunmehr vor dem Sozialgericht Potsdam anhängig (Aktenzeichen: S 20 SO 142/26), dort kämpft der Potsdamer Rechtsanwalt Axel Kapust für das schwerbehinderte Kind und dessen Rechte.

Nach Angaben der Familie besteht dieses Problem bis heute, 24. August 2026. Was ist ein angeblicher Rechtsanspruch wert, wenn eine Verwaltung ihn angeblich auf Papier anerkennt, aber praktisch nicht verwirklicht? Besonders brisant ist die Vorgeschichte. Auch Heidruns Schwester Hedda-Maria ist mehrfach schwerbehindert, mit GdB 100 und Pflegegrad 5. Medizinische Unterlagen hierzu stammen bereits aus dem Jahr 2021.


Damals gehörten Jugend und damit zentrale Kinder- und Jugendhilfestrukturen zum Verantwortungsbereich von Noosha Aubel, die von 2017 bis 2023 Potsdamer Beigeordnete war und ab 2019 auch das Jugendressort verantwortete. Dass Aubel der konkrete Streit der Familie persönlich bekannt war, belegen die vorliegenden Dokumente nicht. Aber politisch kann sie kaum behaupten, die Strukturen, um die es heute geht, seien ihr fremd.

Dass dem Brandenburger Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke (64, SPD) der Fall des schwerbehinderten Kleinkindes mittels etlicher Einschreiben schriftlich bekannt ist, wie auch seinem Parteikollegen, dem ehemaligen Brandenburger Innenminister und aktuellen Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke (42, SPD), beide jedoch bis zum heutigen Tage in diesem Fall untätig blieben, ist in Gänze beschämend und lässt Fragen zu Anstand und Moral, auch für Teile der Brandenburger Landesregierung, aufkommen.

Aus dem Erbe Schuberts ist Aubels Verantwortung geworden
Mike Schubert (SPD) wurde im Mai 2025 durch Bürgerentscheid aus dem Amt entfernt. Aubel übernahm am 24. Oktober 2025 die Verwaltungsspitze. Sie versprach vollmundig eine „leistungsfähige und dienstleistungsorientierte Verwaltung“ und erklärte bei ihrer Amtseinführung: „Die Menschen wollen keine großen Worte, sie wollen Lösungen.“ Genau daran ist Aubel zu messen – jedoch: Aktuell ist Ernüchterung bei Potsdamern in Bezug auf die Amtsführung von Noosja Aubel eingetreten.

Zehn Monate nach dem Amtsantritt von Noosha Aubel genügt es nicht mehr, jedes Problem auf Mike Schubert, alte Strukturen, fehlendes Personal oder knappe Kassen zu schieben. Wer Oberbürgermeisterin ist, trägt Führungsverantwortung. Wenn bekannte Straßenschäden wieder offen zutage treten und gleichzeitig ein schwerstbehindertes Kleinkind trotz anerkannten Hilfebedarfs seine Teilhabe nicht praktisch erhält, muss eine demokratische Öffentlichkeit deshalb auch die härteste Frage stellen dürfen:
Ist Noosha Aubel fachlich, organisatorisch und politisch tatsächlich in der Lage, die Potsdamer Verwaltung aus diesem strukturellen Versagen herauszuführen? 

Potsdam braucht keine Verwaltung, die Probleme kennt, Ansprüche bestätigt und Akten produziert. Potsdam braucht eine Verwaltung, die funktioniert, und vielleicht ist es aktuell im Angesicht der massiven Probleme sogar angebracht, über eine Abstimmung zur Abwahl von Noosha Aubel als Oberbürgermeisterin von Potsdam nachzudenken.

M.Motin