The Fort Worth Press - Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf

USD -
AED 3.673005
AFN 65.000583
ALL 81.749936
AMD 362.319598
ANG 1.790365
AOA 917.000207
ARS 1517.512699
AUD 1.435431
AWG 1.8
AZN 1.697925
BAM 1.747811
BBD 2.014182
BDT 123.181412
BGN 1.683441
BHD 0.37705
BIF 3000
BMD 1
BND 1.28025
BOB 11.999867
BRL 4.99967
BSD 0.999987
BTN 96.714521
BWP 13.824844
BYN 3.066935
BYR 19600
BZD 2.01126
CAD 1.425715
CDF 2317.50247
CHF 0.83295
CLF 0.024737
CLP 976.740347
CNY 6.704601
CNH 6.70181
COP 3241.58
CRC 456.562244
CUC 1
CUP 24.000894
CVE 98.050251
CZK 21.796016
DJF 177.719818
DKK 6.674415
DOP 60.350259
DZD 134.523655
EGP 52.376404
ERN 15
ETB 161.000247
EUR 0.89294
FJD 2.24975
FKP 0.753189
GBP 0.756645
GEL 2.57497
GGP 0.753189
GHS 11.780212
GIP 0.753189
GMD 74.000229
GNF 8750.000029
GTQ 7.637967
GYD 209.155291
HKD 7.848205
HNL 26.845398
HRK 6.7267
HTG 130.956211
HUF 326.393959
IDR 17912
ILS 3.072199
IMP 0.753189
INR 96.751699
IQD 1310
IRR 1732150.000247
ISK 122.330007
JEP 0.753189
JMD 158.865058
JOD 0.70898
JPY 157.952498
KES 130.130045
KGS 87.448501
KHR 4062.495472
KMF 438.00041
KPW 900.000318
KRW 1338.110355
KWD 0.31032
KYD 0.833423
KZT 447.018136
LAK 22480.000121
LBP 89599.999834
LKR 330.857909
LRD 170.999714
LSL 16.530184
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.430172
MAD 9.967503
MDL 17.810545
MGA 4500.00026
MKD 55.022341
MMK 2099.693644
MNT 3596.990612
MOP 8.084004
MRU 40.16024
MUR 47.40406
MVR 15.409603
MWK 1740.999777
MXN 17.95633
MYR 4.086899
MZN 63.900789
NAD 16.570192
NGN 1326.460269
NIO 36.67025
NOK 9.575805
NPR 154.747383
NZD 1.78461
OMR 0.384507
PAB 1
PEN 3.44625
PGK 4.450026
PHP 62.700961
PKR 276.99972
PLN 3.908275
PYG 5834.699887
QAR 3.643396
RON 4.780303
RSD 104.914006
RUB 85.500781
RWF 1475
SAR 3.750804
SBD 8.065041
SCR 13.918462
SDG 601.506766
SEK 9.99763
SGD 1.279385
SHP 0.754461
SLE 24.680009
SLL 20969.491881
SOS 571.498647
SRD 37.87102
STD 20697.981008
STN 22.15
SVC 8.750592
SYP 13002.000254
SZL 16.569969
THB 33.645503
TJS 9.230295
TMT 3.5
TND 2.99705
TOP 2.40776
TRY 49.195302
TTD 6.783645
TWD 31.846898
TZS 2635.000254
UAH 44.87185
UGX 4075.012399
UYU 40.10688
UZS 11795.000253
VES 872.77465
VND 25980.5
VUV 120.182413
WST 2.784712
XAF 585.730117
XAG 0.016702
XAU 0.00024307539
XCD 2.70255
XCG 1.802299
XDR 0.707052
XOF 585.730117
XPF 106.593742
YER 236.224982
ZAR 16.608285
ZMK 9001.191881
ZMW 19.890974
ZWL 321.999592
SSP 5747.740458
MXV 2.029503
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf
Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf / Foto: © AFP

Normalisierungsprozess: Türkei und Armenien nehmen indirekte Handelsbeziehungen wieder auf

Im Zuge ihrer Annäherung unterhalten die historischen Erzfeinde Türkei und Armenien türkischen Angaben zufolge nun wieder indirekte Handelsbeziehungen. Der Handel könne seit Montag wieder aufgenommen werden, teilte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Öncü Keceli, am Mittwoch mit. Beide Länder könnten nun jeweils als "Herkunft und Endbestimmungsort" der Waren ausgewiesen werden, auch wenn der Handel wegen eines bislang fehlenden funktionierenden Grenzübergangs weiterhin über ein Drittland abgewickelt werde.

Textgröße:

Der Sprecher führte aus, dass die "administrativen Vorbereitungen für die Aufnahme des direkten Handels zwischen unserem Land und Armenien seit dem 11. Mai 2026 abgeschlossen" seien. Diese Schritte seien "im Rahmen des seit 2022 laufenden Normalisierungsprozesses mit Armenien und im Rahmen der getroffenen vertrauensbildenden Maßnahmen" erfolgt.

In der Praxis bestehen bereits Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Der Handel wird insbesondere über Georgien abgewickelt. "Die für die Öffnung der gemeinsamen Grenze zwischen den beiden Ländern erforderlichen technischen und administrativen Arbeiten sind noch im Gange", erklärte der türkische Außenamtssprecher.

Diese Ankündigung markiert einen neuen Schritt auf dem Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Ankara und Jerewan. Diplomatische Beziehungen unterhalten die beiden Länder noch nicht, ihre Anfang der 1990er-Jahre kurzzeitig geöffnete Landgrenze ist weiterhin geschlossen.

Im Juni vergangenen Jahres hatte Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul getroffen. Erst kürzlich einigten sich beide Länder im Zuge ihres Normalisierungsprozesses, gemeinsam eine mittelalterliche Grenzbrücke zu restaurieren. Angesichts der "historischen Chance, dauerhaften Frieden und Wohlstand im Südkaukasus zu festigen", werde die Türkei "weiterhin zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und zur Förderung der Zusammenarbeit in der Region beitragen", erklärte der türkische Ministeriumssprecher am Mittwoch.

Das Verhältnis zwischen Armenien und der Türkei ist historisch extrem belastet. Ankara weist vehement die Bezeichnung Völkermord für die Massaker an etwa 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs zurück. Diese werden von rund 30 Staaten als Völkermord anerkannt, darunter Deutschland und Frankreich. Die Türkei spricht dagegen von einem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf auf beiden Seiten hunderttausende Menschen ihr Leben verloren hätten.

Anfang vergangenen Jahres kündigte Paschinjan an, Armenien werde seinen Einsatz für die internationale Anerkennung des Massakers 1915 als Völkermord einstellen - ein wichtiges Zugeständnis an die Türkei, das in Armenien allerdings auf breite Kritik stieß.

Die Annäherung zwischen den beiden lange verfeindeten Ländern erfolgt auch vor dem Hintergrund sich verändernder Allianzen in der Region: Die Beziehungen zwischen Armenien und seinem traditionellen Verbündeten Russland hatten sich nach dem Berg-Karabach-Konflikt 2023 abgekühlt, weil dort stationierte russische Soldaten nicht in den Konflikt mit Aserbaidschan eingegriffen hatten. In der Folge näherte sich Armenien an die EU an.

Auch mit Aserbaidschan einigte sich Armenien unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump darauf, den jahrzehntelangen Konflikt zwischen beiden verfeindeten Kaukasusstaaten dauerhaft beizulegen. Aserbaidschan, ein enger Verbündeter der mit Russland und dem Iran rivalisierenden Regionalmacht Türkei, hatte 2023 in einer großangelegten Militäroffensive die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach unter seine Kontrolle gebracht. Der Militäreinsatz löste die Flucht von mehr als 100.000 Menschen nach Armenien aus.

Der Iran, der wiederum traditionell enge Beziehungen zu Armenien unterhält, warnte damals vor einer "geopolitischen" Neuausrichtung im Kaukasus, erkannte aber zugleich Aserbaidschans Souveränität über die Region Berg-Karabach an.

T.M.Dan--TFWP