The Fort Worth Press - Ein Jahr Merz: Koalition zieht gemischte Bilanz und bekennt sich zu Fortführung

USD -
AED 3.6725
AFN 64.511908
ALL 81.803002
AMD 361.970027
ANG 1.790365
AOA 917.0002
ARS 1516.489102
AUD 1.43686
AWG 1.8025
AZN 1.701099
BAM 1.749507
BBD 2.015019
BDT 123.35519
BGN 1.683441
BHD 0.377025
BIF 3001
BMD 1
BND 1.282667
BOB 11.949925
BRL 5.019031
BSD 1.000443
BTN 96.773876
BWP 13.820371
BYN 3.062335
BYR 19600
BZD 2.012049
CAD 1.422375
CDF 2315.000501
CHF 0.831535
CLF 0.024785
CLP 978.640029
CNY 6.702302
CNH 6.703835
COP 3225.89
CRC 455.852689
CUC 1
CUP 24.010877
CVE 98.724974
CZK 21.738993
DJF 177.720424
DKK 6.665835
DOP 61.250053
DZD 134.437869
EGP 52.401699
ERN 15
ETB 161.149658
EUR 0.89184
FJD 2.250297
FKP 0.756809
GBP 0.755925
GEL 2.60203
GGP 0.756809
GHS 11.754971
GIP 0.756809
GMD 73.999892
GNF 8750.000306
GTQ 7.648201
GYD 209.311167
HKD 7.84785
HNL 26.930167
HRK 6.719801
HTG 131.003976
HUF 325.938026
IDR 17900.3
ILS 3.063198
IMP 0.756809
INR 96.82355
IQD 1310.5
IRR 1732150.000064
ISK 122.010009
JEP 0.756809
JMD 158.929793
JOD 0.708991
JPY 158.083498
KES 129.859986
KGS 87.450075
KHR 4061.000421
KMF 439.999806
KPW 900.000318
KRW 1343.470324
KWD 0.31085
KYD 0.833695
KZT 450.986443
LAK 22465.999779
LBP 89550.00063
LKR 331.11789
LRD 171.000238
LSL 16.60988
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.430038
MAD 9.922004
MDL 17.893131
MGA 4504.999781
MKD 54.919327
MMK 2099.765857
MNT 3595.748979
MOP 8.086572
MRU 40.201107
MUR 47.520264
MVR 15.410031
MWK 1741.999905
MXN 18.196305
MYR 4.090403
MZN 63.899369
NAD 16.609905
NGN 1330.401387
NIO 36.849773
NOK 9.56445
NPR 154.837844
NZD 1.78407
OMR 0.384494
PAB 1.000434
PEN 3.442029
PGK 4.451505
PHP 62.880503
PKR 277.025017
PLN 3.904699
PYG 5758.066392
QAR 3.641983
RON 4.766699
RSD 104.792983
RUB 85.023834
RWF 1474
SAR 3.753839
SBD 8.081105
SCR 13.870791
SDG 601.508457
SEK 9.97278
SGD 1.280805
SHP 0.755886
SLE 24.624974
SLL 20969.491881
SOS 571.50058
SRD 37.6505
STD 20697.981008
STN 21.95
SVC 8.753796
SYP 13002.000254
SZL 16.610207
THB 33.652498
TJS 9.219037
TMT 3.5
TND 2.998204
TOP 2.40776
TRY 49.34181
TTD 6.795747
TWD 31.939904
TZS 2640.000077
UAH 44.936959
UGX 4096.93088
UYU 40.119329
UZS 11814.999746
VES 873.638698
VND 25899.5
VUV 120.100619
WST 2.770789
XAF 585.008862
XAG 0.016786
XAU 0.000241213788
XCD 2.70255
XCG 1.803007
XDR 0.707052
XOF 585.008862
XPF 106.849897
YER 236.149866
ZAR 16.585245
ZMK 9001.200595
ZMW 19.919225
ZWL 321.999592
SSP 5751.632701
MXV 2.056175
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Ein Jahr Merz: Koalition zieht gemischte Bilanz und bekennt sich zu Fortführung
Ein Jahr Merz: Koalition zieht gemischte Bilanz und bekennt sich zu Fortführung / Foto: © AFP/Archiv

Ein Jahr Merz: Koalition zieht gemischte Bilanz und bekennt sich zu Fortführung

Zwischen Streit und Optimismus: Die schwarz-rote Regierungskoalition hat eine durchwachsene Bilanz ihres ersten Amtsjahres gezogen und zugleich ihren Willen bekräftigt, gemeinsam weitere Reformen anzupacken. Das bisher Geschaffte "reicht halt nicht aus", sagte Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger in Berlin. Die SPD-Spitze beklagte zu viel Streit in der Koalition - doch auch sie bekannte sich zur Fortführung des Bündnisses. Die Opposition zog hingegen eine vernichtende Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot.

Textgröße:

Am Mittwoch jährt sich die Wahl von Friedrich Merz (CDU) zum Bundeskanzler zum ersten Mal. Dem holprigen Start - die Wahl gelang erst im zweiten Anlauf - folgte das Versprechen, die Wirtschaft anzukurbeln und große Reformen anzugehen, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Rente. Ein Jahr später kämpfen die Koalitionäre mit niedrigen Umfragewerten und einem erstarkten rechten Rand. Die Herausforderungen sind weiterhin riesig.

"Meine Bilanz ist ein bisschen gespalten", sagte Bilger am Dienstag. Er teile die Erwartung, dass mehr passieren müsse, insbesondere müsse die Wirtschaft endlich in Schwung gebracht werden. Der CDU-Politiker teilt nach eigenen Worten auch die Einschätzung von Merz, dass es in der Union wachsende Unzufriedenheit über die Koalition mit der SPD gibt. Trotz einiger bereits umgesetzter Projekte müssten in diesem Jahr mehr Reformen kommen.

Unionsfraktionschef Jens Spahn beklagte, dass viele Erfolge gerade in den Wochen seit Ostern "in zu viel öffentlichem Streit und Zank untergegangen sind". 141 Gesetze in einem Jahr zeigten, dass die Regierung nicht nur debattieren, sondern auch entscheiden könne. "Natürlich" bestehe ein gemeinsames Interesse in der Koalition, das Land und den Alltag der Menschen spürbar zu verbessern, sagte Spahn.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bekräftigte, bisher habe die Koalition jedes Problem, dessen sie sich angenommen habe, auch "erfolgreich zu einer Lösung geführt". Er nannte unter anderem die Einleitung der Migrationswende, die Abschaffung des Bürgergelds sowie die Einführung eines neuen Wehrdienstes.

Die SPD störte sich ebenfalls an zu viel "Streit" und "überhitzten Debatten" in den zurückliegenden Wochen. Das habe der Regierung "geschadet", sagte SPD-Chef Lars Klingbeil. Streit gehöre zwar dazu, ergänzte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, denn die drei Parteien in der Koalition hätten an einigen Stellen sehr unterschiedliche Auffassungen. "Allerdings muss er eben so geführt werden, dass er sachorientiert geführt wird und die Bürgerinnen und Bürger danach das Gefühl haben, es ist etwas Gutes rausgekommen."

SPD-Chefin Bärbel Bas räumte einen Vertrauensverlust für die Regierung ein. Die Koalition müsse nun für Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger sorgen, für ein bezahlbares Leben und sichere Arbeitsplätze. Die SPD-Spitze bekannte sich aber deutlich zur Weiterarbeit in der Regierung. Klingbeil wies dabei indirekt Vorwürfe aus der Union zurück, wonach die SPD zu wenig kompromissbereit sei und Reformen blockiere.

Die Opposition sparte erwartungsgemäß nicht mit Kritik an der Regierungskoalition: Statt die Staatsfinanzen zu sanieren, zerrütte Merz diese "bis an den Rand des Staatsbankrotts", sagte AfD-Fraktionschefin Alice Weidel. Immer neue Schulden würden hauptsächlich dafür verwendet, um "Haushaltslöcher zu stopfen und Konsumausgaben zu tätigen".

Die Grünen kritisierten vor allem Merz' Kommunikationsstil. "Wenn Friedrich Merz vor eine Kamera tritt, muss man der Koalition die Daumen drücken, dass er nicht irgendetwas schon wieder sagt, was unüberlegt ist, was eine Krise auslöst, was irgendjemanden beleidigt oder die Koalition in Schwierigkeiten bringt", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge. Außerdem klammere sich die Regierung an einer "fossilen Überzeugung" fest, statt angesichts der "weltweit größten Krise der fossilen Energien" Erneuerbare zu fördern.

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann störte sich daran, dass das zurückliegende Jahr vor allem von Streit, Missstimmung, Uneinigkeit und Angriffen auf den Sozialstaat geprägt gewesen sei. "Ein Jahr lang sind insbesondere die Reichen und die Überreichen mehr geschont worden, als das in den bisherigen Regierungsjahren der Fall gewesen ist."

Die beiden Umweltverbände BUND und WWF beklagten einen Rückschritt in der Klima- und Naturschutzpolitik nach einem Jahr Merz-Regierung. Sie nannten unter anderem die Erhöhung der Pendlerpauschale, verfehlte Klimaziele und eine teilweise Zweckentfremdung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität.

J.Ayala--TFWP