The Fort Worth Press - Kommunen verzeichnen 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro

USD -
AED 3.672503
AFN 66.000054
ALL 80.129174
AMD 366.064761
ANG 1.789783
AOA 918.000435
ARS 1487.855707
AUD 1.408957
AWG 1.8025
AZN 1.699823
BAM 1.688575
BBD 2.01528
BDT 122.78604
BGN 1.696366
BHD 0.377422
BIF 2987.872534
BMD 1
BND 1.277421
BOB 11.622656
BRL 5.2041
BSD 1.000561
BTN 95.610135
BWP 13.472523
BYN 3.044058
BYR 19600
BZD 2.012431
CAD 1.38709
CDF 2274.999821
CHF 0.81196
CLF 0.023246
CLP 914.90972
CNY 6.74065
CNH 6.746825
COP 3134.83
CRC 449.521639
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.649819
CZK 20.91505
DJF 178.184487
DKK 6.46168
DOP 58.749776
DZD 133.003016
EGP 50.220496
ERN 15
ETB 161.895823
EUR 0.86435
FJD 2.207097
FKP 0.73738
GBP 0.739295
GEL 2.603582
GGP 0.73738
GHS 11.000265
GIP 0.73738
GMD 73.50046
GNF 8791.64526
GTQ 7.635558
GYD 209.356235
HKD 7.84413
HNL 26.824976
HRK 6.511098
HTG 130.953049
HUF 314.887975
IDR 17855.3
ILS 2.98335
IMP 0.73738
INR 95.65415
IQD 1309.5
IRR 1374550.000252
ISK 122.909718
JEP 0.73738
JMD 158.54006
JOD 0.708989
JPY 159.710497
KES 129.509923
KGS 87.449474
KHR 4043.604965
KMF 424.99995
KPW 900.000294
KRW 1411.420103
KWD 0.30877
KYD 0.833912
KZT 461.254883
LAK 22576.146789
LBP 89621.50027
LKR 332.062601
LRD 181.611775
LSL 16.177528
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.357319
MAD 9.294992
MDL 17.22871
MGA 4310.378324
MKD 53.1187
MMK 2099.801401
MNT 3596.870401
MOP 8.08599
MRU 40.121922
MUR 47.00015
MVR 15.450338
MWK 1735.999803
MXN 17.06179
MYR 4.056803
MZN 63.904955
NAD 16.175433
NGN 1352.220066
NIO 36.826767
NOK 9.423845
NPR 153.006597
NZD 1.702165
OMR 0.384498
PAB 1.000643
PEN 3.368112
PGK 4.42325
PHP 61.701012
PKR 277.744304
PLN 3.730635
PYG 6026.675875
QAR 3.657885
RON 4.530196
RSD 101.439801
RUB 85.000367
RWF 1468.660686
SAR 3.746587
SBD 8.032258
SCR 13.90707
SDG 601.507865
SEK 9.52802
SGD 1.27827
SHP 0.740866
SLE 24.575019
SLL 20969.499227
SOS 571.956516
SRD 37.784506
STD 20697.981008
STN 21.154519
SVC 8.756351
SYP 13001.999906
SZL 16.181188
THB 33.089043
TJS 9.231221
TMT 3.51
TND 2.916504
TOP 2.40776
TRY 47.920397
TTD 6.780773
TWD 31.901496
TZS 2647.387988
UAH 44.767838
UGX 3722.809547
UYU 40.094798
UZS 11865.057953
VES 771.57685
VND 26175
VUV 118.338592
WST 2.726312
XAF 566.393237
XAG 0.015357
XAU 0.000228
XCD 2.70255
XCG 1.803458
XDR 0.707052
XOF 566.285665
XPF 103.475007
YER 237.125023
ZAR 16.269825
ZMK 9001.205789
ZMW 18.850088
ZWL 321.999592
  • DAX

    -167.4100

    26171.2

    -0.64%

  • TecDAX

    -23.8800

    4069.36

    -0.59%

  • SDAX

    -27.1600

    18459.16

    -0.15%

  • MDAX

    -240.1100

    32116.87

    -0.75%

  • Euro STOXX 50

    -50.5400

    6479.91

    -0.78%

  • Goldpreis

    -25.2000

    4448.5

    -0.57%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1573

    -0.07%

Kommunen verzeichnen 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro
Kommunen verzeichnen 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro / Foto: © AFP/Archiv

Kommunen verzeichnen 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 2025 ein Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro aufgewiesen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, war dies das höchste kommunale Finanzierungsdefizit seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Der Deutsche Städtetag forderte eine jährliche Soforthilfe von 30 Milliarden Euro, der Deutsche Landkreistag forderte eine sofortige Anhebung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer um zehn Prozentpunkte.

Textgröße:

Das Defizit der Kommunen übertraf laut Statistik den bisherigen Rekordwert des Jahres 2024 um weitere 7,1 Milliarden Euro. Das Statistikamt berief sich auf vorläufige Ergebnissen der vierteljährlichen sogenannten Kassenstatistik.

Im Jahr 2025 waren damit 7,5 Prozent der kommunalen Ausgaben nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt und mussten durch die Aufnahme von Krediten finanziert werden. Das Defizit der Kommunen ist den Angaben zufolge vor allem auf deren Kernhaushalte zurückzuführen: Mit 29,4 Milliarden Euro war es um 5,1 Milliarden Euro größer als im Vorjahr.

Das Defizit der Extrahaushalte verfünffachte sich 2025 auf 2,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Als Extrahaushalte gelten demnach diejenigen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen in kommunaler Trägerschaft, deren Finanzierung überwiegend aus Zuschüssen der Kommunen erfolgt. Die wachsenden Defizite bedeuten den Statistikern zufolge, dass die Extrahaushalte einen höheren Zuschussbedarf von den kommunalen Kernhaushalten haben.

Das Defizit in den Kern- und Extrahaushalten wuchs, weil die Ausgaben erneut schneller zunahmen als die Einnahmen: Die Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent oder 22,4 Milliarden Euro auf 423,3 Milliarden Euro. Dabei stiegen zum Beispiel die Personalausgaben um 6,8 Prozent überdurchschnittlich stark an: auf 113,4 Milliarden Euro. Gründe hierfür waren eine Tariferhöhung und Personalaufbau.

Einen Anstieg gab es auch bei den Sozialleistungen: Dafür gaben die Kommunen im vergangenen Jahr 90,0 Milliarden Euro aus - ein Plus von 5,9 Prozent. Die größten Zuwächse wurden demnach bei jenen Sozialleitungen verzeichnet, deren Kosten vor allem die Kommunen und weniger Bund und Länder tragen, also zum Beispiel die Kinder- und Jugendhilfe.

Bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz registrierten die Statistiker hingegen einen deutlichen Rückgang um 10,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Die Einnahmen der Kommunen lagen 2025 bei 391,4 Milliarden Euro. Dies war ein Plus von 4,1 Prozent oder 15,3 Milliarden Euro. Einen Großteil machten mit 136,5 Milliarden Euro die Steuereinnahmen aus, die um 3,4 Prozent anstiegen. Ausschlaggebend war hier laut Statistikamt das kräftige Plus von 7,5 Prozent beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Christian Schuchardt,der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, erklärte, die Haushaltslage spitze sich weiter zu, weil vor allem die Ausgaben für soziale Leistungen und für das Personal dynamisch stiegen. Es würden zudem immer mehr Aufgaben auf die Kommunen verlagert, ohne dass die Finanzierung gesichert sei. "Wir brauchen jetzt eine jährliche Soforthilfe von mindestens 30 Milliarden Euro, die bereits im nächsten Bundeshaushalt verbindlich eingeplant wird, sowie eine strukturelle Entlastung der Städte."

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Achim Brötel, forderte "besser heute als morgen" die seit langem angemahnten Reformen auf der Ausgabenseite. Vor allem im Sozialbereich seien die Pflichtausgaben überproportional gestiegen. Besonders ins Gewicht fielen unverändert die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Hilfe zur Pflege.

Eine spürbare und kurzfristig greifende finanzielle Entlastung könne es durch eine sofortige Anhebung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer um zehn Prozentpunkte geben. Das würde sofort zusätzlich 30 Milliarden Euro auf die kommunale Ebene bringen. Wenn die Reformen auf der Ausgabeseite greifen würden, könne die Umsatzsteuer auf einen Anteil von sechs Prozentpunkten zurückgefahren werden.

N.Patterson--TFWP