The Fort Worth Press - Streit um Öllieferungen: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest - Kiew spricht von "Geiselnahme"

USD -
AED 3.672498
AFN 64.999539
ALL 79.318512
AMD 361.63825
ANG 1.789783
AOA 918.000221
ARS 1497.221796
AUD 1.405185
AWG 1.80125
AZN 1.705751
BAM 1.675261
BBD 2.002407
BDT 121.486481
BGN 1.696366
BHD 0.374916
BIF 2971.693871
BMD 1
BND 1.269043
BOB 11.487331
BRL 5.178899
BSD 0.994222
BTN 95.148891
BWP 13.427498
BYN 3.023954
BYR 19600
BZD 1.999495
CAD 1.379765
CDF 2272.999596
CHF 0.79955
CLF 0.023423
CLP 921.850128
CNY 6.72975
CNH 6.72529
COP 3053.08
CRC 444.89747
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.449846
CZK 20.70095
DJF 177.036177
DKK 6.402635
DOP 58.408853
DZD 132.585002
EGP 50.7322
ERN 15
ETB 162.391517
EUR 0.85644
FJD 2.1988
FKP 0.738395
GBP 0.73495
GEL 2.594157
GGP 0.738395
GHS 11.059055
GIP 0.738395
GMD 73.49567
GNF 8735.389979
GTQ 7.586523
GYD 207.982528
HKD 7.84224
HNL 26.65713
HRK 6.4532
HTG 130.039446
HUF 311.140282
IDR 17772
ILS 2.9791
IMP 0.738395
INR 95.63555
IQD 1302.416816
IRR 1374600.00009
ISK 121.80141
JEP 0.738395
JMD 157.093849
JOD 0.708988
JPY 158.614499
KES 129.449732
KGS 87.449605
KHR 4019.99289
KMF 421.999582
KPW 900.000294
KRW 1394.979958
KWD 0.30827
KYD 0.828476
KZT 459.233626
LAK 22389.728084
LBP 89029.718745
LKR 329.023388
LRD 180.444559
LSL 16.152967
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.327493
MAD 9.218217
MDL 17.145133
MGA 4284.533451
MKD 52.699878
MMK 2099.245957
MNT 3597.150887
MOP 8.029277
MRU 39.775239
MUR 46.820316
MVR 15.450036
MWK 1723.920836
MXN 16.959665
MYR 4.043011
MZN 63.895016
NAD 16.152967
NGN 1344.449755
NIO 36.585731
NOK 9.322905
NPR 152.239049
NZD 1.67953
OMR 0.384502
PAB 0.99421
PEN 3.347881
PGK 4.403577
PHP 61.582497
PKR 275.912698
PLN 3.69697
PYG 5980.581526
QAR 3.624582
RON 4.4944
RSD 100.480977
RUB 83.24857
RWF 1464.895863
SAR 3.756102
SBD 8.032258
SCR 14.752031
SDG 601.499682
SEK 9.43696
SGD 1.271575
SHP 0.740866
SLE 24.596448
SLL 20969.499227
SOS 568.158944
SRD 37.742014
STD 20697.981008
STN 20.986539
SVC 8.699339
SYP 13001.999906
SZL 16.157506
THB 32.863023
TJS 9.171356
TMT 3.5
TND 2.905612
TOP 2.40776
TRY 47.955065
TTD 6.743729
TWD 31.881496
TZS 2648.969031
UAH 44.451135
UGX 3707.764121
UYU 39.847531
UZS 11731.501428
VES 776.44435
VND 26160
VUV 118.215486
WST 2.715898
XAF 561.869194
XAG 0.014923
XAU 0.000223
XCD 2.70255
XCG 1.791776
XDR 0.707052
XOF 561.874007
XPF 102.15383
YER 237.074956
ZAR 16.099275
ZMK 9001.20406
ZMW 18.615866
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -11.7100

    6432.75

    -0.18%

  • TecDAX

    -5.6300

    4053.53

    -0.14%

  • SDAX

    -57.6200

    18476.42

    -0.31%

  • DAX

    -128.7500

    25962.58

    -0.5%

  • Goldpreis

    -0.4000

    4544.9

    -0.01%

  • MDAX

    0.4300

    31822.9

    0%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1701

    +0.16%

Streit um Öllieferungen: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest - Kiew spricht von "Geiselnahme"
Streit um Öllieferungen: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest - Kiew spricht von "Geiselnahme" / Foto: © AFP

Streit um Öllieferungen: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest - Kiew spricht von "Geiselnahme"

Im Streit um russische Öllieferungen sind die Spannungen zwischen Ungarn und der Ukraine am Freitag eskaliert: Die ungarischen Steuerbehörden nahmen eine Gruppe Ukrainer fest - Kiew sprach von einer "Geiselnahme". Gegen die sieben Ukrainer sei ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet worden, hieß es in der Erklärung der ungarischen Steuerbehörde. Die Ukraine riet ihren Staatsbürgern daraufhin von Reisen nach Ungarn ab.

Textgröße:

Am Donnerstag seien sieben ukrainische Staatsbürger, darunter ein ehemaliger General des ukrainischen Geheimdienstes, sowie zwei Geldtransporter in Gewahrsam genommen worden, teilte die nationale Steuer und Zollbehörde Ungarns mit, wie die Nachrichtenagentur MTI berichtete.

Die ungarische Regierung kündigte später an, die sieben Ukrainer auszuweisen. Die Behörden hätten festgestellt, dass der Einsatz von einem ehemaligen General und einem ehemaligen Major der ukrainischen Luftwaffe geleitet worden sei, die von Menschen mit militärischer Erfahrung unterstützt worden seien. "Basierend auf diesen Erkenntnissen werden alle sieben Personen aus Ungarn ausgewiesen", erklärte Regierungssprecher Zoltan Kovacs im Onlinedienst X, ohne ein Datum für die Ausweisung zu nennen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hatte Ungarn zuvor vorgeworfen, die sieben Ukrainer als "Geiseln" genommen zu haben. Die Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank hätten Bargeld von Österreich in die Ukraine bringen sollen. Der Bank zufolge ging es um 35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold Sybiha sprach von "Staatsterrorismus" und "Schutzgelderpressung".

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sagte laut der Agentur MTI, es könnte sich um "Geld der ukrainischen Kriegsmafia handeln".

In Reaktion auf das ungarische Vorgehen riefen die ukrainischen Behörden ihre Bürger am Freitag auf, Reisen nach Ungarn zu vermeiden, da "ihre Sicherheit angesichts der willkürlichen Maßnahmen der ungarischen Behörden" nicht gewährleistet werden könne.

Hintergrund des Streits zwischen Budapest und Kiew sind unterbrochene Öllieferungen aus Russland. Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert, war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern. Der Streit führte zu erhebliche Spannungen.

Ungarn unterhält trotz der seit vier Jahren andauernden russischen Offensive gegen die Ukraine enge Beziehungen zu Moskau. Der rechtsnationalistische Regierungschef Viktor Orban blockiert mit Verweis auf die fehlenden Druschba-Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Beides hätte bereits vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine Ende Februar beschlossen werden sollen.

Orban sagte am Freitag in einem Radiointerview, Ungarn werde "alle Mittel", die zur Verfügung stehen, einsetzen, bis das Problem der unterbrochenen Öllieferungen gelöst sei. "Wir haben die Benzinlieferungen in die Ukraine eingestellt, wir liefern auch keinen Diesel mehr", sagte der Rechtspopulist. Strom werde weiterhin geliefert. Orban drohte, Ungarn werde auch den Transit von für die Ukraine wichtigen Güter durch Ungarn einstellen, "bis wir die Zustimmung der Ukraine für Öllieferungen erhalten".

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Donnerstag betont, dass es bis zu einer Wiederinbetriebnahme der umstrittenen Druschba-Pipeline noch vier bis sechs Wochen dauern könne. Zugleich ließ Selenskyj durchblicken, dass es ihm lieber wäre, wenn die Leitung nicht repariert würde. Er räumte jedoch ein, dass dies wohl notwendig sei, um das von Ungarn blockierte EU-Darlehen für Kiew freizubekommen.

Zugleich schien Selenskyj eine direkte Drohung gegen Orban auszusprechen: "Wir hoffen, dass nicht eine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockieren wird. Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person an unsere Streitkräfte, an unsere Jungs weitergeben." Sie würden dann "mit ihm in ihrer eigenen Sprache" sprechen, drohte der Staatschef.

Die Ölversorgung in Ungarn und der Slowakei ist trotz der beschädigten Pipeline derzeit nicht gefährdet. Beide Staaten verfügen nach Angaben der EU-Kommission über Ölvorräte für knapp drei Monate. Außerdem sind alternativ Lieferungen über eine von Kroatien betriebene Adria-Pipeline möglich, die allerdings teurer sind als das russische Öl. Der Iran-Krieg sorgt nun zusätzlich für steigende Ölpreise.

T.Harrison--TFWP