The Fort Worth Press - Scharfe Kritik von Menschenrechtlern an Asylverschärfung - Bundestagsvotum am Freitag

USD -
AED 3.672501
AFN 64.999988
ALL 79.173956
AMD 364.00811
ANG 1.789783
AOA 918.000126
ARS 1497.250009
AUD 1.407203
AWG 1.80125
AZN 1.699613
BAM 1.673104
BBD 2.01539
BDT 122.281202
BGN 1.696366
BHD 0.377268
BIF 2973.916317
BMD 1
BND 1.271932
BOB 11.542986
BRL 5.194103
BSD 1.000659
BTN 95.718306
BWP 13.434508
BYN 3.043612
BYR 19600
BZD 2.012524
CAD 1.377015
CDF 2273.000487
CHF 0.798955
CLF 0.023464
CLP 923.460242
CNY 6.72975
CNH 6.726645
COP 3052.8
CRC 453.402228
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.330261
CZK 20.677203
DJF 178.187838
DKK 6.400015
DOP 58.471778
DZD 132.809899
EGP 50.913404
ERN 15
ETB 163.449465
EUR 0.85609
FJD 2.1993
FKP 0.735015
GBP 0.733865
GEL 2.599925
GGP 0.735015
GHS 11.132356
GIP 0.735015
GMD 73.489513
GNF 8792.543704
GTQ 7.635945
GYD 209.26741
HKD 7.84379
HNL 26.831146
HRK 6.447995
HTG 130.914597
HUF 312.548496
IDR 17798.5
ILS 2.99225
IMP 0.735015
INR 95.78055
IQD 1310.845723
IRR 1374599.999891
ISK 121.570358
JEP 0.735015
JMD 158.313693
JOD 0.709007
JPY 158.768501
KES 129.531461
KGS 87.450427
KHR 4023.337582
KMF 422.00032
KPW 900.000294
KRW 1396.624937
KWD 0.308296
KYD 0.833925
KZT 456.002874
LAK 22541.886418
LBP 89608.575327
LKR 330.163782
LRD 181.619088
LSL 16.146032
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.337338
MAD 9.252116
MDL 17.181525
MGA 4276.542323
MKD 52.628652
MMK 2099.608389
MNT 3598.398104
MOP 8.084231
MRU 39.988023
MUR 46.809482
MVR 15.450303
MWK 1735.176615
MXN 16.991015
MYR 4.044397
MZN 63.89495
NAD 16.145824
NGN 1348.090005
NIO 36.828238
NOK 9.33371
NPR 153.148806
NZD 1.68278
OMR 0.384497
PAB 1.000654
PEN 3.350814
PGK 4.498929
PHP 61.872499
PKR 277.656585
PLN 3.697255
PYG 6025.116772
QAR 3.647726
RON 4.496039
RSD 100.425032
RUB 83.327854
RWF 1470.917848
SAR 3.756633
SBD 8.032258
SCR 13.740667
SDG 601.50433
SEK 9.491825
SGD 1.272155
SHP 0.740866
SLE 24.59611
SLL 20969.499227
SOS 571.883194
SRD 37.742003
STD 20697.981008
STN 20.959339
SVC 8.755908
SYP 13001.999906
SZL 16.142113
THB 32.921496
TJS 9.246023
TMT 3.5
TND 2.9105
TOP 2.40776
TRY 47.955302
TTD 6.781357
TWD 31.9335
TZS 2647.975969
UAH 44.634778
UGX 3722.127883
UYU 40.105225
UZS 11847.637787
VES 776.44435
VND 26102
VUV 118.216132
WST 2.729275
XAF 561.160206
XAG 0.0152
XAU 0.000224
XCD 2.70255
XCG 1.803429
XDR 0.707052
XOF 561.165007
XPF 102.02362
YER 237.075008
ZAR 16.17335
ZMK 9001.201353
ZMW 18.886955
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -5.5000

    4539.8

    -0.12%

  • Euro STOXX 50

    -22.4200

    6422.04

    -0.35%

  • SDAX

    -7.0700

    18526.97

    -0.04%

  • MDAX

    -160.5400

    31661.93

    -0.51%

  • TecDAX

    6.5000

    4065.66

    +0.16%

  • DAX

    -143.3300

    25948

    -0.55%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1678

    -0.03%

Scharfe Kritik von Menschenrechtlern an Asylverschärfung - Bundestagsvotum am Freitag
Scharfe Kritik von Menschenrechtlern an Asylverschärfung - Bundestagsvotum am Freitag / Foto: © AFP/Archiv

Scharfe Kritik von Menschenrechtlern an Asylverschärfung - Bundestagsvotum am Freitag

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Pro Asyl haben an die Abgeordneten des Bundestags appelliert, am Freitag gegen die geplanten Verschärfungen des Asylrechts zu stimmen. Das so genannte GEAS-Anpassungsgesetz könne zu "grundlegenden Menschenrechtsverstößen" führen, warnten die beiden Organisationen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung das deutsche Recht an das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) anpassen - sie geht dabei aber den Organisationen zufolge "deutlich über das von der EU verpflichtend vorgeschriebene Maß hinaus".

Textgröße:

"Die Inhaftierung von Schutzsuchenden wird von der Ausnahme zu Regel, obwohl ein Staat die Bewegungsfreiheit von Menschen nur in Ausnahmefällen beschränken darf", kritisierten Amnesty International und Pro Asyl. Es drohten "Entrechtung, Isolation und Verzweiflung" für "Menschen, die nichts verbrochen haben".

Die EU-Asylreform sieht unter anderem einheitliche Asylverfahren an den EU-Außengrenzen vor – mit dem Ziel, Migranten gegebenenfalls direkt von dort abschieben zu können. Vorgesehen ist in dem GEAS-Anpassungsgesetz auch, in Deutschland "Sekundärmigrationszentren" einzurichten. Aus den Zentren sollen Betroffene, für deren Asylgesuch aus deutscher Sicht ein anderer EU-Staat zuständig ist, in diesen zurückgeführt werden. Dazu können auch Wohnsitz- und Aufenthaltspflichten gehören: Die Betroffenen können aus den Zentren in das zuständige EU-Land ausreisen, sich aber nicht frei in Deutschland bewegen.

"Der vorliegende Entwurf normalisiert systematisch Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentzug für Schutzsuchende", kritisierte Karl Kopp, Geschäftsführer von Pro Asyl. Auch Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland kritisierte die Regierungskoalition: "Mit dem Umsetzungsgesetz hat sich die Bundesregierung für eine maximal restriktive Umsetzung zu Lasten von Schutzsuchenden entschieden." Selbst Kinder dürften nun in bestimmten Fällen eingesperrt werden.

Der Freiheitsentzug sei "die schärfste Maßnahme des Staates gegenüber Menschen" und dürfe "nicht pauschal angeordnet werden", erklärte Duchrow. "Eine automatische Anordnung von Freiheitsentzug ohne Einzelfallprüfung ist willkürlich. Dafür darf im Asylrecht kein Raum sein."

Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wurde 2024 auf EU-Ebene verabschiedet und kommt ab dem Juni 2026 in den EU-Mitgliedstaaten in Anwendung. Während die Verordnungen der Reform grundsätzlich direkt anwendbar sind, muss die Aufnahmerichtlinie ins nationale Recht umgesetzt werden.

Die Kinderschutzorganisation Save the Children kritisierte das deutsche Gesetz als Rückschritt für die Rechte geflüchteter Kinder. In beschleunigten Asylverfahren und neuen zentralisierten Unterkünften drohten "die Schutzbedarfe von Kindern vernachlässigt zu werden", erklärte die Organisation am Donnerstag. Verschärfungen im Sozialleistungsbezug führten dazu, dass Kinder weiterhin unter dem Existenzminimum leben müssen.

Der Gesetzentwurf bringe jedoch auch "einige Verbesserungen" für geflüchtete Kinder mit sich. Zum Beispiel solle künftig für alle Kinder, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, eine umfassende medizinische und auch psychologische Unterstützung im Regelsystem ermöglicht werden, erklärte Save the Children. Damit beende die Bundesregierung eine jahrzehntelang bestehende Diskriminierung geflüchteter Kinder im Bereich der medizinischen Versorgung.

S.Palmer--TFWP